ISSN 0931-4288

Kommentiertes Register des Sachgebietes Neutronenstrahlung

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medizinischer Strahleneinsatz

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Strahlentherapie

Die Krebsbehandlung mit Neutronen ist fragwürdig. "Andere Strahlenarten wirken effektiver und schonender" – Broschüre zum Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. In einer 24 Seiten starken Broschüre hat die Diplom-Physikerin Karin Wurzbacher vom Umweltinstitut München verschiedene Arten der Strahlentherapie miteinander verglichen. Daraus geht hervor, daß eine Krebsbehandlung mit Neutronenstrahlen die schlechteste, weil von vielen unerwünschten toxischen Nebenwirkungen begleitete Variante ist. Die künftigen Betreiber des neuen Atomforschungsreaktors FRM II der Technischen Universität München hatten die Krebstherapie mit Neutronen stets als wichtiges Argument benutzt, um für das international umstrittene Projekt zu werben. Karin Wurzbacher zeigt auf, daß dieses Argument nicht stichhaltig ist und offenbar gegen besseres Wissen gebraucht wurde. Damit nicht genug: Den Reaktorkritikern wurde sogar unterstellt, daß sie mit ihrer angeblichen Verzögerungshaltung "vielen schwer Krebskranken die Chancen auf eine Therapie und damit auf eine Gesundung genommen haben". Mit der verständlich formulierten Broschüre, für die Prof. Dr. med. Dr. h. c. Edmund Lengfelder vom Strahlenbiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Vorwort geschrieben hat und die beim Umweltinstitut München kostenlos angefordert werden kann, wird dies widerlegt: http://www.umweltinstitut.org

Stx406-407.2003.7,8.2 (2 Seiten)

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kosmische Strahlung

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kosmische Strahlung

Die biologische Wirkung von Neutronen liegt 100fach über der einer Kobalt-60-Gammastrahlung. Die berufliche Strahlenbelastung der Flugbegleiterinnen und Piloten wurde schon vor Jahren zum Zankapfel innerhalb der Wissenschaft und Politik. Gestritten wird über die biologische Wirksamkeit der kosmischen Strahlung, im besonderen der Wirkung des Neutronenanteils. In der Juniausgabe der Zeitschrift "International Journal of Radiation Biologie" veröffentlichte Anna Heimers, Universität Bremen, ihre vorläufigen Untersuchungsergebnisse zur relativen biologischen Wirksamkeit (RBW) kosmischer Strahlung, die am schweizerischen CERN simuliert wurden.

Stx.302-303.1999.2,3.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

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Atommüll-Lager

Endlagerung radioaktiver Abfälle: Wichtige Effekte von Neutronenstrahlung sind bisher unberücksichtigt. Im Salz von Atommüll-Endlagern und im Glas von Atommüll-Kokillen werden durch radioaktive Strahlung Materialveränderungen und Materialzerstörungen auftreten, deren Auswirkungen bisher kaum diskutiert wurden. Dabei spielt auch die Neutronenstrahlung eine bisher nicht berücksichtigte Rolle. Darauf wies der Göttinger Professor Dr. Rolf Bertram Ende Februar 1998 in einem Vortrag auf Einladung des Niedersächsischen Instituts für homöopathische Medizin e.V. in Celle hin.

Stx272-273.1998.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Transporte

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Atommüll-Transporte

Strahlenschutz: Neutronen als Strahlenschutzproblem bei Atommülltransporten. Der Transport verglaster hochradioaktiver Abfälle im November 2008 von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennelemente La Hague in das Zwischenlager nach Gorleben erfolgte in französischen Transportbehältern. Etwa 80 Prozent der nach offizieller Dosisbestimmung von ihnen ausgehenden Exposition wird durch Neutronen erzeugt. Würde man die biologische Wirkung von Neutronen deutlich höher einschätzen, als dieses in der Strahlenschutzverordnung angenommen wird, käme es zu einer Grenzwertüberschreitung. Über die Wirkung von dicht ionisierender Strahlung, zu der Neutronen gerechnet werden, gibt es seit langem Debatten in der Wissenschaft. Die Argumente von Kritikern des offiziellen Strahlenschutzes, die in der Vergangenheit eine erhebliche Unterschätzung der Neutronenwirkung geltend gemacht haben, werden durch neuere Befunde an Flugpersonal und anderen menschlichen Kollektiven, die dicht ionisierender Strahlung ausgesetzt waren, gestützt. Von Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für Strahlenschutz e.V.

