Beschreibung: D:\Homepage\Image5.gifISSN 0931-4288

Kommentiertes Register des Sachgebietes Strahlenunfälle, Atomunfälle

Katastrophenplanung

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Katastrophenplanung

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Katastrophenplanung

Buchmarkt: Neuer Gefährdungsatlas zeigt: Nukleare Gefahren gehen nicht nur von AKWs aus. Die Deutsche Umweltstiftung hat ihren AKW-Gefährdungsatlas in einer völlig neuen, überarbeiteten Auflage vorgestellt. Erstmals sind nicht nur alle Atomkraftwerke in Deutschland und dem grenznahen Ausland enthalten, sondern auch weitere nukleare Anlagen. Der AKW-Gefährdungsatlas der Deutschen Umweltstiftung (3. Auflage) kann zum Preis von 10,- Euro im Buchhandel (ISBN 978-3-942466-00-4) oder direkt bei der Deutschen Umweltstiftung http://www.atlas.deutscheumweltstiftung.de bestellt werden.

Stx588-589.2011.11-12.2 (2 Seiten)

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Katastrophenplanung

Designierte AKW-Chefin versagte bei praktischer Prüfung. Vattenfall gibt in Krümmel und Brunsbüttel auf. Die vom AKW-Betreiber Vattenfall als neue Betriebsleiterin für das AKW Krümmel an der Elbe vorgesehene Ulrike Welte ist im Dezember 2010 bei der praktischen Prüfung durchgefallen. Die 56-jährige Physikerin sollte den Reaktor in einer Simulation auf dem Übungsleitstand des Atomkraftwerks in 30 bis 60 Minuten in einen sicheren Zustand herunterfahren, was ihr auch nach zwei Stunden nicht gelungen war. Die grundsätzliche Zuverlässigkeit und Eignung von Vattenfall zum Betreiben von Atomkraftwerken steht nun in Frage und Vattenfall will jetzt die Betriebsführung der AKW Krümmel und Brunsbüttel an den Miteigentümer Eon übergeben. Das teilten beide Konzerne am 15. Dezember 2010 mit.

Stx576-577.2011.6-7.2 (2 Seiten)

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Katastrophenplanung

Atomsicherheit: Die Bundesregierung verfügt über keine eigenständigen Sicherheitsbewertungen. Die Sicherheitsbewertung von Kernkraftwerken in Deutschland erfolgt durch die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder. Dies teilte die Bundesregierung jetzt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Als Quellen dienten den Behörden vor allem die Sicherheitsüberprüfungen, die die Betreiber der Kraftwerke den Aufsichtsbehörden vorlegen, schreibt die Regierung. Somit lägen ihr keine vollständige technische Dokumentation der Anlagezustände vor.

Stx564-565.2010.6.1 (1 Seite)

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Katastrophenplanung

Atomunfälle: AKW-Gefährdungsatlas. Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Umweltstiftung hat in mehrwöchiger Kleinarbeit die Bevölkerungszahlen in den Gefährdungsregionen der aktuell in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke ermittelt und in einem Gefährdungsatlas dargestellt. Dabei ergaben sich gefährdete Bevölkerungen zwischen 5,4 Millionen (Gundremmingen) und bis zu 11,8 Millionen (Neckarwestheim). Besonders gefährdet sind demnach die Menschen um Bremen, die im unmittelbaren Einzugsbereich von 6 AKWs leben müssen. Der AKW-Gefährdungsatlas kann als Karte im Format DIN A1 über die Homepage www.deutscheumweltstiftung.de gegen eine Spende bestellt werden.

Stx554-555.2010.1 (1 Seite)

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Katastrophenplanung

Jod-Tabletten endlich verteilt. Am 17. Oktober 2005 begann in einem Radius von 10 Kilometern um das Atomkraftwerk Krümmel und um den Forschungsreaktor des Forschungszentrums GKSS bei Geesthacht die kostenlose Verteilung von Kaliumjodid-Tabletten der österreichischen Marke „Lannacher 65 mg“. Zuvor war dies vom Kieler Innenministerium bereits für Juni 2005 angekündigt worden, nachdem die Tabletten ursprünglich bereits Ende 2004 ausgegeben werden sollten.

Stx452-453.2005.6.1 (1 Seite)

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Katastrophenplanung

Nur Deutschland bläst Nebel. Vernebelungstaktik für Atomanlagen erhielt Auflagen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat das von den Betreibern vorgeschlagene Vernebelungskonzept zum Schutz der deutschen Atomkraftwerke (AKW) vor Terrorangriffen mit Anforderungen versehen. Nach dem sogenannten "Tarnkonzept" soll im Falle eines Angriffs das betroffene AKW mit künstlichem Nebel verhüllt werden, um die Wahrscheinlichkeit eines gezielten Flugzeugabsturzes auf das Reaktorgebäude zu vermindern. Beim AKW Grohnde in Niedersachsen soll das Konzept erprobt werden.

Stx450-451.2005.6.1 (1 Seite)

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Katastrophenplanung

Vorrat an Jodtabletten wird ausgetauscht. Der bei den Ländern vorhandene Bestand an Jodtabletten für den Fall eines Atomunfalls wird in diesen Tagen erneuert. Das teilte das Bundesum-weltministerium (BMU) in Berlin mit. Die Tabletten, die bis Ende September 2004 an die Länder sowie sieben neu eingerichtete Zentrallager im Bundesgebiet ausgeliefert sein sollen, dienten dem vorsorglichen Schutz der Bevölkerung, heißt es. Grund für die Ersatzbeschaffung der Jodtabletten seien Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Strahlenschutzkommission (SSK). In der Bundesrepublik waren erstmals 1975 Empfehlungen zur Jodblockade für den Fall eines Atomunfalls ausgesprochen und Jodtabletten von den Bundesländern für den Katastrophenschutz im 25 Kilometer-Umkreis der Atomkraftwerke beschafft worden. Diese Tabletten werden jetzt ausgetauscht.

Stx420-421.2004.4.1 (1 Seite)

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Katastrophenplanung

Jodtabletten für Amerikaner. Polen als Vorbild. In den Vereinigten Staaten sollen in großem Umfang Kaliumjodid-Tabletten gelagert und an die Bevölkerung verteilt werden. Von den Tabletten erhofft man sich eine vorbeugende Wirkung gegen Schilddrüsenkrebs, mit dem bei der Freisetzung von radioaktivem Jod gerechnet wird, etwa bei einem Reaktorunfall oder einem Terrorakt mit radioaktiven Stoffen.

