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Kommentiertes Register des Sachgebietes Atommüll und Ableitungen aus kerntechnischen Anlagen

Atommüll-Lager

Entsorgungsstrategie

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Asse, AVR Jülich, Gorleben, Greifswald, Lingen, Morsleben, ...

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Atommüll-Lager

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Atommüll-Lager

In Gorleben wird gebaut. Der Skandal um Gorleben wird amtlich. Bisher galt die Sprachregelung, dass der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Atommüllendlager „erkundet“ wird. Für die Gorlebengegner war das ein Etikettenschwindel. „1,6 Milliarden Euro sind in den Ausbau Gorlebens geflossen, eine Erkundung hingegen würde nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit rund 400 Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Daran erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in einer ihrer letzten Mitteilungen im alten Jahr 2011.

Srtx600-601.2012.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

„Vier potentielle Endlager bis 2013“. Vier „potentielle Endlager“ soll es bis 2013 geben und im nächsten Jahr auch ein „Endlagersuchgesetz“, sagt Umweltminister Norbert Röttgen. Aber der Salzstock in Gorleben wird unvermindert weiter ausgebaut. Das nährt Zweifel an einer offenen Endlagersuche.

Stx598-599.2011.10-11.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Gorleben: Greenpeace deckt falsche Berechnungen bei Strahlen-messungen auf. Der Grenzwert am Zwischenlager kann in diesem Jahr überschritten werden. Das Niedersächsische Umweltministerium (NMU) hat nach Ansicht von Greenpeace erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlenmessungen am Atommüll-Zwischenlager Gorleben gemacht. Mit einer aktuellen Analyse weist die unabhängige Umweltschutzorganisation nach, daß der genehmigte Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert am Zwischenlager bis zum Jahresende überschritten werden kann. Die Strahlenmessungen bilden die Grundlage für die Entscheidung des Ministeriums über den diesjährigen Castortransport. Die Greenpeace-Berechnungen ergeben eine mögliche diesjährige Strahlendosis von 0,305 Millisievert. Das NMU hatte dagegen einen Strahlenwert von 0,233 Millisievert errechnet.

Stx596-597.2011.9-10.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Endlager: Gorleben war der Joker zur Überraschung des Bundes. Gorleben wurde vor rund 35 Jahren als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) benannt. Noch heute wird heftig darum gestritten, wie es zu dieser Benennung kam. Gorleben-Befürworter haben sich mittlerweile eine Geschichte zu-rechtgelegt und auch die Gorleben-Kritiker haben ebenfalls ihre Vermutung, wie es abgelaufen ist. Die Zeugenbefragungen im Gorleben-Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages bieten Gelegenheiten, sich darüber zu streiten.

Stx596-597.2011.5-9.5 (5 Seiten)

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Atommüll-Lager

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erstattet Strafanzeige gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). „Das Maß ist voll, der Castortransport muß abgesagt werden“ – die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert auf die erhöhten Strahlenwerte im Castor-Lager in Gorleben mit einer Strafanzeige gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). Der Betreiberfirma wird vorgeworfen, daß sie ionisierende Strahlen oberhalb genehmigter Grenzwerte freisetzt. Die Anzeige wurde am 16. September 2011 bei der Staatsanwalt Lüneburg eingereicht.

Stx594-595.2011.14-15.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Epidemiologie: Verlorene Kinder um Gorleben. Eine Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes bestätigt Veränderungen des Geschlechterverhältnisses bei Gorleben seit dem Beginn der Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager. Bericht von Sebastian Pflugbeil.

Stx592-593.2011.14.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Erhöhte Strahlung in Gorleben. BI Umweltschutz: „Castor-Transport muss abgesagt werden“. 102 Castor-Behälter verlieren sich noch im Brennelement-Zwischenlager Gorleben, 420 Stellplätze gibt es insgesamt, 11 Behälter sollen im Herbst aus La Hague dazu kommen – doch schon jetzt gibt es Strahlenalarm: Radioaktivitäts-Messungen im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums hätten ergeben, dass die Strahlenbelastung am Zaun des Zwischenlagers oberhalb der zulässigen Jahresgrenzwerte liegen könnte. Das berichtete das NDR Regionalmagazins „Hallo Niedersachsen“ am Abend des 25. August 2011. Dem NDR liegt demnach ein Vermerk des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasser-wirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor, in dem es heißt, es sei nicht auszuschließen, dass die Jahres-dosis bis Ende 2011 über-schritten sein könnte. „Eine Einlagerung weiterer Behälter wäre dann nicht zulässig.“

Stx592-593.2011.13.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Das multiplikative Zusammenwirken von radioaktiven und nichtradioaktiven Schadstoffen in der Schachtanlage Asse wird bei Risikobetrachtungen nicht beachtet. In der Schachtanlage Asse sind mit dem Atommüll große Mengen unterschiedlicher Stoffe wie anorganische, organische zum Teil toxische und grundwassergefährdende Chemikalien eingelagert. Viele davon sind anerkannte Schadstoffe, wie z.B. einige Schwermetalle. Neben 13.000 Tonnen Eisen-Metall sind in den Inventarlisten über 1.000 Tonnen Nichteisenmetalle darunter circa 700 Kilogramm Arsen und arsenhaltige Verbindungen (überwiegend aus eingelagerten Pflanzenschutzmitteln), 12.000 Kilogramm Blei, circa 25.000 Kilogramm Chrom, 230.000 Kilogramm Zink, 55 Kilogramm Cadmium, 22.000 Kilogramm Nickel etc. aufgeführt. Daneben erhebliche Mengen an zum Teil giftigen Chemikalien organischer Art, wie zum Beispiel Tributylphosphat, BTEX-Aromaten, Dichlormethan und 1,1,1-Trichlorethan, Phthalsäureester und Komplexbildner wie Diammonium Hydrogen Citrat (NH4)2HC6H5O7 und viele andere Verbindungen. Gelangen diese Stoffe über Luft und Wasser in die Biokreisläufe, so ist mit Gesundheitsbeeinträchtigungen zu rechnen, die denen durch radioaktive Schadstoffe verursachten gleichkommen. Eine Fokussierung allein auf das radioaktive Abfallinventar wird daher der Sachlage nicht gerecht. Über Art und Menge der in den Mischabfällen enthaltenen Materialien herrscht große Unsicherheit. Seit der Einlagerung ist dieses Stoffgemenge permanent radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Bericht von Rolf Bertram.

Stx580-581.2011.13-15.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Das Lager Lubmin wird nicht nur für den ursprünglich angegebenen Zweck genutzt. Die Bundesregierung gab Auskunft über die Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Lubmin. Im Atommüllager Asse tritt vermehrt radioaktive Salzlösung aus.

Stx578-579.2011.2-3.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Sicherheitsanforderungen werden verändert anstatt erfüllt. Der Umgang mit Atommüll ist nicht nur in Deutschland eine Geschichte voller Unkenntnis, Leichtfertigkeit und krimineller Energie. Zu den Hinterlassenschaften der amerikanischen Kernwaffenproduktion gehört das Atommülllager Hanford bei Richland im US-Bundesstaat Washington. In 177 unterirdischen Tanks mit einem Fassungsvermögen zwischen knapp 210 und 3.785 Kubikmetern lagern 53 Millionen US-Gallonen radioaktiver Müll. Das sind mehr als 200.000 Kubikmeter eines reaktiven klebrigen Gebräus aus hochradioaktiven Abfällen der Plutoniumproduktion und anderen Chemikalien. Sie wurden von 1947 an bis zur Stillegung des letzten Hanfordreaktors im Jahr 1987 eingelagert, reagieren ständig und verändern sich. Knapp 4 Millionen Liter Flüssigmüll sollen bereits aus lecken Tanks ausgesickert sein und dem Columbia-River zustreben.

Stx578-579.2011.1-2.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Neue Anforderungen für Atomendlager. In einer nicht öffentlichen Kungelrunde wurden die Sicherheitskriterien für ein Endlager genau auf das umstrittene geplante Endlager in Gorleben zugeschnitten. Am 30. September 2010 hatte das Bundesumweltministerium mit den Ländern über die „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ beraten. Im Juli 2009 hatte der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) diese Anforderungen veröffentlicht, kurz vor dem Regierungswechsel und ohne Beteiligung der Länder. Kriterium für die Langzeitsicherheit soll nun weiterhin ein Zeitraum von einer Million Jahre sein und die Behälter müßten über einen Zeitraum von 500 Jahren zurückgeholt werden können, heißt es. Der bisher erarbeitete Stand werde „im Dialog mit den Ländern weiterentwickelt“. Das 22 Seiten umfassende Papier kann von der Homepage des Bundesumweltministeriums heruntergeladen werden: www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/17_legislaturperiode/doc/46521.php . Und der Bundestag hat Enteignungsmöglichkeiten zum Endlagerbau beschlossen.

Stx574-575.2010.8-9.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll im Salzbergwerk: Streit um Risiken und Nebenwirkungen bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II. Bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung als „Schutzfluid“ – im Notfall oder als geplante Stilllegungsoption – bestehe kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse. Davor warnte der emeritierte Professor am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Technischen Universität Braunschweig Dr. Rolf Bertram in der Ausgabe des Strahlentelex vom 4. März 2010. Das ursprünglich als Vorbild für ein Atomendlager im Salzstock von Gorleben dienende „Versuchsbergwerk“ Asse II bei Wolfenbüttel wurde als illegale Atommülldeponie betrieben und ist nun akut vom Einsturz bedroht. Zur Orientierung bei der Vorbereitung von Maßnahmen zur Havarie-Abwehr dient gegenwärtig eine im Jahre 2005 vom Institut für Sicherheitstechnologie (ISTec) GmbH, einem Tochterunternehmen der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH, erstellte Studie „Realistische und maximale Gasbildung in der Schachtanlage Asse“ (ISTec-A-979, Köln Juli 2005). Rolf Bertram kritisierte grundsätzliche Defizite diese Studie. Gegen diese Kritik wenden sich jetzt die Autoren der ISTec-Studie, der Chemiker Dr. Guido Bracke und der Diplom-Physiker Wolfgang Müller, Leiter der Stabsstelle Forschung & Entwicklung des ISTec. Sie werfen Bertram vor, sich auf „exotische Reaktionen“ zu berufen. Dem widerspricht Rolf Bertram, es handele sich im Gegenteil um mit Sicherheit ablaufende Reaktionen und er verweist auf die inzwischen offenbar gewordene Einlagerung einer Vielzahl hochaktiver Gebinde, die die Gasbildung maßgeblich beeinflussen. Strahlentelex dokumentiert diese Auseinandersetzung. Der Ausgangsartikel von Rolf Bertram („Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid; Strahlentelex 556-557 vom 04.03.2010, S.10-14) kann unter www.strahlentelex.de/Stx_10_556_S10-14.pdf abgerufen werden.

Stx572-573.2010.7-12.6 (6 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern: Große Mengen Atommüll vorgeblich „freigemessen“ und wie gewöhnlicher Müll auf Deponie abgelagert. Sogenannte Freimessungen von Atommüll sind ein Bluff. Der Eigentümer des Atomkraftwerks Lubmin führt sie selbständig durch. Die tatsächlich in den Abfällen aus dem Abriß des Atommeilers enthaltenen Radionuklide und deren Aktivität werden nicht ermittelt. Seit 1996 sind bis Mitte 2010 auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg, östlich von Lübeck, bisher rund 14.530 Tonnen sogenannte freigemessene radioaktive Abfälle aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald abgelagert worden. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern vom 14. September 2010 auf eine Anfrage aus dem Beirat für Umweltfragen der Deponie Ihlenberg hervor. Demnach waren es allein im Jahr 2001 sogar 7.154,5 Tonnen Atomabfälle, nachdem es in den Jahren zuvor noch insgesamt 4.351,3 Tonnen waren. Im Jahr 2001 war mit der Neufassung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bundeseinheitlich eine sogenannte Freigaberegelung eingeführt worden, die unterhalb bestimmter Konzentrationsschwellen der spezifischen Aktivität (angegeben in Becquerel pro Gramm) und ohne Begrenzung der Mengen die Ablagerung wie gewöhnlicher Müll auf Deponien und auch ein Recycling von Atommüll erlaubt. Das heißt, zuvor im Atomkraftwerk eingesetzte Materialien, zum Beispiel Metalle und Baustoffe, können im Eßbesteck, in Zahnspangen, im Straßen- und Hausbau landen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 5.543 Tonnen radioaktive Reststoffe der Energiewerke Nord freigegeben und dem Stoffkreislauf zugeführt sowie 1.747,1 Tonnen weitere radioaktive Abfälle auf der Deponie Ihlenberg abgelagert. Welche Radionuklide die Abfälle tatsächlich enthalten und wie hoch deren Aktivität ist, wird allerdings nicht ermittelt. „Im Freigabeverfahren werden keine Angaben für die tatsächlich in den einzelnen Gebinden gemessene nuklidspezifische Aktivität aufgezeichnet“, heißt es in der Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums.

Stx570-571.2010.9-10 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll in Thüringen: Unsanierte Standorte des Uranbergbaus stellen die Sicherheit der Endlager der Uranerzaufbereitung infrage. Die Langzeitsicherheit unsanierter Standorte des Uranbergbaus im Zusammenhang mit den Endlagerstätten der Uranerzaufbereitung in Ostthüringen. Von Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg. Wie sicher sind die unsanierten Standorte des Uranbergbaus in Ostthüringen? Und was haben unsanierte Bergbauflächen mit radioaktiven Endlagern zu tun? Für diese findet schließlich seit zwei Jahrzehnten eine aufwendige und kostenintensive Verwahrung statt. Das sind berechtigte Fragen aus Sicht von Anwohnern, die den Abschluss der Arbeiten zur Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen vor Augen haben. Fragen, die sich nach Kenntnis des Kirchlichen Umweltkreises Ronneburg Behörden des Landkreises Greiz und des Landes Thüringen nicht stellen. Das Sanierungsunternehmen Wismut GmbH geht da differenzierter vor. So findet vom 25. bis 27. Mai 2011 in Ronneburg ein Fachsymposium (Wissym 2011) statt, dass sich der „Nachhaltigkeit und Langzeitaspekte bei der Sanierung von Uranbergbau- und Aufbereitungsanlagen“ widmet. Anlass für den Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg, kritische Langzeitaspekte beizusteuern.

Stx570-571.2010.1-9.9 (9 Seiten)

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Atommüll-Lager

Die Brennstäbe der „Otto Hahn“ sind jetzt in Frankreich. Atommüll-Transporte verlaufen ungesichert. Erst im zweiten Anlauf konnten die alten Brennstäbe des Atomfrachters „Otto Hahn“ ins Kernforschungszentrum Cadarache in Südfrankreich transportiert werden. Bei einem ersten Transportversuch am 9. Juli 2010 erwies sich ein Behälter als undicht und wies Druckverluste auf. Erst zwei Tage später um 15 Uhr konnte deshalb die 1.500 Kilometer weite Transportfahrt beginnen. Wie in der Juli-Ausgabe des Strahlentelex ausführlich berichtet, lagerten die Brennstäbe der „Otto Hahn“ seit 30 Jahren auf dem Gelände der GKSS bei Hamburg. Im Kernforschungszentrum Cadarache sollen sie nun zusammen mit Brennstoff aus dem früheren Reaktor des Kernforschungszentrums Karlsruhe in Castor-Behälter verpackt und dann schließlich ins Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern gebracht werden. Ihre Atommülltransporte führt die GKSS offenbar regelmäßig ohne weitere Absicherungen durch. In der Nacht zum 10. August 2010 stoppten Umweltaktivisten kurzzeitig einen Transport mit 45 Brennelementen aus dem Forschungsreaktor FRG-1, den die GKSS am 28. Juni 2010 außer Betrieb genommen hatte. Die Aktivität der Brennelemente wurde mit 1.620.000 Terabecquerel angegeben. Ziel der nächtlichen Atomfahrt war Bremerhaven.

Stx568-569.2010.4-5.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern: Die Brennstäbe der „Otto Hahn“ sollen jetzt nach Lubmin. Von 1968 bis 1979 befuhr das vom GKSS-Forschungszentrum entwickelte Frachtschiff mit Atomantrieb „Otto Hahn“ die Weltmeere. Ein wirtschaftlicher Betrieb nuklear betriebener Frachtschiffe war jedoch nicht möglich, weshalb die Otto Hahn später mit Dieselantrieb weiterfuhr, bis sie im Frühjahr 2010 in Bangladesch verschrottet wurde. Seit dem Umbau lagern auf dem GKSS-Gelände südöstlich von Hamburg der Reaktorbehälter, die Brennstäbe sowie gebrauchte Schutzkleidung, Filter und Verrohrungen aus der „Otto Hahn“ – angeblich zu Nachuntersuchungen und Forschungszwecken. Nachdem jedoch seit nunmehr 30 Jahren keine diesbezüglichen Forschungsergebnisse bekannt wurden, sollen die Brennstäbe (52 an der Zahl) nun nach Mecklenburg-Vorpommern in das Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald gebracht werden.

Stx564-565.2010.1-2.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Wieder Stacheldraht um Gorleben. Anlage zur behälterlosen Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Bohrlöcher nach Gorleben geliefert. Bürgerinitiative Umweltschutz: „Die Atomwirtschaft demaskiert die Politik.“ Am 10. Mai 2010 traf in Tießau/Elbe ein Schiff mit einer größeren stelzenförmigen Anlage ein, die in den späten Abendstunden auf einen Tieftransporter geladen wurde. Zielort war Gorleben. Bei dem Schwertransport handelte es sich um eine Anlage zur Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll in senkrechte Bohrlöcher. Darauf machte jetzt die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg aufmerksam. Schon vor zwei Jahren hatte die BI auf entsprechende technische Entwicklungen der Deutschen Gesellschaft für den Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) hingewiesen. In ihrer Versuchsanlage in Landesbergen/Weser, in der Halle eines ausgedienten Kohlekraftwerks, wurde von der DBE-Tec in Kooperation mit der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) das Hantieren mit den sogenannten BSK-3-Kokillen erprobt.

Stx562-563.2010.5-6.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Neue atomare Anlage für Gorleben. Auf dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben soll ab 2012 eine weitere atomare Anlage entstehen. In ihr sollen schwach- und mittelradioaktive Abfälle für ihren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet werden. Der Atommüll soll hier geprüft, umgepackt, getrocknet und in andere Behälter gefüllt werden. Das erklärte Jürgen Auer für die Gesellschaft für Nuklearservice am 26. April 2010, dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und nur zwei Tage nachdem rund 120.000 Menschen dem Aufruf von mehreren Organisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien gefolgt waren und zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine 120 Kilometer lange Menschenkette gegen die Atomkraft gebildet hatten. Dokumente und der Bericht des Bundesumweltministeriums vom September 2009 über die politische Einflußnahme auf den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt von 1983 zur Erkundung des Standortes Gorleben sind jetzt im Internet abrufbar unter www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/doc/45019.php sowie www.cshare.de/file/fa018cd18bacb6b4280a26e98345ad3c/Gorleben_Akten.zip  und www.greenpeace.de

Stx560-561.2010.15-16.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg- und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß, stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm, weitere Informationen und Kontakt: www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben. Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax 05841-3197 oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de

Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

„Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid. Die Vollverfüllung – als eine Stilllegungsoption für Asse II – sieht vor, die oberen Bereiche der Schachtanlage mit Beton zu verfüllen und unterhalb der 700-Meter-Sohle mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung (sogenanntem Schutzfluid) zu fluten. Dadurch würde früher oder später das gesamte auf der 725 Meter- und 750 Meter-Sohle eingelagerte radioaktive und nichtradioaktive Inventar sowie das zur Verfüllung der Einlagerungskammern verwendete Material in Kontakt mit der wässrigen Lösung kommen. Auch bei der Notfallplanung ist beim Eintritt des Notfalls eine Flutung mittels Schutzfluid vorgesehen. Auch hierbei würde das eingelagerte Material der Einwirkung der gesättigten Magnesiumchloridlösung ausgesetzt. In beiden Fällen ist eine trockene Lagerung des Inventars unmöglich. Die geforderte Langzeitsicherheit (für 1 Million Jahre) ist bei Verfüllung mit Beton und Magnesiumchloridlauge nicht zu gewährleisten. Es besteht kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse Von Rolf Bertram

Stx556-557.2010.10-14.5 (5 Seiten)

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Atommüll-Lager

Gegen das Einbetonieren von Atommüll in Morsleben. Die Umweltorganisation Robin Wood und Anti-Atom-Initiativen haben am 19. Dezember 2009 in Magdeburg mehrere Tausend Einwendungen gegen die geplante Betonverfüllung des Atommülllagers Morsleben Vertretern des zuständigen Landesumweltministeriums übergeben. Robin Wood fordert in einer eigenen detaillierten Einzeleinwendung eine umfassende öffentliche und ergebnisoffene Diskussion über alle Möglichkeiten eines sicheren Umgangs mit dem derzeit in Morsleben lagernden Atommüll. Insbesondere müsse dabei auch die Rückholung des Atommülls behandelt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will dagegen – im Gegensatz zum Lager ASSE – große Teile der unterirdischen Kammern und Strecken mit Salzbeton verfüllen.

Stx554-555.2010.7-8.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Das BfS will die radioaktiven Abfälle aus dem Salzbergwerk Asse möglichst vollständig zurückholen. Die Rückholung der Abfälle aus dem Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel ist „momentan die beste Lösung“, meint Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). Im Jahre 1967 hatte die Bundesrepublik Deutschland das alte Salzbergwerk bei Wolfenbüttel erworben, um den Bau von Atomkraftwerken zu fördern. Seitdem steht es unter der Oberaufsicht des Bundes und wird in seinem Auftrag von staatlichen Einrichtungen betrieben. Seit dem 1. Januar 2009 ist es das BfS, zuvor war es das Helmholtz-Zentrum München, das sich früher GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH und davor Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbh (GSF) nannte. Mit einer gehörigen Portion krimineller Energie wurde die Asse als illegale Deponie betrieben. Weil sie nie den Anforderungen an ein Endlager genügte, wurde sie bewußt einem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren entzogen. Der Öffentlichkeit wurde das alte Salzbergwerk als „Versuchsendlager“ präsentiert. Dieser Begriff sollte Vorläufigkeit vortäuschen. Tatsächlich wurden unterschiedliche Methoden zur Einlagerung im Salz erprobt, eine anschließende Beseitigung der Versuchsanlagen war jedoch von Anfang an nicht geplant.

Stx554-555.2010.6-7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Gorleben, Morsleben, Asse, Karlsruhe, Sibirien:

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg befürchtet, daß die Atomwirtschaft die Regie in Gorleben übernehmen soll.

Das Bundesamt für Strahlenschutz, Betreiber des Atommülllagers Morsleben, will hier – anders als beim Atommülllager Asse – auf eine Alternativenprüfung verzichten. Einwendungen dagegen können alle Bürgerinnen und Bürger bundesweit noch bis zum 21. Dezember 2009 erheben: http://www.robinwood.de/morsleben.

Professor Klaus Kühn gilt als international renommierter Experte. Er setzt auf Salz als Endlagermedium für radioaktive Abfälle und plädiert selbst jetzt, nachdem seine Mitschuld für das Asse-Debakel Thema für parlamentarische Befragungen ist, gleich für das nächste Debakel, für Gorleben, beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

In der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) lagerten zu Beginn des Verglasungsbetriebs im September 2009 etwa 58 Kubikmeter (58.000 Liter) flüssiger hochradioaktiver Abfälle (HAWC). 1996 waren es noch 70 Kubikmeter. Als Erklärung gibt die Bundesregierung an, daß es der WAK „gestattet worden sei, das HAWC durch Verdunsten aufzukonzentrieren“.

Große Mengen Reststoffe aus der deutschen und wohl auch der französischen Produktion von AKW-Brennelementen lagern in einem Atomzentrum in Sewersk, früher Tomsk-7 genannt, das rund 200 Kilometer nördlich von Nowosibirsk liegt. Die Firma Urenco, die im nordrhein-westfälischen Gronau eine Fabrik zur Urananreicherung betreibt, bezeichnet das Material aber als „Wertstoff“, der in Rußland weiter verarbeitet werde. Hätte man das Material, für das es hierzulande keine sinnvolle Verwendung gibt, als Atommüll eingestuft, so müßten Michael Sailer, dem Vorsitzenden der Entsorgungskommission (ESK) der Bundesregierung zufolge, weitere 150.000 Kubikmeter Endlagerkapazität bereitgestellt werden.

Stx550-551.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl ließ Gutachten zu Gorleben schönen. Neue Dokumente belegen, daß die Regierung Kohl im Jahr 1983 massiv Einfluß auf die Wissenschaftler ausübte, die eine Eignung des Standortes Gorleben für ein atomares Endlager prüfen sollten.

Stx546-547.2009.9.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Plutonium im Lager Asse. Auch hochradioaktiver Abfall ist in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden, obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen und genehmigt worden war. „In der Schachtanlage Asse II lagert mit rund 28 Kilogramm offensichtlich mehr als dreimal so viel hochgiftiges Plutonium wie bislang angenommen“, teilte das Bundesumweltministerium am 29. August 2009 mit und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins Monitor vom 23. Juli 2009.

Stx544-545.2009.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute „wegdefiniert“.

Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven Inventars im Atommülllager Asse könnten nicht oder nur in Form einer historischen Aufarbeitung beantwortet werden, meint die Bundesregierung.

Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Für die Endlagerung sind bereits Millionen Krebstote kalkuliert. Das Bundesumweltministerium veröffentlichte neue Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Wer bisher glaubte, bei sogenannten Endlagern für Atommüll handele es sich um sichere, hermetisch verschlossene Anlagen, wird jetzt eines Anderen belehrt. Am 15. Juli 2009 veröffentlichte das Bundesumweltministerium (BMU) anläßlich der Vorstellung des Jahresberichts 2008 des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die Endfassung neuer Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Dem BMU zufolge entsprechen sie „dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik“. Die neuen Sicherheitsanforderungen sollen ausschließlich für ein zu errichtendes Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle gelten und insoweit die am 5. Januar 1983 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Sicherheitskriterien für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk ersetzen. Sie sollen Planungsgrundlage für das Bundesamt für Strahlenschutz sein. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx542-543.2009.1-3.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Endlager ohne Ende. Vom 17. bis 19. Juni 2009 hatte die Evangelische Akademie Loccum zu einer Tagung zur Atommüllproblematik eingeladen. Trotz des problematischen Termins mitten in der Woche konnte die Studienleiterin Dr. Monika C. M. Müller 80 Teilnehmer aus Behörden, Verbänden, Wirtschaft und Politik begrüßen. Vor allem die Vorkommnisse in der Asse II hätten den Anstoß gegeben, die unterschiedlichen Akteure an einen Tisch zu bekommen, um politische Lösungen in der Atommüllendlagerung auszuloten. Doch die Chancen der Verständigung scheinen gering. Die Suche nach Wegen zu einer Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland sei aus unterschiedlichen Gründen verstellt, unterstrich Wolfgang Ehmke für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf der Tagung. In den Kreisen der Industrie würde auf die bereits getätigten Investitionen in Gorleben verwiesen, über eine vergleichende und ergebnisoffene Endlagersuche seien die Koalitionspartner in Berlin zerstritten und die Umweltverbände sowie Anti-AKW-Initiativen pochten auf die Prämisse des Atomausstiegs, bevor zum Reizthema Atommüll konstruktiv Stellung bezogen würde.

Stx540-541.2009.1-2.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll-Endlagerung: Tschechien forciert seine Endlagersuche. Tschechien forciert seine Endlagersuche. Die bevorzugten Standorte liegen in der Nähe der Grenzen zu Österreich und Bayern.

Stx538.2009.4.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Atommüll-Endlagerung: Gorleben wird bereits seit Mitte der 1980er Jahre im ungenehmigten Schwarzbau zum Endlager ausgebaut. Der Salzstock Gorleben ist offenbar bereits seit Mitte der 1980er Jahre illegal zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ausgebaut worden. Das geht aus einer internen Bewertung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hervor. Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: Die Erkundungslüge ist aufgeflogen.

Stx538-539.2009.1-3.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll-Endlagerung: „Die Vor-Festlegung auf Gorleben wird weiter festgezurrt“. BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg beendet den Dialog über Endlagerkriterien. Konsterniert verließ Gerhard Harder, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), am vorletzten März-Wochenende 2009 die Fachtagung des Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin, auf der in beschränktem Kreis über die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle debattiert wurde. „An einer völlig unverbindlichen Debatte über Sicherheitskriterien wird sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nicht weiter beteiligen“, erklärte Harder. Die BI forderte „ein offenes, transparentes Suchverfahren. Das impliziert nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik einen Standortvergleich.“ Ohne eine solche Prämisse mache die Beteiligung am Diskurs aus Sicht der Bürgerinitiative keinen Sinn. Doch die Atomkraftgegner blitzten mit ihrem Anliegen auf der Tagung ab.

