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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes
Register des Sachgebietes Strahlenfolgen
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Fehlbildungen,
Genomische Instabilität, Bystander
Effekt, epigenetisches Konzept
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Hormesis
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Krebs
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Leukämie
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Nervenschäden
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Niedrigdosisstrahlung
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Säuglingssterblichkeit
/ Geschlechterverhältnist
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenrisiko
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Waldschäden, Pflanzenschäden
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Artikel-Nummer:
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Fehlbildungen, Genomische Instabilität, Bystander
Effekt, epigenetisches Konzept
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epigenetisches Konzept
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Die epigenetische Revolution in der
Strahlenbiologie. Heutige Lehren aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Daß
die zusätzliche Strahlendosis sich lediglich im Rahmen der natürlichen
Schwankungsbreite bewege, wird gern angeführt, um unliebsame epidemiologische
Beobachtungen nach Katastrophen wie der von Tschernobyl oder in der Umgebung
von Kernkraftwerken im Normalbetrieb abzuwehren und künftige Schäden, jetzt
zum Beispiel nach Fukushima, zu bestreiten. Nach dem Muster, daß nicht sein
kann, was nicht sein darf, wird argumentiert, die beobachteten oder (im Falle
von Fukushima) zu erwartenden Schäden könnten jedenfalls nicht durch
Strahlung verursacht sein, denn die Dosis sei viel zu gering. Zudem fehle
jede plausible ätiologische Erklärung. Das Dosisargument gilt jedoch nur,
wenn man die Strahlendosen über größere Gebiete und längere Zeiträume
zusammenfaßt und dabei örtliche sowie kurzzeitige deutliche Dosisspitzen
heruntermittelt. Und zur Erklärung der beobachteten Effekte beschreiben jetzt
der Berliner Humangenetiker Karl Sperling sowie der Mathematiker Hagen Scherb aus Neuherberg in einem Beitrag im Mai-Heft 2011
der Naturwissenschaftlichen Rundschau das Prinzip der medizinisch-(epi)genetischen Strahlenwirkung.
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Stx586-587.2011.1-3.3 (3 Seiten)
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Fehlbildungen
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere
epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei
Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der
Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Fehlbildungen
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Fehlbildungen um deutsche
Kernkraftwerke. In einer neu erschienenen Studie aus dem
Universitätsklinikum in Mainz wurden angeborene Fehlbildungen in der Umgebung
von zwei deutschen Atomkraftwerken untersucht. Die Studie wurde im Auftrage
des Bundesamtes für Strahlenschutz erstellt und vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert. Das Ergebnis war
unauffällig. Allerdings reichte die Nachweisstärke (power) der Studie nicht
aus, um ein ähnlich hohes Risiko nachzuweisen, wie es in der KiKK-Studie beobachtet wurde. Die Abstandsabhängigkeit
des relativen Risikos im Studiengebiet wird dann grenzwertig signifikant,
wenn die unmittelbare Umgebung der Kernkraftwerke bis zu einer Entfernung von
3 Kilometer unberücksichtigt bleibt und wenn als unabhängige Variable der
Abstand anstelle des reziproken Abstands verwendet wird. Von Alfred Körblein
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Stx560-561.2010.6-10.5 (5 Seiten)
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Fehlbildungen
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23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger
und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal
jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten
Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete
Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich
vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller,
T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Genomische Instabilität, Bystander
Effekt
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Die Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und
Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell
die genomische Instabilität und den "Bystander Effekt" beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/ Großbritannien, als neue Entdeckungen
in der Radiobiologie, die "aus Wegspuren zur Zelle" folgen – mit
stark überlinearen Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei
niedrigen Dosen (Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist
zwar grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt
wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren" reduziert,
merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz, dazu kritisch
an.
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Stx422-423.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Bystander Effekt
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Strahlenschäden auch in nicht getroffenen Nachbarzellen. Der "Bystander Effekt" ist nicht nur in Zellkulturen,
sondern jetzt auch im Lebewesen nachgewiesen. Genomische
Instabilität und der "Bystander Effekt"
sind relativ neue Beobachtungen, die in den letzten Jahren zunehmend an
Aufmerksamkeit gewinnen. Bei dem Bystander Effekt
handelt es sich um die Beobachtung, daß strahlenbiologische Effekte in Zellen
beobachtet werden, die nicht direkt von einem ionisierenden Teilchen
getroffen wurden. Mit genomischer Instabilität
bezeichnet man die Manifestation genetischer Veränderungen in Zellen 10 bis
15 Zellgenerationen nach der ursprünglichen Strahlenexposition der
Ausgangszellen. Die Berichte über genomische
Instabilität und Bystander Effekt stellen einen der
wichtigsten Grundpfeiler der Strahlenbiologie der vergangenen fünfzig Jahre
in Frage, daß nämlich ionisierende Strahlung nur in den Zellen Effekte
hervorrufe, deren DNA direkt geschädigt wurde oder indirekt durch die in
Wasser in unmittelbarer Nähe der DNA strahleninduzierten Hydroxylradikale.
Die meisten Untersuchungen zu diesen Effekten wurden bislang an Zellkulturen
in vitro durchgeführt und es blieb fraglich, ob daraus auch auf mögliche
Effekte beim Menschen geschlossen werden kann. Im Oktober 2002 wurde in der
Zeitschrift Proceedings of
the National Academy of Sciences (PNAS) eine Arbeit
von Lanny Y Xue und Kollegen von den Departements of Radiology und Radiation Oncology der Harvard Medical School in Boston/USA über
Untersuchungen an Mäusen veröffentlicht, die vom Nachweis des Bystander Effekts nun auch in einem in vivo System
berichten.
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Stx390-391.2003.4,5.2 (2 Seiten)
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Genomische Instabilität
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Strahlenschäden setzen sich über die Generationen hinweg fort. Strahlenschäden
können nicht nur Krebs erzeugen und zu Mißbildungen des Nachwuchses führen.
Sie setzen sich auch über Generationen hinweg fort, indem sie in den
Nachkommen Veränderungen des Erbguts auslösen. Das haben Studien an Mäusen
ergeben, über die englische Wissenschaftler jetzt in den Proceedings
der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) berichten
(Band 99, Nr. 10, S. 6877).
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Stx370-371.2002.7.1 (1 Seite)
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Genomische Instabilität
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Schadwirkung der niedrigst möglichen
Strahlendosis experimentell nachgewiesen. Englische Wissenschaftler aus Harwell (M. A. Kadhim und
Kollegen) haben erstmals die biologische Schadwirkung von sogar einzelnen
Alpha-Partikeln nachgewiesen (Radiat. Res. 155,
122-126 (2001)). Die Schadwirkung niedriger Dosen dichtionisierender
Strahlung experimentell nachzuvollziehen war bislang wegen der zufälligen
räumlichen Verteilung von Partikeln (Poisson-Verteilung)
grundsätzlich schwierig. Kadhim und Kollegen ist es
jetzt gelungen, die Wirkung der niedrigstmöglichen
Zelldosis dichtionisierender Strahlung festzustellen, nämlich die eines
einzelnen Partikels.
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Stx338-339.2001.6.1 (1 Seite)
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Fehlbildungen
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Erste deutsche Studie über angeborene Fehlbildungen in der Umgebung von
Atomkraftwerken: Einfluß bayerischer Atomkraftwerke auf die Entstehung
vermehrter Fehlbildungen nicht ausgeschlossen. Bereits im November 1995
erschien im Rahmen des Strahlenbiologischen Monitorings Bayern ein knapp
80seitiger Bericht über ein Forschungsprojekt, das am Institut für
Strahlenhygiene (ISH) des Bundesamtes für Strahlenschutz koordiniert wurde.
Unter dem Titel "Untersuchungen zur Häufigkeit kindlicher bösartiger
Neubildungen und angeborener Fehlbildungen in der Umgenbung
bayerischer kerntechnischer Anlagen" berichten die Autoren Fredericus van Santen, Cornelia
Irl, Bernd Grosche und Angela Schoetzau
über Hintergrund, Fragestellung und Konzeption sowie Ergebnisse einer
epidemiologischen Studie in der Umgebung bayerischer Atomkraftwerke und in
ausgesuchten Kontrollregionen. Dr. Wolfgang Hoffmann vom Bremer Institut für
Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) berichtete für das Strahlentelex.
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Stx260-261.1997.1-3.3 (3 Seiten)
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Genomische Instabilität
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Genomische Instabilität durch niedrige
Strahlendosen. Strahlenbiologen warnen vor dauerhafter Verseuchung des
menschlichen Gen-Pools. Epidemiologische Studien an den Überlebenden von
Hiroshima und Nagasaki zeigen, daß die Menschen fünf Jahre nach den
Atombombenabwürfen an Leukämien zu sterben begannen. Weitere 15 Jahre später
hatten sich Krebserkrankungen der Lunge, der Brust und der Harnwege
entwickelt. Man hat diese und andere Studien dazu benutzt, die Emissionen aus
Nuklearanlagen auf ein Niveau zu beschränken, das die wissenschaftlich
begründet prognostizierte Zahl von Todesfällen einigermaßen gering halten
soll. Zur Zeit ist international verbreitet anerkannt, daß jeder aus der
allgemeinen Bevölkerung zumindest nicht mehr als eine Strahlendosis von 1
Millisievert pro Jahr abbekommen sollte. Trotzdem hält das Mißtrauen gegen
Strahlung und Atomindustrie in der Öffentlichkeit an. Nun kommen auch
Strahlenbiologen zu dem Schluß, daß die Öffentlichkeit mit ihrem Mißtrauen
gegen die bisherigen wissenschaftlichen Begründungen zulässiger Strahlendosen
möglicherweise recht hatte. Sie haben einen vorher unbekannten Pfad entdeckt,
wie Strahlung die Vitalität lebender Zellen unterminieren kann. Strahlung,
sagen sie, verursacht möglicherweise ein sehr viel breiteres Spektrum von
Krankheiten, als epidemiologische Studien vorhersagen. Auch Dosen unter 1
Millisievert pro Jahr könnten schädlich sein, und Tausende könnten dadurch
verfrüht sterben. Das Schlimmste ist jedoch, daß die geringen Strahlendosen,
denen Millionen Menschen ständig ausgesetzt sind, den menschlichen Gen-Pool
vergiften und künftige Generationen schädigen könnten. "Das ist eine
fürchterliche Vorstellung", sagt Eric Wright vom britischen Medizinischen
Forschungsrat (MRC) in Harwell, Oxfordshire,
Großbritannien. "Aber wir haben jeden Hinweis darauf, daß es tatsächlich
sein könnte."
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Stx264-265.1998.1-4.4 (4 Seiten)
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Hormesis
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Hormesis
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Strahlen-Hormesis
und Dosisschwelle ohne Risiko – zwei hartnäckige Mythen. Von Rudi H. Nussbaum und Wolfgang Köhnlein.
Rudi H. Nussbaum starb am 22. Juli 2011. Dieser im
Jahre 2001 geschriebene Beitrag ist hier ihm zum Gedenken dokumentiert. Mittlerweile
reflexartig tauchen nach nuklearen Katastrophen zwei Geister aus ihren
Flaschen auf: Die nach Tschernobyl strapazierte „Radiophobie“, also die
These, daß die beobachteten Gesundheitsprobleme keinesfalls auf die Strahlen,
sondern lediglich auf die – unbegründeten – Ängste der Bevölkerung
zurückzuführen sind, wird heute der japanischen Bevölkerung in einer
überarbeiteten Form so nahebracht, daß Strahlen nur traurige Menschen krank
machen. Der zweite Geist ist die Hormesis, also die
These, daß niedrige Strahlendosen gesundheitsförderlich sind, ja, daß man
krank würde, wenn man nicht genug Strahlen abbekommen würde. Der 92 Jahre
alte T.D. Luckey ist heute einer der prominenten
Vertreter dieser skurrilen Lehre. Er meint, so richtig gut ginge es uns erst bei
100 Millisievert pro Jahr. Er rechnet also damit, daß sich in Fukushima der
Gesundheitszustand der Bevölkerung in nächster Zeit zügig verbessern wird. So
ist es sinnvoll. das längst erledigt geglaubte Thema
„Hormesis“ nochmals aufzugreifen.
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Stx592-593.2011.9-11.3 (3 Seiten)
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Hormesis
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"Strahlen-Hormesis": Eine
pseudo-wissenschaftliche Fassade zum Propagieren heilsamer Strahlenwirkungen.
Seit vielen Jahren wird die angeblich biopositive Wirkung ionisierender
Strahlung benutzt, um niedrige Strahlenbelastungen zu verharmlosen und die
Strahlenschutzgesetzgebung aufzuweichen. In Deutschland hat diese Vermutung,
hauptsächlich durch die wissenschaftliche Unterstützung von Herrn Feinendegen, gleichfalls viele Freunde gefunden.
Besonders die der Kernenergie nahe stehenden Kreise glauben, über die "Hormesis" einen Weg gefunden zu haben, mit dem sie
auch den Gesetzgeber überzeugen können, daß die Strahlenschutzgesetze viel zu
restriktiv sei, viel zu viel Steuermittel in unnötige Schutzmaßnahmen
investiert würden und die zulässigen Strahlendosen für Nukleararbeiter und
die Bevölkerung ohne Risiko heraufgesetzt werden könnten. Dadurch würde die
Nuklearindustrie, aber auch der Steuerzahler, enorme Geldmittel einsparen.
Dr. Rudi H. Nussbaum, emeritierter Professor der
Physik und Umweltwissenschaften an der Portland State University in Oregon,
USA, und Dr. Wolfgang Köhnlein, Professor für
Strahlenbiologie und Biophysik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in
Münster, halten dies für eine sehr nachteilige Entwicklung, zumal aus Kreisen
der Radiologen Zustimmung zur Annahme einer ungefährlichen, ja sogar
nützlichen Strahlendosis signalisiert werde.
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Stx316-317.2000.2-4.3 (3 Seiten)
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Hormesis
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Unbegründete Hoffnungen auf nützliche Wirkungen kleiner Strahlenschäden.
Mit Wehmut denkt man etwa in Oberschlema im
Erzgebirge an die goldenen Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg zurück, als
Kurswagen bis aus Paris dem einstmals berühmten Radiumbad Kurgäste brachten,
die dort radiumhaltige Wässer trinken wollten. In der Folge des Uranbergbaus
der Wismut Ag und damit verbundenen
Grundwasserabsenkungen, sind die Quellen vewrsiegt.
Die Suche nach neuen Einkommensquellen nach dem Zusammenbruch der DDR läßt
nun im Ort die Idee keimen, Radiumwasser künstlich herzustellen. Auch in
westlichen Radium- und Radonbädern wie Bad Kreuznach, Bad Münster, Bad Steben, Badgastein, Bad Hofgastein und Bad Zell empfindet
man die aus der Erde kommende Radioaktivität als zu Unrecht verkannt. Daß
kleine Strahlendosen positive Wirkungen haben, wird immer wieder
hoffnungsvoll behauptet. Der Arzt und Strahlenbiologe Dr.med. Edmund Lengfelder, Professor am Strahlenbiologischen Institut
der Universität München, hat sich dazu ausführlich geäußert.
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Stx106-107.1991.4-7.4 (4 Seiten)
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Krebs
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Krebs
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An der Atomenergie festzuhalten ist
leichtfertige Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR),
die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt
auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und
fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer
Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und
Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für
Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon (USA)
Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen und
die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Vermehrte Einlagerungen von Strontium-90 aus dem Fallout der
oberirdischen Atomwaffentests bei Krebstoten. Fallkontrollstudie anhand von
Milchzähnen. 85.000 Milchzähne
von Amerikanern, die in den Jahren der oberirdischen Atomwaffentests geboren
wurden, erlauben durch Messungen der Rückstände von Strontium-90 (Sr-90)
Aussagen zu den dadurch verursachten Gesundheitsschäden. Joseph Mangano und Janette Sherman vom Radiation and Public Health Project in
New York analysierten mittels Flüssigkeits-Szintillationsspektrometrie
97 Milchzähne von zwischen 1959 und 1961 Geborenen, bei denen Krebs
diagnostiziert worden war, sowie 194 Zähne einer entsprechenden
Kontrollgruppe ohne Krebserkrankung. Der durchschnittliche
Strontium-90-Gehalt in den Zähnen von Personen, die an Krebs verstarben, war
signifikant mehr als zweifach höher als in der Kontrollgruppe (OR=2,22;
p<0,04). Dieser Befund legt nahe, daß viele Tausende – wesentlich mehr als
bisher angenommen – aufgrund ihrer Fallout-Exposition starben oder noch
sterben werden, erklären die Autoren.