Stx398-399.2003.5,6.2 (2 Seiten)

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Katastrophenplanung

Gutachten zu Flugzeugangriffen auf AKW übergeben. Das Bundesumweltministerium hat am 30. Januar 2003 Vertretern der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein Gutachten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) zu den Auswirkungen terroristischer Flugzeugangriffe auf Atomkraftwerke übergeben. Das Gutachten wurde im Rahmen einer Besprechung über das weitere Vorgehen von Bund und Ländern überreicht, zu der Staatssekretär Rainer Baake ins Bundesumweltministerium nach Berlin eingeladen hatte. Bund und Länder sind sich der Meldung zufolge einig, die Ergebnisse des GRS-Gutachtens, das abstrakte und theoretische Szenarien zu Flugzeugangriffen auf Atomanlagen enthalten soll, vertraulich zu behandeln. Damit solle ausgeschlossen werden, daß diese Informationen von potentiellen Tätern für kriminelle Handlungen mißbraucht werden können. Mit einem Kommentar von Sebastian Pflugbeil.

Stx386-387.2003.8.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)

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Katastrophenplanung

Mangelhafter Katastrophenschutz bei Atomunfällen in Deutschland. Die Katastrophenschutzplanung für Atomunfälle ist in Deutschland mangelhaft. Das zeigt am Beispiel des Atomkraftwerks Gundremmingen der Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative Reinhold Thiel. Denn Jod-Tabletten sind nicht für alle da.

Stx366-367.2002.5-7.3 (3 Seiten)

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Katastrophenplanung

Entseuchung von Ackerland. In Zukunft wolle man verstärkt versuchen, durch den Reaktorunfall von Tschernobyl verseuchte Flächen wieder zu entgiften, da sie für die Landwirtschaft seiner kleinen GUS-Republik fehlten. Das erklärte Igor Ralewitsch, Vizechef des für die Schäden zuständigen weißrussischen Staatskomitees, im April 1993 in Minsk der Deutschen Presseagentur. Was man sich unter einer solchen Entseuchung vorzustellen hat, haben Dr. Artur Dressler von der Abteilung Strahlenhygiene des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villingen (Schweiz) und Dr. Jakob Oertli vom Institut für Pflanzenwissenschaften des ETH-Zentrums in Zürich 1992 und 1993 beschrieben.

Stx152-153.1993.4.1 (1 Seite)

Katastrophenplanung

Notfallmeldungen: Dosisrichtwerte für die Einleitung von Maßnahmen bei Atomkatastrophen. Bei Atomkatastrophen werden in der Strahlenschutzverordnung festgelegte Dosisgrenzwerte nicht angewendet. Wenn Behörden dazu auffordern im Haus zu bleiben, dann ist die Strahlenbelastung für eine Woche bereits 167 und für die Schilddrüse bis 278 mal größer, als der Bevölkerung durch künstliche Radionuklide aus dem "Normalbetrieb" kerntechnischer Anlagen im ganzen Jahr höchstens zugemutet wird.

Stx98-99.1991.1,2.2 (2 Seiten)

Katastrophenplanung

Wien: Österreich verteilt Kaliumjodid-Tabletten. Nach vergeblichen Bemühungen der österreichischen Bundesregierung in Wien, die Tschechoslowakei zu einem unverzüglichen Ausstieg aus der Atomenergie zu bewegen, ist in Österreich am 1. Februar 1991 mit der Ausgabe von Kaliumjodid-Tabletten an die Bevölkerung begonnen worden. Die Tabletten sollen die Schilddrüse gegen Strahlung durch radioaktives Jod weniger anfällig machen.

Stx98-99.1991.9,10.2 (2 Seiten)

Deutschland

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Deutschland

Designierte AKW-Chefin versagte bei praktischer Prüfung. Vattenfall gibt in Krümmel und Brunsbüttel auf. Die vom AKW-Betreiber Vattenfall als neue Betriebsleiterin für das AKW Krümmel an der Elbe vorgesehene Ulrike Welte ist im Dezember 2010 bei der praktischen Prüfung durchgefallen. Die 56-jährige Physikerin sollte den Reaktor in einer Simulation auf dem Übungsleitstand des Atomkraftwerks in 30 bis 60 Minuten in einen sicheren Zustand herunterfahren, was ihr auch nach zwei Stunden nicht gelungen war. Die grundsätzliche Zuverlässigkeit und Eignung von Vattenfall zum Betreiben von Atomkraftwerken steht nun in Frage und Vattenfall will jetzt die Betriebsführung der AKW Krümmel und Brunsbüttel an den Miteigentümer Eon übergeben. Das teilten beide Konzerne am 15. Dezember 2010 mit.

Stx576-577.2011.6-7.2 (2 Seiten)

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Atomsicherheit: Die Bundesregierung verfügt über keine eigenständigen Sicherheitsbewertungen. Die Sicherheitsbewertung von Kernkraftwerken in Deutschland erfolgt durch die zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder. Dies teilte die Bundesregierung jetzt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Als Quellen dienten den Behörden vor allem die Sicherheitsüberprüfungen, die die Betreiber der Kraftwerke den Aufsichtsbehörden vorlegen, schreibt die Regierung. Somit lägen ihr keine vollständige technische Dokumentation der Anlagezustände vor.

Stx564-565.2010.6.1 (1 Seite)

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Atomunfälle: AKW-Gefährdungsatlas. Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Umweltstiftung hat in mehrwöchiger Kleinarbeit die Bevölkerungszahlen in den Gefährdungsregionen der aktuell in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke ermittelt und in einem Gefährdungsatlas dargestellt. Dabei ergaben sich gefährdete Bevölkerungen zwischen 5,4 Millionen (Gundremmingen) und bis zu 11,8 Millionen (Neckarwestheim). Besonders gefährdet sind demnach die Menschen um Bremen, die im unmittelbaren Einzugsbereich von 6 AKWs leben müssen. Der AKW-Gefährdungsatlas kann als Karte im Format DIN A1 über die Homepage www.deutscheumweltstiftung.de gegen eine Spende bestellt werden.