Stx534-535.2009.6.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Die Erforschung von Strahlenwirkung im Salzgestein ist in Deutschland offenbar unerwünscht. Der Dialog zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem niederländischen Experten Prof. Henry W. den Hartog stockt seit geraumer Zeit. Den Hartog untersucht in Groningen den Einfluß radioaktiver Strahlung auf Salzgestein, ein Gebiet, daß bei der Debatte um mögliche Wirtsgesteine für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle von großer Bedeutung ist. Warum kommt der Dialog nicht zustande? Aus Sicht des Wissenschaftlers ignoriert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dessen Forschungsergebnisse. Er wandte sich jetzt mit einer Erklärung an die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Stx532-533.2009.13-14.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Physikalisch-Chemische Prozesse im schwach- und mittelaktiven Atommüll in der Schachtanlage ASSE II – eine unterschätzte Gefahr. Gefahren für Mensch und Umwelt, die mit der Lagerung von schwach- und mittelaktivem Atommüll verbunden sind, wurden bisher unterschätzt. Erst durch die jüngst bekannt gewordenen Ereignisse in der Schachtanlage ASSE II bei Wolfenbüttel wird zunehmend bewußt, daß bedingt durch die stoffliche Vielfalt in dieser Atommüllkategorie unüberschaubare sicherheitsgefährdende Prozesse ausgelöst werden. Unvermeidbare Veränderungen und Störungen des gesamten Systems durch geochemische und radiochemische Reaktionen als Folge der Wechselwirkung zwischen den radioaktiven und nichtradioaktiven Komponenten werden bis zur Stunde zu wenig beachtet. Durch permanente Änderungen aller Systemeigenschaften wird eine dauerhafte Dynamik ausgelöst, deren Tragweite bis zur Stunde nur unzureichend wahrgenommen wird. Noch immer fehlen eine gründliche Erfassung der wirkenden Einflußfaktoren sowie eine gründliche Analyse der ineinandergreifenden Wechselwirkungen und damit auch eine umfassende Bewertung. Gegenwärtig verwendete Modelle zu den geochemisch basierten Sicherheitsnachweisen sind unvollständig, da sie langfristig ablaufende komplexe Vorgänge in einem Endlager und neuere wissenschaftliche Erkenntnisse weitgehend außer Acht lassen. Von Prof. Dr. Rolf Bertram.

Stx532-533.2009.12-13.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atomwirtschaft: Gorleben kostete 1,51 Mrd. Euro. Für das atomare Endlagerprojekt Gorleben in Niedersachsen sind von 1977 bis Ende 2007 Kosten in Höhe von 1,51 Milliarden Euro entstanden. Das teilte die Bundesregierung im August 2008 in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 16/ 10077) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zu den volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie mit. Im Haushaltsjahr 2008 seien zudem 27,6 Millionen Euro für das Projekt Gorleben veranschlagt worden. Die künftigen Kosten hingen vor allem von einer politischen Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen bei der Endlagerung hochaktiver, wärmeentwickelnder Abfälle aus Kernkraftwerken ab.

Stx528-529.2009.6.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Atommüll-Endlagerung: Internetforum des BMU zur Endlagerung. Im Nachgang zum Endlagersymposium vom 30.10. bis 1.11.2008 in Berlin steht interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums (BMU; www.bmu.de) jetzt ein Forum zur Verfügung, in dem sie ihre Meinung zu den Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle äußern und die Ergebnisse des Endlagersymposiums bewerten sollen.

Stx528-529.2009.5-6.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Bundesamt für Strahlenschutz ist jetzt Betreiber der Asse. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. Mit Gründung einer bundeseigenen „Asse GmbH“ für die Betriebsführung der Schachtanlage und dem Übergang der erforderlichen Genehmigungen vom Helmholtz-Zentrum München auf das Bundesamt für Strahlenschutz könne der Betreiberwechsel wie geplant vollzogen werden, erklärt das Bundesumweltministerium in einer gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Ende Dezember 2008. Ursache für den Betreiberwechsel waren skandalöse Mängel in der bisherigen Führung des Betriebes der Schachtanlage Asse II durch das Helmholtz-Zentrum München sowie in der Führung des Schließungsverfahrens durch das niedersächsische Ministerium. Außerdem gab es Probleme bei der Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden.

Stx528-529.2009.3-4.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Zwischenlager bei AKWs als verfassungsgemäß erklärt. Atomare Zwischenlager in der Nähe deutscher Atomkraftwerke verstoßen nicht gegen die verfassungsrechtliche Schutzpflicht des Staates für seine Bürger. Ein „Restrisiko“ sei hinzunehmen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit Beschluß vom 12. November 2008 (Az. 1 BvR 2456/06), der am 27. November 2008 veröffentlicht wurde. Damit billigte das Gericht das mit dem Atomausstieg beschlossene Konzept, den Atommüll nicht mehr in den zentralen Zwischenlagern Ahaus und Gorleben aufzubewahren, sondern dezentral an den AKW-Standorten. Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden gegen die Zwischenlager an den bayerischen Standorten Gundremmingen, Niederaichbach und Grafenrheinfeld ab. Die Zwischenlagerung an den jeweiligen Standorten sei nicht risikoreicher als die zentrale Lagerung.

Stx526-527.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Endlagerung von Atommüll: Irgendwann will das BMU ein Verfahren zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktiven Atommüll in Gang setzen. Sichtlich gealtert und ohne neue Visionen präsentierten sich viele Protagonisten der bisherigen Endlagerdebatte auf dem Endlagersymposium, das vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin stattfand. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) warben sie vor mehr als 350 Teilnehmern dafür, endlich mit einem Auswahlverfahren nach internationalem Standard zu beginnen. Im Oktober 2002 hatte zuletzt der drei Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingerichtete „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ vor mehr als 300 Personen aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Behörden und Verbänden seine Kriterien und Verfahrensvorschläge zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd seine Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden lassen. Das fand sechs Jahre lang nicht statt. Jetzt wurde dafür geworben, nun damit zu beginnen.

Stx526-527.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atomwirtschaft / Endlagerung: Neue Maßstäbe für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium paßt Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an. „Geringfügige Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung eines Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium (BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen. Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines Endlagers einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte das BMU am 12. August 2008 mit.

Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Asse II: Fehleinschätzungen durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche Klassifizierung des Atommülls „schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine Bewertung der von diesen Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung nicht aus. Die Angabe der Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel) orientiert sich an der Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die Energiedosis sagt nichts über die schädigende Wirkung der Strahlung aus. Diese Klassifizierung unterscheidet auch nicht die unterschiedlichen Strahlungsarten und erlaubt daher auch keine Aussage über die Wirkung der ionisierenden Strahlung auf die umgebende Materie. Die Wirkmechanismen von dünn- und dichtionisierender Strahlung auf lebende und tote Objekte sind gänzlich verschieden. Unterschiedliche radioaktive Strahlungsarten schädigen bei gleicher Energiedosis unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser Tatsache kann zu verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf Bertram.

Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Die Anforderungen an die Sicherheit in Gorleben werden aufgeweicht. Bericht von Wolfgang Ehmke. Die Endlagerkonzeption für Gorleben steht offensichtlich vor einer wesentlichen Änderung. Obwohl die Bauarbeiten auf der Endlagerbaustelle bis zu einem Ablauf des Moratoriums ruhen und die Entscheidung offen ist, ob alternativ zu Gorleben nicht auch andere Standorte und Gesteinsformationen als Salz auf eine Eignung hin untersucht werden, erprobt die Gorleben-Betreiberin, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle im Salzgestein. Hochradioaktive Abfälle – Brennelemente und verglaster Müll – sollen nun als Kokillen ohne weitere Abschirmung in Bohrlöchern versenkt werden. Damit entfiele eine der vier Barrieren, die ein Austreten von Radioaktivität in die Biosphäre verhindern sollen. Auf entsprechende Versuche verwies der Diplomphysiker Wolfgang Neumann (Gruppe Ökologie Hannover) auf einer Veranstaltung von Bürgerinitiativen aus dem Raum Asse, Salzgitter und dem Wendland, die sich am 2. Juli-Wochenende 2008 zu einer zweitägigen Fachkonferenz in Lüchow trafen.

Stx518-519.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Ein sicheres atomares Endlager gibt es nicht. - Skandal um Umweltverseuchung und unsichere Atommüll-Lagerung bei Wolfenbüttel und Lüchow-Dannenberg. Das Gerede von sicheren atomaren Endlagern ist eine dumme Täuschung. Laugenzuflüsse dringen in das sogenannte Forschungsendlager Asse II bei Wolfenbüttel ein – täglich etwa 12,5 Kubikmeter – und gefährden 125.787 zwischen 1967 und 1978 eingelagerte Fässer mit 46.900 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Das wurde bereits mehrfach berichtet. Der Betreiber von Asse II, das Helmholtz-Zentrum München, hat die offenbar bereits seit Anfang der 1990er Jahre radioaktiv verseuchten Laugenzuflüssen vom 750 Meter tiefen in das unterste, 975 Meter tiefe Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt. Das wurde jetzt zusätzlich am 16. Juni 2008 bei einer Anhörung im Umweltausschuß des niedersächsischen Landtages bekannt. Offensichtlich gezielt an den Aufsichtsbehörden vorbei, ist damit eine tickende Zeitbombe geschaffen worden. An drei Zuflußstellen sollen in der Lauge zumindest zwischen 20.000 und 90.000 Becquerel Cäsium-137 pro Liter nachgewiesen worden sein. Der Grenzwert für die Freigabe des künstlichen Radionuklids beträgt laut Strahlenschutzverordnung 10.000 Becquerel pro Liter.

Stx516-517.2008.3-4.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Berlin, 30.10.-1.11.2008: Konferenz über Endlagerung von Atommüll. Die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angekündigte internationale Konferenz zur Endlagerung von atomaren Abfällen findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 in Berlin statt. Gabriel hatte im November 2007 bei einem Besuch in der Region Gorleben mitgeteilt, daß das Bundesumweltministerium eine Konferenz veranstalten werde, die sich mit Fragen der Standortsuche für ein atomares Endlager beschäftigt. Neben Experten aus Deutschland und anderen Staaten sollen auch Bürgerinnen und Bürger aus Regionen teilnehmen, in denen es bereits Lager für Atommüll gibt bzw. die dafür in der Diskussion sind, teilte das Bundesumweltministerium (BMU) mit. „Der Dialog untereinander“ solle dabei im Vordergrund stehen. Damit dies gelinge, würden die verschiedenen Gruppierungen bereits in die Planungen der Veranstaltung einbezogen.

Stx514-515.2008.7.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Kein Sicherheitsnachweis für Asse II. Um die Langzeitsicherheit von Atommüll-Lagern nachzuweisen, operieren die Betreiber seit Jahrzehnten mit Simulationsrechnungen und unrealistischen Laborexperimenten. Damit wird in der Bevölkerung und bei den politischen Entscheidungsträgern der Eindruck erweckt, daß alles überprüft und kontrolliert werde. Dabei sind solche Übungen nichts anderes als hilflose Versuche, etwas nachzuweisen, was nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik nicht nachzuweisen ist. Das Atommüll-Lager Asse II, in dem bis 1978 über 120.000 Gebinde mit Atommüll eingelagert wurden, soll nach Flutung mit einer wässerigen Magnesiumchloridlösung unumkehrbar verschlossen werden. Die vom Betreiber GSF dafür verwendeten Argumente für die geforderte Langzeitsicherheit lassen wichtige Fakten und absehbare Folgen außer Betracht. Von Rolf Bertram.

Stx506-507.2008.1-3.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Litauen baut Endlager an der Grenze zu Weißrußland. Radioaktive Abfälle aus dem Atomkraftwerk Ignalina will Litauen am Ort Stabatiskes, vier Kilometer von der Grenze zu Weißrußland entfernt, endlagern. Bei der Auswahl des Ortes sei Litauen auf heftige Proteste von Nachbarländern gestoßen, berichtete das litauische Fernsehen am 2. Januar 2008 einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Nowosti zufolge. „In anderen Ländern dauern Diskussionen über den Standort für solche Objekte Jahrzehnte. Uns gelang es aber, die Untersuchungsarbeiten im Laufe von etwa vier Jahren abzuschließen“, wird der Direktor der litauischen Agentur für die Endlagerung radioaktiven Abfalls, Dainius Janenas, zitiert.

Stx504-505.2008.12.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Ministerien rechnen mit GAU beim Atommüllager Asse bei Wolfenbüttel und Umweltverseuchungen. Bundesumweltminister bevorzugt Gorleben als Endlager für hochaktiven Atommüll. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will wegen der dort bereits investierten Milliardensumme den Standort Gorleben als Endlager bevorzugen. Noch 2006 hatte sein Ministerium ein Verfahren zur Standortsuche vorgeschlagen, das sich in der Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner CDU/CSU und den Energieversorgern jedoch nicht durchsetzen ließ. Die Verfahrensgrundsätze rief Gabriel zur Eröffnung einer Internationalen Konferenz zum Thema Endlager vom 6. bis 9. November 2007 in Braunschweig noch einmal ins Gedächtnis: deutscher Atommüll gehöre in deutsche Endlager, Sicherheit zähle zuerst, klare Kriterien und eine umfassende Beteiligung der betroffenen Bevölkerung wie in der Schweiz seien beispielgebend. Wie Bundesforschungs- und Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesumweltministerium am 21. November 2007 bekanntgaben, wird es in der Asse bei Wolfenbüttel voraussichtlich „auch weiterhin zu Bewegungen im Deckgebirge aufgrund der noch großen offenen Hohlräume in der Asse kommen“. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, daß der seit 1988 existierende Salzlösungszutritt von inzwischen bereits „etwa 12 Kubikmeter pro Tag in Zukunft erheblich ansteigt und dann nicht mehr aufgefangen und kontrolliert werden kann“.

Stx502-503.2007.1,2.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Atommüllimporten. Im Ausland „großes Interesse“ an Gorleben. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sich gegen Pläne für ein EU-weites Endlager ausgesprochen. Das Risiko sei groß, daß die Sicherheitsstandards dann am Ende geringer sind als unsere eigenen, erklärte BfS-Präsident Wolfram König am 9. Februar 2007. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck hatte zuvor am 8. Februar 2007 gefordert, „ein Endlager für Europa“ einzurichten und dabei auch auf Schwächen des Standortes Gorleben hingewiesen.

Stx484-485.2007.7,8.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

„Möglichst dicht an der Zonengrenze“. 30 Jahre Widerstand gegen Gorlebener Atomanlagen. Vor 30 Jahren, Ende Februar 1977, bestimmte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) den Salzstock von Gorleben zur Atommüll-Endlagerstätte. Ein Ort möglichst dicht an der Grenze zur DDR wurde gesucht, „um die Leute in der Ostzone zu ärgern“.

Stx484-485.2007.6,7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Der Atommüll in ASSE II säuft ab. Wie sicher ist ein Atommüll-Endlager in einem Salzstock? Von Prof. Dr. Rolf Bertram. Der Atommüll in ASSE II säuft ab. Wie unsicher ein Atommüll-Endlager in einem Salzstock ist, erklärt Prof. Dr. Rolf Bertram, bis zu seiner Emeritierung Leiter des Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie an der Technischen Universität Braunschweig.

Stx482-483.2007.3-5.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atommüll-Endlagerung: Bürgerinitiative fordert wissenschaftliche Argumente. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg e. V. (BI) fordert die Befürworter einer Endlagerung von Atommüll im Gorlebener Salzstock zu einer öffentlichen wissenschaftlichen Debatte auf. Hintergrund: Atomindustrie, CDU/CSU und FDP versuchen in den letzten Wochen verstärkt, eine Festlegung auf Gorleben als Atommüll-Endlager durchzusetzen. Kernpunkt ihrer Argumentation ist die unbestimmte Aussage im Atomkonsensvertrag zwischen der vormaligen rot-grünen Bundesregierung und der Atomindustrie aus dem Jahre 2000, „dass die bisher gewonnenen geologischen Befunde einer Eignungshöffigkeit des Salzstocks Gorleben nicht entgegen stehen“. Die Lüchow-Dannenberger Bürgerinitiative verlangt, daß die Befürworter Gorlebens statt nichtssagender wiederholter Phrasen mit dem Begriff „Eignungshöffigkeit“ „endlich einmal ernsthaft und nachvollziehbar versuchen sollen wissenschaftlich zu untermauern, warum der Salzstock angeblich geeignet sein soll“, so BI-Sprecher Francis Althoff am 6. September 2006 in Lüchow. Der Begriff „Eignungshöffigkeit“ sei ein schwammiger Spezialbegriff aus der Lagerstättenkunde. Dort werde er zur Bewertung der Wahrscheinlichkeit oder „Hoffnung“ verwendet, Rohstofflagerstätten in abbauwürdigen Mengen aufzufinden. Die „Hoffnung“ auf eine sichere Endlagerungsmöglichkeit in Gorleben ist aber bereits seit den frühen 1980er Jahren wissenschaftlich zerplatzt, betont Althoff. So hatten die Geologen Professor Eckhard Grimmel (Universität Hamburg) und Professor Klaus Duphorn (Universität Kiel) bereits in der Frühphase Gorleben erkundet und festgestellt, daß eine sichere Einlagerung Illusion sei.

Stx474-475.2006.6.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Endlagerforschung: Wenn das Endlager nicht hält, was versprochen wird. Acht Forschungseinrichtungen wollen ermitteln, wie sich die radioaktiven Elemente auf ihrem Weg durch das Gestein verhalten, wenn es zu einer Freisetzung und Ausbreitung aus dem Endlager kommt.

Stx468-469.2006.3.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Wohin mit dem radioaktiven Abfall in Deutschland? Für eine sozialwissenschaftliche Endlagerforschung. Der endgültige Verbleib hochradioaktiver Abfälle ist weiterhin ungeklärt. Obwohl bereits große Mengen solcher Abfälle existieren, vor allem abgebrannte Brennstäbe aus Atomreaktoren und Materialien aus dem militärischen Bereich, ist weltweit trotz diverser Anläufe noch kein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Betrieb genommen worden. Im Oktober 2002 hatte der vom damaligen grünen Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufene „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ nach dreieinhalb Jahren Beratung seinen Schluß-Workshop veranstaltet und dem Minister Verfahrensempfehlungen überreicht. Kernpunkte waren die Forderung nach geologischer Sicherheit „für eine Million Jahre“ und die Einführung von Verfahren zur Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung. Seitdem herrscht weitestgehend Funkstille. Der deutsche Entsorgungskonflikt leide weiterhin an einer Entscheidungsblockade, heißt es, Politiker verspürten wenig Lust, sich dem Thema zuzuwenden. In dieser Situation fragten Peter Hocke und Arnim Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Forschungszentrums Karlsruhe nach den „Perspektiven für eine sozialwissenschaftliche Begleitforschung“ und luden im Oktober 2004 für eineinhalb Tage Natur- und Kultur- bzw. Gesellschaftswissenschaftler zu einem Workshop „Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland“ ein. Die zentralen Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlichten sie jetzt (2006) in einem Sammelband. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx468-469.2006.1-3.3 (3 Seiten)

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Atommüll-Lager

David gegen Goliath. Gutachten des Verfassungsrechtlers Christoph Degenhart soll Zwischenlagerung ins Wanken bringen. Der Leipziger Verfassungsrechtler Christoph Degenhart hält die von SPD und Grünen im Jahr 2002 beschlossene Novelle des Atomgesetzes in einem zentralen Punkt für nichtig. Die Bestimmungen über die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente auf dem Gelände der Kernkraftwerke verstießen gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und seien deshalb „verfassungswidrig“, heißt es in einer Expertise des Juristen für die süddeutsche Bürgerinitiative „FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.“. Die Bürgerinitiative unterstützt fünf Kläger gegen das nukleare Zwischenlager am AKW-Standort Gundremmingen.

Stx466-467.2006.6.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Klagen gegen Schacht Konrad abgewiesen. Das für mehr als 300.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle geplante Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen kann wahrscheinlich gebaut werden. Es soll 85 Prozent aller radioaktiven Abfälle in Deutschland aufnehmen, wovon langfristig zwei Drittel von den Energieversorgungsunternehmen kommen werden. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg wies am 8. März 2006 mehrere Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluß des niedersächsischen Umweltministeriums aus dem Mai 2002 zurück. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Kläger können aber dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen. Bundesumweltminister Gabriel (SPD) kündigte an, die Beschwerde abwarten zu wollen. Er werde das Bundesamt für Strahlenschutz noch nicht anweisen, mit der Vorbereitung der Arbeiten zu beginnen. Ein rechtskräftiges Urteil erwartet er in eineinhalb Jahren.

Stx462-463.2006.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Atommüll-Verfilzung von Atomindustrie und Genehmigungsbehörden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg fordert, die von Bruno Thomauske verantworteten Genehmigungsverfahren für Atomanlagen neu aufzurollen. Der Grund: Sein Wechsel vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zur Atomindustrie.

Stx460-461.2006.6,7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atomwirtschaft: BfS schloß staatliche Verwahrung von Kernbrennstoffen in Hanau. Die Staatliche Verwahrung von Kernbrennstoffen in Hanau wurde nach 25 Jahren zum Ende des Jahres 2005 endgültig geschlossen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die letzten dort noch lagernden Kernbrennelemente abtransportiert. Das teilte das BfS am 30.12.2005 mit.

Stx458-459.2006.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Bundesamt für Strahlenschutz: „Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle ist keines der möglichen Wirtsgesteine in Deutschland generell den anderen vorzuziehen.“ Kurz vor dem Regierungswechsel, noch während der Verhandlungen von CDU/ CSU und SPD über eine Große Koalition, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Politikern am 5. November 2005 empfohlen, nicht voreilig auf Gorleben als Endlagerstandort zu setzen. Keines der möglichen Wirtsgesteine in Deutschland – Salz, Ton und Granit – sei generell den anderen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle vorzuziehen. Ein bestmöglicher Endlagerstandort sei nur auf der Grundlage eines Standortvergleichs zu ermitteln. Das sind die zentralen Aussagen eines Abschlußberichts zu einem Untersuchungsprogramm des BfS zu sicherheitstechnischen und konzeptionellen Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle. Der Abschlußbericht bezieht sich auf zwölf Einzelgutachten, die am 28. September 2005 im Rahmen eines wissenschaftlichen Workshops beim BfS abschließend bewertet wurden.

Stx454-455.2005.5,6.2

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Atommüll-Lager

Prozeß gegen Standort-Zwischenlager verschoben. Das Bundesamt für Strahlenschutz kann sich nicht mehr länger hinter geheimgehaltenen Gutachten verstecken. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) will sich nun nicht mehr weiter mit den Behauptungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zufrieden geben, das geplante Atommüll-Zwischenlager Gundremmingen sei sicher vor terroristischen Angriffen. Deshalb ist jetzt die mündliche Verhandlung auf den 14./ 15. April 2005 verlegt worden. In der Zwischenzeit soll das BfS dem Gericht bisher geheimgehaltene Gutachten zur Überprüfung vorlegen.

Stx430-431.2004.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

EU-Kommission verklagt London wegen Sellafield. Die Europäische Kommission hat im Streit um die Sicherheit der britischen Atomanlage Sellafield den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg angerufen. Sie verlangt von der britischen Regierung eine genaue Auflistung der in Sellafield gelagerten Atomabfälle, sowie einen unbeschränkten Zugang von EU-Kontrolleuren zur Anlage. Loyola de Palacio, EU-Kommissarin für Energie und Verkehr, erklärte Anfang September 2004 in Brüssel, die im Mai 2004 aufgenommenen neuen EU-Staaten hätten im Bereich der nuklearen Sicherheit strenge Auflagen zu erfüllen gehabt. Es wäre ungerecht, wenn die neuen Mitglieder höhere Standards erfüllen müßten als die bisherigen. Großbritannien habe sich vier Jahre lang geweigert, ihr die geforderten Informationen über die radioaktiven Abfälle zu übermitteln.

Stx428-429.2004.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Endlagerkonzepte. Bestätigt sieht sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) durch die aktuelle Entscheidung eines hohen Bundesgerichtes in den Vereinigten Staaten von Amerika, das Pläne der Regierung George W. Bush für eine Atommüll-Endlagerung in der Wüste von Nevada von 2010 an durchkreuzt hat. Wegen der extrem langlebigen Strahlung atomarer Abfälle müsse die Sicherheit einer solchen Lagerstätte auf eine Million Jahre an einem geologisch sicheren Ort ausgelegt sein, sagte Trittin am 22. Juli 2004 in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. Eine Sicherheitsgarantie von 10.000 Jahren war von dem Gericht als unzureichend verworfen worden.

Stx424-425.2004.5,6.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Atompolitik: Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Standortauswahl von Atommüll-Endlagern. Umweltmediation zur Erleichterung politischer Entscheidungen und Vermeidung von Folgekonflikten. Die herkömmliche Form der Öffentlichkeitsbeteiligung benutzt die Öffentlichkeit lediglich als einseitigen Informationslieferanten und erfüllt die ihr vom Rechtssystem zugedachten weiteren Funktionen der Interessenvertretung, Befriedung, Legitimation, Kontrolle, Verfahrensförderung und des Rechtsschutzes mehr schlecht als recht. Sie ist im Kern konfrontativ angelegt und führt bisweilen sogar zur Verfahrensparalyse. Zu dieser Diagnose gelangen Professor Dr. jur. Hans-Albert Lennartz und Kolleginnen von der WIBERA Wirtschaftsberatung AG in ihrem im Juni 2004 im Wirtschaftsverlag NW Bremerhaven erschienenen Abschlußbericht "Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Standortauswahl für die Endlagerung radioaktiver Abfälle". In Deutschland wird seit 1979 der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Endlager für abgebrannte Brennelemente aus Atomkraftwerken und für hochradioaktiven Abfall aus der Wiederaufbereitung erkundet. Nach dem Wechsel der Regierungsverantwortung zu Rot-Grün hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Zweifel an der Eignung dieses Standortes entwickelt und den Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) eingerichtet. Dazu war die WIBERA Wirtschaftsberatung AG vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit der Durchführung eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "Beteiligungsverfahren" beauftragt worden. Der abschließende Forschungsbericht dazu wird nun präsentiert.

Stx422-423.2004.6.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

"Ein großangelegtes Experiment mit der Bevölkerung in der Wesermarsch" Robin Wood protestiert gegen den Bau eines atomaren Zwischenlagers am Atomkraftwerk Unterweser. Am 23. Juni 2004 feierte der Energiekonzern E.ON in der Gemeinde Stadland den ersten Spatenstich für sein atomares Zwischenlager am Atomkraftwerk Unterweser. Bis zu 80 Behälter mit hochradioaktivem Atommüll sollen in dem Lager für mindestens 40 Jahre abgestellt werden. Wegen der damit verbundenen Risiken für die Bevölkerung in der Wesermarsch fordert die Umweltorganisation Robin Wood, die Halle für den Strahlenmüll nicht zu bauen. Vielmehr müsse das Atomkraftwerk Unterweser sofort stillgelegt werden, damit E.ON dort nicht noch mehr gefährlichen Atommüll produzieren könne.

Stx420-421.2004.7.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Atomwirtschaft wehrt sich gegen die Kosten der Endlagersuche. Als "Schimäre", als trügerisches Hirngespinst, hat der Präsident des Deutschen Atomforums, der in die Atomindustrie abgewanderte frühere Leiter der Atomaufsicht Walter Hohlefelder (FDP), das Konzept von Bundesumweltminister Trittin (Grüne) bezeichnet, nur ein einziges Endlager für alle Arten radioaktiver Abfälle errichten zu wollen. Auf der Jahrestagung Kerntechnik in Düsseldorf forderte Hohlefelder am 25. Mai 2004, das zur Zeit herrschende Moratorium zu beenden und die Arbeiten an den Endlagerprojekten Gorleben und Konrad fortzusetzen. Im Namen der Atomkraftwerksbetreiber lehnte es Hohlefelder ausdrücklich ab, die Verantwortung und die Kosten für die neue Endlagersuche zu übernehmen. Die Grundsätze der nuklearen Entsorgung bestimmten nicht einzelne Länder oder einzelne Energieversorgungsunternehmen, sondern der Bund, hält das Bundesumweltminsterium (BMU) in einer Erklärung dagegen. Dabei gelte wie überall in der Abfallpolitik das Verursacherprinzip, das auch die Finanzierung der Endlagerung bestimme.