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Stx576-577.2011.6.1 (1 Seite)
Zur
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Krebs
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere
epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei
Neugeborenen um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der
Geburt um bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung:
Prostatakrebs und diagnostisches Röntgen. Mitte der 1990er Jahre lösten
Prostatakarzinome den Lungenkrebs in Deutschland als häufigste
Krebserkrankung bei Männern ab. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate hat
zwischen 1980 und 2004 um etwa 150 Prozent zugenommen. Demgegenüber ist die
Sterblichkeit (Mortalität) seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig, erreicht
jedoch im Vergleich zu anderen Ländern noch Spitzenwerte. Wegen des Rückgangs
der Mortalität führt man den enormen Anstieg der Neuerkrankungsrate
weitgehend auf den üblich gewordenen PSA-Test zurück, durch den noch latente
Stadien früher oder überhaupt erkannt werden. Da jedoch auch in den Altersgruppen
unter 50 Jahre ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu verzeichnen
ist und eine drastische Zunahme bereits vor den 1980er Jahren erfolgte,
erscheint die Frage nach Risikofaktoren weiterhin vordringlich. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx560-561.2010.1-3.3 (3 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Kinder-Krebs um Atomkraftwerke: Leukämie
bei Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von
La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner
Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard
et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für
Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.
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Stx548-549.2009.5-6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei
den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Krebs
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Risiko durch Radon für
Krebserkrankungen auch außerhalb der Lunge. Weitere Ergebnisse der
deutschen Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Mitarbeiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Gesundheit
des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in
Neuherberg bei München (Kreuzer, Walsh et al.) haben im November 2008 weitere
Ergebnisse ihrer Uranbergarbeiter-Kohortenstudie
veröffentlicht. Sie analysierten die Daten über die Krebssterblichkeit im
Hinblick auf die Frage, ob das aus der Uranzerfallsreihe stammende
radioaktive Edelgas Radon in der Umgebungsluft auch andere Krebserkrankungen
als Lungenkrebs verursacht. Bericht und Kommentar von Thomas Dersee
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Stx528-529.2009.3.1 (1 Seite)
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Krebs
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Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um
Kernkraftwerke. Nach der
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch et al.), einer aufwändigen
Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen Ärzteblatt (2008;
105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in welcher die
Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei zeigte sich, daß
die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der
Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings
auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen
Kernkraftwerken ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine
ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept.
2008) durchgeführt, die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19
Standorte von französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch
Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
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Krebs
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September
2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit
dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere
Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem
der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September 2008
von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des
Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums
in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die
Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der
Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend
behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen
epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische,
wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden beleuchtet. Es
ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen
als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete
Strahlendosis und das angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die
beobachtete Zunahme der Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der
Faktenlage noch gerechtfertigt werden kann. Tatsächlich erweist sich bei
näherer Betrachtung nicht nur die Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift
generell falsch errechnet, sondern auch das zum Ausschluß verwendete
Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die
spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“,
bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend
unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze
heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz bringen.
Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von
Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht
nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
Zu
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Erhöhtes
Risiko für Prostatakrebs nach Röntgenuntersuchungen. Belastungen mit
ionisierender Strahlung sind ein Risikofaktor für viele Krebsarten. Englische
Wissenschaftler unter der Federführung von Kenneth Muir von der Abteilung für
Epidemiology and Public Health der University of
Nottingham Medical School, veröffentlichten jetzt im British Journal of Cancer die Ergebnisse ihrer
Untersuchung über das Risiko, nach Röntgenuntersuchungen an Prostatakrebs zu
erkranken. Dabei ergaben sich für Röntgenuntersuchungen des Darms und für das
Röntgen der Hüfte signifikant vermehrte, mehr als doppelt so viele
Prostatakrebsfälle. Für Patienten aus Familien mit gehäuft auftretenden
Krebserkrankungen und Röntgenuntersuchungen der Hüfte zehn oder zwanzig Jahre
zuvor, ist das Risiko deutlich noch weiter erhöht.
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Stx518-519.2008.2.1 (1 Seite)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden
durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew.
Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums
München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in Neuherberg,
haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges
Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten
eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April
2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et
al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)
Zur
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Krebs
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Strahlenbiologie: Für Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich
keine Werte für die dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit
(RBW-Werte) angeben. Das Bild von sogenannten Auger-Elektronen
emittierenden Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln
und in jedem Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller
Ergebnisse ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten
relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben
müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren
des im Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit zur
Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E.
Pomplun, G. Sutmann, 2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von
Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird
untersucht, ob Krebs und Leukämie bei Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am nächstgelegenen
Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an einem
KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
Zur
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von
Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die
Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie,
vergl. Strahlentelex
504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit
der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der
Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird
von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts
über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass
insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte
ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden
kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien
flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen
wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei,
dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr
entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Krebs
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung
der neuen Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im
Zusammenhang mit der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer
Anlagen vermehrt Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der
aktuellen Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie) der Behauptung, es gäbe viele Cluster
solcher Erkrankungen – auch dort, wo es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder
erst Planungen für solche Anlagen vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte
Irreführung vor. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Epidemiologie: Eine Täuschung
der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit
weltbeste epidemiologische Studie, erarbeitet beim Mainzer
Kinderkrebsregister, weist ein um so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder
nach, je näher sie bei einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen
ist das für eine Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5
Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch
et al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
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Krebs
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Partikelförmiges abgereichertes Uran ist für menschliche Lungenzellen
zytotoxisch und verursacht Chromosomenbrüche. Abgereichertes
Uran (DU) wird häufig in militärischen Waffen und Munition eingesetzt.
Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und
weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein menschliches Karzinogen gehalten,
das die Bronchialzellen der Lunge angreift, Untersuchungen darüber gibt es
aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of
Environmental and Genetic
Toxicology der University of
Southern Maine in Portland (USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität
und die Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen)
Eigenschaften von sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und
wasserlöslichem DU in menschlichen bronchialen Fibroblasten
(WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
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Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Neue
Auswertung der Thorotrast-Studie zeigt ein noch
höheres Sterberisiko durch Thorium-232 als bisher angenommen. Das Referat
Reaktorsicherheit im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit hat jetzt eine weitere Auswertung im Rahmen der sogenannten
Deutschen Thorotraststudie veröffentlicht, die von
Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (N. Becker
et al. 2006) durchgeführt wurde und die Nachbeobachtung der Studienteilnehmer
bis zum 30. Juni 2004 fortführt. Außerdem wurden die Todesursachen erstmals
mit denen in der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach ist die
Sterblichkeit (Mortalität) sowohl in der Thorotrast-exponierten
Gruppe als auch in der internen Vergleichsgruppe signifikant erhöht. Von der
Erhöhung sind demnach in beiden Gruppen eine Vielzahl von
Todesursachengruppen und Einzeltodesursachen betroffen, einschließlich der
für die gegebene Strahlenexposition besonders relevanten Krebsarten (Krebs
insgesamt, Leberkrebs). Die gefundene erhöhte Sterblichkeit ist den Autoren
zufolge zwar konsistent mit den in früheren Auswertungen auf der Basis interner
Vergleiche errechneten Risikoerhöhungen, doch liegen die jetzt vorliegenden
Schätzungen zum Teil höher, wird erklärt.
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Stx474-475.2006.2,3.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Hoden- und Hauttumoren bei Radarsoldaten. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den ärztlichen Direktor
der II. Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Jena, Professor Dr.
med. Klaus Höffken, um eine Stellungnahme zu der
Frage gebeten, ob die Entstehung von Haut- und Hodentumoren auf die
Röntgenstörstrahlung von Radargeräten zurückgehen könnte. Das Gutachten wurde
schon am 19. März 2004 vorgelegt, aber weder publiziert noch von den
zuständigen Behörden inhaltlich berücksichtigt. Wir referieren die
wesentlichen Aussagen.
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Stx452-453.2005.5-6.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Lungenkrebs durch Radon in Wohnräumen. Europaweite Studie
veröffentlicht. Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt
das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Das belegt eine europaweit unter
der Federführung von Sarah Darby, Professorin für Medizinische Statistik in
Oxford, durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert
und am 29. Januar 2005 im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Das
Institut für Epidemiologie der GSF und der Fachbereich Strahlenschutz und
Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS),
waren an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in
Aufenthaltsräumen beteiligt.
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Stx436-437.2005.3,4.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebs unter Röntgenassistentinnen.
Eine auf das Dreifache erhöhte Sterblichkeit an Brustkrebs bei Frauen,
die vor 1940 als Radiologisch-Technische Assistentinnen zu arbeiten begonnen
hatten, stellten Wissenschaftler der amerikanischen Food and
Drug Administration und des National Cancer Institut
in Bethesda/USA (Aparna K. Mohan, Michael
Hauptmann, Martha S. Linet, Elaine Ron, Jay H.
Lubin, D. Michael Freedman, Bruce H. Alexander,
John D. Boice Jr., Michele Morin
Doody, Genevieve M. Matanoski)
für das Jahr 1997 unter 69.525 Frauen fest, die zwischen 1926 und 1982 ihre
Assistentinnen-Ausbildung abgeschlossen hatten – verglichen mit denen, die
1960 und später mit ihrer Tätigkeit begonnen hatten.
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Stx422-423.2004.3.1 (1 Seite)
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Krebs
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Medizinische Strahlenbelastung: Brustkrebssterblichkeit nach
diagnostischem Röntgen. Ergebnisse der U.S. Skoliose-Kohortenstudie.
Eine Pilotstudie mit 1.030 Frauen mit einer Wachstumsdeformität der
Wirbelsäule (Skoliose) und Strahlenbelastungen infolge entsprechender
diagnostischer Röntgenaufnahmen zeigte ein etwa zweifach statistisch
signifikant erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Das berichteten
Wissenschaftler des National Cancer Institute in
Bethesda/USA bereits im August 2000 in der internationalen
Orthopädie-Zeitschrift Spine (Michele Morin Doody, John E. Lonstein, Marylin Stovall,
David G. Hacker, Nickolas Luckyanov, Charles E.
Land).
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Stx422-423.2004.2,3.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Kinderkrebs: Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine
Häufung von Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale. 1983 hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire Television die Existenz der heute berüchtigten
Häufung von Kinderleukämie in Seascale bei Sellafield, der britischen nuklearen
Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt. Jetzt haben
Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend der radioaktiv
verseuchten Menai Strait
gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey
und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See, südwestlich von Liverpool
gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender als das von Seascale, seine statistische Stärke ist wesentlich
größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und ihre Eltern
in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C am 10.
Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby
von der britischen Organisation Green Audit hat die Rohdaten des
Fernsehsenders analysiert.
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Stx412-413.2004.3.1 (1 Seite)
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Krebs
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Höhenstrahlung: Fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko für Stewardessen. Stewardessen,
die mindestens fünf Jahre lang ihren Beruf ausgeübt haben, weisen einer
isländischen Studie zufolge ein fünffach erhöhtes Risiko auf, an Brustkrebs
zu erkranken. Dr. V. Rafnsson und Kollegen vom
Department of Preventive Medicine in Reykjavik hatten unter 1.532 Stewardessen 35
Frauen ausgewählt, die an Brustkrebs erkrankt waren. Außerdem wählten sie 140
gesunde Stewardessen als Kontrollpersonen aus, deren Lebensalter und
reproduktive Daten laut Krankenakten denen der Patientinnen entsprachen. Es
zeigte sich, daß ein fünffach erhöhtes Brustkrebsrisiko bestand, wenn die
Frauen mindestens fünf Jahre lang als Stewardessen gearbeitet hatten, im
Vergleich zu solchen mit einer Arbeitsdauer von weniger als fünf Jahren.
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Stx406-407.2003.7.1 (1 Seite)
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Krebs
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Biologische Strahlenwirkung: Die mutagene und
kanzerogene Wirkung dichtionisierender Strahlung wird unterschätzt. von
Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein.
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Stx260-261.1997.4,5.2 (2 Seiten)
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Krebs
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Weltkonferenz über Brustkrebs: Brustkrebserkrankungen nehmen weltweit
immer stärker zu. Vom 13. bis 17. Juli 1997 fand in Kingston/Kanada eine
"Weltkonferenz über Brustkrebs" mit dem Untertitel "Brecht das
Schweigen - stoppt die Epidemie: die Türen für einen weltweiten Dialog müssen
geöffnet werden" statt. Veranstalterinnen waren ein örtliches
Frauenkomitee und die Women's Environment and Development Organization
(WEDO), die 1990 als internationale Umweltschutzgruppe von der ehemaligen
amerikanischen Kongreßabgeordneten Bella Abzug gegründet wurde. Als Ziel der
Konferenz wurde nicht weniger angestrebt, als ein Aktionsplan zur Beseitigung
der Krankheit zu entwickeln, der den Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation
vorgelegt werden soll. Ein Kongreßbericht von Prof. Dr. Inge
Schmitz-Feuerhake. Mit 1 Kartenabbildung.
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Stx254-255.1997.1-3.3 (3 Seiten)
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Krebs
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Tumor-Risiko für Kinderaugen. Auffallend häufig - laut Statistik
zwanzigmal öfter als andernorts bei gleicher Einwohnerzahl - tritt in der
Region Seascale/Sellafield
in England Netzhautkrebs (Retinoblastom) auf.
Bisher war es nur ein Verdacht. 1994 wurden neue Krankheitsfälle in England
bekannt, die mit dem Umweltskandal in Zusammenhang gebracht werden, der vor
mehr als 30 Jahren im Kernkraftwerk "Windscale",
heute "Sellafield" genannt, nahe dem
Küstendorf Seascale geschah. Das berichtet der
Augenarzt Dr.med. Georg Mehrle, Pressesprecher des
Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) in Düsseldorf, anhand von Aussagen von
Priv.-Doz. Dr. Heinrich Gerding
von der Universitäts-Augenklinik in Münster.
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Stx170-171.1994.3,4.2 (2 Seiten)
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Krebs
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USA. Leber- und Knochenkrebs durch Plutonium. Plutonium-239 und andere
Radionuklide bekommen weder Hunden noch Mäusen. Das sind Forschungsergebnisse
von Wissenschaftlern der Universität Utah in Salt Lake City (USA), die 1993
veröffentlicht wurden.
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Stx154-155.1993.6.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Zurück zum Anfang
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Leukämie
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An der Atomenergie festzuhalten ist
leichtfertige Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR),
die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt
auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und
fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer
Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und
Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für
Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon
(USA) Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen
und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Chronisch Lymphatische Leukämie: Die
USA wollen nun auch die CLL als strahlenverursachte Berufskrankheit
anerkennen. Das US-amerikanische Department of Health and Human Services (HHS)
schlägt vor, auch die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) als
strahlenverursachte Krebserkrankung im Rahmen der Verfahren zur Anerkennung
von Berufskrankheit anzuerkennen. Den
bisher gültigen Leitlinien zufolge gelten alle Krebsarten außer der CLL als potenziell durch Strahlung verursacht. Das HHS schlägt
nun vor, den bisherigen Ausschluß der CLL zu revidieren. Das gab das
US-amerikanische Institut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (NIOSH, Az.
209), am 21. März 2011 bekannt.
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Stx584-585.2011.10.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere
epidemiologische Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen
um Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um
bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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Leukämie
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Kinder-Krebs um Atomkraftwerke: Leukämie
bei Kindern unter 10 Jahren im Nahbereich der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Leukämierate bei Kindern in der Nähe von
La Hague ist zwar dreifach erhöht, wegen kleiner
Fallzahlen aber scheinbar nicht signifikant (Guizard
et al. 2001). Weil alle Fälle Jungen betrafen, ist die Erhöhung jedoch für
Jungen deutlich signifikant. Von Alfred Körblein.