Stx554-555.2010.1 (1 Seite)

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Deutschland

Personen: Die Gesichter des Störfalls. Entlassung und Rücktritte bei Vattenfall. Wie die Tagesmedien ausführlich berichteten, war es in den vom schwedischen Stromkonzern Vattenfall betriebenen deutschen Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel seit dem 28. Juni 2007 zu einer Pannenserie mit Bränden und weiteren Unregelmäßigkeiten gekommen. Zwei Wochen später stellte das Bundesumweltministerium Fehlverhalten des Personals fest und die schleswig-holsteinische Atomaufsicht warf Vattenfall Inkompetenz und Täuschung von Behörden und Öffentlichkeit vor. Am 13. Juli schließlich wurde die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluß in den Büroräumen des AKW Krümmel vorstellig, um die Namen des beteiligten Personals zu ermitteln, die Vattenfall zuvor nicht nennen wollte. Vattenfall räumte nun – nach zwei Wochen – Bedienungs- und Kommunikationsfehler ein und entließ am 16. Juli 2007 Bruno Thomauske, den Chef der deutschen Atomsparte. Gleichzeitig trat auch der PR-Chef und Pressesprecher Johannes Altmeppen von seiner Funktion zurück. Schließlich trat am 18. Juli auch der Chef von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, zurück und der Chef des schwedischen Mutterkonzerns, Lars Göran Josefsson, versprach einen „Neuanfang“ und „größtmögliche Offenheit“.

Stx494-495.2007.11-12.2 (2 Seiten)

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Deutschland

Deutsche Atomkraftwerke haben schwere Sicherheitsdefizite.Deutsche Atomkraftwerke schneiden im internationalen Vergleich schlecht ab. Gefährliche Fehlkonstruktion in deutschen Atomkraftwerken. Brände können zum Super-GAU führen. Brunsbüttel-Mängelliste dokumentiert gefährliche Kungelei von Atomindustrie, Gutachterorganisationen und Aufsichtsbehörde in Schleswig-Holstein. Die Ärzteorganisation IPPNW widerspricht Ansichten wie der des bayerischen Wirtschaftsministers Erwin Huber (CSU), die deutschen Atomreaktoren seien „die sichersten Kernkraftwerke der Welt“ (Bayern2Radio vom 16. Juli 2007). Die Ärzteorganisation verweist auf einen bereits 1997 von der OECD veröffentlichten internationalen Vergleich von Atomkraftwerken, eine Art „Pisa-Studie für Kernkraftwerke“. Demnach ist bei deutschen Atomkraftwerken die Gefahr extrem hoch, daß es bei einer Kernschmelze zu massiven Freisetzungen von Radioaktivität kommt. Der OECD-Vergleich ergab, daß in dem deutschen Referenz-Atomkraftwerk Biblis B die bei einer Kernschmelze zu erwartende Wasserstoffkonzentration im Sicherheitsbehälter mit 19 Prozent weitaus größer ist als in ausländischen Referenz-Anlagen (mit 10 bis 15 Prozent).

Stx494-495.2007.9-11.3 (3 Seiten)

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Deutschland

Nur Deutschland bläst Nebel. Vernebelungstaktik für Atomanlagen erhielt Auflagen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat das von den Betreibern vorgeschlagene Vernebelungskonzept zum Schutz der deutschen Atomkraftwerke (AKW) vor Terrorangriffen mit Anforderungen versehen. Nach dem sogenannten "Tarnkonzept" soll im Falle eines Angriffs das betroffene AKW mit künstlichem Nebel verhüllt werden, um die Wahrscheinlichkeit eines gezielten Flugzeugabsturzes auf das Reaktorgebäude zu vermindern. Beim AKW Grohnde in Niedersachsen soll das Konzept erprobt werden.

Stx450-451.2005.6.1 (1 Seite)

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Deutschland

Leiharbeit: Atomopfer Michael Weber gestorben. Der Initiator des Vereins Atomopfer e.V., Michael Weber, ist am 17. September 2003 nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Er starb an den Folgen eines Arbeitsunfalls, den er 1971 als 19-jähriger bei einem Ferienjob als Leiharbeiter in der Uranfabrik RBG-Siemens in Hanau erlitten hatte. Einen Prozess gegen Siemens konnte Weber aus finanziellen Gründen nicht zu Ende führen.

Stx404-405.2003.8.1 (1 Seite)

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Deutschland

Kernbrennstoff-Kügelchen: Staatsanwaltschaft bestätigt Kernbrennstoffunde in Hanauer Wohngebiet. Die Hanauer Staatsanwaltschaft konstatiert einen Störfall mit radioaktiven Freisetzungen, die aber den Zaun der Nuklearanlage nur in einem Ausmaß überflogen hätten, der für die Wohnbevölkerung im Vergleich zur natürlichen und sonstigen zivilisatorischen Strahlenbelastung keine Gesundheitsgefährdung befürchten lasse. Deshalb stellte sie im am 20. Juni 2002 ihr Ermittlungsverfahren wegen radioaktiver Kügelchen, die im Hanauer Stadtteil Wolfgang gefunden worden waren ein. Zuvor hatte am 8. Juni 2002 der Leiter der hessischen Atomaufsicht, Dr. Helge Schier, auf einer Veranstaltung der Ärzteorganisation IPPNW eingestanden, daß es sich bei den kernbrennstoffhaltigen Kügelchen doch nicht, wie von seinem Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) behauptet, um "harmlosen Wurmkot" handelt. Auf direktes Befragen gab der Beamte vor den anwesenden Hanauer Bürgern auch erstmals zu, daß es im Januar 1987 ein Ereignis mit Freisetzung von Radioaktivität in der Hanauer Anlage gegeben habe. Die RWE-Tochter Hobeg produzierte in Hanau bis 1988 die Brennelemente-Füllung für den sogenannten Kugelhaufen-Reaktor THR.

Stx372-373.2002.1-3.3 (3 Seiten)

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Deutschland

Die Kontaminationen mit Kernbrennstoffen bei Geesthacht und Hanau: Das Karlsruher Institut für Transurane mißt 10.000 mal schlechter als andere Institute und das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie erzählt etwas über den Inhalt von Regenwurmdärmen. Eine Stellungnahme zu den Untersuchungsberichten des Instituts für Transurane (Karlsruhe) vom 3. Juni 2002 für das Landeskriminalamt (LKA) Schleswig-Holstein und des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie zu Hanau vom 7. Mai 2001. Von Dr. Helga Dieckmann und Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.