Stx418-419.2004.7.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Alle Standort-Zwischenlager wurden genehmigt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sämtliche atomrechtlichen Genehmigungen für alle beantragten Zwischenlager an den Standorten der Atomkraftwerke erteilt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Der Bund hat seine Hausaufgaben gemacht. Es ist jetzt Sache der Länder, zeitnah die noch ausstehenden Baugenehmigungen zu erteilen, damit alle Zwischenlager zügig errichtet werden können. Nur so kann gewährleistetet werden, daß die Zwischenlager 2005 betriebsbereit sind." Das Zwischenlager in Lingen ist bereits seit Dezember 2002 in Betrieb. Neben den 12 dezentralen Zwischenlagern hat das BfS auch 4 Interimslager genehmigt, und zwar in Biblis, Philippsburg, Neckarwestheim und Krümmel. Außer in Krümmel werden in den anderen drei bereits Behälter eingelagert. Am Atomkraftwerk Gundremmingen nahe Ulm entsteht Deutschlands größtes Lager. Dort bereitet sich ein von der Ärzteorganisation IPPNW unterstütztes Widerstandsbündnis auf eine Klage gegen die erteilte Genehmigung vor. Dazu der Sprecher der Ulmer IPPNW-Regionalgruppe, Reinhold Thiel: "Wir sind schon jetzt inhaltlich und juristisch gerüstet, brauchen aber weitere finanzielle Unterstützung. Jeder kann in Form von Spenden, Mitgliedschaften und rückzahlbaren Bürgschaften steuerlich absetzbar helfen. Eine erfolgreiche Musterklage am AKW Gundremmingen kann sich positiv auf die anderen Verfahren auswirken." Kontakt und Informationen zur Klage über http://www.ippnw-ulm.de.

Stx408-409.2004.6.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Endlagerung in Italien. Die italienische Regierung hat am 14. November 2003 – ohne Vorverhandlungen mit der betroffenen Region Basilicata und den Stadtverwaltungen – ein Dekret verabschiedet, das Scanzano Jonico in der Region Basilicata in Süditalien zum zentralen Endlagerstandort für 80.000 Kubikmeter italienischen Atommüll machen soll. Das verursachte Massenproteste der Bewohner der Region und ihrer Nachbarn.

Stx406-407.2003.3,4.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Widerstand gegen standortnahe Zwischenlager. Gleich vier neue Zwischenlager auf einmal genehmigte am 22. September 2003 das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Betreibern der Atomkraftwerke Biblis (RWE Power AG / RWE Rheinbraun AG), Neckarwestheim (Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH), Isar/Ohu (E.ON Kernkraft GmbH / E.ON Bayern AG) und Esenshamm / Unterweser (E.ON Kernkraft GmbH) für die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente am jeweiligen Kraftwerks-Standort. Das BfS sieht damit die Voraussetzung für den Bau von Zwischenlager-Kapazitäten geschaffen, die benötigt werden, wenn ab Juli 2005 die Transporte zur Wiederaufarbeitung enden sollen. Spätestens 40 Jahre danach soll der Atommüll schließlich in ein Endlager gebracht werden. Mit dieser Genehmigung der Zwischenlager hat die Behörde Bedenken von 72.000 Einwendern von Tisch gewischt, kritisiert die Ulmer Ärzteinitiative, eine Regionalgruppe der IPPNW. In insgesamt 518 Castorbehältern sollen die Betreiberfirmen über 5.000 Tonnen einer hochradioaktiven und hochgiftigen Schwermetallmasse einlagern dürfen. Allein ein einziger Castorbehälter enthalte vergleichsweise so viel radioaktives Inventar, wie beim Reaktorunfall von Tschernobyl freigesetzt worden sein soll. Die Ulmer Ärzteinitiative bezweifelt die Behauptung des BfS, daß selbst ein gezielter Absturz eines Jumbojets nicht zu einer Gefährdung von Leben und Gesundheit der Bevölkerung führen würden. Einen plastischen Eindruck über die Verhältnisse vermittelt eine 3D-Videoanimation der Internetseite "Atomenergie und Sicherheit" unter http://www.atom-secur.de. Mehr Informationen auch unter http://www.atommuell-zwischenlager.de

Stx402-403.2003.4.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Tagungsbericht: Atommüll und sozialer Friede. Tagungsband der Evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche. Mit Strategien der Standortsuche für nukleare Endlager beschäftigte sich im Februar 2003 eine Tagung der Evangelischen Akademie Loccum. Dazu wurde jetzt mit Hilfe des Bundesamtes für Strahlenschutz ein Berichtsband fertiggestellt. Ende 2002 hatten die 14 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Anfang 1999 berufenen Männer des "Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (Ak End)" ihre Empfehlungen vorgelegt. Strahlentelex hatte berichtet. Zum Verfahren gehört, nun in eine öffentliche Diskussion darüber einzutreten. Dem entsprach die Loccumer Akademie als erste mit ihrer Tagung, an der 138 Fachleute aus Verwaltung, Energiewirtschaft, Bürgerinitiativen und Verbänden sowie Politiker und Kirchenvertreter teilnahmen. Erörtert werden sollte, wie weit das vom AkEnd erarbeitete Konzept in sich stimmig und "sicherheits-philosophisch" konsistent ist beziehungsweise dem "Stand der Wissenschaft" entspricht, wie bedeutend die Festlegung auf die Suche nach einem Standort im Inland ist, mit welchen volkswirtschaftlichen Effekten das vom AkEnd vorgeschlagene Vorgehen verbunden wäre und wie die für die geologischen Erkundungen anfallenden Kosten zu finanzieren wären; und schließlich, ob auf Seiten der Politik der hinreichende Wille gegeben ist, die notwendigen verbindlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das Konzept umzusetzen und auf hinreichend lange Sicht abzusichern. Um es gleich vorweg zu sagen: Zur Beantwortung der letzten Frage finden sich in dem vorliegenden Buch leider keine Aussagen. (Andreas Dally (Hrsg.): Atommüll und sozialer Friede. Strategien der Standortsuche für nukleare Endlager. Rehburg-Loccum, 1. Auflage 2003. Loccumer Protokolle 05/03, ISSN 0177-1132, ISBN 3-8172-0503-1, 263 S. Bezug über den Buchhandel oder direkt über Ev. Akademie Loccum, Protokollstelle, Postfach 2158, 31545 Rehburg-Loccum, Telefon 05766/81-119, Fax -900, Email: Protokoll.eal@evlka.de)

Stx398-399.2003.3,4.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Was bei der Kriterienbildung für die Auswahl von Endlagerstandorten vergessen wurde. 6 Thesen von Prof. Dr. Rolf Bertram. Anfang 1999 hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) einen "Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)" eingerichtet und ihn beauftragt, Kriterien für die Suche nach einem Atommüll-Endlager zu entwickeln. Am 17. Dezember 2002 schließlich hatte der Arbeitskreis seinen Abschlußbericht übergeben. Nach Durchsicht der Vorschläge des AkEnd stellt der in Göttingen lebende Universitätsprofessor a.D. für Physikalische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig Dr. Rolf Bertram nun fest, daß wesentliche Einflußgrößen für die Sicherheit eines Endlagers unberücksichtigt blieben. Offensichtlich war nicht genügend Sachverstand im Arbeitskreis des Ministers versammelt.

Stx390-391.2003.6,7.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Genehmigungen im Internet. "Im Sinne einer hohen Transparenz seiner Entscheidungen" will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit der Bekanntgabe seiner Genehmigungen von Standort-Zwischenlagern und Interimslagern die Bescheide ab sofort auch auf seiner Internetseite http://www.bfs.de veröffentlichen. Das teilte das Amt am 24. Januar 2003 mit.

Stx386-387.2003.6.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)

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Atommüll-Lager

Streit um Vorschläge zur Atommüll-Endlagerung. Die Europäische Union (EU) will bis 2018 ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll haben und vielleicht für mehrere Länder gemeinsam, die deutsche Bundesregierung erst bis 2030. Die deutsche Strahlenschutzverordnung erweist sich dabei als Sicherheitsrisiko.

Stx384-385.2003.1,2.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Erstes Standort-Zwischenlager genehmigt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am 7. November 2002 der Betreiberin des "Kernkraftwerks Emsland" in Lingen die Genehmigung zum Betrieb eines Zwischenlagers erteilt. In dem Lager sollen die abgebrannten Brennelemente aus dem AKW für maximal 40 Jahre aufbewahrt werden, bis sie in ein Endlager überführt werden. Lingen ist das erste atomare Zwischenlager, das am Standort eines in Betrieb befindlichen Atomkraftwerks genehmigt wird. Weitere 11 Lager, die von den AKW-Betreibern beantragt wurden, befinden sich im Genehmigungsverfahren. Durch die Errichtung von Zwischenlagern bei den AKW und das Verbot von Transporten in die Wiederaufarbeitung ab Juli 2005 sollen die Atomtransporte praktisch auf die Rückführung deutschen Atommülls aus der Wiederaufarbeitung im Ausland beschränkt werden. Mit Hilfe der neuen Freigaberegelungen der Strahlenschutzverordnung zur Freisetzung radioaktiver Materialien in die Umwelt und zur Weiterverwertung wird außerdem die Menge des endzulagernden Atommülls verringert.

Stx382-383.2002.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

"Mit dem vorgeschlagenen Verfahren lassen sich auch 20 Endlager finden". Der "Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)" veranstaltete seinen letzten Workshop. Im Prinzip seien zwar alle Abwägungskriterien bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager gleichwertig und gleichgewichtig, aber die Sicherheit, die geologische Eignung habe doch Vorrang. Das entspreche auch dem Wunsch der Bevölkerung. Deshalb sei offen, ob die dem Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlager (AkEnd) von der rot-grünen Bundesregierung gemachte Vorgabe, es dürfe nur ein einziges Endlager für alle Arten von radioaktiven Abfällen geben, schließlich erfüllt werden könne. Das wurde der Presse vor Beginn des dritten und letzten Workshops des AkEnd von dessen Mitgliedern erklärt. Zu der öffentlichen Veranstaltung am 18. und 19. Oktober 2002 in Berlin hatten sich mehr als 300 Personen aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Behörden und Verbänden angemeldet. Im Rahmen seiner neuen Entsorgungspolitik hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Februar 1999 den Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) eingerichtet. Dieses interdisziplinär besetzte Wissenschaftlergremium erhielt den Auftrag, ein Verfahren und geo- und sozialwissenschaftliche Kriterien für die Suche und Auswahl eines Standortes zur Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle in Deutschland zu entwickeln. Es soll dieses Verfahren jedoch nicht selbst durchführen. Ende 2002 soll der AkEnd seine Arbeit beenden. Danach will der Bundesumweltminister über die Empfehlungen des Gremiums eine öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden lassen. Um das Jahr 2030 soll das Endlager dann betriebsbereit sein.

Stx380-381.2002.3-6.4 (4 Seiten)

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Atommüll-Lager

Dokumentation: Kein hohes Vertrauen in Institutionen. Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Jahr 2001 von Prof. Dr. Detlev Ipsen, Universität Kassel. Insgesamt genießt das institutionelle Gefüge der Bundesrepublik bei den Befragten kein hohes Vertrauen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen laut Ipsen, daß die Vorschläge zur Beteiligung der Bevölkerung mit einer doppelten und widersprüchlichen Ausgangslage zu rechnen haben. Negativ sei das geringe Vertrauen, das die Bevölkerung zu den vor allem politischen Institutionen hat. Eine wenig demokratische Haltung zeige sich aber auch bei Entscheidungen gegen die eigene Überzeugung, die durch Volksabstimmungen zustande kämen. Schwierig sei auch die Einstellung, man wolle keinen Endlagerstandort in der Nähe des eigenen Wohnortes. Positiv sei auf der anderen Seite die ausgeprägte Forderung der Bevölkerung nach Mitbestimmung und das Bewußtsein, bei der Endlagerung der nuklearen Abfälle handele es sich um ein dringend zu lösendes Problem. Der AkEnd versuche, diese widersprüchliche Ausgangslage aufzugreifen.

Stx380-381.2002.3-6.4 (4 Seiten)

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Atommüll-Lager

Endlager: Schacht Konrad wurde jetzt genehmigt. Der Planfeststellungsbeschluß für das Endlager Schacht Konrad ist dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) von der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem niedersächsischen Umweltministerium, am 5. Juni 2002 übergeben worden. Der Arbeitskreis AkEnd des Bundesumweltministers will im Oktober 2002 trotzdem noch sein Auswahlverfahren für Endlagerstandorte vorstellen. BUND, NABU und Robin Wood haben ihre Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis zur Suche von Endlagern für Atommüll aufgekündigt. Die Genehmigung von Schacht Konrad stelle den AkEnd grundsätzlich in Frage und mache ihn überflüssig. Als "Mogelpackung" bezeichnet das Umweltschutzforum Schacht Konrad e.V. die Reduzierung des Einlagerungsvolumens bei der Endlagergenehmigung. Zwar werde das einlagerbare Abfallgebindevolumen von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung auf circa 300.000 Kubikmeter begrenzt, nicht aber das zur Einlagerung vorgesehene Radionuklidinventar. Beim Radionuklidinventar werde nach wie vor von den Planungsdaten aus den Jahren 1986 beziehungsweise 1990 ausgegangen. Offenbar sei alles also nur eine Frage der Verpackung und Verdichtung. Zu früh gefreut hätten sich diejenigen, die sich von der Volumenreduzierung einen "Konrad light" versprochen hätten, meint Harald Bode vom Umweltschutzforum Schacht Konrad Salzgitter e.V.. Vielmehr habe man es in Salzgitter nun eher mit einem "Konrad konzentriert" zu tun.

Stx372-373.2002.7,8.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Protest gegen Zwischenlager in Süddeutschland auch aus Österreich. Noch bis zum 28. Januar 2002 läuft die Einwendungsfrist gegen ein weiteres oberirdisches Atommüll-Zwischenlager in Bayern. Am AKW-Standort Gundremmingen (nördlich von Tirol und Vorarlberg) soll ebenfalls wie in Ohu ein Brennelementezwischenlager für das nächste halbe Jahrhundert errichtet werden. Die österreichischen Atomgegner werden wie bei Ohu auch bei diesem Zwischenlager in den nächsten Wochen eine Einwendungskampagne durchführen. Die Oberösterreichische überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr ruft Gemeinden, Schulen, Behörden und Ämter sowie Privatpersonen zu möglichst breiter Beteiligung auf. Gegen das Atommülllager Ohu waren auf diese Weise bereits über 25.000 Einwendungen zusammengekommen und an das Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland übergeben worden. Die Atomgegner fordern zudem, die Erörterungstermine beziehungsweise die Veranstaltungen zu diesen Umweltverträglichkeitsverfahren (UVP) in Österreich stattfinden zu lassen und nicht in Deutschland. Einwendungsformulare für Gundremmingen und weitere Informationen sind auf den Webpages der österreichischen Atomgegnerorganisationen zu finden: http://www.temelin.at, http://www.grenzblockade.at und http://www.plage.cc

Stx358-359.2001.8,9.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Auf der Suche nach Akzeptanz für ein Atom-Endlager. AkEnd soll bis Ende 2002 Empfehlungen vorlegen. Für die Endlagerung aller Arten radioaktiven Abfalls strebt die Bundesregierung ein Endlager in tiefen geologischen Formationen an. "Dieses Endlager soll um das Jahr 2030 für den Betrieb zur Verfügung stehen", erklärte das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung anläßlich des 2. Workshops ihres Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) am 28. und 29. September 2001 in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt am Main. Anfang 1999 war der Arbeitskreis eingerichtet worden, um auf geo- und sozialwissenschaftlicher Grundlage Kriterien für die Suche nach einem Endlager zu entwickeln. "Um für die Auswahl eines Standortes eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen", ist dem Arbeitskreis die Aufgabe gestellt worden, einen möglichst breiten Dialog mit allen Beteiligten und der Öffentlichkeit zu führen. Anknüpfend an einen ersten Workshop im September 2000 (Strahlentelex berichtete ausführlich in der Ausgabe 330-331 vom 5. Oktober 2000) präsentierte der Arbeitskreis jetzt seine bisherigen Arbeitsergebnisse und legte dazu einen 173-seitigen "2. Zwischenbericht - Stand der Diskussion -" vor.

Stx356-357.2001.4,5.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

28./29. September 2001, Mörfelden-Walldorf: 2. Workshop des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte. Der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) plant, in einem öffentlichen Workshop am 28. und 29. September 2001 seine Empfehlungen für das Auswahlverfahren geeigneter Standorte für die Endlagerung radioaktiver Stoffe vorzulegen. In diesem 2. Workshop möchte der AkEnd den im Jahr 2000 begonnenen Diskurs mit der Öffentlichkeit fortführen. Vorgesehen sind im einzelnen Berichte und Diskussionen zum Stand der bisherigen Arbeit des AkEnd, zum Verfahren bei der Standortauswahl, über die Kriterien zur Standortauswahl und über die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Festlegung und Durchführung des Auswahlverfahrens. Der Workshop findet statt in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt/Main. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung wird bis zum 15.9.2001 erbeten. Weitere Informationen unter http://www.akend.de

Stx348-349.2001.5.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Einwendungen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am 6. bzw. 7. Juni 2001 begonnen, die Antragsunterlagen für die Standort-Zwischenlager an den AKW-Standorten Philippsburg und Neckarwestheim öffentlich auszulegen. Die Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH (GKN) und die EnBW Kraftwerke AG beantragten bereits Ende 1999 die Einrichtung jeweils eines Standort-Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente an den von ihnen betriebenen Atomkraftwerken. Diese beiden Verfahren sind die letzten, von den insgesamt 13 Anträgen für dezentrale Zwischenlager und 5 für Interimslager. Einwendungen gegen die Vorhaben müssen bis zum 6. August 2001 beim Bundesamt für Strahlenschutz erhoben werden. Die Erörterungstermine werden nach Planung des BfS voraussichtlich im Oktober 2001 stattfinden.

Stx348-349.2001.8.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Schacht Konrad anstelle von Gorleben als Endlager für hochradioaktive Abfälle vorgeschlagen. Der Geologe und Endlagerforscher Professor Dr. Klaus Duphorn sprach sich im April 2001 dafür aus, den in der Nähe von Salzgitter liegenden ‚Schacht Konrad‘ künftig auch als Endlager für hochradioaktiven Müll zu nutzen. Nach Abwägung aller weltweit bislang diskutierten Endlageroptionen empfehle er, den Standort Gorleben endgültig aufzugeben und statt dessen auf Schacht Konrad zu setzen. Deutschland sei der einzige Staat weltweit, der offiziell noch an Salzgestein als Lagerstätte für Atommüll festhalte. Zumindest im europäischen Rahmen werde dagegen mittlerweile bevorzugt Tongestein als geeigneter angesehen.

Stx344-345.2001.4,5.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Zwischenlager: Umweltverband will nicht die Akzeptanz für eine Erhöhung des Risikopotentials an AKW-Standorten fördern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat seine Beteiligung an dem am 23. und 24. Januar 2001 in Jülich vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) organisierten "Zwischenlager-Workshop" des Bundesumweltministeriums (BMU) und der Reaktorsicherheitskommission (RSK) zu Atommüll-Zwischenlagern in Deutschland abgesagt. Die BUND-Bundesvorsitzende Angelika Zahrnt erklärte in Schreiben an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und an die Reaktorsicherheitskommission, man habe den Eindruck, daß "der BUND bei diesem Workshop lediglich zu einer Mitwirkung dabei herangezogen werden soll, ‚Lösungen‘ zur Entsorgung des Atommülls zu erarbeiten, um den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke zu ermöglichen".

Stx338-339.2001.7,8.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Zwischenlager: Einwendungen gegen die Standort- und Interimslager der Atomkraftwerke sind möglich. Die Antragsunterlagen für die Standort- und Interimslager der Atomkraftwerke in Brunsbüttel und Brokdorf können vom 30. Januar bis zum 29. März 2001 eingesehen werden. Beantragt ist jeweils die Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente. Während der Auslegungsfrist können schriftlich Einwendungen gegen die Vorhaben erhoben werden. Diese sollen dann voraussichtlich im Mai 2001 mündlich erörtert und vom Bundesamt für Strahlenschutz in den Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden.

Stx338-339.2001.7.1 (1 Seite)

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Atommüll-Lager

Bundesregierung will ein einziges Endlager. Eigenen Angaben zufolge vertritt die Bundesregierung die Auffassung, daß mit Blick auf das Volumen für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle ein einziges Endlager in tiefen geologischen Formationen ausreicht. Dies teilt sie im November 2000 in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 14/4496) auf eine Kleine Anfrage der F.D.P.-Bundestagsfraktion (14/4316) mit. Jenes Endlager soll schätzungsweise um das Jahr 2030 betriebsbereit sein.

Stx336-337.2001.3,4.2 (2 Seiten)

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Atommüll-Lager

Buchmarkt: "Wege zur Endlagerung". Der Tagungsbericht des 1. Workshops "Wege zur Endlagerung" des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) des Bundesumweltministers ist Mitte August 2001 erschienen. Strahlentelex hatte über die am 15. und 16. September 2000 in Kassel stattgefundene Veranstaltung bereits in seiner Ausgabe vom Oktober 2000 ausführlich berichtet. Der nun bei der Gesellschaft für Reaktorsicherheit in Köln zusammengestellte Bericht enthält auf 212 Seiten die Ansprachen und Vorträge der Veranstaltung, Diskussionsausschnitte, eine Teilnehmerliste und einen Pressespiegel. In einem kurzen Resümee erklärt der AkEnd, der Workshop habe "die wichtige Erkenntnis gebracht, daß die Öffentlichkeit einerseits den fachlichen Arbeiten für ein zukünftiges Standortauswahlverfahren für ein Endlager für radioaktive Abfälle durchaus interessiert und positiv gegenüber steht, andererseits aber essentielle Fragen an die Politik bezüglich der zukünftigen Entsorgungsstrategie und der Offenheit des Endlagersuchverfahrens hat." Bezug: CCM Köln GmbH, Kreuzgasse 2-4, 50667 Köln, Tel. 0221 / 925793-22, Fax -93, Email: akend@ccmkoeln.de

Stx352-353.2001.8.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

"Wege zur Endlagerung". Im Strahlentelex vom 5. Oktober 2000 haben Sie anläßlich der Tagung des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) "Wege zur Endlagerung" vom "Werben für ein Endlager in Deutschland" berichtet. Der Titel scheint mir gut gewählt. Auch wenn man einem Teil der Politik und der Mitglieder des AkEnd guten Willen und ehrlicheres Bemühen um Dialog als unter früheren Regierungen unterstellen kann, läuft das Vorhaben darauf hinaus, die Öffentlichkeit und vor allem die aktiven Atomenergiegegner für eine Endlagerlösung zu gewinnen, noch bevor der Atomausstieg unumkehrbar festgezurrt ist (und davon ist die derzeitige deutsche Regierung ja von vornherein weit entfernt geblieben). Ein Leser-Kommentar zum Bericht im Strahlentelex 330-331 vom 5.10.2000 von Heinz Stockinger, Sprecher der Überparteilichen Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE), Salzburg, Österreich.

Stx332-333.2000.11.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

Werben für ein Endlager in Deutschland. Wege zur Endlagerung" nannte sich die Tagung des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) beim Bundesumweltministerium am 16. September 2000 in Kassel. Am Ende steht eine unpopuläre Entscheidung: "Es wird eine Region treffen, das ist unvermeidlich", erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Rainer Baake zur Begrüßung der rund 250 Teilnehmer aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchen und Wissenschaft, die der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) beim Bundesumweltministerium erstmals für den 16. September 2000 nach Kassel eingeladen hatte. Die Bundesregierung lehne die Möglichkeit ab, deutschen Atommüll zur Endlagerung ins Ausland zu exportieren, erklärte Baake. Bestrebungen zu einer Endlagerung im Ausland seien "nicht zu verantworten", Deutschland könne "sein Problem mit der atomaren Erblast nicht auf dem Rücken anderer Völker lösen". Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein atomares Endlager solle sich daher "ausschließlich auf nationale Lösungen" beschränken. Bis zum Jahre 2030 benötige Deutschland genau ein Endlager, in dem auch hochradioaktiver Müll untergebracht werden könne. Rechtzeitiges Werben um Akzeptanz war das zentrale Anliegen der Tagung. Spätestens bis 2010 wollen Bundesregierung und Stromwirtschaft wissen, wo der Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken endgelagert werden soll. Tagungsbericht und Kommentar.

Stx330-331.2000.1-3.3 (3 Seiten)

Atommüll-Lager

Radioaktive Abfälle in Deutschland. In jedem Jahr ermittelt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Bestand an unbehandelten radioaktiven Reststoffen sowie den Anfall und Bestand an konditionierten radioaktiven Abfällen. Außerdem macht es Schätzung zum künftig zu erwartenden Anfall von Atommüll. Der zuletzt im Juli 2000 erschienene Bericht des BfS enthält die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme für den Zeitraum bis Dezember 1998 und Prognosen für den zu erwartenden Anfall konditionierter Abfälle bis zum Jahr 2080. Kurzbesprechung.

Stx330-331.2000.4.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

Interimslager: Erörterungstermin für das Interimslager Neckarwestheim voraussichtlich Anfang Oktober 2000. Am 18. August 2000 endete die Frist für die öffentliche Auslegung der Unterlagen zum Bau und Betrieb der beantragten sogenannten Interimslager in Neckarwestheim und Philippsburg. Ab dem 5. Oktober 2000 beabsichtigt das Bundesamt für Strahlenschutz in Neckarwestheim und ab dem 2. November 2000 in Philippsburg jeweils öffentliche Erörterungstermine zu den Vorhaben durchzuführen.

Stx328-329.2000.6,7.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Erörterungstermine für Castor-Lager voraussichtlich im Oktober 2000. Auf dem Betriebsgelände der Atomkraftwerke Phillipsburg und Neckarwestheim sollen Castorbehälter bis zu 8 Jahre "unter freiem Himmel" gelagert werden. Einwendungen sind bis zum 18. August 2000 möglich. Die Betreiber der Atomkraftwerke Phillipsburg und Neckarwestheim haben Ende 1999 eine auf acht Jahre befristete Lagerung abgebrannter Brennelemente auf dem Betriebsgelände der Atomkraftwerke in sogenannten Interimslagern beantragt. Die Lager sollen dazu dienen, die Transport- und Lagerbehälter für abgebrannte Brennelemente solange "unter freiem Himmel" zwischenzulagern, bis eine Verbringung in das geplante Standort-Zwischenlager erfolgen kann. Bericht mit dem Text einer Mustereinwendung.

Stx326-327.2000.2-4.3 (3 Seiten)

Atommüll-Lager

Kassel, 15.-16. September 2000: Wege zur Endlagerung. Der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte beim Bundesumweltministerium lädt ein zum Workshop. Ein höheres Tempo soll bei der Suche nach einem Atom-Endlager angeschlagen werden. Spätestens bis 2010 wollen Bundesregierung und Stromwirtschaft wissen, wo der Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken endgelagert werden soll. Bis 2003 soll die 1999 vom Bundesumweltminister berufene fünfzehnköpfige Expertengruppe des "Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)" (www.akend.de) neue Anforderungen an die Qualität eines Endlagers formulieren, damit danach die konkrete Suche nach Alternativen zu Gorleben beginnen kann. In Frage kommen dafür bisherigen Verlautbarungen zufolge andere Salzstöcke in Norddeutschland und die Granitformationen entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Unter der Überschrift "Wege zur Endlagerung" will der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlager zusammen mit der interessierten Öffentlichkeit am 15. und 16. September 2000 in Kassel die Fragen diskutieren "Ist Endlagerung der richtige Weg?", "Wie findet man Endlagerstandorte?" und "Wie beteiligt sich die Öffentlichkeit?".

Stx322-323.2000.7,8.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Kassel, 16 September 2000: Endlagerstandorte gesucht. Der "Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte" des Bundesumweltministeriums sucht nach "Wegen zur Endlagerung" und fragt nach öffentlicher Beteiligung. "Im Zuge seiner öffentlichkeitsgerichteten Aktivitäten" hat sich der "Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte" des Bundesumweltministeriums (BMU) im März 2000 entschlossen, am 16. September 2000 einen öffentlichen Workshop durchzuführen und dazu den Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU), den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) e.V., Greenpeace Deutschland e.V. und den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) einzuladen. Ziel sei es, "einen offenen Diskurs mit der Öffentlichkeit über die Endlagerung radioaktiver Abfälle und damit verbundene Standortentscheidungen anzustoßen", heißt es.

Stx318-319.2000.6.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

"Das wird einen heißen Herbst geben!" Bürgerinitiativen und Umweltverbände bereiten sich auf ein aktionsreiches Jahr vor. Insgesamt zehn Anträge auf dezentrale Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente liegen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach eigenen Angaben zur Zeit vor. "Die Anträge werden ohne Verzögerung bearbeitet", erklärte Wolfram König, Präsident des BfS, Anfang Januar 2000. Ende Januar 2000 genehmigte das BfS fünf innerdeutsche Castor-Transporte mit bestrahlten Brennelementen in das zentrale Zwischenlager Ahaus. Das beseitigt die akuten Entsorgungsengpässe der betroffenen Atomkraftwerke und macht einen reibungslosen Weiterbetrieb der Kraftwerke möglich. In den Wochen danach wird das BfS über einen Antrag auf Rücktransport von Atommüll aus Frankreich in das Zwischenlager Gorleben entscheiden.