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Stx548-549.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische
Überprüfung der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine
ausführliche Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der
Fall-Kontrollstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung von Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie
von Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum,
emeritierter Professor der Physik an der Portland State University in Oregon
(USA), in der Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of Occupational and Environmental Health
veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im
Kontext anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich
ausführlich mit der unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie (Kaatsch, Spix, Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner), daß Radioaktivität als Ursache für die
vermehrten Krebserkrankungen von Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken
grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese nicht gerechtfertigte
Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen Annahmen und Beweisen“,
kommentiert Nussbaum und rügt, daß der
„gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am weitesten
verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei
den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Leukämie
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Neue ökologische Studien zu Leukämien bei Kleinkindern um
Kernkraftwerke. Nach der
Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie (Kaatsch et al.), einer aufwändigen
Fall-Kontrollstudie, wurde kürzlich im deutschen Ärzteblatt (2008;
105(42):725-32) ergänzend dazu eine neue ökologische Studie von Kaatsch et al. veröffentlicht, in welcher die
Leukämiefälle auf Gemeindeebene ausgewertet werden. Dabei zeigte sich, daß
die Leukämieinzidenz bei Kleinkindern im Studiengebiet fast exakt mit der
Inzidenz im gesamten Bundesgebiet übereinstimmt. Verwiesen wird neuerdings
auch auf eine Studie aus England (Bithell, Keegan et al. Okt. 2008), die im Gegensatz zur KiKK-Studie keine Erhöhung im Nahbereich von dortigen
Kernkraftwerken ergeben haben soll. Auch in Frankreich wurde kürzlich eine
ökologische Studie (Laurier, Hémon et al. Sept.
2008) durchgeführt, die Leukämien bei Kleinkindern in der Umgebung aller 19
Standorte von französischen Kernkraftwerken untersuchte. Eine Bewertung durch
Dr. Alfred Körblein.
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Stx528-529.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz:
Umweltmedizin-Symposion der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September
2008 in Berlin. Die Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie) alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit
dem Nachweis, daß das Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere
Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem
der deutschen Kernkraftwerke leben. Gegenstand eines am 28. September 2008
von der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des
Instituts für Humangenetik der Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums
in Berlin veranstalteten umweltmedizinischen Symposions waren die
Hintergründe der Studie und die Kontroversen über die Bewertung der
Ergebnisse. Der wissenschaftliche Kontext, die von der Studie unbefriedigend
behandelten Fragen und die Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen
epidemiologischer Studien angemessene wissenschaftliche, politische,
wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu ziehen, wurden beleuchtet. Es
ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte Praxis, ionisierende Strahlen
als mögliche Krankheitsverursacher grundsätzlich auszuschließen, weil die
errechnete Strahlendosis und das angenommene Strahlenrisiko zu gering seien,
um die beobachtete Zunahme der Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der
Faktenlage noch gerechtfertigt werden kann. Tatsächlich erweist sich bei
näherer Betrachtung nicht nur die Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift
generell falsch errechnet, sondern auch das zum Ausschluß verwendete
Strahlenrisiko: Sowohl das Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die
spezifische Art und Energie der Bestrahlung, deren spezifische „relative biological effectiveness“,
bleiben bisher unberücksichtigt. Diese Daten sind auch bisher weitgehend
unbekannt oder unpubliziert und würden das ganze
heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes zum Einsturz bringen.
Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird schlicht von
Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die Teilnehmer eines
Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin gewinnen, aber nicht
nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Leukämie
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Medizinische Strahlenbelastung: Spätschäden
durch Therapie mit Radium-224 bei Morbus Bechterew.
Wissenschaftler vom Institut für Strahlenbiologie des Helmholtz-Zentrums
München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in
Neuherberg, haben im Rahmen einer epidemiologischen Studie „ein ungünstiges
Nutzen-Risiko-Verhältnis“ für die bei Morbus-Bechterew-Patienten
eingesetzte Radium-224-Therapie festgestellt. Das berichteten sie im April
2008 in der Zeitschrift Rheumatology (R. R. Wick et
al. 2008).
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Stx516-517.2008.5.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Leukämie
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Epidemiologie: Leukämien bei
Kindern in der Umgebung von Tschernobyl. Reanalyse
einer offiziellen deutschen Studie. Von Alfred Körblein.
In der Diskussion um die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Studie zu
Kinderkrebs um deutsche Kernkraftwerke (KiKK-Studie)
wird argumentiert, dass nach Tschernobyl keine
erhöhte Leukämierate in den an den Unglücksreaktor angrenzenden Regionen Weißrusslands, der Ukraine und Russlands
beobachtet worden sei. Das habe eine vom Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Studie ergeben. Nach
Durchsicht des Berichts kommt Körblein zu dem
Ergebnis, dass man aus den Zahlen auch andere
Schlüsse ziehen kann. Besonders auffällig ist eine signifikante Erhöhung der
Leukämierate bei Jungen im Jahr 1987, dem Jahr nach Tschernobyl. – Mit einem
Kommentar von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.4-6.3 (3 Seiten)
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Was einen KKW-Schornstein so interessant macht. Von
Sebastian Pflugbeil. In der KiKK-Studie wird
untersucht, ob Krebs und Leukämie bei Kindern unter 5 Jahren umso häufiger vorkommen, je näher sie am nächstgelegenen
Kernkraftwerks-Schornstein wohnen. Was ist das Besondere an einem
KKW-Schornstein?
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Stx508-509.2008.4.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Dekontamination eines Studienergebnisses. Von
Sebastian Pflugbeil. Zu den Absonderlichkeiten in der Diskussion um die
Fall-Kontroll-Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der
Umgebung der deutschen Kernkraftwerke (KiKK-Studie,
vergl. Strahlentelex
504-505 vom 10.01. 2008) gehört die Vergesslichkeit
der Autoren bezüglich des eigentlichen Anliegens der Studie. Sowohl in der
Zusammenfassung des Abschlußberichtes als auch in zahlreichen Interviews wird
von ihnen der Eindruck erweckt, dass man nichts
über die Ursache des gefundenen Effektes sagen könne und dass
insbesondere „die von deutschen Kernkraftwerken im Normalbetrieb emittierte
ionisierende Strahlung grundsätzlich nicht als Ursache interpretiert werden
kann“ (Abschlußbericht Seite XI). Dieser Eindruck, der von den Medien
flächendeckend verbreitet und auch im politischen Raum dankbar aufgegriffen
wurde, geht so gravierend an den tatsächlichen Ergebnissen der Studie vorbei,
dass diese Vernebelung hier dokumentiert und ihr
entschieden widersprochen werden soll.
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Stx508-509.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken: Leukämieclustern auf der Spur - Entenjagd in der Umgebung
der neuen Kinderkrebsstudie des Mainzer Kinderkrebsregisters. Im
Zusammenhang mit der Untersuchung der Frage, ob im Umkreis kerntechnischer
Anlagen vermehrt Kinderkrebs und Leukämie auftreten, begegnen wir auch in der
aktuellen Diskussion um die neue Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters (KiKK-Studie) der Behauptung, es gäbe viele Cluster
solcher Erkrankungen – auch dort, wo es keine Kernkraftwerke (KKW) gibt oder
erst Planungen für solche Anlagen vorliegen. Hier liegt gleich eine doppelte
Irreführung vor. Ein Bericht von Sebastian Pflugbeil.
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Stx508-509.2008.1-2.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten m pdf-Format
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Leukämie
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Epidemiologie: Eine Täuschung
der Bevölkerung. Atomkraftwerke machen krank. Die methodisch derzeit
weltbeste epidemiologische Studie, erarbeitet beim Mainzer Kinderkrebsregister,
weist ein um so höheres Krebsrisiko für kleine Kinder nach, je näher sie bei
einem Atomkraftwerk leben und aufwachsen. Nachgewiesen ist das für eine
Entfernung bis 50 Kilometer. Geredet wurde dagegen nur von 5 Kilometern. (KiKK-Studie, Peter Kaatsch et
al.)
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Stx504-505.2008.1-6.6 (6 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Berufliche Strahlenbelastung: Die Strahleninduzierbarkeit der Chronisch
Lymphatischen Leukämie (CLL). Oft wird heute noch die Auffassung
vertreten, daß die Chronisch Lymphatische Leukämie (CLL) nicht durch
ionisierende Strahlung auslösbar sei. Daß dieser unbelegte Glaube nicht
haltbar ist, zeigen Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian
Pflugbeil. Es wird höchste Zeit, daß betroffenen Arbeitnehmern mit CLL die
Anerkennung als Berufskrankheit nicht mit dem Hinweis auf die angebliche
Ausgeschlossenheit einer Strahlenursache verweigert wird, erklären sie.
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Stx426-427.2004.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Kinderkrebs: Fernsehjournalisten finden in Großbritannien erneut eine Häufung
von Kinderkrebs und Leukämie, die schlimmer ist als in Seascale.
1983 hatte ein Fernsehprogramm von Yorkshire
Television die Existenz der heute berüchtigten Häufung von Kinderleukämie in Seascale bei Sellafield, der
britischen nuklearen Wiederaufbereitungsanlage an der Irischen See, enthüllt.
Jetzt haben Journalisten des Senders HTV eine weitere Häufung in der Gegend
der radioaktiv verseuchten Menai Strait gefunden, einer Meeresenge zwischen der Insel Anglesey und Nord-Wales, ebenfalls an der Irischen See,
südwestlich von Liverpool gelegen. Dieses neue Cluster ist noch bedeutender
als das von Seascale, seine statistische Stärke ist
wesentlich größer. HTV hat die betroffenen Kinder identifiziert und sie und
ihre Eltern in einem Dokumentarfilm vorgestellt, der auf dem Fernsehkanal S4C
am 10. Februar 2004 in walisischer Sprache lief. Dr. Chris Busby von der britischen Organisation Green Audit hat die
Rohdaten des Fernsehsenders analysiert.
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Stx412-413.2004.3.1 (1 Seite)
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Leukämie
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Leukämie in der Elbmarsch: Das schleswig-holsteinische
Energieministerium schätzt Gefälligkeitsgutachten – unbequeme Gutachter
werden als Dilettanten verunglimpft. "Das von Dr. Stevenson
vorgelegte Gutachten kommt einerseits zu der Schlussfolgerung,
dass die Möglichkeit strahlenbedingter Häufung
kindlicher Leukämien in der Elbmarsch nicht auszuschließen ist. Andererseits
hat das Gutachten aber auch ergeben, dass auf Grund
der festgesetzten und tatsächlichen Emissionen kein begründeter Verdacht auf
eine Verursachung der Leukämie durch die radioaktive Strahlung des örtlichen
Atomkraftwerks besteht". Diese Einschätzung verkündete der
Staatssekretär Wilfried Voigt (Grüne) vom Ministerium für Finanzen und Energie
des Landes Schleswig-Holstein am 29. Juli 2002 bei der Vorstellung eines 1997
von seinem Ministerium bestellten strahlenbiologischen Gutachtens zur Frage
der Strahleninduktion kindlicher Leukämien in der Umgebung von
Kernkraftwerken. Dieses Gutachten war bereits länger als ein Jahr zuvor, im
April 2001, von strahlenbiologischen Experten aus dem In- und Ausland und
unter der Federführung des international renommierten und habilitierten
Kieler Strahlenbiologen Dr. A. Frederick G. Stevenson fertiggestellt und an
den Auftraggeber abgeliefert worden. Stevenson kommt in dem Gutachten
allerdings zu einer völlig anderen Bewertung als der Staatssekretär Voigt. Am
13. August 2002 schließlich sind Teile des Gutachtens in die Homepage des
Ministeriums für Finanzen eingestellt worden, die über http://www.landesregierung.schleswig-holstein.de
erreichbar ist. Es fehlen dort die drei Beiträge der Bremer Medizinphysikerin
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake. Dazu eine Stellungnahme der Gesellschaft
für Strahlenschutz e.V..
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Stx376-377.2002.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Leukämie
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Eine Bestrahlung des Vaters vor der Befruchtung erhöht das Leukämie-Risiko
der Kinder. Nach einer vorgeburtlichen Bestrahlung der Mutter (in utero) erhöht sich das Risiko des Kindes an Leukämie zu
erkranken. Dies gilt wissenschaftlich als unbestritten. Xiao Ou Shu von der Abteilung für
pädiatrische Epidemiologie der Universität Minnesota zeigte in ihren
Veröffentlichungen, daß auch die vorkonzeptionelle Bestrahlung des Vaters das
Risiko des Kindes erhöht, an Leukämie zu erkranken. Von Bettina Dannheim.
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Stx256-257.1997.2-4.3 (3 Seiten)
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Leukämie
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Alpha-Strahlung mit verzögerter Wirkung. Eine neue, besonders
wirksame biogenetische Strahlenwirkung meint eine britische Forschergruppe
unter der Leitung von Eric G. Wright (Oxford) nachgewiesen zu haben. Der
durch Alpha-Partikel ausgelöste Effekt werde bereits bei niedrigen Dosen
wirksam und führe in bestrahlten Stammzellen des blutbildenden Systems zu chromosomalen Instabilitäten, die auf die Tochterzellen
übertragen und erst in späteren Zellgenerationen zu sichtbaren Zellschäden
führen können, erklären Wright und Mitarbeiter in ihrem Beitrag im britischen
Wissenschaftsmagazin Nature vom 20. Februar 1992 (Vol. 355). Ein Bericht von
Bernd Lehmann.
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Stx138-139.1992.5-7.3 (3 Seiten)
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Nervenschäden
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Zurück zum Anfang
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Nervenschäden
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Vorgeburtliche Strahlenbelastung
beeinträchtigt schulische Leistungen. Eine Studie von Ökonomen in
Schweden (Almond Douglas, Lena Eglund, Mårten Palme, 2007) zeigt die Beeinträchtigung der
geistigen Entwicklung von Kindern nach dem Tschernobyl-Fallout.
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Stx496-497.2007.10-11.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Nervenschäden
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Berufliche Strahlenbelastung: Tod durch Demenz nach Strahlenbelastung. Eine
ältere Untersuchung unter weiblichen Atomarbeitern in den USA hatte vermehrt
Todesfälle durch Geistesstörungen gefunden, inklusive Demenz. Im Oktober 2003
veröffentlichten Wissenschaftler der School of Medicine and Biomedical Sciences der State University of
New York/USA (R. F. Sibley, B. S. Moscato, G. S.
Wilkinson, N. Natarajan) im American Journal of Industrial Medicine eine
weitere Studie, die sich mit der Wirkung von ionisierender Strahlung am
Arbeitsplatz und anderen Gefahren auf die Sterblichkeit an Demenz befaßt.
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Stx422-423.2004.2.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Nervenschäden
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Die Wirkung der Bestrahlung auf die Entwicklung des Gehirns bei Embryo
und Fetus. Radioaktive Bestrahlung macht dumm: "Aufgrund neuer
Erkenntnisse über die Entwicklung des Zentralnervensystems und neuer
epidemiologischer Daten von Überlebenden, die in Hiroshima und Nagasaki
pränatal einer ionisierenden Strahlung ausgesetzt waren, kann davon
ausgegangen werden, daß das Risiko für eine strahlenbedingte geistige
Retardierung und einer strahlenbedingten Verminderung der Intelligenz für den
Menschen bei der langen Entwicklungsperiode des Gehirns größer ist als bisher
angenommen wurde." So die amtlichen Übersetzer eines ICRP-Berichts von
1982, der 1995 auch in Deutsch erschien.