Stx372-373.2002.3-7.5 (5 Seiten)

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Deutschland

Dokumentation: Entwicklung der Bewertungsbasis für PAC-, ICF-Kernbrennstoffkügelchen. Die Entwicklung der Bewertungsbasis für PAC-, ICF-Kernbrennstoffkügelchen durch die Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Meßtechnik (ARGE PhAM) von 1996 bis Mai 2002 dokumentiert Strahlentelex in dieser Ausgabe. (PAC = Plutonium, Americium, Curium; ICF = Inertial Confinement Fusion). Fazit: Die großflächige Verbreitung der aufgefundenen Kügelchen und Bruchstücke (sowohl in der Elbgeest als auch in Hanau) kann nach Meinung von mehreren Wissenschaftlern aus Gießen und Marburg ihre Ursache ausschließlich in einem Brand, einer Verpuffung oder Explosion haben – eine andere Erklärung sei abwegig. Gegenteilige Behauptungen des Öko-Institutes, daß in Hanau im Januar 1987 kein Vorgang einer Freisetzung stattgefunden habe, sei nie auf den Prüfstand gestellt worden. Es wäre einfach zu belegen, daß diesem Institut falsche Unterlagen zum ursächlichen Unfallmaterial vorlagen. Von einer falschen Materialdeklaration gingen u.a. Helin (Euratom Brüssel) in Verlautbarungen vom März 87 aus sowie der TÜV Bayern im Gutachten von 1992.

Stx370-371.2002.3-5.3 (3 Seiten)

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Deutschland

Kinder-Leukämien: Plutonium in Wohngebieten von Hanau und an der Elbe. Atomskandal wurde jahrelang vertuscht. Auch Grüne Entscheidungsträger ignorieren die Fakten. "Mitten in einem Wohngebiet im hessischen Hanau sind bei Bodenproben radioaktive Partikel gefunden worden. Es handelt sich um millimetergroße Kügelchen. Sie enthalten unter anderem giftiges Plutonium und angereichertes Uran. Auch wenn die ermittelnde Staatsanwaltschaft bisher nicht von einer akuten Gesundheitsgefahr ausgeht, wirft der Fund eine Reihe von Fragen auf. Vor allem die, woher das Material kommt. Merkwürdig auch, daß ähnliche Partikel in Schleswig-Holstein gefunden wurden. Und genau so ähnlich wie die Funde waren auch die Mauern des Schweigens - in Hanau wie in Kiel." Das verkündete der Südwestrundfunk in Mainz am 6. Mai 2002 in dem ARD-Politikmagazin REPORT. Wissenschaftler der Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Meßtechnik (ARGE PhAM) hatten in einer am selben Tag veröffentlichten Studie im Auftrag der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) das Vorkommen von sogenannten PAC-Kernbrennstoff-Kügelchen im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen (Elbmarsch und -geest) erneut bestätigt. Die Gutachter befassen sich mit der Kernbrennstoffproblematik um die Geesthachter Atomanlagen. Strahlentelex hatte bereits mehrfach berichtet. Massenspektrometrische Untersuchungen von Professor Dr. Bruno K. Meyer am 1. Physikalischen Institut der Universität Gießen belegen nun die Kontamination des Bodens im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen mit pac-Kernbrennstoffpartikeln. In den Partikeln wurden Plutoniumisotope (Transurane) nachgewiesen. Die in Gießen untersuchten Partikel waren aus von dem Kieler Privatdozenten Dr. A. F. G. Stevenson eigenhändig gewonnenen Bodenproben separiert worden. Stevenson ist habilitierter Strahlenbiologe und wissenschaftlicher Geschäftsführer der schleswig-holsteinischen Leukämiekommission.

Stx370-371.2002.1-3.3 (3 Seiten)

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Deutschland

Atomwirtschaft: Siedewasserreaktoren sind besonders verwundbar bei terroristischen Angriffen. Das Betriebsrisiko und die Genehmigungsfähigkeit der 6 deutschen Siedewasserreaktoren (SWR) betrachtet der Münchner Diplom-Physiker Reiner Szepan unter dem aktuellen Aspekt (terroristischer) Einwirkungen von Außen (EVA). Dabei bezieht er sich auf das Kerntechnische Regelwerk (KTA), das dem Atomgesetz zufolge dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen soll. Szepan stellt bisher unbekannte Katastrophenszenarien dar und bezweifelt, daß die geübte Praxis und das neue Atomgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

Stx366-367.2002.3-5.3 (3 Seiten)

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Deutschland

Atomterror: Eine Schnellabschaltung der Atomkraftwerke reicht nicht aus. Das Problem liegt bei den Siedewasserreaktoren. Eine Schnellabschaltung der Atomkraftwerke reicht bei einem gezielten Terrorangriff mit einem großen Verkehrsflugzeug wahrscheinlich nicht aus, um eine Katastrophe zu verhindern. Das geht aus einer ersten Stellungnahme der Reaktorsicherheitskommission (RSK) des Bundesumweltministers hervor, die am 16. Oktober 2001 veröffentlicht wurde. Unklar ist demnach, ob ein Verkehrsflugzeug die Schutzhülle der Reaktoren durchschlagen würde. Nach den Hoffnungen der RSK-Mitglieder könnten zwar neuere Atomkraftwerke die mechanischen Belastungen auffangen, ob aber die Stromleitungen und Kühlsysteme einen Kerosinbrand überstehen können, bleibe ungewiß. Zudem könnten durch die Erschütterungen Rohrleitungen beschädigt werden. Damit drohten eine Kernschmelze und Freisetzung von radioaktiven Stoffen. Der Münchner Diplomphysiker Reiner Szepan weist zudem darauf hin, daß nicht die Castoren eines ungeschützten Zwischenlagers oder die Reaktorgebäude der Druckwasserreaktoren das zentrale Sicherheitsproblem beim Absturz eines betankten Flugzeuges seien, sondern die prinzipielle Bauart der Siedewasserreaktoren, deren Unfallverhalten trotz einer neuen, jedoch geheimen und unvollständigen Expertise des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) Süddeutschland nie richtig untersucht worden sei.

Stx356-357.2001.5,6.2 (2 Seiten)

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Deutschland

Elbmarsch-Leukämien: Schleswig-Holsteins Energie-Staatssekretär Voigt sieht "keinen Grund für Evakuierungsmaßnahmen" beim AKW Krümmel und der GKSS. Der Streit um PAC-Kernbrennstoff in Elbmarsch und Elbgeest hält an. Vorwurf der Verfälschung von Meßdaten an Staatssekretär. Kernfusion mit Minibomben beforscht. "Berichte widerlegen Gutachter Gabriel: Kein Kernbrennstoff in der Elbmarsch", überschrieb Pressesprecher Herbert Schnelle im Kieler Ministerium für Finanzen und Energie eine Pressemeldung vom 15. Juni 2001. Sein Energiestaatssekretär Wilfried Voigt (Grüne) habe die Ergebnisse von fünf Untersuchungen vorliegen, die alle zum selben Resultat kämen: "Es gibt keine Anzeichen einer Verschmutzung mit Kernbrennstoffen im Umkreis der kerntechnischen Anlagen in der Elbmarsch."