Stx314-315.2000.3,4.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Endlagerung von Atommüll: Im konditionierten Atommüll und im Salzgestein des Atommüll-Lagers finden durch Kernumwandlungen und radioaktive Zerfallsprozesse chemische und strukturelle Veränderungen statt. Im Zentrum der gegenwärtigen Diskussion zur Sicherheit der Endlagerung stehen geologische Fragestellungen. Dabei wird wenig beachtet, daß eingelagerte Radionuklide untereinander und mit den Stoffen in der unmittelbaren Umgebung (Glaseinbettung, metallische Umhüllungen und Gestein) kernchemisch und radiochemisch reagieren. Durch diese unvermeidbaren aber bisher kaum untersuchten Prozesse werden Einlagerungsinventar, Containment und Umgebung chemisch und strukturell ständig und irreversibel verändert. Darauf weist Dr. Rolf Bertram, Göttingen, Universitätsprofessor a.D. für Physikalische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig, hin. Bertram: Das Stoffinventar in einem Endlager ist - wenn überhaupt - nur zum Beginn der Einlagerung bekannt. Was daraus nach kernchemischen und radiochemischen Reaktionen wird, ist unbekannt.

Stx312-313.2000.3-8.6 (6 Seiten)

Atommüll-Lager

Zwischenlager Lingen: Das geplante dezentrale Atommülllager Lingen schafft die Voraussetzung für einen jahrzehntelangen Weiterbetrieb des Atomkraftwerks. Am 15. Dezember 1999 begann in Lingen der Erörterungstermin im Genehmigungsverfahren für das dezentrale Standort-Zwischenlager des Atomkraftwerks Emsland. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte bereits am Tag zuvor die Aussetzung des Erörterungstermins gefordert. Ohne genauen Abschaltplan darf nach Auffasung des Umweltverbandes für kein deutsches Atomkraftwerk ein Atommüllager gebaut werden. Die Kapazität der beantragten Zwischenlagerhalle in Lingen ermögliche eine Betriebsdauer des Atomkraftwerks bis zum Jahr 2055, erklärte Dr. Helmut Hirsch, Sprecher der BUND-Strahlenkommission.

Stx312-313.2000.1,2.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Erörterungstermin ab 15. Dezember 1999 in Lingen. 3211 Einwendungen über Sammellisten und 36 Einzeleinwendungen wurden im atomrechtlichen Verfahren gegen das geplante Standort-Zwischenlager des Atomkraftwerks Emsland bei Lingen vorgebracht.

Stx310-311.1999.7.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Atommüll-Lager

Den bereits vorhandenen Bedenken gegen die Einlagerung und den Transport von Atommüll sind aus physikalisch-chemischer Sicht weitere hinzuzufügen. Dr. Rolf Bertram, Professor für Physikalische Chemie und angewandte Elektrochemie, Göttingen, beschreibt das Ausmaß und die Ursachen von Strahlenschäden durch die Atommüll-Lagerung.

Stx290-291.1999.9,10.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Geochemie: Wasserdurchlässiges Salzlager. Die Frage nach der Sicherheit von Salzstöcken als Endlager für giftige und radioaktive Substanzen muß nach Untersuchungen an der Westküste des Toten Meeres möglicherweise neu gestellt werden.

Stx230-231.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Atommüll-Lager

Ersatzstandorte für Gorleben in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.

Stx226-227.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Atommüll-Lager

Wirtschaft: Verzicht auf eines der geplanten Atommüll-Endlager abgeboten. Die Stromindustrie ist grundsätzlich bereit, auf eines der beiden geplanten Atommüll-Endlager in Niedersachsen - Schacht Konrad oder den Salzstock Gorleben - zu verzichten. Dies bot der Vorstandschef des Viag-Konzerns, Georg Obermeier, bei der Wintertagung des Deutschen Atomforums am 23. Januar 1996 in Königswinter an.

Stx218-219.1996.12.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

Bestandsaufnahme Atommüll: Bei einem sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie reichen die bestehenden Lagerkapazitäten aus. Der Transport und die Zwischenlagerung von Atommüll beschäftigte 1994 und besonders Mitte 1995 die Politiker und Sicherheitskräfte in Deutschland. Engagierte Atomkraftgegner und -gegnerinnen versuchten mit hohem persönlichen Einsatz die Einlagerung des ersten CASTOR-Behälters in das Zwischenlager Gorleben zu erschweren. Wolfgang Neumann von der Gruppe Ökologie Hannover führt eine Bestandsaufnahme durch, wieviel Atommüll in den nächsten Jahren zur Zwischenlagerung anfällt. Er stellt verschiedene Szenarien vor, die verdeutlichen, in welchem Umfang die vorhandenen Lagerkapazitäten für radioaktive Abfälle in den neuen und alten Bundesländern ausreichen werden.

Stx202-203.1995.1-4.4 (4 Seiten)

Atommüll-Lager

Brandenburg: Neue Standortvorschläge für Atommüllager. Von ursprünglich 30 untersuchten Orten in Brandenburg für die gesetzlich vorgeschriebenen Landessammellager für schwach radioaktive Abfälle standen Ende 1994 noch fünf in der engeren Wahl: Storkow im Landkreis Oder-Spree, Schönermark (Oberhavel), Brand (Dahme-Spreewald), Kruge-Gersdorf (Märkisch-Oderland) und Kehrigk (Oder-Spree). Sie sollen Wollenberg und Müncheberg (beide Märkisch-Oderland) und Gräbendorf (Dahme-Spreewald) ersetzen.

Stx190-191.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Atommüll-Lager

Schweiz: Atommüll im Kanton Nidwalden, im nördlichen Aargau und im Zürcher Weinland. Schwach- und mittelaktive nukleare Abfälle hat die Schweiz in den Zwischenlagern ihrer Atomkraftwerke und im Bundeszwischenlager beim Paul Scherrer Institut in Würenlingen liegen.

Stx186-187.1994.8,9.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Frankreich: Lager für abgereichertes Uran bei früherem Uranbergwerk. Die lange Geschichte der Lagerung von Abfällen aller Art auf dem Gelände von Uranbergwerken hat eine neue Fortsetzung bekommen: Die im nuklearen Brennstoffgeschäft tätige französische Staatsfirma COGEMA will auf dem Gelände des Uranerz-Aufbereitungsbetriebs in Bessinessur-Gartempe bei Limoges abgereichertes Uran lagern. Ein Bericht von Peter Diehl.

Stx176-177.1994.5.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

Brandenburg: Niemand will Sammelstelle für radioaktive Abfälle. Mit massiven Protesten hat die Gemeinde Heckelberg im Landkreis Märkisch-Oderland zwischen Bernau und Bad Freienwalde in Brandenburg auf die Absicht des Landesumweltamtes reagiert, in einem ehemaligen Bunker der Nationalen Volksarmee nahe dem Ortsteil Beerbaum ein Zwischenlager für schwach- und mittelverseuchtes radioaktives Material einzurichten.

Stx170-171.1994.8.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

Berlin: Atommüll-Lager in Wannsee reicht nicht mehr. Berlin erwägt, ein neues Zwischenlager für schwach- und mittelstark belastete radioaktive Abfälle zu bauen. Weil das bestehende Zwischenlager im Hahn-Meitner-Institut in Berlin-Wannsee bereits zu 90 Prozent voll sei, habe man für 1993 vier Millionen DM für den Bau eines neuen Lagers beantragt, erklärte ein Sprecher der Berliner Wissenschaftsverwaltung.

Stx142-143.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Atommüll-Lager

Endlager Konrad: Bundesamt für Strahlenschutz vernachlässigt "natürliches Radon" und will radioaktive Abgase aus Atommüllendlager in die Luft blasen. Wie aus allen Anlagen, in denen mit radioaktiven Stoffen umgegangen wird, läßt sich die Abgabe radioaktiver Stoffe in die Umwelt auch aus dem geplanten Endlager Konrad nicht ganz vermeiden, meldet das Bundesamt für Strahlenschutz in seinem Info-Blatt vom Dezember 1991. Ein Bericht von Bernd Lehmann.

Stx122-123.1992.1,2.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Bonn: Atommüll nimmt weiter zu. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) prognostizierte auf der Grundlage von Daten für 1989 und einer Kernkraftwerksleistung von 23,6 Gigawatt bis zum Jahr 2000 etwa 107.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle, bis zum Jahr 2010 rund 207.000 Kubikmeter und bis zum Jahr 2020 knapp 307.000 Kubikmeter.

Stx80-81.1990.10,11.2 (2 Seiten)

Atommüll-Lager

Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig: In 1989 verdoppelt sich die Menge der radioaktiven Abfälle.

Stx70-71.1989.3.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

USA: Kein Endlager für Atommüll in den Vereinigten Staaten. Das US-Energieministerium in Washington verschob im Oktober 1988 auf unbestimmte Zeit die Eröffnung des ersten Endlagers für hochaktiven Atommüll in den USA, nachdem Wissenschaftler des Ministeriums selbst Zweifel an der Sicherheit der Anlage angemeldet hatten, das für umgerechnet 1,4 Milliarden Mark in einem Salzstock westlich von Carlsbad im US-Bundesstaat New Mexiko gebaut worden war.

Stx43.1988.6.1 (1 Seite)

Atommüll-Lager

Stromerzeugung im Vergleich: "Atomabfälle nach 10.000 Jahren weniger gefährlich als Kohleabfälle". In der Diskussion um die Sicherheit und Unsicherheit der Atomkraft bei der Stromerzeugung wird häufig argumentiert, auch die Energieerzeugung mit Kohle sei mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden. Bei oberflächennaher Ablagerung der festen Schadstoffe aus der Kohleverbrennung und bei Endlagerung der radioaktiven Abfälle ergebe sich ein über tausendfach höheres Langzeitrisiko bei der Kohleverbrennung (Cohen, 1983). Es ist daher diskutiert worden, auch diese Schadstoffe langfristig von der Umwelt zu isolieren. Vor allem Blei, Cadmium, Arsen, Tellur und Wismut sind in den Steinkohle-Filterstäuben um das Zehn- bis Hundertfache gegenüber der mittleren Zusammensetzung natürlicher Tongesteine und Böden angereichert. Im Rahmen der Betrachtung der Langzeitsicherheit von Endlagern veranlaßte dies die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, Vergleiche der Schadwirkungen von Folgeprodukten aus Atom- und Kohlekraftwerken anzustellen (D. Ehrlich, H. Röthemeyer, G. Stier-Friedland, B. Thomauske: Langzeitsicherung von Endlagern, PTB informiert 1/87, Braunschweig 1987). Die Ergebnisse sind nicht frei von Widersprüchlichkeiten.

Stx18.1987.1,2.2 (2 Seiten)

Entsorgungsstrategie

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Entsorgungsstrategie

In Gorleben wird gebaut. Der Skandal um Gorleben wird amtlich. Bisher galt die Sprachregelung, dass der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Atommüllendlager „erkundet“ wird. Für die Gorlebengegner war das ein Etikettenschwindel. „1,6 Milliarden Euro sind in den Ausbau Gorlebens geflossen, eine Erkundung hingegen würde nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit rund 400 Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Daran erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in einer ihrer letzten Mitteilungen im alten Jahr 2011.

Srtx600-601.2012.8.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

„Vier potentielle Endlager bis 2013“. Vier „potentielle Endlager“ soll es bis 2013 geben und im nächsten Jahr auch ein „Endlagersuchgesetz“, sagt Umweltminister Norbert Röttgen. Aber der Salzstock in Gorleben wird unvermindert weiter ausgebaut. Das nährt Zweifel an einer offenen Endlagersuche.

Stx598-599.2011.10-11.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Umweltradioaktivität: Atommüll im Nordostatlantik. Im Nordostatlantik versenkte radioaktive Abfälle sollen untersucht und möglicherweise später an ihre Verursacher zurückgegeben werden. Das fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag (Bundestagsdrucksache 17/7633 vom 08.11.2011) an die Bundesregierung.

Stx598-599.2011.9-10.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll: Zur Stilllegung der Atomkraftwerke in Deutschland: Die sicherheitstechnischen Anforderungen werden abgeschwächt und die Öffentlichkeitsbeteiligung wird ausgehöhlt. Ein Beitrag von Wolfgang Neumann. Nach der in Bundestag und Bundesrat im Juni/Juli 2011 verabschiedeten Atomgesetz-novelle sollen die sieben ältesten Atomkraftwerke in der Bundesrepublik und der Pannenreaktor Krümmel ihre Stromproduktion einstellen. Einer der sieben ältesten Reaktoren soll nach gegenwärtigem Stand als „Kaltreserve“ betriebsbereit bleiben. In einem Stufenplan sollen dann bis 2022 die restlichen Reaktoren abgeschaltet werden. Das bedeutet, in den nächsten Jahren wird es 17 atomrechtliche Stilllegungsverfahren und einen vermehrten Anfall radioaktiver Abfälle geben. Die Abschaltung ist nicht das Ende aller Dinge, sondern die Reaktoren müssen möglichst sicher stillgelegt werden. Zu-nächst befinden sich noch die Brennelemente im Reaktor und in den Brennelementlagerbecken der Reaktoren. Diese müssen möglichst zügig in die Standortzwischenlager überführt werden, um die Ab-schaltung der Reaktoren unumkehrbar machen zu können. Durch die Entladung der Brennelemente sinkt das Radioaktivitätsinventar eines Reaktors zwar deutlich, es existiert jedoch immer noch ein erhebliches Gefahrenpotenzial. Deshalb sind auch an die Stilllegung hohe Sicherheitsanforderungen zu stellen und zur Gewährleistung und Kontrolle der erforderlichen Sicherheit ist auch eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich.

Stx592-593.2011.5-8.4 (4 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

EU-Richtlinie über die Entsorgung von radioaktiven Abfällen verabschiedet. Aktenfunde belegen frühes Wissen um Gorlebener Gasfelder. Der Rat der Europäischen Union (EU) hat am 20. Juli 2011 eine Richtlinie „für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente“ und radio-aktiver Abfälle verabschiedet, die einen verbindlichen Rechtsrahmen für alle EU-Mitglieder schaffen soll. Diese ergänzt die Richtlinie der Europäischen Union vom 25. Juni 2009 zur Sicherheit von kerntechnischen Einrichtungen (2009/71/EURATOM) und stellt die Umsetzung des zweiten Teils des von der Kommission im Jahr 2003 präsentierten Nuklearpaketes dar. Das Bundesumweltministerium begrüßt die Richtlinie, weil damit eine europaweite Einigung über die Kriterien für die Entsorgung von Nuklearabfällen erzielt worden sei. Schwerpunkt der Richtlinie ist die Forderung an alle 14 EU-Mitgliedsstaaten, einen „nationalen Entsorgungsplan“ aufzustellen. Dieser Plan soll die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen bei der Entsorgung und der Endlagerung von Atomabfällen gegenüber der Öffentlichkeit gewährleisten, heißt es. Der jeweilige nationale Entsorgungsplan soll durch eine internationale Expertengruppe überprüft und in regelmäßigen Abständen „fortentwickelt“ werden. Ausserdem werden künftig die von der Lobby-Organisation zur Förderung der Atomenergie IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) entwickelten Sicherheitsstandards rechtsverbindlich.

Stx590-591.2011.18-19.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Kernbrennstoffe dürften eigentlich nicht nach Rußland, solche aus Rossendorf aber doch. Die Abgabe von bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur Stromerzeugung an eine Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe ist zwar unzulässig – darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 08.12.2010 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin. Bei den Rossendorf-Brennelementen handele es sich jedoch um hochangereicherte bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, erläutert die Bundesregierung.

Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Sicherheitsanforderungen werden verändert anstatt erfüllt. Der Umgang mit Atommüll ist nicht nur in Deutschland eine Geschichte voller Unkenntnis, Leichtfertigkeit und krimineller Energie. Zu den Hinterlassenschaften der amerikanischen Kernwaffenproduktion gehört das Atommülllager Hanford bei Richland im US-Bundesstaat Washington. In 177 unterirdischen Tanks mit einem Fassungsvermögen zwischen knapp 210 und 3.785 Kubikmetern lagern 53 Millionen US-Gallonen radioaktiver Müll. Das sind mehr als 200.000 Kubikmeter eines reaktiven klebrigen Gebräus aus hochradioaktiven Abfällen der Plutoniumproduktion und anderen Chemikalien. Sie wurden von 1947 an bis zur Stillegung des letzten Hanfordreaktors im Jahr 1987 eingelagert, reagieren ständig und verändern sich. Knapp 4 Millionen Liter Flüssigmüll sollen bereits aus lecken Tanks ausgesickert sein und dem Columbia-River zustreben.

Stx578-579.2011.1-2.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Brennelemente aus Rossendorf bleiben zunächst in Ahaus. Am 15. Dezember 2010 beschäftigte sich der Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit der Entscheidung der Bundesregierung, den geplanten Transport von 951 bestrahlten Brennelementen aus dem Kernforschungszentrum Rossendorf in die russische Wiederaufbereitungsanlage Mayak abzusagen. Zur Begründung sagte eine Vertreterin des Bundesumweltministeriums, daß der Antragsteller aus Rossendorf nicht in der Lage gewesen sei, die schadlose Wiederverwertung der Brennelemente in Rußland nachzuweisen. Gegenstand der Prüfung durch die Regierung sei aber nicht die Anlage Mayak selbst gewesen, sondern der Antrag aus Rossendorf.

Stx576-577.2011.8.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Strahlenschutz / Atommüll: Ermittlungsverfahren wegen der Freigaberegelungen von Atommüll eingestellt. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Herren Prof. Dr. Rolf Michel, Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller, Dr. Stefan Thierfeldt und Dr. Günther Schaller als verantwortliche Berater der Bundesregierung wegen des Verdachts des Mißbrauchs ionisierender Strahlen nach Paragraph 309 des Strafgesetzbuches (StGB) ist eingestellt worden. Das teilte der zuständige Staatsanwalt Dr. Venjakob der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Ende Oktober 2010 mit. Diese hatte, wie bereits berichtet, im Januar 2010 gegen die Strahlenschutzberater der Bundesregierung Strafanzeige erstattet.

Stx576-577.2011.7-8.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll-Transporte nach Rußland geplant. Flüssiger radioaktiver Abfall aus Deutschland könnte künftig in Rußland in den Untergrund gepumpt werden. Die rechtliche Absicherung dieses Verfahrens durchläuft zur Zeit den Gesetzgebungsprozeß der russischen Staatsduma.

Stx574-575.2010.11.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Neue Anforderungen für Atomendlager. In einer nicht öffentlichen Kungelrunde wurden die Sicherheitskriterien für ein Endlager genau auf das umstrittene geplante Endlager in Gorleben zugeschnitten. Am 30. September 2010 hatte das Bundesumweltministerium mit den Ländern über die „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ beraten. Im Juli 2009 hatte der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) diese Anforderungen veröffentlicht, kurz vor dem Regierungswechsel und ohne Beteiligung der Länder. Kriterium für die Langzeitsicherheit soll nun weiterhin ein Zeitraum von einer Million Jahre sein und die Behälter müßten über einen Zeitraum von 500 Jahren zurückgeholt werden können, heißt es. Der bisher erarbeitete Stand werde „im Dialog mit den Ländern weiterentwickelt“. Das 22 Seiten umfassende Papier kann von der Homepage des Bundesumweltministeriums heruntergeladen werden: www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/17_legislaturperiode/doc/46521.php . Und der Bundestag hat Enteignungsmöglichkeiten zum Endlagerbau beschlossen.

Stx574-575.2010.8-9.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atompolitik: Entsorgungsstrategien. Die Grünen prophezeien, daß der Vorschlag von EU-Energiekommissar Günther Oettinger für eine Atommüllrichtlinie nicht mehr als ein PR-Gag der Europäischen Kommission wird. Der Vorschlag wird zwar erst am 3. November 2010 offiziell präsentiert, ein Entwurf ist jedoch schon vorab durchgesickert. Demnach bleibt der Entwurf in vielen Kernfragen vage, etwa bei der Definition von Atommüll und beim Verfahren einer Endlagersuche und der öffentlichen Beteiligung. Im Endeffekt werde es den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union selbst überlassen zu bestimmen, was Atommüll sei und es werde ihnen freie Hand dabei gelassen, eine große Menge potentiell gefährlicher Materialien von der Regelung auszunehmen. Damit würde die 2001 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung bundesweit eingeführte Praxis, mit Radionukliden durchmischte Materialien unterhalb bestimmter Konzentrationswerte als nicht radioaktiv zu erklären und „zur Rückführung in den Stoffkreislauf“ freizugeben, zementiert.

Stx572-573.2010.12.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern: Große Mengen Atommüll vorgeblich „freigemessen“ und wie gewöhnlicher Müll auf Deponie abgelagert. Sogenannte Freimessungen von Atommüll sind ein Bluff. Der Eigentümer des Atomkraftwerks Lubmin führt sie selbständig durch. Die tatsächlich in den Abfällen aus dem Abriß des Atommeilers enthaltenen Radionuklide und deren Aktivität werden nicht ermittelt. Seit 1996 sind bis Mitte 2010 auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg, östlich von Lübeck, bisher rund 14.530 Tonnen sogenannte freigemessene radioaktive Abfälle aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald abgelagert worden. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern vom 14. September 2010 auf eine Anfrage aus dem Beirat für Umweltfragen der Deponie Ihlenberg hervor. Demnach waren es allein im Jahr 2001 sogar 7.154,5 Tonnen Atomabfälle, nachdem es in den Jahren zuvor noch insgesamt 4.351,3 Tonnen waren. Im Jahr 2001 war mit der Neufassung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bundeseinheitlich eine sogenannte Freigaberegelung eingeführt worden, die unterhalb bestimmter Konzentrationsschwellen der spezifischen Aktivität (angegeben in Becquerel pro Gramm) und ohne Begrenzung der Mengen die Ablagerung wie gewöhnlicher Müll auf Deponien und auch ein Recycling von Atommüll erlaubt. Das heißt, zuvor im Atomkraftwerk eingesetzte Materialien, zum Beispiel Metalle und Baustoffe, können im Eßbesteck, in Zahnspangen, im Straßen- und Hausbau landen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 5.543 Tonnen radioaktive Reststoffe der Energiewerke Nord freigegeben und dem Stoffkreislauf zugeführt sowie 1.747,1 Tonnen weitere radioaktive Abfälle auf der Deponie Ihlenberg abgelagert. Welche Radionuklide die Abfälle tatsächlich enthalten und wie hoch deren Aktivität ist, wird allerdings nicht ermittelt. „Im Freigabeverfahren werden keine Angaben für die tatsächlich in den einzelnen Gebinden gemessene nuklidspezifische Aktivität aufgezeichnet“, heißt es in der Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums.

Stx570-571.2010.9-10 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll in Thüringen: Unsanierte Standorte des Uranbergbaus stellen die Sicherheit der Endlager der Uranerzaufbereitung infrage. Die Langzeitsicherheit unsanierter Standorte des Uranbergbaus im Zusammenhang mit den Endlagerstätten der Uranerzaufbereitung in Ostthüringen. Von Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg. Wie sicher sind die unsanierten Standorte des Uranbergbaus in Ostthüringen? Und was haben unsanierte Bergbauflächen mit radioaktiven Endlagern zu tun? Für diese findet schließlich seit zwei Jahrzehnten eine aufwendige und kostenintensive Verwahrung statt. Das sind berechtigte Fragen aus Sicht von Anwohnern, die den Abschluss der Arbeiten zur Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen vor Augen haben. Fragen, die sich nach Kenntnis des Kirchlichen Umweltkreises Ronneburg Behörden des Landkreises Greiz und des Landes Thüringen nicht stellen. Das Sanierungsunternehmen Wismut GmbH geht da differenzierter vor. So findet vom 25. bis 27. Mai 2011 in Ronneburg ein Fachsymposium (Wissym 2011) statt, dass sich der „Nachhaltigkeit und Langzeitaspekte bei der Sanierung von Uranbergbau- und Aufbereitungsanlagen“ widmet. Anlass für den Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg, kritische Langzeitaspekte beizusteuern.

Stx570-571.2010.1-9.9 (9 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Erst Hennenhöfer, jetzt auch noch Thomauske. Atomfilz beim Endlager Gorleben. Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: „Röttgen will Gorleben durchboxen“. Mit großer Empörung reagierte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die Entscheidung der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Dr. Bruno Thomauske an einer „Eignungsprognose“ für das geplante Endlager Gorleben mitwirken zu lassen. Finanziert wird diese „Eignungsprognose“ vom Bundesumweltministerium. „Der Filz erreicht unter Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine neue Qualität“, kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke die Personalentscheidung. Thomauske wechselte einst vom Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) zum Atomstromkonzern Vattenfall. Dort war er Geschäftsführer der Atomsparte im Vattenfall-Konzern, als in dessen Reaktor Krümmel bei Hamburg ein Transformatorenbrand ausbrach und einen gefährlichen Zwischenfall verursachte. Nach massiven Vorwürfen wurde Thomauske deshalb von seiner Funktion entbunden. Zur Zeit hat er einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen, der vom Energiekonzern RWE gesponsert wird.

Stx568-569.2010.5-6.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atom-Multis verdienen an ihrem Müll. Trotz jahrzehntelanger Proteste und andauernder Diskussionen wird Gorleben als einziger Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll weiter erkundet. Das freut die Atomwirtschaft. Nicht nur, weil sie einen Platz für ihren strahlenden Abfall braucht, sondern weil sie schon jetzt mit der Suche danach Geld verdient. Denn verantwortlich für die Erkundungsarbeiten in Gorleben ist die kaum bekannte Firma DBE. Diese „Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern“ (DBE) ist zu 75 Prozent im Eigentum der vier großen Atomkonzerne. Seit Jahrzehnten führt die DBE alle Bergarbeiten zur Vorbereitung von Endlagern aus, nicht nur in Gorleben, sondern auch im Schacht Konrad bei Salzgitter und im ehemaligen DDR-Lager Morsleben. So holt sich die Atomindustrie einen Teil ihrer Abfallgebühren, die sie für die Einlagerung bezahlen, wieder zurück und verdient im Fall Morsleben sogar reines Steuergeld. Die Grundlage sind demnach Verträge aus Zeiten, in denen die DBE ein reines Staatsunternehmen war. 1984 jedoch stiegen die Konzerne in die Gesellschaft ein. Trotz Warnungen vor einer zu großen Nähe zu den Energieunternehmen schaffte aber niemand die vertraglich zugesicherten Privilegien der DBE ab.

Stx566-567.2010.6.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Testeinrichtung zur Bohrlochlagerung in Gorleben. Auf der Website der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) informiert ein Artikel vom 25. Mai 2010 über einen knapp einjährigen Versuchsbetrieb der GNS und DBE Technology, bei dem die Einlagerungstechnik zur Bohrlochlagerung von konditionierten Brennelementen und HAW-Kokillen erprobt worden sei. Das 2006 gestartete Projekt sei gemeinsam von der EU, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie der GNS finanziert worden. Nach Abschluß des Versuchsbetriebs 2009 seien die Gerätschaften zur Aufbewahrung auf das Werksgelände der GNS in Gorleben verbracht worden, und könnten dort demnächst von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden. Vom Eintreffen der Anlage in Gorleben am 10. Mai 2010 hatte Strahlentelex bereits in der vorigen Ausgabe berichtet.

Stx564-565.2010.7-8.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern: Brunnenvergiftung durch Freigabe von Atommüll in die Umwelt. Freigabe von radioaktiven Reststoffen nach dem Konzept der „Kontrollierbaren Dosis“. Organisierte Brunnenvergiftung: Um die endzulagernden Mengen Atommüll zu verringern, werden radioaktive Reststoffe unterhalb gewisser Radionuklidkonzentration zur Freisetzung in die Umwelt und freien Weiterverwertung freigegeben. Nach der Stilllegung und beim Abbau kerntechnischer Anlagen fallen große Mengen radioaktiver Reststoffe und Abfälle an. Für die Atomkraftwerke Greifswald/Lubmin und Rheinsberg wird ein radioaktives Abfall- und Restvolumen von insgesamt 210.000 Kubikmeter erwartet. Das Abfallvolumen kann durch Konditionierungstechniken wie Hochdruckverpressen, durch Trocknung oder Verfestigung mittels Zementierung verringert werden. Die größte Reduktion erfolgt indes durch eine Verwertung der radioaktiven Reststoffe im Wirtschaftskreislauf. Nach Darstellung der Energiewerke Nord GmbH (EWN) können allein aus dem Kernkraftwerk Greifswald circa 1.200.000 Tonnen radiologisch restriktionsfreies Material und circa 500.000 Tonnen freizumessende Reststoffe in den Wirtschaftskreislauf beziehungsweise zur Deponierung als gewöhnliche Abfälle verbracht werden. Nur circa 100.000 Tonnen radioaktive Reststoffe müssen später als radiologische Abfälle zwischen- beziehungsweise endgelagert werden.