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Stx198-199.1995.9.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Nervenschäden
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Menschliche Gehirnentwicklung und ionisierende Strahlung. Hiroshima,
Nagasaki und vorgeburtliche Hirnschäden. Während die Erkenntnis von der
krebserzeugenden Wirkung von Strahlung weit verbreitet ist, finden bei der
Gehirnentwicklung gesetzte Strahlenschäden bisher kaum größere Beachtung in
der Öffentlichkeit. Dabei sind sich entwickelnde Nervenzellen besonders strahlenempfindlich,
und zwar nicht nur in der Frühschwangerschaft. Minderungen geistiger und
körperlicher Fähigkeiten sind jedoch später nur schwer zu deuten und werden
nicht in jeder Ausprägung gleich als Krankheit dargestellt. Seit 1976 gibt es
Rechnungen, nach denen die Neutronen der im August 1945 von den USA über der
japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe weicher und
stärker abgeschirmt waren als vorher angenommen. Danach können Neutronen
nicht mehr in dem Maße wie vorher angenommen, für die Schadwirkungen im
sogenannten Niedrigdosisbereich verantwortlich gemacht werden. Auch die
Hiroshima-Strahlenschäden sind hauptsächlich auf locker ionisierende
Strahlung zurückzuführen. Diese Strahlung hat deutliche körperliche Schäden
im Niedrigdosisbereich bei den Atombombenüberlebenden zur Folge gehabt. Die
verstärkt seit Anfang der achtziger Jahre begonnene derartige (dosimetrische) Neubewertung und die Überprüfung und
Neubewertung klinischer Befunde über die Funktion des Nervensystems bei im
Mutterleib bestrahlten Kindern von Hiroshima und Nagasaki haben zu
schwerwiegenden Ergebnissen geführt. Der Heidelberger Arzt Karl Heinrich Adzersen beschreibt die Risiken, die während der
menschlichen Gehirnentwicklung durch ionisierende Strahlung bestehen, sowie
die Erkenntnisse über vorgeburtliche Hirnschäden in Hiroshima und Nagasaki,
und gibt eine zusammenfassende Übersicht über mögliche neurologische
Wirkungen von Strahlen auf den menschlichen Keimling in Abhängigkeit vom
Alter nach der Befruchtung. Mit ausführlicher Literaturliste.
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Stx22.1987.2,5.2 + Stx23.1987.2,5,6.3 (5 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Zurück zum Anfang
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Niedrigdosisstrahlung
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Fertilitätsstörungen beim Mann durch
ionisierende Strahlung und Mikrowellen. Dauerhafte Einschränkungen der
Zeugungsfähigkeit durch Expositionen mit ionisierender Strahlung zählen zu
den deterministischen Strahlenschäden, die eine hohe Organdosis erfordern.
Die internationalen Strahlenkomitees ICRP und UNSCEAR verharren in der
Vorstellung, dass die Mindestdosis im Falle einer
chronischen Belastung noch viel höher sein muss als
bei einer akuten, das heißt einmaligen
Kurzzeitbestrahlung. Spätestens seit Tschernobyl ist diese Schlussfolgerung überholt. Chronische Strahlenbelastungen
im mittleren und unteren Dosisbereich, wie sie beruflich bedingt vorkommen,
führen ebenfalls zu bleibenden Fertilitätsstörungen. Auch Mikrowellen können
nach neueren Erkenntnissen die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx594-595.2011.5-6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Schon geringe Strahlendosen
gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können
kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das
Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte
Untersuchung von Epidemiologen des Imperial College London.
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Stx550-551.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Induktion gutartiger Tumore
durch ionisierende Strahlung – ein vernachlässigtes Kapitel von
Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore
durch ionisierende Strahlung ist ein vernachlässigtes Thema von
Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale Strahlenschutzgremien als
Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von Schutzmaßnahmen
ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung
stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender
Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der
Gesundheit bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher
erforderlich, die Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über
Dosiswirkungsbeziehungen in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die
Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die
deutsche Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert, listet die
benignen Tumore unter den zu beachtenden Strahlenschäden bei niedriger Dosis
nicht auf. Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die international große
Beachtung finden und regelmäßig Beurteilungen von Strahlenrisiken
veröffentlichen, sind das UNSCEAR-Komitee (United Nations
Scientific Committee on the
Effects of Atomic Radiation) und dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy of Sciences
BEIR (Biological Effects of
Ionizing Radiation). Letzte haben in ihren früheren Reports auch die historischen Befunde über
benigne Tumore in verschiedenen Körpergeweben, die nach Strahlentherapie
aufgetreten sind, aufgeführt. Im Bericht des BEIR-Komitees von 2006 werden in
einem Kapitel „Benign Neoplasms“
mehrere große Studien ab 1992 zitiert, unter anderem die Ergebnisse über
Tumore des Zentralnervensystems (ZNS) bei den Überlebenden der
Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. In einer Zusammenfassung für
die Öffentlichkeit heißt es dazu (BEIR VII): „Radiation exposure
has also been shown to increase
risks of some benign tumors,
but data are inadequate to quantify this risk.“ Die Einschätzung, dass
das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in weiten
Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx548-549.2009.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische Überprüfung
der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche
Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie von
Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter
Professor der Physik an der Portland State University in Oregon (USA), in der
Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of
Occupational and
Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller
wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich ausführlich mit der
unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie
(Kaatsch, Spix,
Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner),
daß Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von
Kindern in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei.
„Diese nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz
zwischen Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum
und rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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23 Jahre nach Tschernobyl: Weniger
und mißgebildete Insekten und Vögel. Die ökologischen Auswirkungen der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich Ende dieses Monats zum 23. Mal
jährt, sind größer als früher angenommen und erhofft. Die freigesetzten
Radionuklide dezimieren auch weiterhin Insekten und Spinnen. Und mißgebildete
Insekten sind auch schon im Normalbetrieb von Atomkraftwerken deutlich
vermehrt in deren Umgebung zu finden. (A. P. Møller,
T. A. Mousseau 2009; C. Hesse-Honegger, P. Wallimann 2008)
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Stx534-535.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenbiologie: Für Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich
keine Werte für die dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit
(RBW-Werte) angeben. Das Bild von sogenannten Auger-Elektronen
emittierenden Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln und
in jedem Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller
Ergebnisse ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten
relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben
müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren
des im Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit zur
Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E.
Pomplun, G. Sutmann, 2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)
Zu
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Niedrigdosisstrahlung
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Epidemiologie: Atomarbeiter haben
ein erhöhtes Infarktrisiko. Einer von britischen Wissenschaftlern (McGeoghegan et al.) erstellten und im März 2008
veröffentlichten Studie über Angestellte von britischen Atomanlagen zufolge
gibt es einen Zusammenhang zwischen erhöhter Strahlenbelastung und der
Sterblichkeit (Mortalität) an Kreislauferkrankungen.
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Stx510-511.2008.4.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Tschernobyl-Folgen: Artenvielfalt
und Populationsdichte von Vögeln nehmen mit höherer Strahlung ab. Im
Sommer 2007 haben A. P. Møller (Curie-Universität
Paris) und T. A. Mousseau (University of South Carolina) eine Arbeit über Waldvögel in der
Umgebung des Atomkraftwerks Tschernobyl vorgelegt, die die weitverbreitete
Meinung angreift, daß die Sperrzone um Tschernobyl ein blühendes
Naturschutzreservat sei, in dem man seit Jahren zunehmend den herrlichsten
Wildarten begegnen könne. Tatsächlich kann einem dort ein großer Elch oder
ein Bär über den Weg laufen. Untersucht man aber die Situation genauer,
ergibt sich ein ganz anderes Bild. Es gibt bisher kein standardisiertes
Vorgehen, wie man die Auswirkungen von Radioaktivität auf gewöhnliche Tiere
untersuchen sollte, deshalb blieb bisher die Frage nach den ökologischen
Folgen der Radioaktivität unbeantwortet. Die Autoren haben sich nun der
Artenvielfalt und Populationsdichte von Waldvögeln gewidmet.
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Stx498-499.5.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Partikelförmiges abgereichertes Uran ist für menschliche Lungenzellen
zytotoxisch und verursacht Chromosomenbrüche. Abgereichertes
Uran (DU) wird häufig in militärischen Waffen und Munition eingesetzt.
Deshalb sind ihm Soldaten und unbeteiligte Zivilisten vermutlich häufig und
weiträumig ausgesetzt. DU wird zwar für ein menschliches Karzinogen gehalten,
das die Bronchialzellen der Lunge angreift, Untersuchungen darüber gibt es
aber kaum. Sandra S. Wise vom Wise Laboratory of
Environmental and Genetic
Toxicology der University of
Southern Maine in Portland (USA) und Kollegen haben deshalb die Zytotoxizität
und die Chromosomenbrüche verursachenden (klastogenen)
Eigenschaften von sowohl partikelförmigem (wasserunlöslichem) und
wasserlöslichem DU in menschlichen bronchialen Fibroblasten
(WTHBF-6-Zellen) bestimmt.
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Stx492-493.2007.4.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Elektronen mit geringer Energie
wirken mehr. Biochemiker erforschen, auf welche Weise Elektronen mit geringer
Energie Zellen zerstören. Bei der Strahlentherapie wird energiereiche
Strahlung örtlich begrenzt auf jenen Bereich im Körper gerichtet, in dem sich
der Tumor befindet. Durch Schädigungen der Erbsubstanz (DNA) sollen die
bösartigen Tumor-Zellen absterben. Leider wirken die eingesetzten Strahlen
aber nicht nur auf die DNA der Tumorzellen. Auch das umliegende, gesunde
Gewebe wird durch die Bestrahlung geschädigt. In den vergangenen Jahrzehnten
beschäftigten sich deshalb zwar zahllose Forschungsprojekte mit dem Thema
Strahlenschäden und Strahlentherapie. Welche molekularen Prozesse diese
Schäden jedoch auslösen, war bislang weitgehend unbekannt. „Die Rolle von
sogenannten sekundären Elektronen, die bei der Bestrahlung auftreten, war
kaum erforscht“, erklärte Professor Dr. Eugen Illenberger
vom Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin. Den
Elektronen mit geringer Energie komme eine Schlüsselrolle zu.
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Stx484-485.2007.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Kombinierte Effekte von
ionisierender Strahlung und Arsen. In menschlichen Zellen konnte die
Wirkung von Strahlung und Arsen und vor allem das Zusammenwirken beider Noxen
auf die Proteinbildung nachgewiesen werden. Eiweiße, die in wichtige
Stoffwechsel- und Regulationswege eingebunden sind, können auf diese Weise zu
Störungen in der Zelle führen. Eine Untersuchung im Fachbereich
Strahlenschutz und Gesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz (Sabine
Hornhardt et al., BfS).
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Stx484-485.2007.4,5.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von
chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake,
Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die
gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit
niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei den
japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf drei
Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen, 2.
Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im Mutterleib.
Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß die
ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung nach
Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen.
Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee
of Radiation Risks ECRR
empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahleninduzierte Katarakte (Grauer Star) als Folge berufsmäßiger
Exposition und beobachtete Latenzzeiten. Mitglieder der Gesellschaft für Strahlenschutz sind in letzter Zeit
immer häufiger mit Fällen von Katarakterkrankungen befaßt worden, die bei
beruflich Strahlenexponierten aufgetreten sind. Diese waren entweder im
Uranbergbau bei der ehemaligen SDAG Wismut beschäftigt oder mit Radaranlagen
der Bundeswehr oder der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Eine
Berufsbedingtheit wurde von der Bergbau-Berufsgenossenschaft bzw. der
Bundeswehr entweder mit Hinweis auf eine zu kleine Dosis und/oder das Fehlen
der typischen Latenzzeit abgelehnt. Diese Auffassungen sind anhand des
wissenschaftlichen Erkenntnisstandes nicht haltbar. Eine Literaturstudie von
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake und Dr. Sebastian Pflugbeil, Gesellschaft
für Strahlenschutz e.V..
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Stx456-457.2006.1-7.7 (7 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Gesundheit und Atomanlagen.
Bereits die Kernschmelze 1979 im AKW Three Mile
Island bei Harrisburg / USA hatte Folgen wie heute
die von Tschernobyl. Auch das radioaktive Inventar des Reaktorkerns war
verschwunden. Ein Beitrag von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx452-453.2005.2-5.4 (4 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Gesundheitseffekte von Niedrigdosisstrahlung; Mechanismen und
Befunde: Den Petkau-Effekt vergessen. Speziell
die genomische Instabilität und den "Bystander Effekt" beschreibt Dr. Chris Busby, Liverpool/ Großbritannien, als neue Entdeckungen
in der Radiobiologie, die "aus Wegspuren zur Zelle" folgen – mit
stark überlinearen Dosis/Wirkungs-Beziehungen und stärkeren Wirkungen bei
niedrigen Dosen (Strahlentelex 418-419 vom 3. Juni 2004, Seite 3). Das ist
zwar grundsätzlich richtig, doch der zugrundeliegende Petkau-Effekt
wird nicht erwähnt und auf ungenügend erforschte "Wegspuren"
reduziert, merkt Ralph Graeub, Langnau/Schweiz,
dazu kritisch an.
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Stx422-423.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: "Was wir wissen" sollen. 15
internationale Strahlenforscher und Epidemiologen
versuchten sich an einem Wissenskanon über die Wirkung von
Niedrigdosisstrahlung und blenden ihnen nicht passende Wahrheiten einfach aus.
Unter dem Titel "Krebsrisiko bei niedrigen Dosen ionisierender
Strahlung: Eine Zusammenstellung über das was wir wirklich wissen"
beschreiben 15 weltweit namhafte Strahlenforscher und Epidemiologen
in den Proceedings of the National Academy of Sciences of
the United States of America (PNAS) vom 25. November 2003 ihren
Erkenntnisstand und erheben den Anspruch, damit einen allgemein
verbindlichen Wissenskanon vorzugeben.
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Stx408-409.2004.2.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkung: Schwache Röntgenstrahlung kann die Erbsubstanz
nachhaltiger schädigen als angenommen. Das Reparatursystem versagt.
Schwache Röntgenstrahlen können das Erbmolekül DNA nachhaltiger schädigen als
bislang angenommen. Zwar greifen sie das Erbgut zunächst nicht so sehr an wie
starke Strahlen, doch dafür können sich leicht beschädigte Zellen wesentlich
schlechter regenerieren als stark beschädigte. Das folgt aus einer Studie von
Biophysikern an der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg.
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Stx392-393.2003.6,7.2 (2 Seiten)
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+ Stx394-395.2003.7.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: Mehr Mutationen nach Atomtests in Kasachstan.
Die russischen Atombombentests im kasachischen Semipalatinsk
haben das Risiko von Erbschäden bei den Anwohnern nahezu verdoppelt. Das
haben Wissenschaftler aus Großbritannien, Finnland und Kasachstan um Juri Dubrova von der University of
Leicester jetzt bei 40 Familien nachgewiesen, die in der Nähe des
Testgeländes leben. Die Betroffenen, die in Jahren von 1949 bis 1956 dort dem
radioaktiven Fallout von vier oberirdischen Atombombentests ausgesetzt waren,
trugen dem jetzt veröffentlichten Bericht in dem Wissenschaftsmagazin Science
(Bd. 295, S. 1037, 2002) in ihren Blutzellen deutlich mehr Mutationen in
sich, die sie an ihre Kinder vererbten, als Vergleichspersonen.
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Stx364-365.2002.5,6.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: Chromosomale Schäden nach
chronischer Belastung durch Niedrigdosisstrahlung. Beruflich
Strahlenbelastete sind besonders gefährdet. Bei im Gesundheitswesen
Tätigen mit chronischen Belastungen durch Niedrigdosisstrahlung sind gehäuft
Chromosomen-Aberrationen und Vertauschungen bei Schwesterchromatiden der
Chromosomen zu finden. Das berichten Dr. Elza Sakamoto-Hojo
von der Universität São Paulo in Brasilien und Kollegen in der
Dezember-Ausgabe 2001 der Zeitschrift Teratogenesis,
Carcinogenesis and Mutagenesis (2001;21:431-439). Chromosomale
Aberrationen sind mit Prozessen der Krebsentstehung gekoppelt erklären die
Autoren. So könne die zunehmende Anwendung von ionisierender Strahlung Grund
für zunehmende genetische Instabilität und entsprechende gesundheitliche
Folgen bei Beschäftigten in der Radiologie und Nuklearmedizin sein. Die
Studie zeigt, daß Beschäftigte, die beruflich niedrig dosierter Gamma- und/
oder Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, eine höhere Zahl von
Chromosomenschäden aufweisen als vergleichbare Kontrollpersonen, obwohl die
anhand der personendosimetrischen Überwachung
ermittelten kumulierten absorbierten Dosen innerhalb der von der
Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) etablierten Grenzen geblieben
sind, schlußfolgern die Autoren.
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Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenwirkungen: Vermehrt Chromosomenschäden und erhöhtes Krebsrisiko
bei radonexponierten Bergleuten. Wissenschaftler des National Institute of Public Health in Prag (Z. Smerhovsky et al., Mutat. Res.