Gegen Voigts Unterstellungen wehrt sich ARGE PhAM-Projektleiter Gabriel vehement und verlangt "eine klare Antwort auf die Frage, ob am 12. September 1986 aus der Geest ein nuklearer Unfall an die Barschel-Administration in Kiel gemeldet und der Öffentlichkeit verschwiegen worden ist".

PAC-Kernbrennstoff entstammt Fachleuten zufolge einer Entwicklungslinie der 70er und 80er Jahre von sogenanntem Sphere-Pac-Nuklearbrennstoff, der in fortgeschrittenen Brut- und Hybridreaktoren (kombinierte Fusions- und Spaltreaktoren) eingesetzt werden sollte. Wie jetzt erneut bekannt wurde, beschäftigte man sich in Schleswig-Holstein am sogenannten "Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen" (INT) mit den "Möglichkeiten und Grenzen der Implosion von Kernspaltungsmaterial", so der Titel einer Studie des INT aus dem Jahre 1975. Das INT ist ein Institut der von der Industrie getragenen Fraunhofer-Gesellschaft und Ableger des Instituts für Reine und Angewandte Kernphysik in Kiel, des universitären Standbeins von GKSS-Gründer Erich Bagge. Zunächst war es in Stohl an der Ostsee, nicht weit von Kiel, und ab Anfang der 80er Jahre in Euskirchen in der Eifel, auf halber Höhe zwischen Jülich und Bonn angesiedelt.

Stx348-349.2001.2-4.3 (3 Seiten)

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Deutschland

Siemens - Hanau: Keine Entschädigung für Atomopfer. Atomopfer Michael Weber scheitert bei seiner 3 Millionen-Klage gegen den Siemenskonzern an den hohen Prozeßkosten. Notgedrungen mußte Michael Weber am 8. März 2001 das Kostenübernahmeangebot von Siemens annehmen und im Gegenzug die Klage zurückziehen. Der Vorsitzende Richter des Oberlandesgerichts Nürnberg-Fürth sah es zwar als erwiesen an, daß Weber an den Folgen seiner Tätigkeit im Reaktorbrennelemente-Werk (RBG) Hanau aufgrund der Strahlenbelastung erkrankt ist, konnte aber in dieser Situation dem Kläger auch nur zu der Annahme des Kostenübernahmeangebots von Siemens bei Rückzug der Klage raten. Da die 3 Millionen-Klage in der ersten Instanz abgewiesen worden war (Strahlentelex hatte in der Ausgabe 326-327 vom 3.8.2000 berichtet) und Weber aus Kostengründen nur noch mit einer geringen Forderung in die zweiten Instanz gehen konnte, hätte er selbst bei einem Sieg fast die gesamten Kosten der ersten Instanz zahlen müssen. Kontakt: Selbsthilfe-Initiative für Atomopfer, Email: info@atomopfer.de, Internet: http://www.atomopfer.de

Stx342-343.2001.7.1 (1 Seite)

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Deutschland

Hanau: Oberlandesgericht konstatiert grob nachlässiges Handeln des hessischen Umweltministeriums bei der Aufklärung eines nuklearen Unfalls in Hanau. Unfall in Hanauer Atomfabrik vom Januar 1987 wurde von der Atomaufsicht verschwiegen. In einem im Auftrage des hessischen Umweltministeriums erstellten Gutachten hatten Wissenschaftler der Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Meßtechnik (ARGE-PhAM), Weinheim, 1993 Hinweise auf einen verschwiegenen Nuklearunfall in den Hanauer Atomfabriken vom Januar 1987 dokumentiert. Sie fanden bei dort Beschäftigten inkorporiertes Americium 242m in einer Größenordnung, die es in zivilen Nuklearzusammenhängen sonst nicht gibt. Das Ministerium fühlte sich daraufhin in seiner Zuständigkeit betroffen, zog den Untersuchungsauftrag zurück und verweigerte mit der Begründung der "Schlechterfüllung" die Honorarzahlung. Dagegen klagte mit Erfolg der Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft, Diplom-Ingenieur Heinz Werner Gabriel. In einem inzwischen rechtskräftigen Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 21. Juni 2000 (9 U 139/99) werfen die Richter dem hessischen Umweltministerium grob nachlässiges Handeln vor, weil es seit Ende 1992 nichts veranlaßt habe, um die Umstände des Unfalls zu ermitteln.

Stx334-335.2000.5.1 (1 Seite)

Deutschland

Klage gegen Siemens abgewiesen. Skandalöse Verhältnisse bei der Firma Reaktor-brennelementegesellschaft in Hanau beklagt. Die Klage des nach seinen Angaben radioaktiv verstrahlten ehemaligen Siemens-Arbeiters Michael Weber gegen den Konzern ist vom Landgericht Nürnberg am 26. Juli 2000 ohne weitere Beweisaufnahme aus formalen Gründen abgewiesen worden. Der an Lungenfibrose erkrankte Weber hatte von dem Unternehmen Schadensersatz und Schmerzensgeld in Millionenhöhe verlangt. Die Schmerzensgeldforderung sei verjährt, begründete die 12. Zivilkammer, und die Forderung nach Schadensersatz wurde abgewiesen, weil die Berufsgenossenschaft die Lungenfibrose als Berufskrankheit anerkannt hatte und Weber eine Rente zahlt. Das Gericht prüfte nicht, ob der Strahlenunfall tatsächlich stattgefunden hatte, erkannte jedoch "eine gewisse Wahrscheinlichkeit für den Unfall" und nannte als Indiz den Nachweis von Radionukliden an einer kontaminierten Schuhbürste noch Jahre danach. Siemens bestreitet das. Webers Anwalt Baumann erklärte, bei ihm hätten sich nach der Medienberichterstattung über den Prozeß zahlreiche ehemalige Mitarbeiter der Firma Siemens beziehungsweise ihrer Tochterunternehmen RBG/RBU, Alkem/Nukem und KWU in Verbindung gesetzt, um über die damaligen Arbeitsverhältnisse zu berichten. Sie hätten darüber geklagt, daß die gesetzlichen Vorschriften regelmäßig übertreten worden seien und daß wegen der hohen Radioaktivitätsbelastung in den 70er und 80er Jahren heute sehr viele ehemalige Arbeitskollegen an Nierenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Lymphomen etc. erkrankt seien.