Stx564-565.2010.2-3.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Umweltradioaktivität: Radioaktive Rückstände bei der Öl- und Gasförderung. Bei der Öl- und Gasförderung gelangen mit dem sogenannten Prozesswasser Begleitstoffe wie radioaktives Radium-226, Radium-228, Blei-210 und Thorium-228 aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Diese radioaktiven Stoffe natürlichen Ursprungs lagern sich unter anderem in Schlämmen und in Förderröhren ab, so daß diese Materialien ebenfalls radioaktiv belastet werden. Trotz der Vorschriften in der Strahlenschutz-Verordnung (StrlSchV), die die Überwachung der Radioaktivität und der Belastung einzelner Personen vorgibt, erfolgt die Entsorgung dieser radioaktiven Rückstände weitgehend unkontrolliert in Eigenverantwortung durch die Förderfirmen. Mitteilungspflichten nach Paragraph 100 der Strahlenschutzverordnung gelten erst ab mehr als 2.000 Tonnen anfallender Rückstände jährlich.

Stx562-563.2010.7.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Buchmarkt: Über die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Im Mai 2010 hat jetzt das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Print-Version der Tagungsdokumentation zum Internationalen Endlagersymposium Berlin 2008 vorgelegt. Strahlentelex hatte in der Ausgabe Nr. 526-527 vom 4. Dezember 2008 ausführlich über die Tagung berichtet (www.strahlentelex.de/Stx_08_526_S06-07.pdf ). Im Oktober 2002 hatte der drei Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingerichtete „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ seine Kriterien und Verfahrensvorschläge zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd seine Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden lassen. Das fand danach sechs Jahre lang nicht statt. Auf der Tagung Ende 2008 wurde schließlich dafür geworben, nun damit zu beginnen. Peter Hocke (ITAS im KIT), Georg Arens (BMU) (Hg.): Die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Gesellschaftliche Erwartungen und Anforderungen an die Langzeitsicherheit. Tagungsdokumentation zum „Internationalen Endlagersymposium Berlin, 30. 10. bis 01.11.2008“, Karlsruhe/ Bonn/Berlin Version 12.04.2010, 158 S. A4. Eine pdf-Version gibt es unter www.itas.fzk.de/v/endlagersymposium/Tagungsdokumentation_Symposium_final.pdf

Stx562-563.2010.6.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Neue atomare Anlage für Gorleben. Auf dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben soll ab 2012 eine weitere atomare Anlage entstehen. In ihr sollen schwach- und mittelradioaktive Abfälle für ihren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet werden. Der Atommüll soll hier geprüft, umgepackt, getrocknet und in andere Behälter gefüllt werden. Das erklärte Jürgen Auer für die Gesellschaft für Nuklearservice am 26. April 2010, dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und nur zwei Tage nachdem rund 120.000 Menschen dem Aufruf von mehreren Organisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien gefolgt waren und zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine 120 Kilometer lange Menschenkette gegen die Atomkraft gebildet hatten. Dokumente und der Bericht des Bundesumweltministeriums vom September 2009 über die politische Einflußnahme auf den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt von 1983 zur Erkundung des Standortes Gorleben sind jetzt im Internet abrufbar unter www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/doc/45019.php sowie www.cshare.de/file/fa018cd18bacb6b4280a26e98345ad3c/Gorleben_Akten.zip  und www.greenpeace.de

Stx560-561.2010.15-16.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

„Vergessene“ radioaktive Bergbauhinterlassenschaften in Ostthüringen. Radioaktive Altlasten des Uranbergbaus in Ostthüringen drohen in Vergessenheit zu geraten. Das Endergebnis des teuren bundesdeutschen Vorzeige-Umweltprojektes der Sanierung der Betriebsflächen des bundeseigenen Unternehmens Wismut GmbH wird dadurch deutlich geschmälert.  Künftige Generationen werden die Folgen der gegenwärtigen Verdrängungstaktik Thüringer Landesbehörden tragen müssen. Von Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg.

Stx560-561.2010.10-13.4 (4 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg- und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß, stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm, weitere Informationen und Kontakt: www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben. Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax 05841-3197 oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de

Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Rußland erstickt an Atommüll. Eigenen Angaben zufolge erstickt Rußland an radioaktivem Müll und hat dringenden Handlungsbedarf. Wie die Vizechefin der staatlichen Atomholding Rosatom, Tatjana Jelfimowa, nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax sagte, haben sich inzwischen etwa 550 Millionen Tonnen Strahlenabfälle, darunter auch Uran aus Deutschland, in ihrem Land angesammelt. Die Lösung dieses Problems werde Jahrzehnte in Anspruch nehmen, erklärte sie bei der Vorstellung einer Gesetzesinitiative vor dem Energieausschuß des russischen Parlaments. In dem Gesetz ist vorgesehen, die Menge des Atommülls bis 2025 auf 385 Millionen Tonnen zu verringern. Dazu soll in 2010 eigens eine Beseitigungsfirma gegründet werden, hieß es. Bis 2035 solle zudem eine sichere Endlagerstätte für den Atommüll gefunden werden, der vor allem aus Atomkraftwerken und der militärischen Nutzung stammt.

Stx556-557.2010.15.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Uranhexafluorid. In Deutschland lagern derzeit in der Urananreicherungsanlage Gronau circa 4.700 Tonnen Uranhexafluorid (UF6). Diese Menge nennt die Bundesregierung in einer Antwort (Bundestagsdrucksache 17/253 vom 16.12.2009) auf eine Kleinen Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen über die Lagerung und Sicherung von Uranhexafluorid. Den Urandurchsatz in der Anlage Gronau schätzt die Bundesregierung für das Jahr 2009 auf rund 4.550 Tonnen, nach jeweils 4.450 Tonnen in den beiden Jahren zuvor.

Stx556-557.2010.14.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

„Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid. Die Vollverfüllung – als eine Stilllegungsoption für Asse II – sieht vor, die oberen Bereiche der Schachtanlage mit Beton zu verfüllen und unterhalb der 700-Meter-Sohle mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung (sogenanntem Schutzfluid) zu fluten. Dadurch würde früher oder später das gesamte auf der 725 Meter- und 750 Meter-Sohle eingelagerte radioaktive und nichtradioaktive Inventar sowie das zur Verfüllung der Einlagerungskammern verwendete Material in Kontakt mit der wässrigen Lösung kommen. Auch bei der Notfallplanung ist beim Eintritt des Notfalls eine Flutung mittels Schutzfluid vorgesehen. Auch hierbei würde das eingelagerte Material der Einwirkung der gesättigten Magnesiumchloridlösung ausgesetzt. In beiden Fällen ist eine trockene Lagerung des Inventars unmöglich. Die geforderte Langzeitsicherheit (für 1 Million Jahre) ist bei Verfüllung mit Beton und Magnesiumchloridlauge nicht zu gewährleisten. Es besteht kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse Von Rolf Bertram

Stx556-557.2010.10-14.5 (5 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Strahlenschutz / Atommüll: Strafanzeigen gegen Strahlenschutz-Berater der Regierung erstattet. Gegen vier verantwortliche Berater der Bundesregierung, deren Empfehlungen in die amtliche Strahlenschutzpraxis eingegangen sind, hat die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. jetzt im Januar 2010 Strafanzeige erstattet. Die Anzeige richtet sich gegen den Hannoveraner Prof. Dr. Rolf Michel, bisheriger Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK), den Essener Prof. Dr. U. W. Müller, Vorgänger von Michel als Vorsitzender der SSK, den Hauptberater in der Arbeitsgruppe „Freigabe“ der SSK, Dr. S. Thierfeldt, der Mitarbeiter der Firma Brenk-Systemplanung in Aachen ist, und gegen Dr. G. Schaller vom Institut für Strahlenhygiene in Neuherberg bei München des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Schaller wird speziell vorgeworfen, ein verharmlosendes Szenario über die Einlagerung von Radionukliden in normalen Mülldeponien (das sogenannte „Privatbrunnenmodell“) erdacht und veröffentlicht zu haben, das die Immissionen auf die Bevölkerung zig-tausendfach unterschätzt. Den vier Personen wirft die Bürgerinitiative, vertreten von ihrer Vorsitzenden Kerstin Rudek und ihrem Beiratsmitglied Dipl.-Ing. Heinrich Messerschmidt, den Mißbrauch ionisierender Strahlen nach Paragraph 309, Absatz 2 bis 4 des Strafgesetzbuches (StGB) vor. Sie hätten in verantwortlichen Positionen stehend und zum Teil gemeinsam handelnd über ihre Beraterfunktionen für das Bundesumweltministerium und entgegen bestehenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie sie schon vor Jahren in die EU-Strahlenschutzrichtlinien Eingang gefunden haben, gefährliche Aktivitätskonzentrationen in sehr großen Mengen zur Freigabe vorgeschlagen.

Stx556-557.2010.1-2.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Gorleben, Morsleben, Asse, Karlsruhe, Sibirien:

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg befürchtet, daß die Atomwirtschaft die Regie in Gorleben übernehmen soll.

Das Bundesamt für Strahlenschutz, Betreiber des Atommülllagers Morsleben, will hier – anders als beim Atommülllager Asse – auf eine Alternativenprüfung verzichten. Einwendungen dagegen können alle Bürgerinnen und Bürger bundesweit noch bis zum 21. Dezember 2009 erheben: www.robinwood.de/morsleben.

Professor Klaus Kühn gilt als international renommierter Experte. Er setzt auf Salz als Endlagermedium für radioaktive Abfälle und plädiert selbst jetzt, nachdem seine Mitschuld für das Asse-Debakel Thema für parlamentarische Befragungen ist, gleich für das nächste Debakel, für Gorleben, beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

In der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) lagerten zu Beginn des Verglasungsbetriebs im September 2009 etwa 58 Kubikmeter (58.000 Liter) flüssiger hochradioaktiver Abfälle (HAWC). 1996 waren es noch 70 Kubikmeter. Als Erklärung gibt die Bundesregierung an, daß es der WAK „gestattet worden sei, das HAWC durch Verdunsten aufzukonzentrieren“.

Große Mengen Reststoffe aus der deutschen und wohl auch der französischen Produktion von AKW-Brennelementen lagern in einem Atomzentrum in Sewersk, früher Tomsk-7 genannt, das rund 200 Kilometer nördlich von Nowosibirsk liegt. Die Firma Urenco, die im nordrhein-westfälischen Gronau eine Fabrik zur Urananreicherung betreibt, bezeichnet das Material aber als „Wertstoff“, der in Rußland weiter verarbeitet werde. Hätte man das Material, für das es hierzulande keine sinnvolle Verwendung gibt, als Atommüll eingestuft, so müßten Michael Sailer, dem Vorsitzenden der Entsorgungskommission (ESK) der Bundesregierung zufolge, weitere 150.000 Kubikmeter Endlagerkapazität bereitgestellt werden.

Stx550-551.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, Ausbau von Gorleben und Hermesbürgschaften für Atomexporte. Vorhaben der schwarz-gelben Regierungskoalition. Bemerkenswert wenige Worte enthält der Koalitionsvertrag der neuen CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition zu der von ihr für die beginnende 17. Legislaturperiode beschlossenen Revision des Atomausstiegs. „Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann“, steht beinahe versteckt im Kapitel „Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz“ des Vertrages. „Dazu sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke (…) zu verlängern“, heißt es, ohne den in Rede stehenden Zeitraum von zunächst zehn Jahren explizit zu nennen. Jedoch: „Das Neubauverbot im Atomgesetz bleibt bestehen.“ In einer „möglichst schnell zu erzielenden Vereinbarung mit den Betreibern“ sollen „nähere Regelungen“ zu den Voraussetzungen einer Laufzeitverlängerung getroffen werden. Dazu gezählt werden speziell die „Betriebszeiten der Kraftwerke, Sicherheitsniveau, Höhe und Zeitpunkt eines Vorteilsausgleichs, Mittelverwendung zur Erforschung vor allem von erneuerbaren Energien, insbesondere von Speichertechnologien“. Die Vereinbarung müsse für alle Beteiligten Planungssicherheit gewährleisten, wird verlangt und eine verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie bedinge auch die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Wir werden deshalb das Moratorium zur Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich aufheben“, schreiben die schwarz-gelben Koalitionspartner. „Wir wollen, dass eine International Peer Review Group begleitend prüft, ob Gorleben den neuesten internationalen Standards genügt.“ Der gesamte Prozeß werde „öffentlich und transparent“ gestaltet. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen „in einem zügigen und transparenten Verfahren“ geschlossen werden und die Energieversorger seien „an den Kosten der Schließung der Asse II zu beteiligen“.

Stx548-549.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl ließ Gutachten zu Gorleben schönen. Neue Dokumente belegen, daß die Regierung Kohl im Jahr 1983 massiv Einfluß auf die Wissenschaftler ausübte, die eine Eignung des Standortes Gorleben für ein atomares Endlager prüfen sollten.

Stx546-547.2009.9.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Unsanierte Altlasten stellen die erfolgreiche Revitalisierung der Uranbergbauregion in Ostthüringen in Frage. Das Thema der Wismutaltlasten in Ostthüringen beschäftigte den Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg schon vor Beginn der Sanierung der Uranbergbaugebiete 1991. Inzwischen werden sie offiziell nur noch als Hinterlassenschaft mit natürlichen radioaktiven Ablagerungen bezeichnet. Für Außenstehende schwer nachvollziehbar, gibt es zwei Kategorien von Hinterlassenschaften: Die in Sanierung befindlichen Betriebsflächen des bundeseigenen Sanierungsunternehmens Wismut GmbH und weitere, oft in unmittelbarer Nähe befindliche Halden, Schürfe, verfüllte Tagebaue und ehemalige Erzwäschen, alles Flächen, die in Ostthüringen zur selben Bergbau-Ära gehören, aber nicht mehr dem Bergrecht unterstehen. Es handelt sich dabei um „Altlasten“ des von 1950 bis 1990 realisierten Uranbergbaus, die 1990/91 nicht in die Sanierungskonzeptionen einbezogen wurden. Das radioaktive Potential unterscheidet sich nicht von den inzwischen sanierten Halden des Ronneburger Reviers. Sie waren im Regelfall zu einem Stichtag (31.12.1962) nicht mehr Bestandteil der Betriebsflächen der Wismut GmbH (damals SDAG Wismut). Eigentümer sind Landkreise und Kommunen, die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, inzwischen auch Privatpersonen und privatrechtliche Körperschaften. Deren Zahl nimmt tendenziell zu, auch wenn man sich fragen kann, wen solche Flächen Nutzen bringen. Um irgendwelche profitablen Angelegenheiten wird es immer gehen. Eine ausreichende Sachkenntnis liegt bei den kommunalen Verantwortungsträgern und den Käufern oft nicht vor und Unterstützung für sie ist nicht in Sicht. Die zuständigen Verwaltungs- und Baubehörden nehmen tatsächliche oder vermeintliche Gesetzeslücken zum Anlass, um der Umnutzung der alten Wismuthalden Tür und Tor zu öffnen. Die oberen Behörden schauen weg – bis jetzt. Der Kirchliche Umweltkreis wies das zuständige Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) auf die Tendenzen hin, dass es nicht mehr bei privaten Jagdgebieten, Gartenkolonien und Wochenendbetrieb verschiedenster Art bleibt, sondern nun auch diese Flächen unter dem Zauberwort der Vermarktung gesehen werden. Bericht von Frank Lange, Dipl.-Ingenieur, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg

Stx546-547.2009.1-7.7 (7 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Plutonium im Lager Asse. Auch hochradioaktiver Abfall ist in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden, obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen und genehmigt worden war. „In der Schachtanlage Asse II lagert mit rund 28 Kilogramm offensichtlich mehr als dreimal so viel hochgiftiges Plutonium wie bislang angenommen“, teilte das Bundesumweltministerium am 29. August 2009 mit und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins Monitor vom 23. Juli 2009.

Stx544-545.2009.8.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute „wegdefiniert“.

Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

In Ostthüringen werden nicht alle Altlasten des Uranbergbaus saniert. Anders als in Sachsen werden in Ostthüringen nicht sämtliche Altlasten des Uranbergbaus saniert. Für Außenstehende ist es nicht leicht nachvollziehbar, es gibt in Ostthüringen zwei Kategorien der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus: Altlasten in und Altlasten außerhalb der Rechtsträgerschaft der Wismut GmbH. Für die einen existiert ein Sanierungsauftrag des Bundes, für die anderen nicht. Beides sind Flächen der selben Bergbauära seit 1950. In Thüringen liegt im Raum Ronneburg noch ein beträchtliches Altlasten-Potential des Ostthüringer Uranabbaus „auf Halde“. Die außerhalb des Wismutgeländes liegenden bewachsenen Halden, verfüllte Tagebaue und eingeebneten ehemaligen Betriebsanlagen (z.B. der Erzwäsche) bergen zu einem Großteil derart radioaktives Material, daß über 300 Hektar zwischen Ronneburg und Teichwolframsdorf in dem zugehörigen Altlastenkataster als radiologisch relevant eingestuft sind. Bericht von Frank Lange.

Stx544-545.2009.5.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven Inventars im Atommülllager Asse könnten nicht oder nur in Form einer historischen Aufarbeitung beantwortet werden, meint die Bundesregierung.

Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Für die Endlagerung sind bereits Millionen Krebstote kalkuliert. Das Bundesumweltministerium veröffentlichte neue Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Wer bisher glaubte, bei sogenannten Endlagern für Atommüll handele es sich um sichere, hermetisch verschlossene Anlagen, wird jetzt eines Anderen belehrt. Am 15. Juli 2009 veröffentlichte das Bundesumweltministerium (BMU) anläßlich der Vorstellung des Jahresberichts 2008 des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die Endfassung neuer Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Dem BMU zufolge entsprechen sie „dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik“. Die neuen Sicherheitsanforderungen sollen ausschließlich für ein zu errichtendes Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle gelten und insoweit die am 5. Januar 1983 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Sicherheitskriterien für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk ersetzen. Sie sollen Planungsgrundlage für das Bundesamt für Strahlenschutz sein. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx542-543.2009.1-3.3 (3 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Rückbau der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe. Der Transport von verglastem hochradioaktivem Flüssigabfall (HAWC) aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) soll voraussichtlich in fünf Castor-Behältern erfolgen. Das bestätigte die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 13. Mai 2009 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Verglasungseinrichtung Karlsruhe und dem Rückbau der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (Bundestagsdrucksache 16/12989). Die Kosten für die Demontage der Tanks mit hochradioaktivem Flüssigabfall – vom Zeitpunkt ihrer Entleerung bis zur Endlagerung – werden demnach mit 23 Millionen Euro angesetzt. Der Flüssigabfall soll in Glas eingeschmolzen und verfestigt werden.

Stx540-541.2009.4.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll-Endlagerung: Die ergebnisoffene Endlagersuche ist in der Großen Koalition gescheitert. „Bei der Suche nach einem Atommüllendlager muß die Sicherheit der Bevölkerung und der Natur an erster Stelle stehen. Wir brauchen nicht irgendeinen Standort, sondern den am besten geeigneten – den aber kann man nur in einem ergebnisoffenen und transparenten Suchverfahren ermitteln. Ich habe im Herbst 2006 unter dem Titel ‚Verantwortung übernehmen, den Endlagerkonsens realisieren‘ ein Konzept für die Standortsuche in Deutschland vorgelegt. Dieses Konzept entspricht dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Debatte, greift Erfahrungen aus Ländern wie der Schweiz oder Schweden auf und sorgt für eine optimale Beteiligung der Menschen vor Ort. Ich bedaure es sehr, daß Teile der Großen Koalition nicht den Mut hatten, sich auf dieses Verfahren zu verständigen.“ Das erklärte der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 21. April 2009 in Berlin anläßlich der Besichtigung einer vom Bundesamt für Strahlenschutz erstellten mobilen Ausstellung zur Information über die Endlagerung radioaktiver Abfälle und gestand damit das Scheitern einer ergebnisoffenen Standortsuche ein. Offenbar will man in der Atomindustrie und in Teilen der Politik unbedingt weiter an einer Endlagerung im Salzstock Gorleben festhalten, obwohl die Atommülllagerung in Salzformationen in dem Versuchslager der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel spektakulär gescheitert ist.

Stx536-537.2009.6.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll-Endlagerung: „Die Vor-Festlegung auf Gorleben wird weiter festgezurrt“. BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg beendet den Dialog über Endlagerkriterien. Konsterniert verließ Gerhard Harder, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), am vorletzten März-Wochenende 2009 die Fachtagung des Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin, auf der in beschränktem Kreis über die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle debattiert wurde. „An einer völlig unverbindlichen Debatte über Sicherheitskriterien wird sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nicht weiter beteiligen“, erklärte Harder. Die BI forderte „ein offenes, transparentes Suchverfahren. Das impliziert nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik einen Standortvergleich.“ Ohne eine solche Prämisse mache die Beteiligung am Diskurs aus Sicht der Bürgerinitiative keinen Sinn. Doch die Atomkraftgegner blitzten mit ihrem Anliegen auf der Tagung ab.

Stx534-535.2009.6.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

AKW Rheinsberg: Keine grüne Wiese mehr. Das Reaktorgebäude des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks Rheinsberg soll nun doch noch nicht abgerissen werden. Die Betonkonstruktion ist stärker radioaktiv belastet, als ursprünglich angenommen und müßte unter Strahlenschutzbedingungen erfolgen, meldete der Fernsehsender von Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) im Februar 2009. Aus Kostengründen wollen die Energiewerke Nord (EWN) deshalb die Strahlung zunächst etwas abklingen lassen und das Gebäude erst in einigen Jahrzehnten abreißen.

Stx532-533.2009.11.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll-Skandal in Frankreich. In 25 französischen Departements lagern Uranabfälle und radioaktiver Müll aus über 200 Urananlagen, die von 1945 bis 1951 den Brennstoff für Atommeiler verarbeitet hatten. „Man läuft gegen eine Mauer. Die Atomwirtschaft stellt sich taub“, klagt die ehemalilige Umweltministerin Corinne Lepage.

Stx532-533.2009.20.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Die Erforschung von Strahlenwirkung im Salzgestein ist in Deutschland offenbar unerwünscht. Der Dialog zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem niederländischen Experten Prof. Henry W. den Hartog stockt seit geraumer Zeit. Den Hartog untersucht in Groningen den Einfluß radioaktiver Strahlung auf Salzgestein, ein Gebiet, daß bei der Debatte um mögliche Wirtsgesteine für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle von großer Bedeutung ist. Warum kommt der Dialog nicht zustande? Aus Sicht des Wissenschaftlers ignoriert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dessen Forschungsergebnisse. Er wandte sich jetzt mit einer Erklärung an die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Stx532-533.2009.13-14.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll-Endlagerung: Internetforum des BMU zur Endlagerung. Im Nachgang zum Endlagersymposium vom 30.10. bis 1.11.2008 in Berlin steht interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf der Internetseite des Bundesumweltministeriums (BMU; www.bmu.de) jetzt ein Forum zur Verfügung, in dem sie ihre Meinung zu den Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle äußern und die Ergebnisse des Endlagersymposiums bewerten sollen.

Stx528-529.2009.5-6.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Bundesamt für Strahlenschutz ist jetzt Betreiber der Asse. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. Mit Gründung einer bundeseigenen „Asse GmbH“ für die Betriebsführung der Schachtanlage und dem Übergang der erforderlichen Genehmigungen vom Helmholtz-Zentrum München auf das Bundesamt für Strahlenschutz könne der Betreiberwechsel wie geplant vollzogen werden, erklärt das Bundesumweltministerium in einer gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Ende Dezember 2008. Ursache für den Betreiberwechsel waren skandalöse Mängel in der bisherigen Führung des Betriebes der Schachtanlage Asse II durch das Helmholtz-Zentrum München sowie in der Führung des Schließungsverfahrens durch das niedersächsische Ministerium. Außerdem gab es Probleme bei der Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden.

Stx528-529.2009.3-4.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Zwischenlager bei AKWs als verfassungsgemäß erklärt. Atomare Zwischenlager in der Nähe deutscher Atomkraftwerke verstoßen nicht gegen die verfassungsrechtliche Schutzpflicht des Staates für seine Bürger. Ein „Restrisiko“ sei hinzunehmen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit Beschluß vom 12. November 2008 (Az. 1 BvR 2456/06), der am 27. November 2008 veröffentlicht wurde. Damit billigte das Gericht das mit dem Atomausstieg beschlossene Konzept, den Atommüll nicht mehr in den zentralen Zwischenlagern Ahaus und Gorleben aufzubewahren, sondern dezentral an den AKW-Standorten. Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden gegen die Zwischenlager an den bayerischen Standorten Gundremmingen, Niederaichbach und Grafenrheinfeld ab. Die Zwischenlagerung an den jeweiligen Standorten sei nicht risikoreicher als die zentrale Lagerung.

Stx526-527.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Endlagerung von Atommüll: Irgendwann will das BMU ein Verfahren zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktiven Atommüll in Gang setzen. Sichtlich gealtert und ohne neue Visionen präsentierten sich viele Protagonisten der bisherigen Endlagerdebatte auf dem Endlagersymposium, das vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin stattfand. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) warben sie vor mehr als 350 Teilnehmern dafür, endlich mit einem Auswahlverfahren nach internationalem Standard zu beginnen. Im Oktober 2002 hatte zuletzt der drei Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingerichtete „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ vor mehr als 300 Personen aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Behörden und Verbänden seine Kriterien und Verfahrensvorschläge zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd seine Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden lassen. Das fand sechs Jahre lang nicht statt. Jetzt wurde dafür geworben, nun damit zu beginnen.

Stx526-527.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atomwirtschaft / Endlagerung: Neue Maßstäbe für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium paßt Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an. „Geringfügige Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung eines Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium (BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen. Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines Endlagers einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte das BMU am 12. August 2008 mit.

Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Fehleinschätzungen durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche Klassifizierung des Atommülls „schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine Bewertung der von diesen Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung nicht aus. Die Angabe der Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel) orientiert sich an der Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die Energiedosis sagt nichts über die schädigende Wirkung der Strahlung aus. Diese Klassifizierung unterscheidet auch nicht die unterschiedlichen Strahlungsarten und erlaubt daher auch keine Aussage über die Wirkung der ionisierenden Strahlung auf die umgebende Materie. Die Wirkmechanismen von dünn- und dichtionisierender Strahlung auf lebende und tote Objekte sind gänzlich verschieden. Unterschiedliche radioaktive Strahlungsarten schädigen bei gleicher Energiedosis unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser Tatsache kann zu verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf Bertram.

Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Personalien: Eine neue Entsorgungskommission ESK fürs BMU. Sicherheitstechnische Fragestellungen der Entsorgung wurden bisher in einem Ausschuß der Reaktorsicherheitskommission (RSK) behandelt. Wegen der zunehmenden Bedeutung dieser Fragen, so das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Mitteilung vom 30. Juni 2008, habe Bundesumweltminister Gabriel entschieden, die Entsorgungsfragen in einer eigenständigen Kommission beraten zu lassen. 11 Personen aus dem In- und Ausland wurden am 12. Juni 2008 in die neue Kommission berufen, die sich am 30. Juni 2008 zu ihrer konstituierenden Sitzung trafen.

Stx518-519.2008.7.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Atomwirtschaft: Bürgerinitiative erzwingt bei Cuxhaven die Absage eines Atommüll-Projektes von Eon. Begeistert gibt sich in einer Mitteilung vom 24. Juni 2008 die Bürgerinitiative „Gegen e.on-DEKONTA-Ansiedlung“ (GEDA) in Sandstedt in der Samtgemeinde Hagen im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen über ihren Erfolg: „Die Mitteilung der Samtgemeinde Hagen über den Verzicht der Eon-Tochterfirma Dekonta auf die geplante Errichtung einer Atomanlage nahe der Autobahn A 27 ist so ungefähr das schönste Sommeranfangs-Geschenk, das man sich vorstellen kann“, schwärmte GEDA-Sprecherin Gitta Brede: „Wir betrachten den Rückzug von dem Projekt als einen eindeutigen Erfolg unserer Arbeit und unserer breiten Verankerung in der Bevölkerung Sandstedts und seiner Nachbargemeinden.“

Stx516-517.2008.4.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Ein sicheres atomares Endlager gibt es nicht. - Skandal um Umweltverseuchung und unsichere Atommüll-Lagerung bei Wolfenbüttel und Lüchow-Dannenberg. Das Gerede von sicheren atomaren Endlagern ist eine dumme Täuschung. Laugenzuflüsse dringen in das sogenannte Forschungsendlager Asse II bei Wolfenbüttel ein – täglich etwa 12,5 Kubikmeter – und gefährden 125.787 zwischen 1967 und 1978 eingelagerte Fässer mit 46.900 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Das wurde bereits mehrfach berichtet. Der Betreiber von Asse II, das Helmholtz-Zentrum München, hat die offenbar bereits seit Anfang der 1990er Jahre radioaktiv verseuchten Laugenzuflüssen vom 750 Meter tiefen in das unterste, 975 Meter tiefe Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt. Das wurde jetzt zusätzlich am 16. Juni 2008 bei einer Anhörung im Umweltausschuß des niedersächsischen Landtages bekannt. Offensichtlich gezielt an den Aufsichtsbehörden vorbei, ist damit eine tickende Zeitbombe geschaffen worden. An drei Zuflußstellen sollen in der Lauge zumindest zwischen 20.000 und 90.000 Becquerel Cäsium-137 pro Liter nachgewiesen worden sein. Der Grenzwert für die Freigabe des künstlichen Radionuklids beträgt laut Strahlenschutzverordnung 10.000 Becquerel pro Liter.