2002 Feb. 15; 514 (1-2):165-176) haben die Daten von über 1323 Zellproben
(Untersuchungen von Chromosomen-Aberrationen an Lymphozyten des peripheren
Blutes) und 225 Personen ausgewertet, die wegen beruflicher Radon-Exposition
in einer Stärke von 1,7 bis 662,3 working level month (WLM) untersucht
worden waren. Chromatidbrüche waren demnach die am
häufigsten zu beobachtenden Aberrationstypen, die statistisch signifikant mit
der Radonexposition korreliert waren. Auch korrelierte die Frequenz aberranter Zellen mit der Radonexposition. Rauchen und
Silikose waren demnach nicht mit den Ergebnissen der Zellanalysen assoziiert.
Eine Regressionsanalyse, so die Autoren, habe einen starken statistischen
Zusammenhang zwischen Krebshäufigkeit und der Häufigkeit von Chromatidbrüchen und aberranten
Zellen ergeben.
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Stx362-363.2002.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Uranmunition: Chromosomenschäden bei Golfkriegsveteranen nachgewiesen. Britische
Soldaten, die in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Uranmunition (abgereichertes Uran, DU) in Berührung gekommen waren,
haben substantielle genetische Schäden erlitten. Das ist Ergebnis einer neuen
Untersuchung an acht Veteranen der Konflikte am Golf 1991, in Bosnien und im
Kosovo. Sie weisen eine zehnfach höhere Zahl an deformierten Chromosomen auf,
als im Bevölkerungsdurchschnitt zu finden sind, verbunden mit einem
entsprechend höheren Risiko an Krebs zu erkranken und mißgebildete Kinder zu
zeugen. Das berichtete in der britischen Zeitung The Express
(Dec. 24, 2001, p. 24) Dr. Albrecht Schott,
emeritierter Chemieprofessor an der Freien Universität Berlin, der die
Untersuchung koordiniert.
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Stx362-363.2002.5,6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Schadwirkungen greifen von den getroffenen Zellen auf die
benachbarten über. Das lineare Dosis/Wirkungs-Modell unterschätzt die Effekte
der Niedrigdosisstrahlung. Das von Niedrigdosisstrahlung ausgehende
Gesundheitsrisiko ist bisher offenbar in der Regel unterschätzt worden. Denn
die Radioaktivität beschädigt nicht nur diejenigen Zellen, die direkt von der
Strahlung getroffen wurden, sondern auch benachbarte Zellen. Das berichten
amerikanische Wissenschaftler um Hongning Zhou und
Tom K. Hei vom Zentrum für Strahlenforschung der Columbia Universität in New
York jetzt in der Ausgabe der Proceedings der
amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften vom 4. Dezember 2001.
Demnach ist jedenfalls für die Beurteilung von Alphastrahlung die gegenwärtig
vorherrschende Modellannahme zu revidieren, daß die Krebsgefahr schwacher
Strahlung um so niedriger ist, je weniger Zellen von radioaktiven Strahlen
getroffen werden. "Unsere Daten zeigen, daß einzelne Zellen keineswegs
der Angriffspunkt für die Strahlung sind", widersprechen die Forscher.
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Stx360-361.2002.4.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Es ist bisher nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der
Strahlenschädigung aufzuklären. Strahlenbiologische Phänomene sind weitgehend
ungeklärt. Trotz jahrzehntelanger aufwendiger Forschung ist es bisher
nicht gelungen, den tatsächlichen Mechanismus der Strahlenschädigung
aufzuklären. Fest steht, daß durch ionisierende Strahlung hochreaktive freie
Radikale erzeugt werden, die auf vielfache Weise lebenswichtige biomolekulare
Prozesse beeinflussen. Eine der bekannten Strahlungsnachwirkungen ist die
Veränderung prozesssteuernder Fermente und Enzyme.
Sie beeinflussen Art und Ablauf von biochemischen Vorgängen, die unser Leben
und unsere Persönlichkeit prägen. Das wohl wichtigste Biomolekül ist die für
die identische Reduplikation der Organismen verantwortliche DNA im
Chromosomenbestand der Zellkerne. Darauf weist Prof. Dr.rer.nat.
Rolf Bertram hin.
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Stx358-359.2001.11,12.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Niedrigdosisstrahlung
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Chromosomenschäden bei Arbeitern der Rössing-Uranbergwerke in Namibia.
Reinhard Zaire von der Abteilung für Hämatologie und Onkologie des Berliner
Universitätsklinikums Benjamin Franklin beschreibt in dem von Martin Rasper herausgegebenen Buch "Landräuber: Gier und
Macht - Bodenschätze contra Menschenrechte" zum ersten Mal in der
Geschichte der Auseinandersetzung mit Rössing seine Arbeit, die
Chromosomenveränderungen in den weißen Zellen des Blutes der Arbeiter bei
langanhaltenden radioaktiven Niedrigstrahlung nachzuweisen. Neu an dieser
Untersuchung ist die ungewöhnlich breite und statistisch eindeutige
Materialbasis zum Nachweis der zellschädigenden Wirkung von radioaktiver Niedrigdosisstrahlung.
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Stx218-219.1996.3,4.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Die Widersprüche in der Strahlenforschung werden immer auffälliger.
Die Hinweise über die Gefährlichkeit selbst kleiner Strahlendosen werden im Gegensatz
zu den Verlautbarungen der drei Wissenschaftskommissionen UNSCEAR, BEIR und
ICRP ständig größer. Zu dieser Einschätzung gelangen Rudi H. Nussbaum, Professor am Physics
Department der Portland State University/USA und Wolfgang Köhnlein,
Professor am Institut für Strahlenbiologie der Universität
Münster/Deutschland, in einer im August 1994 in der Zeitschrift Environmental
Health Perspectives
erschienenen Arbeit. Sie zeigen, daß wir noch weit davon entfernt sind, mit
den gängigen Vorstellungen über die Strahlenwirkung alle beobachteten Effekte
und auch die Leukämien erklären zu können.
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Stx194-195.1995.2,3.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Biologische Dosimetrie. Zur Strahlenspezifität der angewandten
Biologischen Dosimetrie berichten Wolfgang Hoffmann und Inge
Schmitz-Feuerhake im Bericht Nr. 7 des Otto Hug Strahleninstituts.
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Stx170-171.1994.8.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenforschung: Bedrohung des Lebens durch radioaktive Strahlung.
Eine Renaissance der Atomenergie kündigt sich an. Tschernobyl scheint
vergessen zu sein. Die Ängste der Bevölkerung vor einer Technologie, die der
Mensch nicht beherrschen kann, sind verdrängt, - überdeckt von von ständig wechselnden vordergründigen Themen. Alle
namhaften Bürgerorganisationen, die sich um die globale Bedrohung des Lebens
sorgen, hatten im November 1991 nach Frankfurt am Main eingeladen. Auf dem
Symposium "Neues Atomgesetz - Letzte Rettung für die
Atomwirtschaft?" wollten sie mit den politisch Verantwortlichen über die
Gefahren der Atomenergie diskutieren. Doch die eingeladenen Minister und
Abgeordneten sagten ab, - teils erst am Vortage, nach anfänglicher Zusage.
Ihr Verhalten zeigt, wie ernst die Sorgen der Bevölkerung genommen werden und
wie groß das Bemühen ist, die komplexen Zusammenhänge bei den Umweltschäden
zu verstehen. Strahlentelex dokumentiert ein dort von Professor Dr.med.
Roland Scholz gehaltenes Referat zum neuesten Stand der Strahlenforschung.
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Stx120-121.1992.1-4,9-12.8 (8 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Neue amerikanisch-deutsche Studie beweist: Das Krebsrisiko durch
Strahlen ist 10 mal größer als in den Strahlenschutzbestimmungen angenommen.
Eine neue Auswertung der Originaldaten über das Strahlenrisiko der
japanischen Atombombenüberlebenden haben 1990 Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Universität Münster/Deutschland, und Prof. Dr.
Rudi H. Nussbaum, Portland State University
Oregon/USA, vorgenommen. Das entscheidende an dieser neuen unabhängigen
Auswertung ist, daß es nun auch im niedrigen Dosisbereich genügend Krebsfälle
gibt, die eine gesicherte Aussage über den Verlauf der
Dosis-Wirkungs-Beziehung gestatten. Danach gibt es für die immer noch von
anderer Seite propagierten Reduktionsfaktoren für die Wirkung niedriger Strahlendosen
keine wissenschaftliche Basis mehr.
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Stx90-91.1990.1,3-11.10 (10 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Tagung Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit: Strahlenschäden schon bei
sehr niedrigen Dosisleistungen. Strahlenschäden zeigen sich schon bei sehr
niedrigen Dosisleistungen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler anhand
von Laboruntersuchungen, Erhebungen in der Umgebung kerntechnischer Anlagen
und der Untersuchung von Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl in der
Bundesrepublik Deutschland. Auf einer vom Otto Hug Strahleninstitut Bonn
gemeinsam mit anderen vom 1. bis 3. November 1989 in der
rheinland-pfälzischen Kreisstadt Birkenfeld veranstalteten Tagung stellten
Mediziner, Strahlenbiologen und Physiker zum Teil neue Erkenntnisse vor.
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Stx70-71.1989.2,3.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Biologische Dosimetrie: "Gerichtsfester" Nachweis von
Strahlenbelastungen. Als "gerichtsfest" gilt das Verfahren der
Biologischen Dosimetrie zum Nachweis von Strahlenbelastungen beim Verdacht
auf Strahlenschäden. Allerdings: Die Empfindlichkeit des Verfahrens erlaubt
noch nicht den Nachweis eines Tschernobyl-Effektes und im Falle eines
vermuteten Strahlenschadens muß die Biologische Dosimetrie unbedingt vor dem
Beginn einer chemotherapeutischen und/oder radiologischen Behandlung
durchgeführt werden. Jürgen Weber, der im Institut für Strahlenbiologie der
Universität Münster die Biologische Dosimetrie durchführt, beschrieb das
Verfahren am 2. November 1989 auf der Tagung Niedrigdosisstrahlung und Gesundheit
in Birkenfeld und machte Angaben zu dessen Anwendbarkeit.
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Stx70-71.1989.8,9.2 (2 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Dokumente: Die Schädlichkeit selbst geringster Strahlendosen war
bereits 1947 inoffiziell anerkannt. Selbst kleinste Strahlendosen können
Schäden verursachen. Es gibt keine Grenze, unterhalb der keine Schäden
ausgelöst werden. Diese erst Mitte der sechziger Jahre auch als allgemeine
wissenschaftliche Lehrmeinung übernommene Erkenntnis war bereits 1947 bekannt.
Das ergibt sich aus einem 1989 von Irene Noll in der Broschüre
"Atomopfer berichten" der Öffentlichkeit zugänglich gemachten
Dokument des britischen Medical Research Council (MRC).
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Stx52.1989.5.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Japan: Mehr Chromosomenschäden bei Atomarbeitern. Bei Beschäftigten
japanischer Atomkraftwerke wurden nach einer Meldung der japanischen
Tageszeitung "Mainichi Shimbun" vom 30.
Januar 1989 fast doppelt soviel geschädigte Chromosomen gefunden wie beim
Menschen sonst üblich.
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Stx52.1989.6.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Großbritannien: Deutlich erhöhtes Krebsrisiko für Kernenergie-Arbeiter.
Nach ihrem überdurchschnittlichen Gesundheitszustand werden Beschäftigte in Anlagen
der Kernenergie-Wirtschaft bei ihrer Einstellung ausgewählt. Spätestens nach
zehn Jahren ist dieser Vorteil jedoch verloren. Von über 22.000 zwischen 1951
und 1982 in der Atomwaffenfabrik Aldermaston in
Südostengland und einigen angegliederten Betrieben Beschäftigten, waren im
Jahre 1982 3.115 gestorben, davon 865 (28 Prozent) an Krebserkrankungen. (V. Beral et al., 1988)
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Stx52.1989.6.1 (1 Seite)
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Niedrigdosisstrahlung
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Der Instinkt von Herdentieren. Rechtliche und ethische Aspekte der
Kernenergie am Beispiel möglicher Folgen von Niedrigstrahlung. Die
Auseinandersetzung um die Nutzung der Atomenergie hat viele Seiten. Berührt
sind energiewirtschaftlche, Sicherheits- und
Sicherungsfragen und unter anderem auch Fragen der biologischen Wirkung von
Radioaktivität. Dr. Gustav W. Sauer aus der Wiesbadener Staatskanzlei des
Hessischen Ministerpräsidenten, führte Ende Februar 1988 in Münster auf dem
Symposium über die Wirkung niederer Strahlendosen eine Sichtweise vor, die
bewußt über die naturwissenschaftliche Faktenmitteilung hinausgeht. Allein
die Tatsache, daß über die Folgen der Niedrigstrahlung bisher keine
überwiegende Übereinstimmung besteht, vor allem hinsichtlich der Folgen für
die Nutzung der Kernenergie, zeige - so Sauer - die Erforderlichkeit auf, den
naturwissenschaftlichen Erkenntnisrahmen in rechtliche, rechtspolitische und
ethische Bereiche einzuordnen. Eine umfassende Beurteilung gelinge dann und
nur dann, wenn die Naturwissenschaften lernten, "in jenem Urschlamm herumzuwaten, der als interdisziplinäre Forschung bekannt
ist". In dem Versuch, geistes- und naturwissenschaftliche
Analyseverfahren zu vereinen, unterscheide er sich gerade von denjenigen - in
Sonderheit: syndikalistisch geprägten Betriebsräten von Nuklearanlagen -, die
meinen, uns alle über die ethische und moralische Vertretbarkeit oder Verantwortbarkeit der Kernenergie belehren zu können,
ohne sich entsprechender Mühen der Analyse befleißigt zu haben, erklärte
Sauer.
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Stx32.1988.1,2,5,6.4 + Stx33.1988.1,2,5,6.4 (8 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Strahlenschäden: Radikale Wirkungen geringer Strahlendosen. Geringe
Strahlendosen über lange Zeiträume verursachen mehr Zellschäden als höhere
Dosen in kurzen Wirkzeiträumen. Strahlenwirkungen auf den Zellkern mit
seiner Erbmasse stehen meist im Vordergrund bei der Betrachtung von
Strahlenschäden. Forschungen stützen jedoch die Annahme, daß eine von der
Strahlendosisleistung abhängige indirekte Schädigung der Zellmembranen über
chemische Wirkungen im niedrigen Dosisbereich sehr viel bedeutender ist.
Bereits 1972 machte der kanadische Wissenschaftler A. Petkau
an künstlichen Zellmembranen die Entdeckung, daß geringe Strahlendosen über
längere Zeiträume größere zerstörerische Wirkungen ausüben können, als höhere
Dosen über kurze Wirkzeiträume. 1986 stellte Professor Dr. J. Kiefer vom
Strahlenzentrum der Universität Gießen für strahlenverursachte Veränderungen
im Erbgefüge (Mutationen) vergleichbare Effekte an Kulturen von Hamsterzellen
vor. Am 26. Februar 1988 berichtete er auf einem internationalen Symposium in
Münster von ergänzenden Untersuchungen an menschlichen Zellen. Beim Versuch,
solche Effekte zu erklären, wird um die Wirkung sogenannter freier
Sauerstoffradikale aus der Radiolyse des
Zellwassers gestritten, mit der sich solche Erscheinungen gut deuten ließen.
Die mit dem Namen Petkau zu verbindenden Effekte
stehen im Gegensatz zu den Annahmen internationaler und nationaler
Strahlenschutzgremien wie ICRP und SSK, die bei ihren Risikoabschätzungen von
einem linearen Zusammenhang zwischen Strahlendosis als Ursache und
schädigender Wirkung ausgehen. Vielmehr deutet alles daraufhin,
daß die Kritiker recht behalten, die mit Hilfe statistischer Überlegungen
seit langem einen überlinearen Zusammenhang und damit eine stärkere Schadwirkung
im sogenannten Niederdosisbereich begründen.
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Stx28.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Niedrigdosisstrahlung
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Vorgeburtliche Strahlenschäden. Zurückhaltendes Schweigen bis
Ablehnung sind Reaktionen auf Fragen nach dem Auftreten von Fehlgeburten und
Mißbildungen in der Folge des Unglücks von Tschernobyl. Unmittelbare
gesundheitliche Schädigungen durch Niedrigdosisstrahlung werden meist
bestritten. Beobachtungen über Häufungen von Fehlgeburten und Mißbildungen
werden nicht nach außen getragen, mit der Begründung, sie seien nicht
unbedingt statistisch bedeutsam. Das mag richtig sein. Erst das
Zusammentragen solcher Informationen schafft jedoch die Möglichkeit für klare
Aussagen. Krebs stellt dabei nicht den Hauptanteil möglicher Strahlenschäden,
sondern gesundheitliche Beeinträchtigungen, die im Übergang zum
"Normalen" schwer abgrenzbar sind. Von Thomas Dersee.