Stx326-327.2000.4,5.2 (2 Seiten)

Deutschland

In der Industrie ist der Mensch häufiger Ursache eines Strahlenunfalls als technisches Versagen. Strahlenquellen, ob im medizinischen Bereich oder in der Industrie, führen immer wieder zu sogenannten "meldepflichtigen Vorkommnissen". Gemeint sind Unfälle mit zum Teil grenzwertüberschreitender Strahlenbelastung. In der Bundesrepublik Deutschland sind nach Angaben der Zeitschrift StrahlenschutzPraxis (4/98) zwischen 1991 und 1997 insgesamt 490 Vorkommnisse beim Umgang mit radioaktiven Stoffen den zuständigen Behörden gemeldet worden.

Stx290-291.1999.4.1 (1 Seite)

Deutschland

Folgen eines Atomunfalls in Deutschland. Aus Angst vor einem Akzeptanzverlust der Atomenergienutzung unterbleiben vorbeugende Maßnahmen. Ausgabe von Jodtabletten und Verhaltenstraining für die deutsche Bevölkerung gefordert. "Was wäre, wenn ..." Eine hypothetische Frage, auf die es nur eine hypothetische Antwort geben kann. Doch nach dem Beinahe-GAU 1979 in Harrisburg, dem Super-GAU in Tschernobyl und den Vorfällen in Biblis 1987, bei denen wir um Haaresbreite einer Katastrophe entgangen sind, ist ein nicht beherrschbarer Störfall auch in einem deutschen Atomkraftwerk nicht länger ein hypothetisches Ereignis, das "nach dem Stand von Wissenschaft und Technik praktisch ausgeschlossen ist", und nicht länger ein Schadensfall mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit jenseits "der praktischen Vernunft", wie das Bundesverfassungsgericht 1978 im Kalckar-Urteil das Restrisiko definierte. Wir können deshalb ganz konkret fragen: Was wird sein, wenn im dichtbesiedelten Westeuropa ein Atomkraftwerk außer Kontrolle gerät, wobei man unterstellen darf, daß dieses Ereignis schon morgen eintreten kann. Der Arzt und Biochemiker Dr.med. Roland Scholz, Professor am Institut für Physiologische Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie der Universität München, stellte die im Strahlentelex leicht gekürzt dokumentierten Betrachtungen auf dem Internationalen Tschernobyl-Kongreß im April 1996 in der Humboldt-Universität zu Berlin an.

Stx232-233.1996.1-4,9-12.8 (8 Seiten)

Deutschland

Edelgasfreisetzungen im Kernkraftwerk Brokdorf aufgrund defekter Brennstabhüllen. 25 der insgesamt 193 Brennelemente wiesen defekte Hüllrohre auf. Das erklärte ein Sprecher des Energieministeriums von Schleswig-Holstein am 27. Juli 1995.

Stx208-209.1995.10.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Deutschland

Ulm: WHO-Collaborating Center für Strahlenunfälle. Zum "Collaborating Center in Radiation Emergency Medical Preparedness and Assistance" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist 1992 die von Prof. Dr. Dr.h.c. Theodor M. Fliedner geleitete Abteilung Klinische Physiologie und Arbeits- und Sozialmedizin der Universität Ulm ernannt worden.

Stx148-149.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Grönland

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Grönland

Entschädigungen 27 Jahre nach Atombomber-Absturz. Mehr als 27 Jahre nach dem Absturz eines US-Atombombers auf Grönland will Dänemarks Regierung die Opfer der dadurch verursachten Plutoniumverseuchung entschädigen. Wie im Januar 1995 in Kopenhagen bekannt wurde, wird dazu ein Expertengremium zusammengestellt.

Stx194-195.1995.7.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Großbritannien

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Großbritannien

Windscale/Sellafield: Irische See am stärksten radioaktiv verseuchtes Gewässer. Im Oktober 1957 geschah in der britischen Atomkraftanlage Windscale, die heute Sellafield heißt, der wohl folgenschwerste Unfall bis zur Reaktorkatastrophe im sowjetischen Tschernobyl 1986. Zur Jahreswende 1987/88 wurden nach Ablauf von 30 Jahren der Öffentlichkeit Auszüge aus Akten zugänglich gemacht, die die Täuschung der Öffentlichkeit über das Ausmaß der Katastrophe durch die damalige konservative Regierung unter Harold Macmillan dokumentieren. Seit Inbetriebnahme von Sellafield/Windscale im Jahre 1950 geschahen dort mehr als 300 Zwischenfälle. Die benachbarte Irische See muß nach dem Bericht eines Ausschusses des britischen Unterhauses zu den am stärksten radioaktiv verseuchten Gewässern der Welt gezählt werden.

Stx25.1988.1,5.2 + Stx26.1988.5.1 (3 Seiten)

Japan

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Japan

Monju / Japan: Videofilm vom Natriumunfall im AKW Monju aufgetaucht. Die lange geheim gehaltene erste Filmaufnahme vom Unfallort von Monju in Japan vom 9. Dezember 1995 ist jetzt, 12 Jahre später, bei YouTube aufgetaucht:

http://jp.youtube.com/watch?v=Wm3yuygUXQ0 

Der natriumgekühlte Reaktor Monju mit Mischoxid-Brennelementen (MOX) in Tsuruga in der Präfektur Fukui ist Japans einziger Schneller Brüter. Er wurde 1994 in Betrieb genommen und nach einem Natrium-Austritt am 8. Dezember 1995 wieder außer Betrieb gesetzt. Als Alkalimetall reagierte das Natrium heftig und unter starker Wärmeentwicklung mit Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit, so daß aus Stahl gefertigte Anlagenteile schmolzen. Die halbstaatliche Betreibergesellschaft Power Reactor and Nuclear Fuel Development Corporation (PNC, heute: Japan Nuclear Cycle Development Institute), versuchte das Ausmaß des Zwischenfalls zu vertuschen, unter anderem indem sie falsche Berichte veröffentlichte, ein nach dem Unfall aufgenommenes Video veränderte und die Angestellten zum Schweigen über das jetzt wieder aufgetauchte erste Video verpflichtete. Die Wiederinbetriebnahme der Anlage ist für dieses Jahr, 2008, vorgesehen.