Stx516-517.2008.3-4.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Berlin, 30.10.-1.11.2008: Konferenz über Endlagerung von Atommüll. Die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angekündigte internationale Konferenz zur Endlagerung von atomaren Abfällen findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 in Berlin statt. Gabriel hatte im November 2007 bei einem Besuch in der Region Gorleben mitgeteilt, daß das Bundesumweltministerium eine Konferenz veranstalten werde, die sich mit Fragen der Standortsuche für ein atomares Endlager beschäftigt. Neben Experten aus Deutschland und anderen Staaten sollen auch Bürgerinnen und Bürger aus Regionen teilnehmen, in denen es bereits Lager für Atommüll gibt bzw. die dafür in der Diskussion sind, teilte das Bundesumweltministerium (BMU) mit. „Der Dialog untereinander“ solle dabei im Vordergrund stehen. Damit dies gelinge, würden die verschiedenen Gruppierungen bereits in die Planungen der Veranstaltung einbezogen.

Stx514-515.2008.7.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Rezension: Land der Hügel. Helmut Hirsch ist Optimist: Auch in 300.000 Jahren wird es noch Menschen geben – trotz aller Atomsünden. Davon geht der promovierte Physiker und Berater der österreichischen Regierung in seiner Science Fiction Story „Land der Hügel“ aus, die jetzt im Dezember 2007 als Sonderheft des österreichischen Magazins „earth rocks“ erschienen ist. Zwar ist die Hälfte der Menschheit inzwischen ausgewandert und hat ferne Galaxien besiedelt, sie entdeckt aber nun ihren vergessenen Ursprungsplaneten neu. Das erlaubt eine Erzählweise aus der Sicht einer Anthropologin, die ausgeschickt ist, die sagenumwobene Urheimat der Menschheit und ihre Bewohner zu erforschen.

Stx502-503.2007.2,3.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Atommüllimporten. Im Ausland „großes Interesse“ an Gorleben. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sich gegen Pläne für ein EU-weites Endlager ausgesprochen. Das Risiko sei groß, daß die Sicherheitsstandards dann am Ende geringer sind als unsere eigenen, erklärte BfS-Präsident Wolfram König am 9. Februar 2007. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck hatte zuvor am 8. Februar 2007 gefordert, „ein Endlager für Europa“ einzurichten und dabei auch auf Schwächen des Standortes Gorleben hingewiesen.

Stx484-485.2007.7,8.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Studie: Keramiken sind zum Einschluß von Plutonium nicht optimal. Keramiken sind – entgegen bisherigen Hoffnungen – nicht optimal für den Einschluß von Plutonium. Zu diesem Ergebnis kommen Ian Farnan von der Universität Cambridge und Kollegen nach neuen Untersuchungen.

Stx482-483.2007.5.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Wohin mit dem radioaktiven Abfall in Deutschland? Für eine sozialwissenschaftliche Endlagerforschung. Der endgültige Verbleib hochradioaktiver Abfälle ist weiterhin ungeklärt. Obwohl bereits große Mengen solcher Abfälle existieren, vor allem abgebrannte Brennstäbe aus Atomreaktoren und Materialien aus dem militärischen Bereich, ist weltweit trotz diverser Anläufe noch kein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Betrieb genommen worden. Im Oktober 2002 hatte der vom damaligen grünen Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufene „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ nach dreieinhalb Jahren Beratung seinen Schluß-Workshop veranstaltet und dem Minister Verfahrensempfehlungen überreicht. Kernpunkte waren die Forderung nach geologischer Sicherheit „für eine Million Jahre“ und die Einführung von Verfahren zur Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung. Seitdem herrscht weitestgehend Funkstille. Der deutsche Entsorgungskonflikt leide weiterhin an einer Entscheidungsblockade, heißt es, Politiker verspürten wenig Lust, sich dem Thema zuzuwenden. In dieser Situation fragten Peter Hocke und Arnim Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Forschungszentrums Karlsruhe nach den „Perspektiven für eine sozialwissenschaftliche Begleitforschung“ und luden im Oktober 2004 für eineinhalb Tage Natur- und Kultur- bzw. Gesellschaftswissenschaftler zu einem Workshop „Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland“ ein. Die zentralen Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlichten sie jetzt (2006) in einem Sammelband. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.

Stx468-469.2006.1-3.3 (3 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll-Lager: Atommüll-Verfilzung von Atomindustrie und Genehmigungsbehörden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg fordert, die von Bruno Thomauske verantworteten Genehmigungsverfahren für Atomanlagen neu aufzurollen. Der Grund: Sein Wechsel vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zur Atomindustrie.

Stx460-461.2006.6,7.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Bundesamt für Strahlenschutz: „Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle ist keines der möglichen Wirtsgesteine in Deutschland generell den anderen vorzuziehen.“ Kurz vor dem Regierungswechsel, noch während der Verhandlungen von CDU/ CSU und SPD über eine Große Koalition, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Politikern am 5. November 2005 empfohlen, nicht voreilig auf Gorleben als Endlagerstandort zu setzen. Keines der möglichen Wirtsgesteine in Deutschland – Salz, Ton und Granit – sei generell den anderen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle vorzuziehen. Ein bestmöglicher Endlagerstandort sei nur auf der Grundlage eines Standortvergleichs zu ermitteln. Das sind die zentralen Aussagen eines Abschlußberichts zu einem Untersuchungsprogramm des BfS zu sicherheitstechnischen und konzeptionellen Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle. Der Abschlußbericht bezieht sich auf zwölf Einzelgutachten, die am 28. September 2005 im Rahmen eines wissenschaftlichen Workshops beim BfS abschließend bewertet wurden.

Stx454-455.2005.5,6.2

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Entsorgungsstrategie

Strahlenschutz: Die Regelungen zur Freigabe radioaktiver Abfälle können zu schweren Körperschäden und sogar zu Tötungen führen. Schwere Mängel der Strahlenschutzverordnung. Die rot-grüne Bundesregierung in Berlin unter Bundeskanzler Schröder (SPD) hat die Vorschläge der seinerzeit noch von Frau Merkel (CDU) berufenen Strahlenschutzkommission (SSK) in den wichtigen Schutzbereichen "Freigrenzen" und "uneingeschränkte Freigabe" des hochgefährlichen Atommülls beim sogenannten "Rückbau" stillzulegender Atomkraftwerke im Verhältnis 1:1 in die seit dem 1. August 2001 gültige Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) übernommen und damit umgesetzt. Dadurch hat sie den Schutz der Bevölkerung in diesen Bereichen praktisch aufgehoben und ad absurdum geführt. Ein Beitrag von Dipl.-Ing. Heinrich Messerschmidt.

Stx444-445.2005.1-3.3 (3 Seiten)

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+ Stx446-447.2005.2.1 (1 Seite mit Korrekturvermerk)

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Entsorgungsstrategie

Abfallerhebung für 2000. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ermittelt im Auftrage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) jährlich den Bestand und den künftig zu erwartenden Anfall an radioaktiven Reststoffen. Der im Mai 2004 veröffentlichte Bericht enthält die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme für den Zeitraum bis Ende 2000 und Prognosen bis zum Jahr 2080.

Stx420-421.2004.8.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Streit um Vorschläge zur Atommüll-Endlagerung. Die Europäische Union (EU) will bis 2018 ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll haben und vielleicht für mehrere Länder gemeinsam, die deutsche Bundesregierung erst bis 2030. Die deutsche Strahlenschutzverordnung erweist sich dabei als Sicherheitsrisiko.

Stx384-385.2003.1,2.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Strahlenschutz: Strahlenabfälle aus Arztpraxen und Laboren werden neuerdings mit dem Hausmüll entsorgt. Auswirkung auf die Stadtreinigung durch die Aufgabe des Minimierungsgebots in der neuen Strahlenschutzverordnung. An Müllfahrzeugen der Hamburger Stadtreinigung wurden neuerdings wiederholt erhöhte Strahlenbelastungen festgestellt. Verursacher sind, soweit feststellbar, Arztpraxen und Labore, die jetzt der Einfachheit halber und aus Kostengründen damit begonnen haben, ihre radioaktiven Abfälle in den Hausmüll zu werfen. Nach der neuen Strahlenschutzverordnung geschieht das meist legal. Die Vorfälle verunsichern die Beschäftigten der Stadtreinigung und führen dazu, daß Müllfahrzeuge für längere Zeit nicht benutzt werden können, wird aus Hamburg berichtet.

Stx362-363.2002.1.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Seegericht in Hamburg verhandelt Sellafield. Irland will Ausbau der britischen Atomanlage stoppen. Eine einstweilige Verfügung gegen den Ausbau der britischen Atomfabrik Sellafield hat die irische Regierung vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg beantragt. Die Irische See würde durch den erweiterten Betrieb der Anlage noch stärker als bisher radioaktiv belastet werden, heißt es in der Begründung. In dem Prozeß geht es darum, "die Irische See vor weiterer radioaktiver Verseuchung zu schützen", sagte der irische Generalstaatsanwalt Michael McDowell zu Beginn der zweitägigen mündlichen Verhandlung am 19. November 2001.

Stx358-359.2001.9.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Mehr als 4.000 Tonnen Brennelemente wurden im Ausland wiederaufgearbeitet. Bis Ende 1999 wurden von den Wiederaufarbeitungsanlagen im französischen La Hague und im englischen Sellafield insgesamt 4.075 Tonnen Brennelemente wiederaufgearbeitet. Das erklärte die Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage aus dem Parlament. Aufgrund sogenannter Altverträge waren den Angaben zufolge 4.273 Tonnen abgebrannter Brennelemente an die Compagnie Générale des Matières Nucléaires (COGE-MA) überstellt worden. Davon habe die Betreiberfirma im französischen La Hague bis Ende 1998 zunächst 3.652 Tonnen und bis Ende 1999 insgesamt 4.019 Tonnen wiederaufgearbeitet. Ebenfalls auf der Grundlage von Altverträgen seien 445 Tonnen abgebrannte Elemente an die British Nuclear Fuels (BNFL) geliefert worden, von denen 56 Tonnen wiederaufbereitet wurden.

Stx352-353.2001.6.1 (1 Seite)

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Entsorgungsstrategie

Atomwirtschaft: Rußland will Atommüll importieren. Staatsduma billigte neue Gesetze. Ungeachtet zahlreicher Proteste von Umweltschutzorganisationen und der Ablehnung durch die Mehrheit seiner Bürger hat Rußlands Präsident Wladimir Putin am 11. Juli 2001 ein Gesetzespaket unterzeichnet, das die Einfuhr von Atommüll aus dem Ausland erlaubt. Zuvor hatte die russische Staatsduma mit 243 von 450 Stimmen am 6. Juni 2001 zugestimmt. Das russische Atomministerium verspricht sich davon ein Milliardengeschäft. In den kommenden zehn Jahren soll Rußland durch die Einfuhr und Lagerung von 20.000 Tonnen abgebrannter Brennelemente 21 Milliarden Dollar einnehmen.

Stx352-353.2001.5,6.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll und Umweltradioaktivität: Krebserkrankungen und Chromosomenschäden unter Bewohnern radioaktiv belasteter Gebäude auf Taiwan. Mit radioaktiven Zusätzen hergestellter Baustahl wurde in mehr als 2.000 Wohnungen und Schulen verbaut. Eine fünfjährige Studie über die Krebshäufigkeit unter Bewohnern von radioaktiv verseuchten Gebäuden auf Taiwan wurde Agenturmeldungen vom April 2001 zufolge jetzt fertiggestellt. Sie zeigt, daß die Möglichkeit von Chromosomenschäden proportional zur Langzeitbelastung mit Niedrigdosisstrahlung zunimmt. Von November 1995 bis Juni 2000 hatte ein Forscherteam der National Yang Ming University auf Taiwan mehr als 4.100 Menschen untersucht und beobachtet, die in der Stadt Taipeh in Gebäuden gelebt hatten, die zwischen 1982 und 1983 mit radioaktiv belasteten Stahlträgern errichtet worden waren. Unter ihnen traten gehäuft verschiedene Krebsarten auf.

Stx346-347.2001.4,5.2 (2 Seiten)

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Entsorgungsstrategie

Atommüll: Werben für ein Endlager in Deutschland. Wege zur Endlagerung" nannte sich die Tagung des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) beim Bundesumweltministerium am 16. September 2000 in Kassel. Am Ende steht eine unpopuläre Entscheidung: "Es wird eine Region treffen, das ist unvermeidlich", erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Rainer Baake zur Begrüßung der rund 250 Teilnehmer aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchen und Wissenschaft, die der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) beim Bundesumweltministerium erstmals für den 16. September 2000 nach Kassel eingeladen hatte. Die Bundesregierung lehne die Möglichkeit ab, deutschen Atommüll zur Endlagerung ins Ausland zu exportieren, erklärte Baake. Bestrebungen zu einer Endlagerung im Ausland seien "nicht zu verantworten", Deutschland könne "sein Problem mit der atomaren Erblast nicht auf dem Rücken anderer Völker lösen". Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein atomares Endlager solle sich daher "ausschließlich auf nationale Lösungen" beschränken. Bis zum Jahre 2030 benötige Deutschland genau ein Endlager, in dem auch hochradioaktiver Müll untergebracht werden könne. Rechtzeitiges Werben um Akzeptanz war das zentrale Anliegen der Tagung. Spätestens bis 2010 wollen Bundesregierung und Stromwirtschaft wissen, wo der Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken endgelagert werden soll. Tagungsbericht und Kommentar.

Stx330-331.2000.1-3.3 (3 Seiten)

Entsorgungsstrategie

Atommüll-Recycling: US-Behörde stoppt die Freigabe von kontaminierten Metallen. Radioaktiv verseuchter Stahl soll zu Atommüllbehältern verarbeitet werden. Das US-amerikanische Energiedepartment hat am 13. Juli 2000 den Verkauf mehrerer tausend Tonnen Metallschrott aus Atomwaffenfabriken verboten, damit radioaktiv kontaminierte Metalle nicht mehr länger zu Gürtelschnallen, Reißverschlüssen, Spielzeug und anderen Erzeugnissen verarbeitet werden. Der zuständige Staatssekretär Bill Richardson sagte, daß die Verkäufe erst wieder aufgenommen werden sollen, wenn die für die jeweiligen Anlagen Verantwortlichen sicherstellen könnten, daß die Metalle von jeglicher nachweisbarer radioaktiver Kontamination frei sind.

Stx326-327.2000.1,2.2 (2 Seiten)

Entsorgungsstrategie

Studie zur "Entsorgung" radioaktiver Abfälle in Deutschland befruchtet die Debatte um eine neue Entsorgungsstrategie. Im August 1998 wurde von der Heinrich Böll-Stiftung auf einer Fachtagung in Hannover eine Studie der Gruppe Ökologie zur sogenannten Entsorgung radioaktiver Abfälle vorgestellt. In der Studie wird die gegenwärtige Entsorgungssituation analysiert und Möglichkeiten sowie Bedingungen für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle einschließlich der abgebrannten Brennelemente unter der Voraussetzung des Ausstiegs aus der Atomenergienutzung aufgezeigt. Daraus wird unter der Prämisse des Ausstiegs eine Strategie zum möglichst risikoarmen Umgang mit den radioaktiven Abfällen abgeleitet. Von Wolfgang Neumann.

Stx294-295.1999.4-6.3 (3 Seiten)

Entsorgungsstrategie

Atomare Zwischenlager: Die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente ist der billigste Entsorgungsnachweis. Ende 1994 entschied sich die schleswig-holsteinische Landesregierung für den Ausstieg aus dem "Plutoniumkarussell" und akzeptierte die Direkte Endlagerung abgebrannter Brennelemente als Entsorgungsnachweis. Die Brennelemente der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nicht wie bisher in der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield "recycelt", die auslaufenden Verträge von den Hamburger Elektrizitätswerken nicht verlängert. Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, beschreibt die finanziellen "Beweggründe" der deutschen Atomwirtschaft, den Weg der Direkten Endlagerung einzuschlagen. Werden zudem oberirdische externe Zwischenlager als Entsorgungsnachweis akzeptiert, hat sich für die Atomstromproduzenten die schnellste und billigste Variante der Entsorgung realisiert.

Stx198-199.1995.1-3.3 (3 Seiten)

Entsorgungsstrategie

Palau: Atommüllager auf Südsee-Insel. Die 15.000 Bewohner auf der mehr als 200 Inseln zählenden Südsee-Inselgruppe Palau rund 800 Kilometer östlich der Philippinen wurde 1995 selbständig. Durch den "Vertrag über die freie Assoziierung" mit den Vereinigten Staaten von Amerika erhält es eine halbe Milliarde Dollar Entwicklungshilfe. Dafür verpflichtet sich Palau nicht nur, den US-Amerikanern Militärbasen für atomar bewaffnete Kriegsschiffe zur Verfügung zu stellen, die USA dürfen auch Atommüll auf den Inseln abladen.

Stx196-197.1995.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Entsorgungsstrategie

"Der Anteil der radioaktiven Abfälle aus den neuen Bundesländern ist sehr gering". Das erklärt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seiner Anfang 1994 vorgelegten Abfallerhebung für das Jahr 1992. Die größten Mengen stammen danach aus Forschungseinrichtungen, Atomkraftwerken und der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen.

Stx182-183.1994.7.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Siemens AG: Stille Entsorgung. Der deutsche Brennelemente-Hersteller Siemens läßt Atommaterial nicht nur im westlichen Ausland, sondern auch in Rußland bearbeiten und "entsorgen". In Hanau bei der Produktion von Atomreaktor-Brennelementen angefallene sogenannte "Fertigungs-Restmengen" werden in dem berühmt-berüchtigten Atomkomplex von Tomsk in Rußland weiterverarbeitet. Ein erster Transport mit Uranmaterial in das sibirische Gebiet ist Erklärungen von Siemens und aus dem Bonner Umweltministerium zufolge am 21. Oktober 1993 abgegangen, ohne daß dies öffentlich bekannt geworden war.

Stx168-169.1994.10,11.2 (2 Seiten)

Entsorgungsstrategie

Japan/Rußland: Atommüll soll weiter im Meer verklappt werden. Japan will weiter radioaktive Abfälle seiner Atomanlagen im Gebiet seiner Hoheitsgewässer ins Meer einleiten. Ein Vertreter des japanischen Amtes für Wissenschaft und Technik erklärte am 2. November 1993, es gebe keine völkerrechtlichen Abkommen, die eine derartige Veklappung untersagten. - Rußland hatte am 17. Oktober 1993 rund 550 Kilometer vor der japanischen Küste entfernt 900 Tonnen Atomabfälle aus U-Boot-Reaktoren ins Japanische Meer eingeleitet, was heftige Proteste hervorgerufen hatte.

Stx166-167.1993.7.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Atommüll in Europa: Sorgen statt Entsorgung. Ihren dritten Bericht "über die derzeitige Lage und Aussichten der Entsorgung radioaktiver Abfälle in der Europäischen Gemeinschaft" bis zum Jahr 2020 hat die EG-Kommission im April 1993 dem Ministerrat der Gemeinschaft vorgelegt. Dieser Bericht, der die radioaktiven Abfälle militärischen Ursprungs aus der Betrachtung ausspart, zeigt, daß neben der Anwendung von Radioisotopen in der allgemeinen Industrie, der Medizin und der nichtnuklearen Forschung, sowie dem Anfall natürlicher Radionuklide bei der Ausbeutung von Uranlagerstätten, der Herstellung von Phosphatdünger und der Gewinnung von Naturgas und Erdöl, die Abfälle aus den Kernkraftwerken und den Anlagen des Brennstoffkreislaufs wegen ihrer besonderen radioaktiven Potenz und großen Menge an erster Stelle stehen und die schwersten Probleme bereiten. Während für schwach- und mittelaktive Abfälle mit vergleichsweise kurzer Halbwertszeit bereits seit den fünfziger Jahren oberflächennahe Endlagerung in Bauwerken betrieben und in steigendem Umfang angewandt wird, befinden sich die langlebigen, alpha-kontaminierten und hochaktiven Abfälle, die durch radioaktiven Zerfall auch Wärme erzeugen, langfristig in sogenannten Zwischenlagern. Die dafür vorgesehene tiefe, "geologische" Endlagerung wird nach Meinung der EG-Kommission bis weit ins einundzwanzigste Jahrhundert hinein nicht zur Verfügung stehen. Dies sei besonders bedauerlich wegen der alpha-kontaminierten Abfälle, die eigentlich keine "Abkühlung" in Zwischenlagern brauchten und deren Lagervolumen - 8 Prozent des Rauminhalts der gesamten Jahresproduktion an radioaktiven Abfällen - recht bedeutend werden. Die Durchführung der Entsorgung radioaktiver Abfälle, vor allem ihrer letzten Stufe, der Endlagerung, erfordere eine "Intensivierung der Unterrichtung und Beteiligung der Öffentlichkeit".

Stx158-159.1993.1-4.4 (4 Seiten)

Entsorgungsstrategie

Berlin: Strahlenquellen der Stasi im Zwischenlager beim HMI. Ein Darlehen "in mehrstelliger Millionenhöhe" erhielt die in der Abwicklung befindliche Firma Wissenschaftlicher Geräte- und Anlagenbau (Wigeba) GmbH in Berlin-Hohenschönhausen, um sämtliche "umweltrelevanten beweglichen Sachen auf dem Grundstück fachgerecht zu beseitigen und ordnungsgemäß zu entsorgen". Dazu zählen auch Strahlenquellen aus Kobalt-60 und Cäsium-137 im Keller der Wigeba. Die Wigeba ist Nachfolger des Instituts für technologische Untersuchungen, das der DDR-Staatssicherheit (Stasi) unterstellt war. Kurzmeldung.

Stx152-153.1993.8.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Arktik: Rußland schüttet weiter Atommüll ins Meer. Rußland versenkt weiterhin radioaktive Abfälle in arktischen Gewässern. Das berichtete Witali Kimstatsch vom russischen Komitee für Hydrometeorologie und Umweltbeobachtung a, 7. Februar 1993 in Oslo.

Stx148-149.1993.7.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Sowjetunion: Atomwracks auch in der Ostsee versenkt.

Stx148-149.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Moskau: Rußland plant Giftmüllverbrennung durch Atomexplosionen. "Am Ende unserer gegenwärtigen wissenschaftlichen Untersuchungen werden wir Experimente durchführen, um herauszufinden, ob die Giftmüllverbrennung durch Atomtests möglich ist. Ich würde dies eine friedliche Atomexplosion nennen." Das erklärte Valerie Bogdahn, stellvertretender russischer Atomenergieminister, in einem Gespräch mit Greenpeace im April 1992.

Stx140-141.1992.8.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Strahlenschutzkommission: Sonderregelung zur Freigabe des radioaktiven Schrotts der Wismut AG empfohlen. Sogenannte Freigabegrenzwerte zum Einschmelzen für die normale Wiederverwendung von radioaktivem Stahlschrott der Wismut AG hat die bundesdeutsche Strahlenschutzkommission (SSK) im Juni 1991 empfohlen und im August 1991 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Danach gilt für die Oberflächenverseuchung mit natürlichem Uran ein "Freigabegrenzwert" von 0,5 Becquerel pro Quadratzentimeter Oberfläche Schrott. Laut Strahlenschutzverordnung gilt eigentlich ein zehnmal kleinerer Grenzwert.

Stx112-113.1991.1.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Strahlenschützer wollen 1.000 Becquerel nicht mehr als radioaktiv bezeichnen. Den "gordischen Knoten" des Strahlenschutzes will der "Arbeitskreis Entsorgung" (AKE) des bundesdeutschen Fachverbandes für Strahlenschutz (FS) e.V. lösen, indem er Radioaktivität nicht mehr stets als solche bezeichnet. Einen entsprechenden Vorschlag stellte das Direktorium des Verbandes in seinem Rundschreiben vom 5. März 1990 vereinsintern zur Diskussion.

Stx80-81.1990.1.1 (1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Großbritannien: "Die Lagerung von Atommüll in der Erde ist ein Risiko". Die Ablagerung radioaktiver Abfälle in der Erde kann aus geologischen Überlegungen nicht als sicher gelten, heißt es in einem von Greenpeace und Friends of the Earth 1989 veröffentlichten Bericht von Philip J. Richardson mit dem Titel "Exposing The Faults".

Stx70-71.1989.8.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)

Entsorgungsstrategie

Atommüllverbrennung und Wiederaufarbeitung: Plutonium-Freisetzung aus Karlsruher Forschungszentrum mit Kernwaffen-Fallout verglichen. Seit Oktober 1988 werden in einer neuen Verbrennungsanlage für radioaktiv strahlende Abfälle auf dem Gelände der Kernforschungsanlage Jülich in Nordrhein-Westfalen radioaktive Abfälle aus Atomanlagen, Krankenhäusern und Universitäten verbrannt. Das Düsseldorfer Arbeitsministerium hat mit Bescheid vom 23.November 1987 für diese Anlage radioaktive Ableitungen an die Umwelt in Höhe von 296 Millionen Becquerel für Jod und 37 Millionen Becquerel für Aerosole pro Jahr genehmigt. Nach dem zuvor veröffentlichten Bericht der Bundesregierung über "Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung" ist bereits vor der Inbetriebnahme der Verbrennungsanlage in der Umgebung von Jülich eine jährliche Ganzkörperdosis von 11 Mikrosievert (1,1 Millirem) ermittelt worden. Zum Vergleich: Für die Umgebung von Kernkraftwerken werden Werte zwischen 0,1 und 0,3 Mikrosievert (0,01 bis 0,03 Millirem) und für das nordrhein-westfälische Kernkraftwerk Würgassen ein Höchstwert von 0,7 Mikrosievert (0,07 Millirem) angegeben. Daraus rechneten Karin Grüber vom Ökologiereferat und Harry Kunz vom Landesvorstand der Grünen in Nordrhein-Westfalen am 25. Januar 1989 der Öffentlichkeit vor, daß in Jülich schon ohne atomare Müllverbrennunganlage "die Ganzkörperbelastung um den Faktor 100 höher liegt als an allen anderen Standorten von Atomanlagen in der Bundesrepublik". In Karlsruhe werden seit langem radioaktive Abfälle verbrannt. Neben La Hague (Frankreich) und Windscale/Sellafield (Großbritannien) wird dort zudem die kleinste der europäischen Wiederaufarbeitungsanlagen betrieben. 1986 veröffentlichten Dr. H. Schüttelkopf und Dr. M. Pimpl vom Kernforschungszentrum Karlsruhe eine Untersuchung über das Verhalten von Plutonium in den Abwasser- und Abluftpfaden in der Umgebung des Karlsruher Forschungszentrums. Ihre Aussage: Die Wiederaufarbeitungsanlage und die Verbrennungsanlage für brennbare radioaktive Abfälle im Kernforschungszentrum Karlsruhe haben vergleichsweise die höchsten Plutonium-Emissionen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Freisetzung von Plutonium aus diesen 1971 in Betrieb genommenen Anlagen führen zu Umweltverseuchungen, die in der Umgebung im Größenordnungsbereich des Kernwaffen-Fallouts durch die oberirdischen Atomversuche liegen.

Stx50.1989.1,2,5.3 (3 Seiten)

Entsorgungsstrategie

"Vorsorgeentsorgung" statt "Entsorgungsvorsorge". Entsorgungsbericht der Bundesregierung bereitet Sorgen. Am 13. Januar 1988 hat die Bundesregierung ihren Bericht "zur Entsorgung der Kernkraftwerke und anderer kerntechnischer Einrichtungen" vorgelegt. Er schließt an den Bericht vom August 1983 an und beschreibt die Sicht der Bundesregierung bis zum Jahr 2000. Durch "nicht kalkulierbare Ereignisse" oder durch Ergebnisse von Gerichtsverfahren sieht die Bundesregierung ihr Konzept auch in Zukunft nicht in Frage stellbar. Während Unternehmen wie der Esso-Konzern nicht mehr von einer Zunahme des Energieverbrauchs bis zum Jahr 2010 ausgehen und der Atomenergie nach der Katastrophe von Tschernobyl die Spitze gebrochen sehen, verfolgt die Bundesregierung mit ihrem Beharren auf Wiederaufarbeitung abgebrannter Kernbrennstoffe den Ausbau der Plutoniumwirtschaft.

Stx27.1988.1,2.2 (2 Seiten)

Asse, Gorleben, Greifswald/Lubmin, Lingen, Morsleben, ...

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Asse

Atommülllager Asse: 25 Hektar großes Zwischenlager geplant. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) plant nahe dem maroden Atommülllager Asse ein rund 250.000 Quadratmeter großes Zwischenlager für Atommüll. Ein Sprecher wollte am 23. Juni 2011 Ort und Größenangabe allerdings nicht bestätigen. Auf dem Areal werden demnach die 126.000 Atommüllfässer oberirdisch gelagert, die aus der Schachtanlage geborgen werden sollen. Dies soll so lange geschehen, bis es eine Lösung für ein Endlager gibt. Die Rückholung der Atommüllfässer ist notwendig, weil Wasser in das Lager eindringt.