Stx532-533.2009.6-11.6 (6 Seiten)

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Atommüll-Transporte

Castor-Transporte: Die biologische Wirkung von Neutronenstrahlung wird weiterhin unterschätzt. Fallbeispiel einer versuchten Unterdrückung "unbequemer" wissenschaftlicher Ergebnisse. Seit etwa 1995 findet verstärkt Beachtung, daß die biologisch schädigende Wirkung von Neutronenstrahlung unterschätzt wird. Der Marburger Nuklearmediziner Prof. Dr. Horst Kuni hatte 1995 eine Studie veröffentlicht, in der er zeigte, daß beim Anlegen internationaler Maßstäbe und neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse die strahlenbiologische Wirkung von Neutronen etwa 30mal höher anzusetzen sei, als in der deutschen Strahlenschutzverordnung angenommen. Der Physiker Dr. Helmut Hirsch beschreibt an dem Beispiel CASTOR-Transport, wie in Deutschland mit derart "unbequemen" wissenschaftlichen Ergebnissen umgegangen wird. Auf Grundlage selbst durchgeführter Messungen am CASTOR belegt er eindrucksvoll, welchen Strahlenbelastungen das betroffene Begleitpersonal und die Bevölkerung ausgesetzt sein kann.

Stx254-255.1997.4,9,10.3 (3 Seiten)

Atommüll-Transporte

CASTOR-Transporte: Erregung um Neutronenstrahlung. Aufregung hat der Beitrag von Prof. Dr. Rolf Bertram, Göttingen, über die "Zerstörerische Wirkung von Neutronen" in der Ausgabe des Strahlentelex vom April 1997 erzeugt (Nr.246-247/1997). "Halten Sie Ihre Leser für so dumm, daß Sie einen derart unsinnigen, wenn auch wortreichen und -gewandten Artikel drucken?" fragt der an der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) in Berlin tätige Diplomphysiker Helmut Kowalewsky, nach eigenem bekunden "als Beamter, der allerdings in Strahlenschutzfragen nur noch nebenbei tätig ist" seinem "Wissen und Gewissen verpflichtet".

Stx250-251.1997.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Transporte

Castor-Transporte: Zerstörerische Wirkung von Neutronen. Die mit Transport und Lagerung verbundenen Risiken durch Neutronen im Castor-Strahlungsfeld werden gegenwärtig sehr kontrovers diskutiert. Dieser Problembereich hat besondere Aktualität durch Untersuchungen des Marburger Nuklearmediziners Professor Dr. Horst Kuni gewonnen, wonach die Gefährdung von Begleitpersonen (Polizeischutz) durch Neutronenstrahlung weit höher ist, als bisher angenommen. Obwohl die Bedenken nicht ausgeräumt wurden, halten die zuständigen Ministerien und Behörden weitere Castor-Transporte nach Gorleben für unbedenklich. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es für eine solche "Entwarnung" keinen Anlaß. Ganz im Gegenteil: Die besondere Schadwirkung von Neutronenstrahlen, kernchemische Umwandlungen (Transmutationen) im Gewebe hervorzurufen, blieb bisher in der Neutronendosimetrie weitgehend unberücksichtigt. Auch bei nur kurzzeitiger Neutronenbestrahlung werden im Körperinneren bleibende Quellen radioaktiver Strahlung implantiert. Struktur und Funktion der betroffenen Gewebebereiche werden dauerhaft und nachhaltig verändert. Diese Effekte, auf die der emeritierte Göttinger Hochschullehrer Professor Dr. Rolf Bertram in seinem Beitrag für das Strahlentelex aufmerksam macht, sind neben den mit Castor-Transporten befaßten Personen auch für Piloten und Stewardessen im Zusammenhang mit der Wirkung der kosmischen Strahlung von besonderer Bedeutung.

Stx246-247.1997.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Transporte

Niedersächsische Polizisten dürfen wieder Castor-Transporte begleiten. Der niedersächsische Innenminister Gerhard Glogowski (SPD) sieht für Polizeibeamte, die Transporte mit hochradioaktiven Abfällen in sogenannten Castor-Behältern begleiten, keine gesundheitliche Gefährdung mehr. Ab sofort dürfen seine Polizisten deshalb Transporte abgebrannter Brennelemente nach Gorleben wieder begleiten. Ein Jahr zuvor hatte er erklärt, solange Prof. Horst Kunis Behauptungen nicht widerlegt seien, daß die Wirkung von Neutronenstrahlung bisher unterbewertet sei, könne er seine Beamten nicht zu solchen Einsätzen schicken.

Stx218-219.1996.1.1 (1 Seite)

Atommüll-Transporte

Die Wirkung von Neutronenstrahlung wird gewaltig unterschätzt. Die aus den sogenannten "Castor"-Atommüllbehältern dringende Neutronenstrahlung wird in ihrer gesundheitlichen Wirkung völlig unterschätzt. Nach dem Anlegen internationaler Maßstäbe und neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse kommt der Marburger Nuklearmediziner Professor Dr. Horst Kuni im Gegensatz zum Bundesamt für Strahlenschutz in einem Gutachten für die niedersächsische Landesregierung auf eine insgesamt etwa 30 mal höhere strahlenbiologische Wirksamkeit und eine entsprechend höhere Gefährdung vor allem des begleitenden Transportpersonals. Das niedersächsische Innenministerium reagierte prompt: Es werde solange keine Einsätze niedersächsischer Polizeieinheiten bei Castor-Transporten geben, bis nicht unzweifelhaft feststehe, daß für die eingesetzten Beamten keine gesundheitliche Gefährdung bestehe.

Stx208-209.1995.1-3.3 (3 Seiten)

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