Stx506-507.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Japan

Erdbeben direkt unter Japans Atomkraftwerken. Größter Atomkraftwerkskomplex der Welt steht auf einer geologischen Verwerfung. Ein starkes Erdbeben am 15. Juli 2007 in unmittelbarer Nähe des größten Atomkraftwerkskomplexes der Welt hat Japans Atomprogramm erschüttert. Am dritten Tag, nach dem Beben mußten der Kernkraftwerksbetreiber Tokyo Electric Power (Tepco) und das für die Atomaufsicht zuständige Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) eingestehen, daß das AKW Kashiwazaki Kariwa entgegen bisherigen Beteuerungen wahrscheinlich direkt auf der Verwerfung steht, die mit dem Zentrum neun Kilometer vom Kraftwerk entfernt ein Beben der Stärke 6,8 auf der Richter-Skala ausgelöst hatte.

Stx494-495.2007.12.1 (1 Seite)

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Japan

Befragung der Anwohner von Tokaimura. Das japanische Citizens' Nuclear Information Center (CNIC) in Tokyo hat jetzt die englische Übersetzung einer Feldstudie unter den Anwohnern der Brennelementefabrik für Schnelle Brüter von Tokaimura in Japan veröffentlicht. Dort hatte sich, wie seinerzeit berichtet, am 30. September 1999 ein Kritikalitätsunfall ereignet. Die Studie beruht auf Befragungen der Anwohner. Demnach klagen 35 Prozent der an der Untersuchung Teilnehmenden, die in einem Umkreis von 2 Kilometern um die Anlage leben, über gesundheitliche Symptome. Die Anwohner sorgen sich über künftige Strahlenfolgen des Unfalls. Die mangelnde Information während und nach dem Unfall förderte Angst und Unzufriedenheit. Über zwei Drittel der Anwohner zeigte sich zwar kritisch gegenüber der Atomenergie, jedoch sah mehr als die Hälfte die Zukunft der Stadt in einer "Koexistenz mit der Nuklearindustrie". 60 Prozent waren der Ansicht, daß die Standortplanungen von Nuklearanlagen durch Referenden entschieden werden sollten. Der Report ist auf der website von CNIC einsehbar: http://www.cnic.or.jp

Stx350-351.2001.12.1 (1 Seite)

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Japan

Lizenz für Tokaimura entzogen. Ein halbes Jahr nach dem schwersten Unfall in der japanischen Atomgeschichte wird dem Betreiber der Unglücksanlage in Tokaimura endgültig die Lizenz entzogen. In der Uranverarbeitungsanlage der zum Sumitomo-Metal-Konzern gehörenden Firma JCO waren im September 1999 bei einer unkontrollierten atomaren Kettenreaktion nach offiziellen Angaben 439 Menschen radioaktiv verstrahlt worden.

Stx318-319.2000.6.1 (1 Seite)

Japan

Tokaimura: Die Rettungskräfte erlitten hohe Strahlendosen. Der Unfall in der japanischen Brennelementefabrik von Tokaimura im September 1999 zählt nach denen von Harrisburg (1979 in den USA) und Tschernobyl (1986 in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine) zu den drei stärksten von mittlerweile weltweit 59 solchen Unfällen.

Stx308-309.1999.3.1 (1 Seite)

Japan

Strahlung nach Atomunfall sprunghaft angestiegen. Japanische Meteorologen haben Mitte März 1997 einen sprunghaften Anstieg von Radioaktivität gemessen, den sie auf das Feuer in der Wiederaufarbeitungsanlage in Tokaimura eine Woche zuvor zurückführen.

Stx248-249.1997.12 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Norwegen

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Norwegen

Norwegisches Meer: Fischfang auf 600 bis 700 Jahre gefährdet. Russische Experten halten eine radioaktive Verseuchung größeren Ausmaßes durch das 1989 gesunkene sowjetische Atom-U-Boot "Komsomolez" im Norwegischen Meer für möglich.

Stx178-179.1994.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Rußland, UdSSR

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GUS/Sowjetunion

Atomunfälle im Ural: 50 Jahre Kyshtym. Von Sebastian Pflugbeil. Nicht nur der erste schwere Atomunfall in der Geschichte der Kernenergienutzung (im Januar 1949 in Chelyabinsk-40), auch der bisher schwerste Unfall fand am Rande des Urals statt. Am 29. September 1957 explodierte in Kyshtym ein Lagerbehälter, in dem hochradioaktive Abfälle aus dem Kontext der Plutoniumgewinnung für die russischen Atombomben eingeschlossen waren. Die radioaktiven Substanzen wurden etwa einen Kilometer in die Höhe geschleudert und verteilten sich dann in einem Gebiet von einigen 10 Kilometern Breite und einigen Hundert Kilometern Länge in Richtung Nord-Ost zwischen Jekaterinenburg und Tscheljabinsk. Die freigesetzte Gesamtaktivität wird auf 780 Billiarden (780.000.000.000. 000.000) Becquerel geschätzt, wahrscheinlich mehr, als durch die Katastrophe von Tschernobyl in die Umwelt geriet. Folgende Aspekte der Katastrophe von Kyshtym erscheinen bemerkenswert: Die Katastrophe wurde erfolgreich über Jahrzehnte verheimlicht. Im Bereich der Entwicklung der russischen Atombombe wurden viele Häftlinge eingesetzt, darunter etliche Wissenschaftler. Andere Wissenschaftler arbeiteten als Freie dort, lebten aber tatsächlich in hermetisch abgeriegelten Städten ohne jeden Kontakt zur Außenwelt. Geteilt in die offizielle und die streng geheimzuhaltende Wissenschaft erfolgte auch die Untersuchung der Folgen von Kyshtym.

Stx498-499.2007.6-7.2 (2 Seiten)

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GUS/Sowjetunion

Die erste Atomkatastrophe. Von Sebastian Pflugbeil gelesen in „The Unknown Stalin“ der Zwillingsbrüder Zhores and Roy Medwedjev. Die Beschreibung der ersten russischen Atomkatastrophe vor 58 Jahren kommt in der internationalen Literatur über die Geschichte der Atomwaffen und Kernenergienutzung bisher nicht vor. Der Autor des hier referierten Berichtes, Zhores Medwedjew, Biochemiker und Historiker, wurde durch die Aufdeckung der schrecklichen Katastrophe in Kyshtym 1958 bekannt. In einer Art forensischer Biologie fielen ihm zahlreiche Publikationen auf, in denen gehäuft über genetische Veränderungen an verschiedenen Pflanzen und Tieren berichtet wurde, ohne anzugeben, worauf diese Veränderungen wohl zurückgehen könnten. Er rekonstruierte dann minutiös, wo genau diese Pflanzen und diese Tiere gemeinsam vorkommen – das war in der Umgebung von Kyshtym auf der Ostseite des Urals. Er stach damit quasi in ein Hornissennest und mußte 1973 ins Exil gehen. Er lebt seither in London. Dieser Bericht beruht auf Informationen aus dem Buch über den „unbekannten Stalin“.