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Stx4.1987.1,2.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
/ Geschlechterverhältnis
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Geschlechterverhältnis
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Gesundheitsschäden
bei Kernkraftwerken: Epidemiologische
Auffälligkeiten um Kernkraftwerke: Synoptische Analyse. Von Alfred Körblein. Seit Veröffentlichung der Ergebnisse der KiKK-Studie vor 3 Jahren wurden zwei weitere epidemiologische
Studien veröffentlicht, eine zu Fehlbildungen bei Neugeborenen um
Kernkraftwerke und eine zum Geschlechterverhältnis bei der Geburt um
bayerische Kernkraftwerke. Beide Studien bestätigen die bei der KiKK Studie gefundene Abstandsabhängigkeit, wenn auch
wegen kleiner Fallzahlen nicht alle Einzelbefunde statistisch signifikant
sind. Eine gemeinsame Analyse der drei Datensätze mit einem nichtlinearen
Abstandsmodell (Rayleighverteilung) ergibt eine
hochsignifikante Abstandsabhängigkeit des Risikos mit einem Maximum des
Effekts zwischen 3 und 5 Kilometern.
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Stx576-577.2011.2-5.4 (4 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Geschlechterverhältnis
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Verlorene Kinder. Die Geschlechtschance des Menschen bei der Geburt in
Europa und in den USA nach den oberirdischen Atomwaffentests und nach
Tschernobyl. Seit der Entdeckung
der Mutagenität von ionisierender Strahlung im
Tierexperiment wurden schädigende strahlengenetische Effekte auch beim
Menschen immer wieder in Betracht gezogen und untersucht. Während das
Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkung von
Atomstrahlung (UNSCEAR) noch im Jahre 2000 die Auffassung vertrat,
strahleninduzierte vererbbare Effekte beim Menschen seien bisher nicht
belegt, kann man solche Effekte nach dem Unfall von Tschernobyl mit einfachen
Mitteln eindeutig nachweisen. Die Ergebnisse von Scherb
und Kollegen lassen bei Übertragung auf vollständige Zeiträume und auf die
gesamte Weltbevölkerung erahnen, dass die Anzahl
der verlorenen Kinder nach den globalen Freisetzungen ionisierender Strahlung
in der Größenordnung von mehreren Millionen liegen könnte. Verschärft wird
das Problem dadurch, dass auch strahleninduzierte
angeborene Fehlbildungen und Totgeburten nach Freisetzung von Radioaktivität
in die Biosphäre in etwa der gleichen Größenordung
von insgesamt mehren Millionen weltweit langfristig
aufgetreten sein könnten. Von Hagen Scherb
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Stx558-559.2010.1-4.4 (4 Seiten)
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Geschlechterverhältnis
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Geschlechterverhältnis bei der Geburt in Bayern nach Tschernobyl. Im Januar 1987, 9 Monate nach dem Reaktorunfall
von Tschernobyl, war das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen
Geburten (Geschlechterverhältnis bei der Geburt) in Bayern signifikant um 5,5
Prozent gegenüber dem Trend der Jahre 1980 bis 1992 erhöht (p=0,0185).
Außerdem zeigt sich in diesem Monat ein signifikanter Anstieg des
Geschlechterverhältnisses um 0,29 Prozent pro Kilobecquerel Cäsium-137 pro
Quadratmeter (kBq/m² Cäsium-137) Bodenbelastung (p=0,011). Nach 1987 ist
keine Abweichung des Geschlechterverhältnisses vom Wert vor Tschernobyl für
Bayern nachweisbar. Von Alfred Körblein.
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Stx556-557.2010.7-10.4 (4 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit und Geschlechterverhältnis nach den atmosphärischen
Atomwaffentests. Die zeitlichen
Trends der Säuglingssterblichkeit in England und in Deutschland zeigen nach
Beginn der atmosphärischen Atomwaffentests auffällige Abweichungen von einem
gleichmäßig fallenden Verlauf. Mit Hilfe eines geeigneten Regressionsmodells
wird die Gesamtzahl der auf Grund des Fallouts der Atomwaffentests zusätzlich
gestorbenen Säuglinge zu 77.600 in England und 52.000 in Deutschland
geschätzt. Ähnliche Abweichungen von einem glatten ungestörten Verlauf finden
sich auch im Verhältnis der Anzahl männlicher zu weiblicher Geburten in
England und den USA, nicht aber in Deutschland. Von Alfred Körblein
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Stx554-555.2010.1-5.5 (5 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Nur mittelmäßig gesunde Kinder in Deutschland. Trotz wesentlich höherer Ausgaben für das
Gesundheitswesen wachsen Kinder in Deutschland unter schlechteren Bedingungen
auf als Kinder in Skandinavien oder Frankreich.
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Stx512-513.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Säuglingssterblichkeit nach Tschernobyl in skandinavischen Ländern. Von Alfred Körblein.
Nach Tschernobyl war die Säuglingssterblichkeit in Schweden wie auch in
Finnland und Norwegen hochsignifikant um 15,8 Prozent gegenüber dem Trend der
Jahre 1976 bis 2006 erhöht. Für 1987 bis 1992 errechnen sich insgesamt 1.209
zusätzlich gestorbene Säuglinge (95%-Vertrauensbereich: 875 bis 1.556).
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Stx510-511.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Säuglingssterblichkeit
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Fünffach höheres Krebsrisiko beobachtet, als von der ICRP geschätzt. Krebserkrankungen und
Säuglingssterblichkeit nehmen auch mit der Höhe der natürlichen
Hintergrundstrahlung zu. Dabei beobachteten Dr. Alfred Körblein
und Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann in Bayern ein fünffach höheres Krebsrisiko,
als von der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) geschätzt.
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Stx486-487.2007.5.1 (1 Seite)
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Originalseiten im pdf-Format
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Säuglingssterblichkeit
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Zunahme von Krebs und Säuglingssterblichkeit mit der natürlichen
Hintergrundstrahlung in Bayern. In der Diskussion um die Wirkung
niedriger Strahlendosen (Niedrigdosisstrahlung) von Atomanlagen auf die menschliche
Gesundheit wird immer wieder mit der natürlichen Strahlung argumentiert: Wenn
Niedrigdosisstrahlung vermehrt Krebs hervorriefe oder die
Säuglingssterblichkeit erhöhe, dann müßte sich in Gegenden erhöhter
natürlicher Strahlung ebenfalls ein Effekt zeigen. Aus dieser Formulierung
könnte man schließen, daß dies nicht der Fall sei. Die vorliegende Studie von
Dr. Alfred Körblein, Umweltinstitut München, findet
aber einen Anstieg der Krebsmortalität und der Säuglingssterblichkeit mit der
natürlichen Hintergrundstrahlung in Bayern.
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Stx404-405.2003.1-4.4 (4 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Säuglingssterblichkeit
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USA: Die Säuglingssterblichkeit sank dramatisch, nachdem Nuklearanlagen
stillgelegt worden waren. Die Säuglingssterblichkeit in der Nähe von fünf
US-Atomanlagen sank sofort und dramatisch, nachdem die Reaktoren stillgelegt
worden waren. Außerdem kam es in der Nähe von einem der Reaktoren zu einer
dramatischen Abnahmen von Kinderkrebs und
Todesfällen durch angeborene Defekte, die durch Strahlungsexpositionen
verursacht sind. Das zeigt eine Studie des amerikanischen Epidemiologen
Joseph J. Mangano vom Radiation and
Public Health Project Brooklyn in New York, die im
Frühjahr 2001 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Epidemiology and Toxicology veröffentlicht worden war. Die Studie legt
nahe, daß die Gesundheit von 42 Millionen Amerikanern, die innerhalb von 50
Meilen in der Abluftrichtung einer Atomanlage leben, durch die Reaktoren
beeinträchtigt ist, so der Autor der Studie.
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Stx364-365.2002.6.1 (1 Seite)
Zu den
Originalseiten im pdf-Format
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Säuglingssterblichkeit
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Niedrige Strahlung - hohes Risiko. Angesichts neuer
Forschungsergebnisse über die mutationsauslösende und krebserzeugende Wirkung
der ionisierenden Strahlung haben die nationalen und internationalen
Expertengremien wiederholt ihre Risikoabschätzungen nach oben korrigiert:
Strahlung ist gefährlicher als zuvor gedacht. Als einer der frühen Warner hat
auch Prof. Dr. Ernest Sternglass bis in die jüngste
Gegenwart hinein wiederholt seine Stimme erhoben. Seine epidemiologischen
Studien über die Kindersterblichkeit in den USA in den letzten Jahren der
Fallout-Belastung aus den oberirdischen Atomtestserien sind erwartungsgemäß
von vielen Seiten stark kritisiert worden. Denn die weltweit in den
Atomwaffenprogrammen eingebundenen Wissenschaftler sowie die für die
Programme verantwortlichen Politiker und Militärs haben immer "unter der
Sicherheit nicht so sehr die Zurückhaltung von Radioaktivität von der
Biosphäre, sondern eher die Unterbindung des Informationsflusses an die
Bürger verstanden" (W. Köhnlein). Dr.Jay M. Gould, früheres Mitglied des wissenschaftlichen
Beirats des US-Umweltamtes, und Benjamin A. Goldman, Autor des Gift- und
Sterblichkeitsatlas von Amerika, stützen sich in ihrem auch in deutscher
Sprache erschienenen Buch auf die Arbeiten von Sternglass.
Besprechung.
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Stx148-149.1993.3-5.3 (3 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Zurück zum Anfang
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Strahlenempfindlichkeit
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Atomstrahlung ist schädlicher für
die Frauen. Frauen leiden deutlich mehr unter den Auswirkungen
ionisierender Strahlung als Männer. Darauf macht der Nuclear
Information & Resource Service (NIRS)
aufmerksam. Bei gleichem Strahlenniveau bestehe für Frauen im Vergleich zu
Männern eine dramatische fünfzig Prozent höhere Inzidenz für Krebs und eine
fünfzig Prozent höhere Rate von Todes-fällen durch Krebs. Die Daten, die zu
diesem Ergebnis führen, stammen aus dem Bericht von 2006 der National Academy of Sciences
(BEIR VII) über die biologische Wirkung ionisierender Strahlung. Die höhere
Anfälligkeit der Frauen stand jedoch nicht im Mittelpunkt dieser
Veröffentlichung, und das Problem blieb unbeachtet.
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Stx596-597.2011.10-11.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenempfindlichkeit
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Fertilitätsstörungen beim Mann durch
ionisierende Strahlung und Mikrowellen. Dauerhafte Einschränkungen der
Zeugungsfähigkeit durch Expositionen mit ionisierender Strahlung zählen zu
den deterministischen Strahlenschäden, die eine hohe Organdosis erfordern.
Die internationalen Strahlenkomitees ICRP und UNSCEAR verharren in der
Vorstellung, dass die Mindestdosis im Falle einer
chronischen Belastung noch viel höher sein muss als
bei einer akuten, das heißt einmaligen
Kurzzeitbestrahlung. Spätestens seit Tschernobyl ist diese Schlussfolgerung überholt. Chronische Strahlenbelastungen
im mittleren und unteren Dosisbereich, wie sie beruflich bedingt vorkommen,
führen ebenfalls zu bleibenden Fertilitätsstörungen. Auch Mikrowellen können
nach neueren Erkenntnissen die Zeugungsfähigkeit herabsetzen. Von Inge
Schmitz-Feuerhake
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Stx594-595.2011.5-6.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenschutzforschung: Zur
Abschätzung der individuellen Strahlenempfindlichkeit. Das Erkennen von
Risikogruppen mit erhöhter individueller Strahlenempfindlichkeit hat das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zu
einem wichtigen Ziel des Strahlenschutzes erklärt. Es hatte dazu das Institut
für Strahlenbiologie im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH
in Neuherberg mit einer Studie zur „multiparametrischen Erfassung von
Strahlenwirkungen“ beauftragt, deren Ergebnisse im Juli 2006 veröffentlicht
worden sind.
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Stx470-471.2006.9-10.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenempfindlichkeit
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von
chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake,
Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die
gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit
niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei den
japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf drei
Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen, 2.
Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im Mutterleib.
Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß die
ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung nach
Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen.
Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee
of Radiation Risks ECRR
empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenempfindlichkeit
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IAEA/WHO-Konferenz: Lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung bestätigt. Bericht zur Konferenz über "Low Doses
of Ionising Radiation: Biological Effects and Regulatory Control" vom 17. bis
21. November 1997 in Sevilla, Spanien, von Heiko Ziggel.
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Stx262-263.1997.4,9.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Internationaler Workshop in Portsmouth/England: Über 50jährige sind
strahlenempfindlicher als vermutet. Im Reaktor Three
Mile Island nahe der Stadt Harrisburg (USA) kam es
1979 vermutlich doch zum "GAU". "Strahlenbelastung durch
nukleare Anlagen - Nachweis gesundheitlicher Auswirkungen" lautete der
Titel eines wissenschaftlichen Workshops, der vom 9. bis 12. Juli 1996 von
der Universität Portsmouth und der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
durchgeführt wurde. 80 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller
Welt diskutierten in Portsmouth neueste Ergebnisse.
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Stx230-231.1996.1,2.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Niedrigdosisstrahlung: Zunahme des strahlungsbedingten Krebsrisikos mit
dem Alter gefunden. Bei Erwachsenen über 40 Jahre steigt das Krebsrisiko
nach einer Belastung mit radioaktiver Strahlung dramatisch an: um das bis zu
20-fache. Dieses Forschungsergebnis wurde von Dr. Alice Stewart anläßlich
einer Tagung über Uranbergbau und Gesundheit vorgestellt. die am 6. November
1993 von der unabhängigen französischen Forschungsgruppe CRII-Rad in Limoges
in Frankreich veranstaltet wurde. Ein Bericht von Peter Diehl.
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Stx166-167.1993.4,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Die Enkel sind 100-fach strahlenempfindlicher als die Großeltern.
On seinem Buch "Radiation und Human Health"
versuchte John Gofman 1981 erstmals eine grobe
Abschätzung des altersabhängigen Strahlenrisikos. Nach seiner Analyse der
damals zugänglichen Literaturdaten ist das Risiko extrem hoch im Mutterleib
sowie bei Neugeborenen. Bei Säuglingen ist es drei- bis vierfach höher als
bei 20-jährigen, deren Risiko wiederum dreifach über dem der 40-jährigen und
mehr als 30-fach über dem der 60-jährigen liegt. Darauf wies Prof. Dr. Roland
Scholz, München, im Februar 1993 hin.
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Stx148-149.1993.2.1 (1 Seite)
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Strahlenempfindlichkeit
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Das Dogma "gleiche Dosis, gleiches Risiko" ist ins Wanken
geraten. Körperzellen sind unterschiedlich strahlenempfindlich; diese
Eigenschaft wird zu therapeutischen Zwecken bei der Tumorbestrahlung genutzt.
Patienten reagieren nach therapeutischer Röntgenbestrahlung verschieden
heftig mit Nebenwirkungen. Die Strahlenempfindlichkeit nimmt im Laufe des
Lebens ab. Krebs kann familiär gehäuft vorkommen. Für diese Phänomene könnte
es eine gemeinsame Erklärung geben: Die Reparatursysteme, mit denen die
Zellen ausgestattet sind, um Veränderungen (Mutationen) zu beseitigen, sind
unterschiedlich wirksam und leistungsfähig. Das erklärte der Arzt und
Biochemiker Dr. Roland Scholz, Professor am Institut für Physiologische
Chemie, Physikalische Biochemie und Zellbiologie der Universität München, am
2. November 1989 auf der Tagung "Niedrigdosisstrahlung und
Gesundheit" in Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Strahlentelex dokumentiert
seinen Vortrag "Strahlensensibilität und DNA-Reparatur - Zum Mechanismus
und Polymorphismus von Enzymsystemen zur Reparatur von DNA-Schäden".