Stx588-589.2011.8.1 (1 Seite)

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Asse

Das multiplikative Zusammenwirken von radioaktiven und nichtradioaktiven Schadstoffen in der Schachtanlage Asse wird bei Risikobetrachtungen nicht beachtet. In der Schachtanlage Asse sind mit dem Atommüll große Mengen unterschiedlicher Stoffe wie anorganische, organische zum Teil toxische und grundwassergefährdende Chemikalien eingelagert. Viele davon sind anerkannte Schadstoffe, wie z.B. einige Schwermetalle. Neben 13.000 Tonnen Eisen-Metall sind in den Inventarlisten über 1.000 Tonnen Nichteisenmetalle darunter circa 700 Kilogramm Arsen und arsenhaltige Verbindungen (überwiegend aus eingelagerten Pflanzenschutzmitteln), 12.000 Kilogramm Blei, circa 25.000 Kilogramm Chrom, 230.000 Kilogramm Zink, 55 Kilogramm Cadmium, 22.000 Kilogramm Nickel etc. aufgeführt. Daneben erhebliche Mengen an zum Teil giftigen Chemikalien organischer Art, wie zum Beispiel Tributylphosphat, BTEX-Aromaten, Dichlormethan und 1,1,1-Trichlorethan, Phthalsäureester und Komplexbildner wie Diammonium Hydrogen Citrat (NH4)2HC6H5O7 und viele andere Verbindungen. Gelangen diese Stoffe über Luft und Wasser in die Biokreisläufe, so ist mit Gesundheitsbeeinträchtigungen zu rechnen, die denen durch radioaktive Schadstoffe verursachten gleichkommen. Eine Fokussierung allein auf das radioaktive Abfallinventar wird daher der Sachlage nicht gerecht. Über Art und Menge der in den Mischabfällen enthaltenen Materialien herrscht große Unsicherheit. Seit der Einlagerung ist dieses Stoffgemenge permanent radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Bericht von Rolf Bertram.

Stx580-581.2011.13-15.3 (3 Seiten)

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Asse

Das Lager Lubmin wird nicht nur für den ursprünglich angegebenen Zweck genutzt. Die Bundesregierung gab Auskunft über die Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Lubmin. Im Atommüllager Asse tritt vermehrt radioaktive Salzlösung aus.

Stx578-579.2011.2-3.2 (2 Seiten)

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Asse

Atommüll-Endlager: Vermehrt Krebserkrankungen rund um das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. Im Umfeld des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist eine erhöhte Zahl von Leukämie-Fällen bei Männern festgestellt worden. Frauen erkranken dort weit öfter an Schilddrüsenkrebs als anderswo. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium am Abend des 25. November 2010 in Hannover mit und bestätigte damit einen Bericht des regionalen NDR-Fernsehmagazins „Hallo Niedersachsen“.

Stx574-575.2010.1-2.2 (2 Seiten)

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Asse

Atommüll im Salzbergwerk: Streit um Risiken und Nebenwirkungen bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II. Bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung als „Schutzfluid“ – im Notfall oder als geplante Stilllegungsoption – bestehe kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse. Davor warnte der emeritierte Professor am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Technischen Universität Braunschweig Dr. Rolf Bertram in der Ausgabe des Strahlentelex vom 4. März 2010. Das ursprünglich als Vorbild für ein Atomendlager im Salzstock von Gorleben dienende „Versuchsbergwerk“ Asse II bei Wolfenbüttel wurde als illegale Atommülldeponie betrieben und ist nun akut vom Einsturz bedroht. Zur Orientierung bei der Vorbereitung von Maßnahmen zur Havarie-Abwehr dient gegenwärtig eine im Jahre 2005 vom Institut für Sicherheitstechnologie (ISTec) GmbH, einem Tochterunternehmen der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH, erstellte Studie „Realistische und maximale Gasbildung in der Schachtanlage Asse“ (ISTec-A-979, Köln Juli 2005). Rolf Bertram kritisierte grundsätzliche Defizite diese Studie. Gegen diese Kritik wenden sich jetzt die Autoren der ISTec-Studie, der Chemiker Dr. Guido Bracke und der Diplom-Physiker Wolfgang Müller, Leiter der Stabsstelle Forschung & Entwicklung des ISTec. Sie werfen Bertram vor, sich auf „exotische Reaktionen“ zu berufen. Dem widerspricht Rolf Bertram, es handele sich im Gegenteil um mit Sicherheit ablaufende Reaktionen und er verweist auf die inzwischen offenbar gewordene Einlagerung einer Vielzahl hochaktiver Gebinde, die die Gasbildung maßgeblich beeinflussen. Strahlentelex dokumentiert diese Auseinandersetzung. Der Ausgangsartikel von Rolf Bertram („Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid; Strahlentelex 556-557 vom 04.03.2010, S.10-14) kann unter www.strahlentelex.de/Stx_10_556_S10-14.pdf abgerufen werden.

Stx572-573.2010.7-12.6 (6 Seiten)

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Asse

„Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid. Die Vollverfüllung – als eine Stilllegungsoption für Asse II – sieht vor, die oberen Bereiche der Schachtanlage mit Beton zu verfüllen und unterhalb der 700-Meter-Sohle mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung (sogenanntem Schutzfluid) zu fluten. Dadurch würde früher oder später das gesamte auf der 725 Meter- und 750 Meter-Sohle eingelagerte radioaktive und nichtradioaktive Inventar sowie das zur Verfüllung der Einlagerungskammern verwendete Material in Kontakt mit der wässrigen Lösung kommen. Auch bei der Notfallplanung ist beim Eintritt des Notfalls eine Flutung mittels Schutzfluid vorgesehen. Auch hierbei würde das eingelagerte Material der Einwirkung der gesättigten Magnesiumchloridlösung ausgesetzt. In beiden Fällen ist eine trockene Lagerung des Inventars unmöglich. Die geforderte Langzeitsicherheit (für 1 Million Jahre) ist bei Verfüllung mit Beton und Magnesiumchloridlauge nicht zu gewährleisten. Es besteht kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse Von Rolf Bertram

Stx556-557.2010.10-14.5 (5 Seiten)

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Asse

Das BfS will die radioaktiven Abfälle aus dem Salzbergwerk Asse möglichst vollständig zurückholen. Die Rückholung der Abfälle aus dem Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel ist „momentan die beste Lösung“, meint Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). Im Jahre 1967 hatte die Bundesrepublik Deutschland das alte Salzbergwerk bei Wolfenbüttel erworben, um den Bau von Atomkraftwerken zu fördern. Seitdem steht es unter der Oberaufsicht des Bundes und wird in seinem Auftrag von staatlichen Einrichtungen betrieben. Seit dem 1. Januar 2009 ist es das BfS, zuvor war es das Helmholtz-Zentrum München, das sich früher GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH und davor Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbh (GSF) nannte. Mit einer gehörigen Portion krimineller Energie wurde die Asse als illegale Deponie betrieben. Weil sie nie den Anforderungen an ein Endlager genügte, wurde sie bewußt einem atomrechtlichen Genehmigungsverfahren entzogen. Der Öffentlichkeit wurde das alte Salzbergwerk als „Versuchsendlager“ präsentiert. Dieser Begriff sollte Vorläufigkeit vortäuschen. Tatsächlich wurden unterschiedliche Methoden zur Einlagerung im Salz erprobt, eine anschließende Beseitigung der Versuchsanlagen war jedoch von Anfang an nicht geplant.

Stx554-555.2010.6-7.2 (2 Seiten)

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Asse

Plutonium im Lager Asse. Auch hochradioaktiver Abfall ist in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden, obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen und genehmigt worden war. „In der Schachtanlage Asse II lagert mit rund 28 Kilogramm offensichtlich mehr als dreimal so viel hochgiftiges Plutonium wie bislang angenommen“, teilte das Bundesumweltministerium am 29. August 2009 mit und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins Monitor vom 23. Juli 2009.

Stx544-545.2009.8.1 (1 Seite)

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Asse

Hinweise auch auf hochradioaktiven Müll im Atomlager Asse. Einem Bericht des ARD-Fernsehmagazins MONITOR vom 23. Juli 2009 zufolge gibt es neue Hinweise darauf, daß hochradioaktiver Abfall in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden ist, obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen und genehmigt worden war. Demnach hatte das Bundesforschungsministerium der Siemens AG die Lagerung von bis zu „25 Fässern mit hochradioaktivem Abfall“ zugesagt.

Stx542-543.2009.5.1 (1 Seite)

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Asse, WAA Karlsruhe, Gorleben

Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven Inventars im Atommülllager Asse könnten nicht oder nur in Form einer historischen Aufarbeitung beantwortet werden, meint die Bundesregierung.

Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)

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Asse

Atomlager Asse: Lug und Trug von Anfang an. Atomkonzerne drückten Sicherheitsstandards – Greenpeace-Recherchen zeigen heimliche Allianz zwischen Aufsichtsbehörden und Stromkonzernen. Auf Druck der Energiekonzerne hat die Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF, heute Helmholtz-Zentrum München) als Betreiberin des maroden Endlagers Asse II im Jahr 1975 ihre Sicherheitsstandards für die Einlagerung von Atommüll gesenkt. Das belegt ein Schriftwechsel zwischen Stromkonzernen, GSF und Bundesinnenministerium, den Greenpeace ausgewertet hat. Im Endlager angelieferte Fässer durften ab Dezember 1975 fünf Mal mehr Radioaktivität enthalten als ursprünglich vorgesehen. Die Energiekonzerne verlangten zudem von der GSF Zugeständnisse bei den Betonabschirmungen der Fässer.

Stx540-541.2009.3.1 (1 Seite)

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Asse

Im Versuchsendlager Asse II ist deutlich mehr radioaktives Inventar eingelagert als behauptet. Recherchen von Greenpeace zufolge übersteigt allein die Menge des in dem maroden Versuchsendlager Asse II bei Wolfenbüttel eingelagerten Tritiums die Angaben des früheren Betreibers um das 4,5-fache. Die Einlagerungsunterlagen des Helmholtz Zentrums München dokumentieren ein Tritium-Inventar von lediglich 4.380 Gigabecquerel zum 1. Januar 1980. Greenpeace hat jedoch auf Grundlage der regelmäßig durchgeführten Tritium-Messungen in der Abluft der Asse ein eingelagertes Inventar von rund 20.000 Gigabecquerel oder mehr berechnet und fordert von den vier Stromproduzenten RWE, E.on, Vattenfall und EnBW die lückenlose Aufklärung darüber, welchen und wieviel Atommüll sie in die Asse eingelagert haben. Das Helmholtz Zentrum München als vormaliger Betreiber, hatte die Menge des eingelagerten Tritiums zum Teil im Nachhinein lediglich geschätzt, nachdem die Einlagerung des Atommülls von 1967 bis 1978 nur äußerst ungenau dokumentiert worden war.

Stx538-539.2009.4-5.2 (2 Seiten)

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Asse

Keine rechtlich verpflichtende Beteiligung an den Stilllegungskosten der Asse II für AKW-Betreiber. Neue Geschäftsführer für die Asse GmbH bestellt. Insgesamt fast drei Viertel der in der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel eingelagerten Aktivität stammen von den Energieversorgungsunternehmen (EVU) und mehr als zwei Drittel davon aus dem Wiederaufarbeitungsprozeß von abgebrannten Brennelementen, die von den Energieversorgungsunternehmen an die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe geliefert wurden. Das erklärt das Bundesumweltministerium (BMU) in einem Hintergrundpapier vom 5. März 2009 und bestätigt damit frühere Aussagen von Greenpeace. Eine rechtlich verpflichtende Beteiligung der Energieversorgungsunternehmen (EVU) an den Stilllegungskosten der Asse hätte vor der Ablieferung der Abfälle mit den EVU vereinbart werden müssen, heißt es in dem BMU-Papier. Das sei jedoch nicht geschehen. Deshalb schlägt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt die Erhebung einer Brennstoffsteuer als Ausgleich vor. l Laut Mitteilung vom 16. März 2009 hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt für die mit dem bergbaulichen Betrieb beauftragte und zu Jahresbeginn 2009 gegründete Asse GmbH zwei neue Geschäftsführer bestellt. Neuer technischer Geschäftsführer ist nun der Abteilungsleiter im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Dr. Ulrich Kleemann. Die kaufmännische Geschäftsführung übernimmt der frühere Regierungspräsident von Hannover Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz.

Stx534-535.2009.6-7.2 (2 Seiten)

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Asse

Physikalisch-Chemische Prozesse im schwach- und mittelaktiven Atommüll in der Schachtanlage ASSE II – eine unterschätzte Gefahr. Gefahren für Mensch und Umwelt, die mit der Lagerung von schwach- und mittelaktivem Atommüll verbunden sind, wurden bisher unterschätzt. Erst durch die jüngst bekannt gewordenen Ereignisse in der Schachtanlage ASSE II bei Wolfenbüttel wird zunehmend bewußt, daß bedingt durch die stoffliche Vielfalt in dieser Atommüllkategorie unüberschaubare sicherheitsgefährdende Prozesse ausgelöst werden. Unvermeidbare Veränderungen und Störungen des gesamten Systems durch geochemische und radiochemische Reaktionen als Folge der Wechselwirkung zwischen den radioaktiven und nichtradioaktiven Komponenten werden bis zur Stunde zu wenig beachtet. Durch permanente Änderungen aller Systemeigenschaften wird eine dauerhafte Dynamik ausgelöst, deren Tragweite bis zur Stunde nur unzureichend wahrgenommen wird. Noch immer fehlen eine gründliche Erfassung der wirkenden Einflußfaktoren sowie eine gründliche Analyse der ineinandergreifenden Wechselwirkungen und damit auch eine umfassende Bewertung. Gegenwärtig verwendete Modelle zu den geochemisch basierten Sicherheitsnachweisen sind unvollständig, da sie langfristig ablaufende komplexe Vorgänge in einem Endlager und neuere wissenschaftliche Erkenntnisse weitgehend außer Acht lassen. Von Prof. Dr. Rolf Bertram.

Stx532-533.2009.12-13.2 (2 Seiten)

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Asse

Zehnte Änderung des Atomgesetzes. „Konjunkturpaket für Atomkonzerne“ – Kritik an Regelung für die Schachtanlage Asse II. Vor dem Hintergrund einer veränderten Sicherheitslage nach den Terroranschlägen in den USA, Madrid und London hatte die Bundesregierung einen Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes eingebracht. Das am 30. Januar 2009 vom Bundestag beschlossene Zehnte Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes sieht vor, daß künftig alle Personen, die mit Genehmigungs-, Planfeststellungs- oder Aufsichtsverfahren nach dem Atomgesetz betraut sind, in Atomkraftwerken oder mit radioaktiven Stoffen arbeiten, mit Hilfe von Polizei, Verfassungsschutz und der Stasiunterlagen-Behörde auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Außerdem wird mit der Gesetzesänderung geregelt, daß sowohl für den Betrieb als auch für die Stilllegung der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel in Niedersachsen künftig die Vorschriften über Endlager des Bundes gelten sollen. Auf scharfe Kritik treffen die Regelungen für die Schachtanlage Asse II. Damit werde das Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt. Der Bund will nun die Kosten für Betrieb und Schließung des Atommülllagers Asse in Niedersachsen dem Steuerzahler aufbürden.

Stx530-531.2009.11-12.2 (2 Seiten)

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Asse

Bundesamt für Strahlenschutz ist jetzt Betreiber der Asse. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. Mit Gründung einer bundeseigenen „Asse GmbH“ für die Betriebsführung der Schachtanlage und dem Übergang der erforderlichen Genehmigungen vom Helmholtz-Zentrum München auf das Bundesamt für Strahlenschutz könne der Betreiberwechsel wie geplant vollzogen werden, erklärt das Bundesumweltministerium in einer gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Ende Dezember 2008. Ursache für den Betreiberwechsel waren skandalöse Mängel in der bisherigen Führung des Betriebes der Schachtanlage Asse II durch das Helmholtz-Zentrum München sowie in der Führung des Schließungsverfahrens durch das niedersächsische Ministerium. Außerdem gab es Probleme bei der Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden.

Stx528-529.2009.3-4.2 (2 Seiten)

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Asse

Fehleinschätzungen durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche Klassifizierung des Atommülls „schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine Bewertung der von diesen Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung nicht aus. Die Angabe der Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel) orientiert sich an der Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die Energiedosis sagt nichts über die schädigende Wirkung der Strahlung aus. Diese Klassifizierung unterscheidet auch nicht die unterschiedlichen Strahlungsarten und erlaubt daher auch keine Aussage über die Wirkung der ionisierenden Strahlung auf die umgebende Materie. Die Wirkmechanismen von dünn- und dichtionisierender Strahlung auf lebende und tote Objekte sind gänzlich verschieden. Unterschiedliche radioaktive Strahlungsarten schädigen bei gleicher Energiedosis unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser Tatsache kann zu verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf Bertram.

Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Asse

Hochaktiver Atommüll im Lager Asse II. Das vom Helmholtz-Zentrum München (vormals GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH) als Betreiber des mit Wassereinbrüchen kämpfenden Forschungsendlagers Asse II bei Wolfenbüttel vorgelegte Anlieferkataster weist nach Angaben der Grünen in Niedersachsen auch die Einlagerung von hoch radioaktiven Müll aus. Bisher war von lediglich schwach- und mittelradioaktiven Abfällen gesprochen worden. Demnach wird in einer Begleitliste Abfall als „Brennstäbe in Blechdosen“ bezeichnet. Das in dem betreffenden Faß befindliche Uran und Plutonium sei sehr hoch angereichert, erklärte Fraktionschef Stefan Wenzel am 30. Juli 2008 in Hannover, „deutlich mehr, als bisher vermutet“. In dieser Menge sei das „ganz eindeutig Kernbrennstoff“.

Stx518-519.2008.7.1 (1 Seite)

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Asse

Ein sicheres atomares Endlager gibt es nicht. - Skandal um Umweltverseuchung und unsichere Atommüll-Lagerung bei Wolfenbüttel und Lüchow-Dannenberg. Das Gerede von sicheren atomaren Endlagern ist eine dumme Täuschung. Laugenzuflüsse dringen in das sogenannte Forschungsendlager Asse II bei Wolfenbüttel ein – täglich etwa 12,5 Kubikmeter – und gefährden 125.787 zwischen 1967 und 1978 eingelagerte Fässer mit 46.900 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Das wurde bereits mehrfach berichtet. Der Betreiber von Asse II, das Helmholtz-Zentrum München, hat die offenbar bereits seit Anfang der 1990er Jahre radioaktiv verseuchten Laugenzuflüssen vom 750 Meter tiefen in das unterste, 975 Meter tiefe Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt. Das wurde jetzt zusätzlich am 16. Juni 2008 bei einer Anhörung im Umweltausschuß des niedersächsischen Landtages bekannt. Offensichtlich gezielt an den Aufsichtsbehörden vorbei, ist damit eine tickende Zeitbombe geschaffen worden. An drei Zuflußstellen sollen in der Lauge zumindest zwischen 20.000 und 90.000 Becquerel Cäsium-137 pro Liter nachgewiesen worden sein. Der Grenzwert für die Freigabe des künstlichen Radionuklids beträgt laut Strahlenschutzverordnung 10.000 Becquerel pro Liter.

Stx516-517.2008.3-4.2 (2 Seiten)

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Asse

Kein Sicherheitsnachweis für Asse II. Um die Langzeitsicherheit von Atommüll-Lagern nachzuweisen, operieren die Betreiber seit Jahrzehnten mit Simulationsrechnungen und unrealistischen Laborexperimenten. Damit wird in der Bevölkerung und bei den politischen Entscheidungsträgern der Eindruck erweckt, daß alles überprüft und kontrolliert werde. Dabei sind solche Übungen nichts anderes als hilflose Versuche, etwas nachzuweisen, was nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik nicht nachzuweisen ist. Das Atommüll-Lager Asse II, in dem bis 1978 über 120.000 Gebinde mit Atommüll eingelagert wurden, soll nach Flutung mit einer wässerigen Magnesiumchloridlösung unumkehrbar verschlossen werden. Die vom Betreiber GSF dafür verwendeten Argumente für die geforderte Langzeitsicherheit lassen wichtige Fakten und absehbare Folgen außer Betracht. Von Rolf Bertram.

Stx506-507.2008.1-3.3 (3 Seiten)

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AVR Jülich

Forschungsreaktor AVR Jülich: Reaktor und Regierung haben versagt. Der Reaktorkern des seit 1988 abgeschalteten Forschungsreaktors in Jülich ist extrem stark radioaktiv kontaminiert. Einer wissenschaftlichen Analyse zufolge ist der Forschungsreaktor über Jahre hinweg mit viel zu hohen Temperaturen betrieben worden und möglicherweise nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert. Durch die Verwendung unausgereifter Brennelemente und die hohen Temperaturen, so Rainer Moormann, der Autor der Studie, der jahrelang in der Sicherheitsforschung in Jülich gearbeitet hat, sei der Reaktorkern mit extrem hohen Mengen radioaktiver Isotope verunreinigt. Nach Ansicht des Darmstädter Öko-Instituts handelt es sich aufgrund der hohen Kontamination um einen der „problematischsten Reaktoren weltweit. Über diese Probleme berichteten die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm sowie Strahlentelex zwar bereits vor einem Jahr, aber erst jetzt, nachdem ein renommiertes Nachrichtenmagazin sich dieser Nachricht annahm, bekam sie mehr Schwung. Denn der Thorium-Hochtemperaturreaktor (THTR) und die Generation IV-Reaktoren sind nach Ansicht der schwarz-gelben Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen (NRW) besonders förderungswürdig und können bei einer entsprechenden parteipolitischen Konstellation auf Bundesebene die Renaissance der Atomkraft in Deutschland einläuten. Bericht von Horst Blume, Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm

Stx550-551.2009.5-6.2 (2 Seiten)

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Gorleben

In Gorleben wird gebaut. Der Skandal um Gorleben wird amtlich. Bisher galt die Sprachregelung, dass der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Atommüllendlager „erkundet“ wird. Für die Gorlebengegner war das ein Etikettenschwindel. „1,6 Milliarden Euro sind in den Ausbau Gorlebens geflossen, eine Erkundung hingegen würde nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit rund 400 Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Daran erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in einer ihrer letzten Mitteilungen im alten Jahr 2011.

Srtx600-601.2012.8.1 (1 Seite)

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Gorleben

Greenpeace deckt falsche Berechnungen bei Strahlen-messungen auf. Der Grenzwert am Zwischenlager kann in diesem Jahr überschritten werden. Das Niedersächsische Umweltministerium (NMU) hat nach Ansicht von Greenpeace erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlenmessungen am Atommüll-Zwischenlager Gorleben gemacht. Mit einer aktuellen Analyse weist die unabhängige Umweltschutzorganisation nach, daß der genehmigte Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert am Zwischenlager bis zum Jahresende überschritten werden kann. Die Strahlenmessungen bilden die Grundlage für die Entscheidung des Ministeriums über den diesjährigen Castortransport. Die Greenpeace-Berechnungen ergeben eine mögliche diesjährige Strahlendosis von 0,305 Millisievert. Das NMU hatte dagegen einen Strahlenwert von 0,233 Millisievert errechnet.

Stx596-597.2011.9-10.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Endlager: Gorleben war der Joker zur Überraschung des Bundes. Gorleben wurde vor rund 35 Jahren als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) benannt. Noch heute wird heftig darum gestritten, wie es zu dieser Benennung kam. Gorleben-Befürworter haben sich mittlerweile eine Geschichte zu-rechtgelegt und auch die Gorleben-Kritiker haben ebenfalls ihre Vermutung, wie es abgelaufen ist. Die Zeugenbefragungen im Gorleben-Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages bieten Gelegenheiten, sich darüber zu streiten.

Stx596-597.2011.5-9.5 (5 Seiten)

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Gorleben

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erstattet Strafanzeige gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). „Das Maß ist voll, der Castortransport muß abgesagt werden“ – die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert auf die erhöhten Strahlenwerte im Castor-Lager in Gorleben mit einer Strafanzeige gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). Der Betreiberfirma wird vorgeworfen, daß sie ionisierende Strahlen oberhalb genehmigter Grenzwerte freisetzt. Die Anzeige wurde am 16. September 2011 bei der Staatsanwalt Lüneburg eingereicht.

Stx594-595.2011.14-15.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Epidemiologie: Verlorene Kinder um Gorleben. Eine Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes bestätigt Veränderungen des Geschlechterverhältnisses bei Gorleben seit dem Beginn der Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager. Bericht von Sebastian Pflugbeil.

Stx592-593.2011.14.1 (1 Seite)

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Gorleben

Erhöhte Strahlung in Gorleben. BI Umweltschutz: „Castor-Transport muss abgesagt werden“. 102 Castor-Behälter verlieren sich noch im Brennelement-Zwischenlager Gorleben, 420 Stellplätze gibt es insgesamt, 11 Behälter sollen im Herbst aus La Hague dazu kommen – doch schon jetzt gibt es Strahlenalarm: Radioaktivitäts-Messungen im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums hätten ergeben, dass die Strahlenbelastung am Zaun des Zwischenlagers oberhalb der zulässigen Jahresgrenzwerte liegen könnte. Das berichtete das NDR Regionalmagazins „Hallo Niedersachsen“ am Abend des 25. August 2011. Dem NDR liegt demnach ein Vermerk des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasser-wirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor, in dem es heißt, es sei nicht auszuschließen, dass die Jahres-dosis bis Ende 2011 über-schritten sein könnte. „Eine Einlagerung weiterer Behälter wäre dann nicht zulässig.“

Stx592-593.2011.13.1 (1 Seite)

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Gorleben

EU-Richtlinie über die Entsorgung von radioaktiven Abfällen verabschiedet. Aktenfunde belegen frühes Wissen um Gorlebener Gasfelder. Der Rat der Europäischen Union (EU) hat am 20. Juli 2011 eine Richtlinie „für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente“ und radio-aktiver Abfälle verabschiedet, die einen verbindlichen Rechtsrahmen für alle EU-Mitglieder schaffen soll. Diese ergänzt die Richtlinie der Europäischen Union vom 25. Juni 2009 zur Sicherheit von kerntechnischen Einrichtungen (2009/71/EURATOM) und stellt die Umsetzung des zweiten Teils des von der Kommission im Jahr 2003 präsentierten Nuklearpaketes dar. Das Bundesumweltministerium begrüßt die Richtlinie, weil damit eine europaweite Einigung über die Kriterien für die Entsorgung von Nuklearabfällen erzielt worden sei. Schwerpunkt der Richtlinie ist die Forderung an alle 14 EU-Mitgliedsstaaten, einen „nationalen Entsorgungsplan“ aufzustellen. Dieser Plan soll die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen bei der Entsorgung und der Endlagerung von Atomabfällen gegenüber der Öffentlichkeit gewährleisten, heißt es. Der jeweilige nationale Entsorgungsplan soll durch eine internationale Expertengruppe überprüft und in regelmäßigen Abständen „fortentwickelt“ werden. Ausserdem werden künftig die von der Lobby-Organisation zur Förderung der Atomenergie IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) entwickelten Sicherheitsstandards rechtsverbindlich.

Stx590-591.2011.18-19.2 (2 Seiten)

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Gorleben

„Gorleben soll leben“ – unter dieser Parole werden im November 2011 Tausende in Dannenberg demonstrieren, denn der 13. Castor-Transport nach Gorleben und das Endlagersuchgesetz werden das Wendland am Ende dieses antiatombewegten Jahres zum Schauplatz machen. Das beschloß ein breites Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden  am 28. Juli 2011 auf einem Treffen in Lüneburg.

Stx590-591.2011.17-18.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Epidemiologie: Bei Gorleben werden seit Beginn der Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager zunehmend zu wenige Mädchen geboren. Das niedersächsische Statistikamt hat kürzlich die Geburtenzahlen für 2010 veröffentlicht. In der Umgebung von Gorleben setzt sich damit der Aufwärtstrend in der Veränderung des Geschlechter-verhältnisses von Neugeborenen (Human Birth Sex Odds) seit Inbetriebnahme des dortigen Zwischenlagers weiterhin fort: Es werden zunehmend zu wenig Mädchen geboren. Das zeigt jetzt eine Auswertung der Zahlen durch Dr. Hagen Scherb, Dr. Kristina Voigt und Dipl.-Ing. Ralf Kusmierz in ihrem neuen „Fact Sheet Gorleben“.