Stx490-491.2007.6-8.3 (3 Seiten)

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Rußland

Tomsk: Irreführende Informationen über 200 Quadratkilometer verstrahltes Land. Am 6. April 1993 ereignete sich in der westsibirischen Plutoniumfabrik Tomsk-7 ein schwerer Atomunfall, nur 27 Kilometer von der Großstadt Tomsk entfernt.

Stx152-153.1993.3.1 (1 Seite)

UdSSR

450.000 Strahlenopfer im Ural. Etwa 450.000 Menschen sind seit 1949 infolge von Unfällen und technischen Mängeln in der Plutoniumanlage Majak im Ural erhöhter radioaktiver Belastungen ausgesetzt. Das wurde im Januar 1993 in Moskau bekannt, nachdem die russische Regierung ein Programm zur Sanierung der radioaktiv verseuchten Gebiete im Ural beschlossen hatte.

Stx146-147.1993.4.1 (1 Seite)

Rußland

St. Petersburg: Keine Entwarnung. Am 26. April 1992 jährte sich der Reaktorunfall von Tschernobyl zum sechsten Mal. Am 24. März 1992 erinnert uns die Störfallmeldung aus Sosnowyj Bor, westlich von St. Petersburg, daß ein ähnliches Unglück jederzeit neu über uns kommen kann. Kommentar.

Stx126-127.1992.1.1 (1 Seite)

UdSSR

Leningrad: Moskau bestätigt 1990 erstmals Atomunglück von 1975. Die finnische Strahlenschutzbehörde hat Mitte Juni 1990 erstmals die offizielle Bestätigung aus der Sowjetunion erhalten, daß 1975 bei einem Unglück in einem Leningrader Atomkraftwerk große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt wurden. Das hatte seinerzeit noch in 2000 Kilometern Entfernung erhöhten radioaktiven Niederschlag zur Folge.

Stx86-87.1990.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Ukraine

Tschernobyl-Unglück bereits 1982. Bereits 1982 war es im Reaktorblock I des Tschernobyl-Kraftwerkes zu einem Unfall mit Radioaktivitätsfreisetzungen in die Umwelt gekommen. Das berichtete Prof. P. Litovchenko vom Institut für Strahlenforschung in Kiew am 13. Juni 1990 auf einem Seminar des Österreichischen Verbandes für Strahlenschutz in Wien. Beim Unglücksreaktor von 1986 hatte es sich um den Block IV gehandelt. Ein Bericht von Ute Boikat.

Stx84-85.1990.6.1 (1 Seite)

UdSSR

Moskau: UdSSR gab Atomkatastrophe von 1957 im Ural erstmals zu. Nach 32 Jahren ist in der Sowjetunion 1989 erstmals eingeräumt worden, daß es im September 1957 in den Bergen des Ural in einer Atomwaffenfabrik eine schwere Explosion gegeben hat.

Stx62-63.1989.10.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

UdSSR

Greenpeace: Geheime Störfallberichte. "Kernenergie ist eine altmodische, teure, schmutzige und gefährliche Methode, Wasser zu kochen", lautet die Schlußfolgerung einer am 26. April 1987 von der internationalen Umweltschutzorganisation Greenpeace in Wien veröffentlichten Studie der Gruppe Ökologie, Hannover, über die Risiken der Kernenergie in den RGB-Staaten des Ostblocks.

Stx8.1987.8.1 (1 Seite)

Schweiz

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Schweiz

Schilddrüsenkrebs: Die Schweiz verteilt Jodtabletten. Die Schweizer Bevölkerung wird für den Fall eines Reaktorunglücks mit Jodtabletten versorgt. Die Regierung erließ eine entsprechende Verordnung, die zum 1. August 1992 in Kraft trat.

Stx136-137.1992.5.1 (1 Seite)

Spanien

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Spanien

Radioaktive Wolke zog aus Südspanien über Europa. Ende Mai 1998 soll aus den Hochöfen des Stahlwerkes Acerinox beim Einschmelzen von Schrott radioaktives Cäsium-137 freigesetzt worden sein.

Stx276-277.1998.1,2.2 (2 Seiten)

USA

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USA

Vor 30 Jahren schmolz der Reaktorkern des US-AKW Three Mile Island. Im Druckwasser-Reaktorblock 2 des Atomkraftwerks Three Mile Island nahe Harrisburg in den USA, der im Jahr zuvor in Betrieb genommen worden war, kam es vor 30 Jahren, am 28. März 1979, zum bis dahin schwersten Störfall (INES-Stufe 5 von 7 Stufen) in einem kommerziellen Atomkraftwerk der westlichen Welt. Das, was Kernkraftgegner auf der ganzen Welt befürchtet hatten, trat ein, eine (teilweise) Schmelze des Reaktorkerns in Folge einer Verkettung von Abläufen, bei denen die Bedienmannschaft folgenschwere Fehler begangen hatte. Mehrere Tage galt eine gefährliche Gasexplosion als möglich, ja sogar als wahrscheinlich, was die Welt in Atem hielt und den Gouverneur dazu veranlaßte, eine freiwillige Evakuierung zu empfehlen.

Stx532-533.2009.19.1 (1 Seite)

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USA

Three Mile Island/Harrisburg: Atomunfall von 1979 erhöhte die Krebsrate. Eine Studie von Steven Wing et al..

Stx244-245.1997.16.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

USA

Harrisburg/Three Mile Island: 8,47 Millionen Liter Tritium-Wasser verdampft. 8,47 Millionen Liter radioaktiv verseuchtes Wasser, das bei dem Reaktorunfall von Harrisburg/Three Mile Island (USA) im März 1979 angefallen war, sind seit dem 24. Januar 1991 bis zum August 1993 verdampft worden. Das teilte die Betreiberfirma GPU Nuclear am 12. August 1993 mit.

Stx160-161.1993.8 (Kurzmeldung, 1 Seite)

USA

The Green Run: Mehr Jod freigesetzt. Im Dezember 1949 war eine große Menge radioaktives Jod-131 von den Hanford-Laboratorien in den USA während des militärischen Experiments "Green Run" freigesetzt worden. Neue Analysen führten 1992 zu dem Schluß, daß es mehr als 400 Billionen Becquerel waren, berichtete 1992 Maurice A. Robkin von der Universität Washington, Seattle (USA).

Stx132-133.1992.11.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

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