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Stx74-75.1990.1,3-5.4 (4 Seiten)
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Strahlenempfindlichkeit
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Rosalie Bertell: "Die empfindlichsten
Menschen müssen beobachtet werden". Während am 12. und 13. Juli 1989
in Birmingham in England eine Konferenz zu Radioaktivität und
Krebs-Epidemiologie stattfand, besuchte die international renommierte
Wissenschaftlerin Dr. Rosalie Bertell auf Einladung
der Ärztevereinigung zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) Berlin. Die
Kongreßankündigung für Birmingham hatte des ausdrücklichen
Hinweis enthalten, daß Beiträge "zu politischen Themen", wie die
Festsetzung zulässiger Grenzwerte, unerwünscht seien. Frau Bertell betreibt seit Anfang der 70er Jahre Krebsforschung
und ist Leiterin des "International Institute of
Concern for Public Health" in Toronto/Kanada. 1986 wurde ihr, die dem
Orden der "Grauen Nonnen" angehört, der "Alternative
Nobelpreis" Right Livelihood
Award verliehen. In Berlin gab Frau Bertell ein
Interview, das Wieland Giebel mit ihr führte.
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Stx62-63.1989.2.1 (1 Seite)
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenschäden: Die Gefährdung ist abhängig vom Lebensalter.
Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Strahleneinwirkung ist die Höhe
des Risikos, in der weiteren Lebenszeit an Krebs zu erkranken. Ohne die Zahl
der Erkrankungen insgesamt zu berücksichtigen kam 1985 auch das Institut für
Strahlenschutz der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GfS) anhand der reinen Sterblichkeitsraten für Brust- und
Lungenkrebs zu dem Ergebnis einer deutlichen Altersabhängigkeit der
Gefährdung.
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Stx27.1988.5.1 (1 Seite)
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Strahlenempfindlichkeit
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Strahlenschäden: Radioaktivität gefährlicher als angenommen. Seit
1977 galt die Empfehlung Nr. 26 der Internationalen Strahlenschutzkommission
(ICRP) für die meisten nationalen und internationalen Strahlenschutzgremien
als Grundlage eigener Aussagen. Die ICRP behauptete stets, mit ihren
Richtwerten auf der sicheren Seite zu liegen. Seit von 1976 an erste
Rechnungen angestellt wurden, nach denen die Neutronen der im August 1945 von
den USA über der japanischen Industriestadt Hiroshima abgeworfenen Atombombe
weicher und stärker abgeschirmt waren als bis dahin angenommen, gibt es
Stimmen, die dafür plädieren, die Belastungsrichtwerte um einen Faktor 2 bis
8 und mehr zu senken. Abhängig vom Lebensalter zum Zeitpunkt der
Strahleneinwirkung ist zudem die Höhe des Risikos, in der weiteren Lebenszeit
an Krebs zu erkranken.
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Stx26.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Zurück zum Anfang
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Strahlenrisiko
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Atomstrahlung ist schädlicher für
die Frauen. Frauen leiden deutlich mehr unter den Auswirkungen
ionisierender Strahlung als Männer. Darauf macht der Nuclear
Information & Resource Service (NIRS)
aufmerksam. Bei gleichem Strahlenniveau bestehe für Frauen im Vergleich zu
Männern eine dramatische fünfzig Prozent höhere Inzidenz für Krebs und eine
fünfzig Prozent höhere Rate von Todes-fällen durch Krebs. Die Daten, die zu
diesem Ergebnis führen, stammen aus dem Bericht von 2006 der National Academy of Sciences
(BEIR VII) über die biologische Wirkung ionisierender Strahlung. Die höhere
Anfälligkeit der Frauen stand jedoch nicht im Mittelpunkt dieser
Veröffentlichung, und das Problem blieb unbeachtet.
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Stx596-597.2011.10-11.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Strahlenrisiko
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Strahlenschutz: Kalkulierter
Strahlentod. Die Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in Japan
und Europa sind viel zu hoch und nehmen tausende Strahlenkrebstote in Kauf.
Die Aufnahme von Radionukliden mit der Nahrung ist nach Reaktorkatstrophen
wie der von Tschernobyl vor 25 Jahren und jetzt der von Fukushima mittel- und
langfristig der wichtigste Belastungspfad. Eine drastische Absenkung der
Grenzwerte für radioaktiv verstrahlte Lebensmittel in Europa und Japan
fordern deshalb jetzt die Verbraucherorganisation foodwatch
und die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des
Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW). Nach den Berechnungsgrundlagen
der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) würde eine Ausschöpfung
der derzeit in Japan und in Europa für die Einfuhr japanischer Lebensmittel
geltenden Grenzwerte für Nahrungsmittel in Deutschland zu mehr als 150.000
Krebstoten jährlich führen, heißt es in einem am 20. September 2011 in Berlin
vorgestellten Report der beiden Organisationen. Und würde die gesamte
deutsche Bevölkerung sich von Lebensmitteln ernähren, die lediglich in Höhe
von 5 Prozent dieser Grenzwerte belastet sind, wäre immer noch mit mindestens
7.700 zusätzlichen Krebstoten jährlich zu rechnen. Nach anderen
Berechnungsgrundlagen als jenen der ICRP könnten es noch deutlich mehr sein
und hinzu käme ein breites Spektrum verschiedenster Erkrankungen und
genetischer Schädigungen. foodwatch und IPPNW
beziehen sich dabei auf ein Gutachten der Vorstandsmitglieder der deutschen
Gesellschaft für Strahlenschutz Thomas Dersee und Sebastian Pflugbeil, die
beide auch die Redaktion des Fachinformationsdienstes Strahlentelex bilden. Report
und Gutachten sind im Internet auf den Webseiten von foodwatch,
IPPNW und Strahlentelex in deutscher,
japanischer, englischer und französischer Sprache frei abrufbar.
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Stx594-595.2011.1-4.4 (4 Seiten)
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Strahlenrisiko
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An der Atomenergie festzuhalten ist
leichtfertige Realitätsverweigerung. Die amerikanische Organisation Physicians for Social Responsibility (PSR),
die sich auf den Schutz der öffentlichen Gesundheit verpflichtet hat, drängt
auf die Abschaltung aller zur Zeit in den USA betriebenen Kernkraftwerke und
fordert die Kongreßabgeordneten auf, die Subventionierung des Baus neuer
Kernkraftwerke durch staatliche Bürgschaften für Kredite und
Versicherungsprämien zu verweigern. Weshalb? Der emeritierte Professor für
Physik und Umweltwissenschaft an der Portland State University in Oregon
(USA) Rudi H. Nussbaum nennt die wissenschaftlichen
und die Vernunftgründe für einen so kompromißlosen Standpunkt. Von Rudi H. Nussbaum.
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Stx586-587.2011.4-5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Schon geringe Strahlendosen
gefährden das Herz. Bereits geringe Mengen von Strahlung können
kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen und mit der Dosis steigt auch das Risiko.
Zu diesem Ergebnis kommt eine im Oktober 2009 veröffentlichte Untersuchung
von Epidemiologen des Imperial
College London.
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Stx550-551.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Die Induktion gutartiger Tumore
durch ionisierende Strahlung – ein vernachlässigtes Kapitel von
Strahlenrisikobetrachtungen. Die Induktion gutartiger (benigner) Tumore
durch ionisierende Strahlung ist ein vernachlässigtes Thema von
Strahlenrisikobetrachtungen, da internationale Strahlenschutzgremien als
Kriterium zur Empfehlung von Grenzwerten und von Schutzmaßnahmen
ausschließlich die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen zu Grunde legen. In der Berufskrankheitenverordnung
stehen die gutartigen Tumore nicht auf der Liste anzuerkennender
Strahlenschäden, obwohl auch diese zu erheblichen Beeinträchtigungen der
Gesundheit bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können. Es ist daher
erforderlich, die Befunde im Niederdosisbereich und Erkenntnisse über Dosiswirkungsbeziehungen
in die Risikobetrachtungen einzubeziehen. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP), auf deren Empfehlungen die deutsche
Strahlenschutzverordnung im wesentlichen basiert, listet die benignen Tumore
unter den zu beachtenden Strahlenschäden bei niedriger Dosis nicht auf.
Weitere wissenschaftliche Einrichtungen, die international große Beachtung
finden und regelmäßig Beurteilungen von Strahlenrisiken veröffentlichen, sind
das UNSCEAR-Komitee (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic
Radiation) und dasjenige der U.S.-amerikanischen Academy
of Sciences BEIR
(Biological Effects of Ionizing Radiation). Letzte haben in ihren
früheren Reports auch die historischen Befunde über benigne Tumore in
verschiedenen Körpergeweben, die nach Strahlentherapie aufgetreten sind,
aufgeführt. Im Bericht des BEIR-Komitees von 2006 werden in einem Kapitel „Benign Neoplasms“ mehrere große
Studien ab 1992 zitiert, unter anderem die Ergebnisse über Tumore des
Zentralnervensystems (ZNS) bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf
Hiroshima und Nagasaki. In einer Zusammenfassung für die Öffentlichkeit heißt
es dazu (BEIR VII): „Radiation exposure has also been shown to increase
risks of some benign tumors,
but data are inadequate to quantify this risk.“ Die Einschätzung, dass
das Risiko nicht quantifiziert werden kann, entspricht allerdings in weiten
Teilen nicht dem Stand der Wissenschaft. Von Inge Schmitz-Feuerhake.
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Stx548-549.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: „Das
Ergebnis der KiKK-Studie verlangt eine kritische
Überprüfung der Annahmen und Modelle des Strahlenschutzes“. Eine ausführliche
Darstellung und Betrachtungen zur Bedeutung der Fall-Kontrollstudie des
Mainzer Kinderkrebsregisters zu Kinderkrebs in der Umgebung von
Kernkraftwerken in Deutschland (KiKK-Studie von
Ende 2007 hat jetzt Rudi H. Nussbaum, emeritierter
Professor der Physik an der Portland State University in Oregon (USA), in der
Juli/September-Ausgabe 2009 des International Journal of
Occupational and
Environmental Health veröffentlicht. Nussbaum stellt die Studie im Kontext anderer aktueller
wissenschaftlicher Arbeiten dar und befaßt sich ausführlich mit der
unverständlichen Schlußfolgerung der Autoren der KiKK-Studie
(Kaatsch, Spix,
Schmiedel, Schulze-Rath, Mergenthaler und Blettner),
daß Radioaktivität als Ursache für die vermehrten Krebserkrankungen von Kindern
in der Umgebung von Atomkraftwerken grundsätzlich auszuschließen sei. „Diese
nicht gerechtfertigte Schlußfolgerung illustriert die Dissonanz zwischen
Annahmen und Beweisen“, kommentiert Nussbaum und
rügt, daß der „gegenwärtige Kenntnisstand der Radiobiologie“ in seiner am
weitesten verbreiteten Version eine ganze Reihe radiobiologischer und dosimetrischer Faktoren nicht zur Kenntnis nimmt.
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Stx544-545.2009.2-3.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: SSK
in Erklärungsnot. Die Mitglieder der deutschen Strahlenschutzkommission
(SSK) geben sich ahnungslos, woher die vermehrten Leukämieerkrankungen bei
den Atomkraftwerken kommen mögen und sind auf der Suche nach dem
„molekulargenetischen Faktor“ bei Krümmel, Sellafield und Dounray. Bericht
von einem „Fachgespräch“ im Februar 2009 in Bonn. Von Dr. Sebastian
Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.
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Stx532-533.2009.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Medizinische und berufliche Strahlenbelastung: Herzerkrankungen durch niedrigdosierte Bestrahlungstherapien. Hochdosierte
therapeutische Bestrahlungsbehandlungen von meist 30 bis 40 Gray, wie sie bei
der Behandlung etwa von Brustkrebs oder Hodgkin-Lymphomen angewendet werden,
sind dafür bekannt, das Risiko für Herzerkrankungen zu erhöhen. Es gibt aber
auch Hinweise darauf, daß für Patienten, die mit kardialen Dosen von weniger
als 4 Gray bestrahlt wurden (etwa bei der Behandlung von Magen- und
Zwölffingerdarmgeschwüren), ebenfalls ein erhöhtes Risiko für
Herzerkrankungen besteht. Eine neue Studie mit 64.937 männlichen Beschäftigten
der Atomwirtschaft in Großbritannien, die im International Journal of Epidemiology veröffentlicht
wurde, fand nun ebenfalls einen statistisch signifikanten Zusammenhang
zwischen Strahlenbelastungen mit niedrigen Dosen und Herzerkrankungen. Für
dabei 42.426 aufgrund persönlicher Dosimetriedaten
als „Strahlenarbeiter“ identifizierte Personen geben die Autoren eine
Erhöhung des Risikos, an Herzerkrankungen zu sterben, von 65 Prozent pro
Sievert über das Arbeitsleben kumulierte Strahlenbelastung an. (McGeoghegan et al. 2008: p < 0,001, ERR = 0,65 (90%-CI
0,36-0,98) Sv-1).
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Stx524-525.2008.11.1 (1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Kinderkrebs um Atomkraftwerke: Strahlenrisiken
sind wissenschaftlich nachweisbar, von denen sich behördliche Kalkulationen
nichts träumen lassen. Evidenz – Kontroverse – Konsequenz: Umweltmedizin-Symposion
der Gesellschaft für Strahlenschutz vom 28. September 2008 in Berlin. Die
Kinderkrebsstudie des Kinderkrebsregisters in Mainz (KiKK-Studie)
alarmierte zum Jahreswechsel 2007/2008 mit dem Nachweis, daß das
Erkrankungsrisiko für Leukämie und andere Krebserkrankungen bei Kindern unter
5 Jahren zunimmt, je näher sie bei einem der deutschen Kernkraftwerke leben.
Gegenstand eines am 28. September 2008 von der Gesellschaft für
Strahlenschutz e.V. und mit Unterstützung des Instituts für Humangenetik der
Charité auf dem Campus des Virchow Klinikums in Berlin veranstalteten
umweltmedizinischen Symposions waren die Hintergründe der Studie und die
Kontroversen über die Bewertung der Ergebnisse. Der wissenschaftliche
Kontext, die von der Studie unbefriedigend behandelten Fragen und die
Schwierigkeiten, aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien angemessene
wissenschaftliche, politische, wirtschaftliche und humanitäre Konsequenzen zu
ziehen, wurden beleuchtet. Es ging konkret um die Frage, ob die bisher geübte
Praxis, ionisierende Strahlen als mögliche Krankheitsverursacher
grundsätzlich auszuschließen, weil die errechnete Strahlendosis und das
angenommene Strahlenrisiko zu gering seien, um die beobachtete Zunahme der
Krankheitsfälle zu erklären, angesichts der Faktenlage noch gerechtfertigt
werden kann. Tatsächlich erweist sich bei näherer Betrachtung nicht nur die
Strahlendosis als nach amtlicher Vorschrift generell falsch errechnet,
sondern auch das zum Ausschluß verwendete Strahlenrisiko: Sowohl das
Lebensalter bei der Bestrahlung, als auch die spezifische Art und Energie der
Bestrahlung, deren spezifische „relative biological
effectiveness“, bleiben bisher unberücksichtigt.
Diese Daten sind auch bisher weitgehend unbekannt oder unpubliziert
und würden das ganze heutige Gedankengebäude des amtlichen Strahlenschutzes
zum Einsturz bringen. Welche Erkenntnisse sich wann und wie durchsetzen, wird
schlicht von Lobbyinteressen bestimmt. Diese Erkenntnis konnten die
Teilnehmer eines Symposions Umweltmedizin am 28. September 2008 in Berlin
gewinnen, aber nicht nur das. Tagungsreader_Berlin_2008.
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Stx522-523.2008.1-7.7 (7 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenbiologie: Für Auger-Elektronen aussendende Radioisotope lassen sich keine
Werte für die dosisabhängige relative biologische Wirksamkeit (RBW-Werte)
angeben. Das Bild von sogenannten Auger-Elektronen
emittierenden Radioisotopen in der Strahlenbiologie beginnt sich zu wandeln
und in jedem Fall zu differenzieren. Wegen unerwarteter experimenteller
Ergebnisse ließen sich keine Werte für das Konzept der dosisbasierten
relativen biologischen Wirksamkeit (RBW-Werte) bestimmen. Derartige Angaben
müssen nun mit großem Vorbehalt betrachtet werden. Das erklären die Autoren
des im Mai 2008 in der Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
veröffentlichten Abschlußberichtes (BMU-2008-712) über „Untersuchungen der Auger-Emitter abhängigen biologischen Wirksamkeit zur
Ermittlung des Strahlungs-Wichtungsfaktors für Auger-Elektronen“ am Forschungszentrum Jülich. (F.A.H. Schneeweiss, A. Turtoi, E.
Pomplun, G. Sutmann, 2008)
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Stx514-515.2008.2-3.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Übersicht zu den Langzeitfolgen von
chronischer Niederdosisbestrahlung. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake,
Köln, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Die Internationale
Strahlenschutzkommission (ICRP) hat quantitative Angaben über die
gesundheitlichen Folgen gemacht, die bei Exposition einer Bevölkerung mit
niedrigen Strahlendosen zu erwarten sind. Sie wurden von den Befunden bei den
japanischen Atombombenüberlebenden abgeleitet und beziehen sich auf drei
Gruppen von Effekten: 1. genetische Erkrankungen bei den Nachkommen, 2.
Krebssterblichkeit, 3. Entwicklungsstörungen durch Exposition im Mutterleib.
Zahlreiche Beobachtungen in kontaminierten Regionen zeigen, daß die
ICRP-Risikofaktoren die Schäden durch chronische Niederdosisbestrahlung nach
Inkorporation radioaktiver Strahler um Größenordnungen unterschätzen.
Alternativ werden die Abschätzungen des European Committee
of Radiation Risks ECRR
empfohlen.
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Stx460-461.2006.1-5.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Epidemiologie: Kosmische Strahlung erhöht das Risiko für Grauen Star
bei Flugpiloten. Fliegen setzt Fluggäste und Flugpersonal ionisierender
Strahlung kosmischen Ursprungs und Sekundärstrahlung aus der Kollision
galaktischer Partikel mit Luftpartikeln und dem Material des Flugkörpers aus.
Strahleninduzierte Linsentrübungen (Grauer Star, Katarakt) sind zudem
allgemein bekannt. Zur Ermittlung des Erkrankungsrisikos von Flugpersonal
untersuchten Vilhjalmur Rafnsson
von der Abteilung für Präventivmedizin der Universität von Island in
Reykjavik und Kollegen im Rahmen einer Fall-Kontrollstudie 445 Personen mit
und ohne Linsenschädigungen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung
veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Archives of
Ophthalmology. Das Risiko an einem
strahleninduzierten Katarakt zu erkranken, war demzufolge für Piloten 3-fach
höher als für Nicht-Piloten.
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Stx448-449.2005.5.1 (1 Seite)
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Strahlenrisiko
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US-Strahlenkommission: "Es gibt keine sicheren
Strahlendosen". Bericht BEIR VII im Juni 2005 veröffentlicht. Eine
von der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Naturwissenschaften (U.S.
National Academy of Sciences, NAS) einberufene Kommission (BEIR) mit dem
Auftrag, die Gefahren niedrigenergetischer und niedrigdosierter ionisierender
Strahlung zu untersuchen, ist jetzt zu dem Schluß gelangt "daß es
unwahrscheinlich ist, daß eine Schwelle für die Erzeugung von Krebs
existiert". Die Kommission nimmt eine lineare Dosis/Wirkungs-Beziehung
an, bis hinunter in niedrige Dosisbereiche. Ferner gebe es reichlich
Daten über strahleninduzierte vererbliche Mutationen bei Mäusen und anderen
Organismen. Daher gebe es keinen Grund anzunehmen, daß Menschen von dieser
Art Schädigung ausgenommen sein könnten. Andere Gesundheitsschädigungen als
Krebs, wie Herzerkrankungen und Schlaganfälle, gingen zwar mit höheren
Strahlendosen nachweislich einher, um aber einen Zusammenhang auch bei
niedrigen und chronisch verabfolgten Strahlendosen herstellen zu können, sei
die Datenbasis nicht ausreichend. Dasselbe nimmt die Kommission auch für gutartige
Tumore an, weil es dafür nicht genügend Daten gebe, dieses Risiko zu
quantifizieren.
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Stx446-447.2005.1,2.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenschäden: Wie verlässlich sind die
Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter Radioaktivität.
Von Inge Schmitz-Feuerhake. Es werden unvollständige Annahmen über die zu
erwartenden Effekte bei niedriger Strahlendosis gemacht. Die japanischen
Atombombenüberlebenden sind keine geeignete Referenzbevölkerung zur
Beurteilung der Gesundheitsschäden durch Umweltradioaktivität. Das System zur
Sicherung der Einhaltung der Grenzwerte ist fehlerhaft. Angesichts der Fülle
der zu beobachtenden Effekte nach Tschernobyl wird klar, dass
sich die Dosis mit Hilfe der herkömmlichen und amtlich vorgeschriebenen
Methodik nicht bestimmen läßt. Außer in den direkten Anrainerländern Ukraine
und Weißrussland wurde nach dem Reaktorunfall von
Tschernobyl auch aus dem Nachbarland Türkei eine Zunahme von Fehlbildungen
bei Säuglingen gemeldet. Erstaunlich sind auch die Effekte in weit entfernten
europäischen Ländern. Das erklärte Frau Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake,
Köln, in ihrem Beitrag auf dem 2. Fachgespräch zur Situation im Atommüll-Endlager
Asse II in Wolfenbüttel am 23. April 2005. Strahlentelex dokumentiert hier
diesen Beitrag.
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Stx442-443.2005.1-6.6 (6 Seiten)
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Strahlenrisiko
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CERRIE Minderheitenbericht 2004: Heftige Auseinandersetzung in
Großbritannien um Strahlenwirkungen. Das britische Komitee zur Untersuchung
von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung (CERRIE) weist abweichende
Meinungen zurück. Vorwürfe von Voreingenommenheit und Unterdrückung
wissenschaftlicher Diskussion. Ein Minderheitenbericht des Komitees zur
Untersuchung von Strahlenrisiken aus interner Bestrahlung (CERRIE) ist am 8.
September 2004 im Britischen Unterhaus vorgestellt worden. Der frühere
Labour-Umweltminister und Parlamentsabgeordnete Michael Meacher
stellte den Bericht zusammen mit den Komiteemitgliedern
Dr. Chris Busby, Richard Bramhall
und Dr. Paul Dorfman, einem Mitglied des
Sekretariats dieses Ausschusses, vor. Der Minderheitenbericht enthält die
Meinungen, Belege und weiterführende Literatur, die von dem im Oktober 2004
veröffentlichten Hauptbericht ausgeschlossen worden sind. Die
CERRIE-Kommission war im Jahre 2001 vom damaligen Umweltminister Michael Meacher eingesetzt worden, nachdem die britische Low
Level Radiation Campaign (LLRC) dargelegt hatte,
daß die Modelle, die die Regierung zur Einschätzung des Strahlenrisikos
annimmt, fehlerhaft sind und zu einer wesentlichen Unterschätzung der Schäden
durch Radioaktivität in der Umwelt führen.
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Stx432-433.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Der Inhalt des UNSCEAR '94-Berichtes. Das Wissenschaftliche Komitee
zu den Auswirkungen von Atomstrahlung der Vereinten Nationen (United Nations Scientific Committee on
the Effects of Atomic Radiation - UNSCEAR)
legt in unregelmäßigen Abständen der UNO-Generalversammlung eine Bewertung
der Gesundheitsschäden infolge einer Strahlenbelastung vor. Der von dem
Physiker Heiko Ziggel, Universität Portsmouth,
England, dargestellte UNSCEAR-Bericht aus dem Jahre 1994 ist der bisher
zwölfte Bericht an die Generalversammlung und bildet zusammen mit dem Bericht
des Jahres 1993 die Zusammenstellung einer breit angelegten Untersuchung zu
Quellen und Auswirkungen ionisierender Strahlung. Neben dem UNSCEAR-Komitee
befassen sich auch das Komitee zu den Biologischen Auswirkungen Ionisierender
Strahlung (Committee on the
Biological Effects of Ionizing Radiation - BEIR) der Amerikanischen Akademie
der Wissenschaften sowie die Internationale Strahlenschutzkommission
(International Commission on Radiological Protection - ICRP) in ihren Empfehlungen mit der
Bewertung und Bestimmung des Strahlenrisikos. Gemeinhin finden die Berichte
dieser Komitees bzw. die Empfehlungen der ICRP internationale Beachtung,
obwohl neue Erkenntnisse meist nur zögerlich oder abgeschwächt in diese
Berichte Eingang finden.
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Stx224-225.1996.6,12-15.5 (5 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Britische Strahlenschutzkommission bewertet das Krebsrisiko nach
Bestrahlung. In ihrem Bericht von 1995 (Risk of Radiation-induced Cancer at Low Doses and Low Dose Rates for Radiation Protection Purposes) erstellte die Britische Strahlenschutzkommission
(NRPB) eine Übersicht von Arbeiten zum Thema Risikobewertung der
Krebsentstehung durch ionisierende Niedrigdosisstrahlung. Es existiere keine
Schwelle und somit ein linearer Dosiswirkungseffekt, heißt es darin
zusammenfassend.
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Stx218-219.1996.12.1 (1 Seite)
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Strahlenrisiko
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Gesundheitsschäden durch Atomkraftwerke: Netzwerk gegründet. Nach
englischem Vorbild wurde im Frühjahr 1995 ein Netzwerk von Initiativen und
Einzelpersonen gegründet, die es sich zur Aufgabe machen, eine Erfassung und
Auswertung von Gesundheitsschäden in der direkten Umgebung von Atomanlagen
durchzuführen. Auf zwei Folgetreffen wurden die Schwerpunkte und
Problemfelder der zukünftigen Arbeit skizziert. In dem Bericht werden die
Hintergründe und Perspektiven des Netzwerkes dargestellt. Kontakt: Heiko Ziggel, Wittekindstraße 7,
28239 Bremen.
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Stx210-211.1995.9,10.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Krebs und Niedrigdosisstrahlung: Eine unabhängige Analyse. Ein
Bericht von Prof. Dr. Rudi H. Nussbaum,
Portland/USA und Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein Köhnlein, Münster, über John W. Gofmans
1990 veröffentlichtes Buch "Radiation-Induced Cancer from Low-Dose Exposure: an Independent Analysis" (ISBN
0-932682-89-8).
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Stx112-113.1991.4,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Neue Zahlen der Lebenszeitstudie von Hiroshima und Nagasaki: Häufiger,
nicht unbedingt früher tritt Krebs bei Strahlung auf.
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Stx92-93.1990.5,7.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Unterschiede im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium. Künstliches radioaktives
Cäsium und natürliches Kalium-40 im Vergleich. Eine zusätzliche
Strahlenbelastung durch künstliche Radioaktivität sei unbedenklich, solange
sie sich im Schwankungsbereich der natürlichen Strahlung befinde. So wird
fälschlich zum Teil immer noch argumentiert, um Dosisgrenzwerte zu begründen.
Stewart und Kneale hatten 1987 für England gezeigt,
daß zwischen der Höhe der erdgebundenen Strahlung und der örtlichen
Krebshäufigkeit ein Zusammenhang besteht. Nach ihren Schlußfolgerungen rührt
die Mehrzahl der Krebs- und Leukämiefälle bei Kindern unter 16 Jahren von der
natürlichen Strahlenbelastung während der Schwangerschaft her. Bei der
natürlichen Strahlung wird zwischen kosmischer, erdgebundener
(terrestrischer) und körperinnerer Strahlung unterschieden. Dabei wird der
vorwiegend durch das radioaktive Kalium-40 verursachte Einfluß der
körperinneren Strahlung mit Hilfe der Statistik kaum nachweisbar sein, denn
Unterschiede in der Belastung verschiedener Menschen sind dabei praktisch
nicht vorhanden. Aus strahlenbiologischer Sicht werden aber gerade die
Teilchenstrahlungen der in den Körper aufgenommenen Radionuklide für
Schadwirkungen verantwortlich gemacht. Jacqueline Burkhardt und Erich Wirth
zeigten in einer im Herbst 1986 veröffentlichten Studie außerdem Unterschiede
im Stoffwechsel von Cäsium und Kalium bei Säugetieren auf.
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Stx39.1988.2,5.2 (2 Seiten)
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Strahlenrisiko
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Strahlenschäden: Das Problem der Risikofaktoren ist ungelöst.Zum Verhalten von radioaktiven
Stoffen in der Nahrungskette und im menschlichen Körper und zu den
gesundheitlichen Risiken einer Dauerbelastung mit Radioaktivität in niedriger
Dosierung bestehen gravierende Wissensdefizite. Die Risikoabschätzung
internationaler und nationaler Kommissionen, die "zum Schutze der Bevölkerung
vor den Gefahren der ionisierenden Strahlung" von gesetzgebender und
vollziehender staatlicher Gewalt als Bewertungsgrundlage herangezogen werden,
beruhen nicht auf Erfahrungen mit kerntechnischen
Anlagen. Es sind die Beobachtungen der Folgen der Atombombenexplosionen über
Hiroshima und Nagasaki und Langzeitstudien nach therapeutischer
Strahlenanwendung in der Medizin. Hierbei handelte es sich vorwiegend um die einmalige
Einwirkung hoher Strahlendosen von energiereicher Wellenstrahlung
durch eine Strahlenquelle außerhalb des Körpers. Bei der
Strahlenbelastung der Bevölkerung durch kerntechnische Anlagen handelt es
sich dagegen um eine dauernde Einwirkung niedriger
Strahlendosen von vorwiegend Teilchenstrahlung durch in den Körper
aufgenommene (inkorporierte) Radioaktivität. Für deren Spätfolgen gibt
es keine umfangreichen Erfahrungswerte, betonte in diesem Beitrag im Sommer
1988 der Münchner Arzt und Biochemiker Professor Dr.med. Roland Scholz.
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Stx34.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Waldschäden,
Pflanzenschäden
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Waldschäden
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Pflanzen reagieren auf
Radioaktivität. Pflanzen reagieren auf vermehrte Radioaktivität in ihrer
Umgebung. Sojapflanzen, die im Umkreis des Atomkraftwerks Tschernobyl
wachsen, produzieren Eiweiße in anderen Mengen und in anderer
Zusammensetzung, sind zudem kleiner und nehmen langsamer Wasser auf als
radioaktiv unbelastete Pflanzen. Obwohl der Boden in der Nähe von Tschernobyl
167 mal mehr mit Radiocäsium belastet sei, nähmen die Samen der dort
angepflanzten Sojabohnen dadurch weniger Radioaktivität auf als die in 100
Kilometer Entfernung angebauten. (M. Danchenko et
al. 2009)
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Stx540-541.2009.6.1 (1 Seite)
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Waldschäden
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Luftchemische Wirkungshypothese: Streit um Waldschäden durch
Radioaktivität. Der 1988 bekannt gewordene schweizerische
Waldschadensbericht der "Eidgenössischen Anstalt für das forstliche
Versuchswesen" bei Zürich schließt einen Zusammenhang zwischen
Waldschäden und radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken auch offiziellerseits nicht mehr aus. Anders in der
Bundesrepublik Deutschland. 1985 hatten Reichelt und Kollert ihr Buch
"Waldschäden durch Radioaktivität?" vorgelegt, das große Beachtung
in der Öffentlichkeit fand. Der darin von dem Diplom-Physiker Roland Kollert
aus Bremen formulierte Zusammenhang zwischen
radioaktiven Ableitungen aus Kernkraftwerken und einer örtlichen Verstärkung
von Waldschäden wurde von bundesrepublikanischen staatlichen
Forschungsinstitutionen sogleich heftig abgelehnt. In der Öffentlichkeit wird
jetzt behauptet, die Hypothese über luftchemische Effekte von Radioaktivität
seien widerlegt. Dies trifft jedoch nicht zu, erklärt die Bremer Expertin für
die Wirkung von Niedrigdosisstrahlung Professor Dr. Inge Schmitz-Feuerhake.
In einem umfangreichen, an dser Universität Bremen
veröffentlichten Bericht "Luftchemie und Radioaktivität" zeigt
Kollert, daß die vorgebrachte Kritik seine Hypothese nicht trifft und zum
Teil sogar stützt.
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Stx43.1988.1,2,5.3 (3 Seiten)
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