Stx590-591.2011.17.1 (1 Seite)

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Gorleben

„Lockgesang“. Bundesumweltminister Röttgen hat jetzt auf einer CDU-Klausurtagung in Walsrode angekündigt, daß die „Sicherheitsprüfung“ für ein Endlager im Salzstock Gorleben schon in weniger als zwei Jahren beendet sein könnte. Die „Experten“ dafür hat er ausgesucht: Gutachter, die seit vielen Jahren Gorleben als Endlager befürworten. Vorher hatte der Minister im Dialog mit der Atomindustrie eine ganze Reihe von Entscheidungen getroffen. Die Versuche der betroffenen Bevölkerung, mit Herrn Röttgen ins Gespräch zu kommen, hat er dagegen ausgeschlagen, erklären die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

578-579.2011.5.1 (1 Seite)

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Gorleben

Atommüll-Endlagerung: Gorleben-Veteranen vor dem Untersuchungsausschuß. Niedersachsens früherer langjähriger Sozialminister Hermann Schnipkoweit (CDU) hat am 27. Januar 2011 vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages die Entscheidung der damaligen Landesregierung für Gorleben als Kandidat einer atomaren Endlagerstätte verteidigt. „Ich habe bis heute noch niemanden kennengelernt, der einen anderen Standort vorschlägt“, sagte der heute 82-Jährige. Und: „Wir haben für Gorleben entschieden, weil wir den Standpunkt hatten, dort sei der beste Salzstock.“ Kritisch dagegen hat sich die Atomkraftgegnerin Marianne Fritzen vor dem Untersuchungsausschuß über die Informationspolitik bei der Erkundung des Standortes Gorleben geäußert. „Die Öffentlichkeit wurde nie richtig informiert“, sagte die Mitgründerin und frühere Sprecherin der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). „Schon vor der Entscheidung der Bundesregierung im Juli 1983 erfuhren wir, daß die Aufträge für die Schachtvorbohrungen bereits vergeben gewesen waren“, sagte Fritzen. Daraufhin habe die BI ihre Teilnahme an Informationsveranstaltungen mit den Behörden abgesagt. Die heute 86-Jährige sagte: „Die Probebohrungen waren geheim, aber wir wollten informiert sein.“ Teilweise sei dies indirekt geschehen. So habe zum Beispiel der Hamburger Geschichtsprofessor Helmut Bley während einer Zugfahrt im Intercity zufällig einer Diskussion im Speisewagen zugehört, in dem Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und Ministeriumsvertreter die Breite der geplanten Erkundungsschachte diskutiert hätten. „Die sollten gleich so gestaltet werden, daß man sie später auch nutzen kann“, sagte Fritzen.

Stx578-579.2011.4-5.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Atompolitik: Zweifel an Gorleben unterdrückt. Vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 12. November 2010 der Physiker Heinz Nickel als Zeuge über seine Messungen im Salzstock ausgesagt und erklärt, seine Ergebnisse seien im Nachgang nicht ausreichend gewürdigt worden. Dabei hätten die ermittelten Meßdaten kritische Fragen zu einem Endlager in Gorleben für radioaktiven Müll aufgeworfen. Der freiberufliche Geologe und Politikberater Detlef Appel erklärte am 25. November 2010 vor dem Untersuchungsausschuß zu Gasfunden während der Erkundungen in Gorleben, daß Gasvorkommen in Salzstöcken durchaus vorkommen würden und damit auch gerechnet worden sei – „das Ausmaß aber war überraschend“. Bei einer Schachtvorbohrung waren Geologen an mehreren Stellen auf Gas gestoßen.

Stx574-575.2010.9-10.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Erst Hennenhöfer, jetzt auch noch Thomauske. Atomfilz beim Endlager Gorleben. Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: „Röttgen will Gorleben durchboxen“. Mit großer Empörung reagierte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die Entscheidung der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Dr. Bruno Thomauske an einer „Eignungsprognose“ für das geplante Endlager Gorleben mitwirken zu lassen. Finanziert wird diese „Eignungsprognose“ vom Bundesumweltministerium. „Der Filz erreicht unter Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine neue Qualität“, kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke die Personalentscheidung. Thomauske wechselte einst vom Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) zum Atomstromkonzern Vattenfall. Dort war er Geschäftsführer der Atomsparte im Vattenfall-Konzern, als in dessen Reaktor Krümmel bei Hamburg ein Transformatorenbrand ausbrach und einen gefährlichen Zwischenfall verursachte. Nach massiven Vorwürfen wurde Thomauske deshalb von seiner Funktion entbunden. Zur Zeit hat er einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen, der vom Energiekonzern RWE gesponsert wird.

Stx568-569.2010.5-6.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Bergleute für Gorleben gesucht. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg fragt das Bundesamt für Strahlenschutz: „Was soll in Gorleben ‚zügig‘ bewegt werden? Salz oder Papier?“ Reviersteiger, Bohrtechniker, Bergmechaniker, Fördermaschinisten... – die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt, „spätestens zum 10.10.2010, zunächst befristet“ neues Personal. Zum Beispiel Reviersteiger für den Grubenbetrieb. Wer sich die Stellenausschreibungstexte unter www.dbe.de anschaut, wird hellhörig.

Stx568-569.2010.4.1 (1 Seite)

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Gorleben

Testeinrichtung zur Bohrlochlagerung in Gorleben. Auf der Website der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) informiert ein Artikel vom 25. Mai 2010 über einen knapp einjährigen Versuchsbetrieb der GNS und DBE Technology, bei dem die Einlagerungstechnik zur Bohrlochlagerung von konditionierten Brennelementen und HAW-Kokillen erprobt worden sei. Das 2006 gestartete Projekt sei gemeinsam von der EU, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie der GNS finanziert worden. Nach Abschluß des Versuchsbetriebs 2009 seien die Gerätschaften zur Aufbewahrung auf das Werksgelände der GNS in Gorleben verbracht worden, und könnten dort demnächst von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden. Vom Eintreffen der Anlage in Gorleben am 10. Mai 2010 hatte Strahlentelex bereits in der vorigen Ausgabe berichtet.

Stx564-565.2010.7-8.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Wieder Stacheldraht um Gorleben. Anlage zur behälterlosen Einlagerung hochradioakti¬ver Abfälle in Bohrlöcher nach Gorleben geliefert. Bürgerinitiative Umweltschutz: „Die Atomwirtschaft demaskiert die Politik.“ Am 10. Mai 2010 traf in Tießau/Elbe ein Schiff mit einer größeren stelzenförmigen Anlage ein, die in den späten Abendstunden auf einen Tieftransporter geladen wurde. Zielort war Gorleben. Bei dem Schwertransport handelte es sich um eine Anlage zur Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll in senkrechte Bohrlöcher. Darauf machte jetzt die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg aufmerksam. Schon vor zwei Jahren hatte die BI auf entsprechende technische Entwicklungen der Deutschen Gesellschaft für den Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) hingewiesen. In ihrer Versuchsanlage in Landesbergen/Weser, in der Halle eines ausgedienten Kohlekraftwerks, wurde von der DBE-Tec in Kooperation mit der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) das Hantieren mit den sogenannten BSK-3-Kokillen erprobt.

Stx562-563.2010.5-6.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Neue atomare Anlage für Gorleben. Auf dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben soll ab 2012 eine weitere atomare Anlage entstehen. In ihr sollen schwach- und mittelradioaktive Abfälle für ihren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet werden. Der Atommüll soll hier geprüft, umgepackt, getrocknet und in andere Behälter gefüllt werden. Das erklärte Jürgen Auer für die Gesellschaft für Nuklearservice am 26. April 2010, dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und nur zwei Tage nachdem rund 120.000 Menschen dem Aufruf von mehreren Organisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien gefolgt waren und zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine 120 Kilometer lange Menschenkette gegen die Atomkraft gebildet hatten. Dokumente und der Bericht des Bundesumweltministeriums vom September 2009 über die politische Einflußnahme auf den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt von 1983 zur Erkundung des Standortes Gorleben sind jetzt im Internet abrufbar unter www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/doc/45019.php sowie www.cshare.de/file/fa018cd18bacb6b4280a26e98345ad3c/Gorleben_Akten.zip  und www.greenpeace.de

Stx560-561.2010.15-16.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Neuer Castorbehälter für Gorleben genehmigt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die Nutzung eines neuen Castorbehälters zum Transport von Atommüll der Behälterbauart CASTOR® HAW28M genehmigt. 11 Behälter dieser Bauart sollen im Herbst 2010 aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben gebracht werden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) verweist auf die unerhörte Wärmelast dieser Behälter, die bei einer Beladung mit 28 Glaskokillen mit hochradioaktiven Abfällen 56 Kilowatt (KW) erreichen kann. Das BfS betont, daß durch die Abschirmung und ein verändertes Design die Strahlenbelastung gegenüber den bisherigen Behältern unverändert bleibe und ein solcher Behälter den Absturz einer großen Passagiermaschine unbeschadet überstehe könne. „Das ist Augenwischerei“, kritisiert jedoch die Bürgerinitiative die Argumentation des BfS. Alle Sicherheitsangaben blieben fragwürdig, solange es keine Crash- und Feuertests mit Originalbehältern gebe und wesentliche Angaben der Hersteller und der Genehmigungsbehörden auf Rechenmodellen beruhen.

Stx558-559.2010.7.1 (1 Seite)

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Gorleben

Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg- und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß, stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm, weitere Informationen und Kontakt: www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben. Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax 05841-3197 oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de

Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, Ausbau von Gorleben und Hermesbürgschaften für Atomexporte. Vorhaben der schwarz-gelben Regierungskoalition. Bemerkenswert wenige Worte enthält der Koalitionsvertrag der neuen CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition zu der von ihr für die beginnende 17. Legislaturperiode beschlossenen Revision des Atomausstiegs. „Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann“, steht beinahe versteckt im Kapitel „Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz“ des Vertrages. „Dazu sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke (…) zu verlängern“, heißt es, ohne den in Rede stehenden Zeitraum von zunächst zehn Jahren explizit zu nennen. Jedoch: „Das Neubauverbot im Atomgesetz bleibt bestehen.“ In einer „möglichst schnell zu erzielenden Vereinbarung mit den Betreibern“ sollen „nähere Regelungen“ zu den Voraussetzungen einer Laufzeitverlängerung getroffen werden. Dazu gezählt werden speziell die „Betriebszeiten der Kraftwerke, Sicherheitsniveau, Höhe und Zeitpunkt eines Vorteilsausgleichs, Mittelverwendung zur Erforschung vor allem von erneuerbaren Energien, insbesondere von Speichertechnologien“. Die Vereinbarung müsse für alle Beteiligten Planungssicherheit gewährleisten, wird verlangt und eine verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie bedinge auch die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Wir werden deshalb das Moratorium zur Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich aufheben“, schreiben die schwarz-gelben Koalitionspartner. „Wir wollen, dass eine International Peer Review Group begleitend prüft, ob Gorleben den neuesten internationalen Standards genügt.“ Der gesamte Prozeß werde „öffentlich und transparent“ gestaltet. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen „in einem zügigen und transparenten Verfahren“ geschlossen werden und die Energieversorger seien „an den Kosten der Schließung der Asse II zu beteiligen“.

Stx548-549.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Gorleben

Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl ließ Gutachten zu Gorleben schönen. Neue Dokumente belegen, daß die Regierung Kohl im Jahr 1983 massiv Einfluß auf die Wissenschaftler ausübte, die eine Eignung des Standortes Gorleben für ein atomares Endlager prüfen sollten.

Stx546-547.2009.9.1 (1 Seite)

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Gorleben

Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute „wegdefiniert“.

Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)

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Gorleben, WAA Karslruhe, Asse

Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven Inventars im Atommülllager Asse könnten nicht oder nur in Form einer historischen Aufarbeitung beantwortet werden, meint die Bundesregierung.

Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)

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Gorleben

Atommüll-Endlagerung: Gorleben wird bereits seit Mitte der 1980er Jahre im ungenehmigten Schwarzbau zum Endlager ausgebaut. Der Salzstock Gorleben ist offenbar bereits seit Mitte der 1980er Jahre illegal zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ausgebaut worden. Das geht aus einer internen Bewertung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hervor. Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: Die Erkundungslüge ist aufgeflogen.

Stx538-539.2009.1-3.3 (3 Seiten)

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Gorleben

Atommüll-Endlagerung: „Die Vor-Festlegung auf Gorleben wird weiter festgezurrt“. BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg beendet den Dialog über Endlagerkriterien. Konsterniert verließ Gerhard Harder, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), am vorletzten März-Wochenende 2009 die Fachtagung des Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin, auf der in beschränktem Kreis über die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle debattiert wurde. „An einer völlig unverbindlichen Debatte über Sicherheitskriterien wird sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nicht weiter beteiligen“, erklärte Harder. Die BI forderte „ein offenes, transparentes Suchverfahren. Das impliziert nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik einen Standortvergleich.“ Ohne eine solche Prämisse mache die Beteiligung am Diskurs aus Sicht der Bürgerinitiative keinen Sinn. Doch die Atomkraftgegner blitzten mit ihrem Anliegen auf der Tagung ab.

Stx534-535.2009.6.1 (1 Seite)

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Gorleben

Atomwirtschaft: Gorleben kostete 1,51 Mrd. Euro. Für das atomare Endlagerprojekt Gorleben in Niedersachsen sind von 1977 bis Ende 2007 Kosten in Höhe von 1,51 Milliarden Euro entstanden. Das teilte die Bundesregierung im August 2008 in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 16/ 10077) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zu den volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie mit. Im Haushaltsjahr 2008 seien zudem 27,6 Millionen Euro für das Projekt Gorleben veranschlagt worden. Die künftigen Kosten hingen vor allem von einer politischen Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen bei der Endlagerung hochaktiver, wärmeentwickelnder Abfälle aus Kernkraftwerken ab.

Stx528-529.2009.6.1 (1 Seite)

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Gorleben, Schweiz

Endlagerung von Atommüll: Irgendwann will das BMU ein Verfahren zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktiven Atommüll in Gang setzen. Sichtlich gealtert und ohne neue Visionen präsentierten sich viele Protagonisten der bisherigen Endlagerdebatte auf dem Endlagersymposium, das vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin stattfand. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) warben sie vor mehr als 350 Teilnehmern dafür, endlich mit einem Auswahlverfahren nach internationalem Standard zu beginnen. Im Oktober 2002 hatte zuletzt der drei Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingerichtete „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ vor mehr als 300 Personen aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Behörden und Verbänden seine Kriterien und Verfahrensvorschläge zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd seine Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden lassen. Das fand sechs Jahre lang nicht statt. Jetzt wurde dafür geworben, nun damit zu beginnen.

Stx526-527.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Gorleben, La Hague

Atommüll-Transport: Atommüll-Behälter strahlen stärker als früher. Die Strahlung der im November 2008 unter großen Protesten von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich nach Gorleben transportierten französischen Atommüll-Behälter (TN85) ist nach Mitteilung der Umweltorganisation Greenpeace vom 10 November 2008 deutlich höher als bei früheren Castor-Transporten. Experten haben demnach in 14 Metern Entfernung eine um 40 Prozent höhere Neutronenstrahlung gemessen als 2005. Die von den neuen Behältern mit dem hochradioaktivem Atommüll ausgehende Neutronenstrahlung ist demnach noch in 14 Metern Entfernung mit 4,8 Mikrosievert pro Stunde mehr als 500 mal höher als die zuvor gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen.

Stx526-527.2008.5-6.2 (2 Seiten)

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Asse, Gorleben

Ministerien rechnen mit GAU beim Atommüllager Asse bei Wolfenbüttel und Umweltverseuchungen. Bundesumweltminister bevorzugt Gorleben als Endlager für hochaktiven Atommüll. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will wegen der dort bereits investierten Milliardensumme den Standort Gorleben als Endlager bevorzugen. Noch 2006 hatte sein Ministerium ein Verfahren zur Standortsuche vorgeschlagen, das sich in der Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner CDU/CSU und den Energieversorgern jedoch nicht durchsetzen ließ. Die Verfahrensgrundsätze rief Gabriel zur Eröffnung einer Internationalen Konferenz zum Thema Endlager vom 6. bis 9. November 2007 in Braunschweig noch einmal ins Gedächtnis: deutscher Atommüll gehöre in deutsche Endlager, Sicherheit zähle zuerst, klare Kriterien und eine umfassende Beteiligung der betroffenen Bevölkerung wie in der Schweiz seien beispielgebend. Wie Bundesforschungs- und Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesumweltministerium am 21. November 2007 bekanntgaben, wird es in der Asse bei Wolfenbüttel voraussichtlich „auch weiterhin zu Bewegungen im Deckgebirge aufgrund der noch großen offenen Hohlräume in der Asse kommen“. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, daß der seit 1988 existierende Salzlösungszutritt von inzwischen bereits „etwa 12 Kubikmeter pro Tag in Zukunft erheblich ansteigt und dann nicht mehr aufgefangen und kontrolliert werden kann“.

Stx502-503.2007.1,2.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Die Anforderungen an die Sicherheit in Gorleben werden aufgeweicht. Bericht von Wolfgang Ehmke. Die Endlagerkonzeption für Gorleben steht offensichtlich vor einer wesentlichen Änderung. Obwohl die Bauarbeiten auf der Endlagerbaustelle bis zu einem Ablauf des Moratoriums ruhen und die Entscheidung offen ist, ob alternativ zu Gorleben nicht auch andere Standorte und Gesteinsformationen als Salz auf eine Eignung hin untersucht werden, erprobt die Gorleben-Betreiberin, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle im Salzgestein. Hochradioaktive Abfälle – Brennelemente und verglaster Müll – sollen nun als Kokillen ohne weitere Abschirmung in Bohrlöchern versenkt werden. Damit entfiele eine der vier Barrieren, die ein Austreten von Radioaktivität in die Biosphäre verhindern sollen. Auf entsprechende Versuche verwies der Diplomphysiker Wolfgang Neumann (Gruppe Ökologie Hannover) auf einer Veranstaltung von Bürgerinitiativen aus dem Raum Asse, Salzgitter und dem Wendland, die sich am 2. Juli-Wochenende 2008 zu einer zweitägigen Fachkonferenz in Lüchow trafen.

Stx518-519.2008.6-7.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Berlin, 30.10.-1.11.2008: Konferenz über Endlagerung von Atommüll. Die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angekündigte internationale Konferenz zur Endlagerung von atomaren Abfällen findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 in Berlin statt. Gabriel hatte im November 2007 bei einem Besuch in der Region Gorleben mitgeteilt, daß das Bundesumweltministerium eine Konferenz veranstalten werde, die sich mit Fragen der Standortsuche für ein atomares Endlager beschäftigt. Neben Experten aus Deutschland und anderen Staaten sollen auch Bürgerinnen und Bürger aus Regionen teilnehmen, in denen es bereits Lager für Atommüll gibt bzw. die dafür in der Diskussion sind, teilte das Bundesumweltministerium (BMU) mit. „Der Dialog untereinander“ solle dabei im Vordergrund stehen. Damit dies gelinge, würden die verschiedenen Gruppierungen bereits in die Planungen der Veranstaltung einbezogen.

Stx514-515.2008.7.1 (1 Seite)

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Gorleben

Atommüll-Endlagerung: Niedersachsen will sich im Raumordnungsprogramm auf Gorleben festlegen. Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) hat eine ablehnende Stellungnahme zur Festlegung eines Vorranggebietes zur Entsorgung radioaktiver Abfälle bei Gorleben an die niedersächsische Landesregierung abgegeben. Begründet wurde dies neben anderen Argumenten mit dem aktuellen Klimawandel. Klimaforscher und Meteorologen sagen einen Anstieg des Meeresspiegels für die nächsten 10 bis 30 Jahre von bis zu 7,50 Metern voraus. Der Endlagerstandort würde durch unberechenbare Wassereinbrüche absaufen und radioaktive Isotope in die Biosphäre gelangen. Als der Standort 1977 benannt wurde, habe niemand entsprechende Gefahren für möglich gehalten.

Stx482-483.2007.7.1 (1 Seite)

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Gorleben

Neues Untertagelabor für Gorleben geplant. Am 3. Mai 2006 hatte der niedersächsische Wissenschaftsminister Stratmann bei einem Besuch in Gorleben gegenüber der Elbe-Jeetzel-Zeitung die Einrichtung eines Atommüll-Versuchslabors verkündet und die Unterstützung der Landesregierung zugesagt. Darüber entrüstet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Stx468-469.2006.3.1 (1 Seite)

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Gorleben

Strahlenbelastung beim Rücktransport hochradioaktiver Abfälle aus Frankreich. Per Verordnung soll die wirtschaftliche Nutzung des Salzstocks Gorleben bis auf weiteres verboten werden. Im Hinblick auf die noch für 2004 geplante Rückführung einer weiteren Sendung hochradioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich informierte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH in Köln jetzt über die von den Transportbehältern ausgehende radioaktive Strahlung. Aus den vorliegenden aktuellen Meßwerten der Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS), Essen, gehe demnach hervor, daß die Dosisleistungen (Gamma- und Neutronenstrahlung) im Nahbereich der Abfalltransportbehälter (CAS-TOR(R) HAW 20/ 28 CG) mit den Erfahrungswerten früherer Rückführungskampagnen vergleichbar seien. In 20 Meter Abstand vom Transportfahrzeug liege sie im Größenbereich von 3 bis 6 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h). Dies entspreche dem Strahlungspegel, dem Flugreisende in gängigen Flughöhen durch die kosmische Strahlung ausgesetzt seien. Durch die oberirdische Lagerung von immer mehr Atommüll in Gorleben werden vollendete Tatsachen geschaffen, während andererseits die Endlagersuche von der Bundesregierung verschleppt werde, kritisiert die Umweltschutzorganisation Robin Wood.

Stx428-429.2004.6,7.2 (2 Seiten)

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Gorleben

Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben: Für Atommüll fehlt ein geschlossenes Umgangskonzept. Im Jahr 1997 ist eine Atomanlage wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt, die lange Zeit aus dem Bewußtsein verschwunden war: die Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben (PKA). Dies hatte vor allem zwei Gründe. Der erste Grund ist die offensichtlich gewordene Umfunktionierung von einer Erprobungsanlage für die Endlagerung zu einer kommerziellen Optimierungsanlage für die Zwischenlagerung. Der zweite Grund ist die im November 1997 geschlossene Vereinbarung zwischen der Betreiberfirma Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS) und dem Niedersächsischen Umweltministerium (NMU) zu einem reibungslosen Ablauf des Genehmigungsverfahrens. Ein Beitrag von Wolfgang Neumann, Gruppe Ökologie, Hannover.

Stx270-271.1998.4,13-15.4 (4 Seiten)

Gorleben

Pilot-Konditionierungsanlage Gorleben: Eine neue Atomfabrik. Im Schatten der Auseinandersetzung um die CASTOR-Transporte nach Gorleben baut die Atomindustrie am Standort der Zwischenlager still und leise eine weitere Atomfabrik, die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA). Eine Broschüre von Werner Neumann, Gruppe Ökologie Hannover.

Stx258-259.1997.12.1 (Kurzbeschreibung, 1 Seite)

Gorleben

Die hoch radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague rollen weiter nach Gorleben. Anwohner klagen gegen eine mangelhafte Produktkontrolle der Kokillen für hochaktive Abfälle (HAW). Das Transportbehälterlager in Gorleben ist die einzige Anlage in Deutschland, die z.Z. eine Genehmigung für die Lagerung verglaster hoch radioaktiver Abfälle besitzt. Diese Genehmigung wurde 1995 erteilt. Dagegen haben mehrere Anwohner geklagt. Einer der Ansatzpunkte für die Klage war die Produktkontrolle. Zum Zweck der Klage wurde von der Gruppe Ökologie in Hannover eine Studie zur Produktkontrolle der hochaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung bundesdeutschen Kernbrennstoffes in der französischen Anlage La Hague erstellt. Ein Bericht von Wolfgang Neumann, Gruppe Ökologie Hannover.

Stx240-241.1997.2-4,24.4 (4 Seiten)

Gorleben

Bundesamt für Strahlenschutz: Auch schadhafte "Castor"-Behälter dürfen jetzt in Gorleben bleiben. Am 2.Juni 1995 hat das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter für das "Castor"-Lager in Gorleben eine neue Betriebsgenehmigung erteilt, die im Gegensatz zu der bisherigen nicht mehr vorschreibt, daß schadhafte Behälter dahin zurückgebracht werden müssen, wo sie herkamen.

Stx208-209.1995.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Greifswald

Das Lager Lubmin wird nicht nur für den ursprünglich angegebenen Zweck genutzt. Die Bundesregierung gab Auskunft über die Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Lubmin. Im Atommüllager Asse tritt vermehrt radioaktive Salzlösung aus.

Stx578-579.2011.2-3.2 (2 Seiten)

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Greifswald

Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern: Die Brennstäbe der „Otto Hahn“ sollen jetzt nach Lubmin. Von 1968 bis 1979 befuhr das vom GKSS-Forschungszentrum entwickelte Frachtschiff mit Atomantrieb „Otto Hahn“ die Weltmeere. Ein wirtschaftlicher Betrieb nuklear betriebener Frachtschiffe war jedoch nicht möglich, weshalb die Otto Hahn später mit Dieselantrieb weiterfuhr, bis sie im Frühjahr 2010 in Bangladesch verschrottet wurde. Seit dem Umbau lagern auf dem GKSS-Gelände südöstlich von Hamburg der Reaktorbehälter, die Brennstäbe sowie gebrauchte Schutzkleidung, Filter und Verrohrungen aus der „Otto Hahn“ – angeblich zu Nachuntersuchungen und Forschungszwecken. Nachdem jedoch seit nunmehr 30 Jahren keine diesbezüglichen Forschungsergebnisse bekannt wurden, sollen die Brennstäbe (52 an der Zahl) nun nach Mecklenburg-Vorpommern in das Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald gebracht werden.

Stx564-565.2010.1-2.2 (2 Seiten)

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Greifswald

Bundesumweltminister Trittin läßt Atommüll an der Ostsee lagern. Neues bundesdeutsches Zwischenlager in Lubmin am Greifswalder Bodden genehmigt. Am 10. November 1999 ließ Bundesumweltminister Trittin (Grüne) das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Betriebsgenehmigung für die Aufbewahrung von Castor-Behältern im "Zwischenlager Nord" (ZLN) bei Lubmin nahe Greifswald erteilen. Bei einem Besuch der Anlage am selben Tag betonte der Minister, die Genehmigung gelte ausschließlich für die Aufbewahrung von Atommüll aus den beiden stillgelegten ostdeutschen Atomkraftwerken Greifswald und Rheinsberg: "In Greifswald werden weder abgebrannte Brennelemente aus westdeutschen AKW noch Glaskokillen aus La Hague zwischengelagert werden." Trittin bezeichnete das ZLN als Baustein im Entsorgungskonzept der Bundesregierung, Transporte radioaktiver Abfälle durch Standortnahe Zwischenlagerung zu vermeiden. Die Genehmigung des Zwischenlagers schaffe die Voraussetzung dafür, die acht Reaktorblöcke des seit 1990 stillgelegten Atomkraftwerks Greifswald abzubauen. Das sieht vor Ort die Bürgerinitiative Kernenergie e.V. zur Förderung alternativer Energiekonzepte anders. Anke Wagner, Vorsitzende der Greifswalder Bürgerinitiative, kritisiert in ihrem Kommentar das Bundesumweltministerium, die Problematik des Standortes nicht beachtet und genehmigungstechnisch unlauter gehandelt zu haben.

Stx310-311.1999.3,4.2 (2 Seiten)

Greifswald

"Lubmin-Erörterung erfolgreich abgeschlossen". Am Nachmittag des 22. Mai 1996 um 17.25 Uhr sei der Erörterungstermin zum Vorhaben der Zwischewnlager Nord GmbH (ZLN) zur Aufbewahrung von Kernbrennstoffen und sonstigen radioaktiven Stoffen im Transportbehälterlager des ZLN in Rubenow bei Greifswald ordnungsgemäß beendet worden. So formulierte das Bundesamt für Strahlenschutz. Am dritten und letzten Anhörungstag war allerdings aus Protest gegen die "grob bürgerfeindliche und organisierte Behinderung der Einwender" und die "extrem tendenziöse Verhandlungsleitung durch das Bundesamt für Strahlenschutz", so Detlef Chrzonsz, Bundesvorsitzender der Vereinigung Christlicher Demokraten gegen Atomkraft (CDAK), kaum noch ein Gegner des Zwischenlagers für radioaktive Abfälle bei Greifswald mehr erschienen.

Stx230-231.1996.10,11.2 (2 Seiten)

Greifswald

Bürgerinitiative Kernenergie. Aufruf zu Einwendungen gegen das Zwischenlager Nord in Greifswald/Lubmin. Einwendungen gegen die Genehmigung des Lagers konnten bis zum 22. Dezember 1995 erhoben werden. Das Atombehälter-Lager ist Teil des größten oberirdischen Atommüllagers der Welt, das zwischen Lubmin, Rubenow und Freest im Osten von Greifswald entsteht, erläutert die Greifswalder Bürgerinitiative in ihrem Aufruf.

Stx214-215.1995.12.1 (1 Seite)

Greifswald

Atommüll-Zwischenlager Lubmin: Grundrechte nur gegen Barzahlung. Der Traum von einer neuen, demokratischen Grundordnung, die 1990 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR durch die Wiedervereinigung eingeführt wurde, ist für die Mitglieder der "Bürgerinitiative Kernenergie e.V. zur Förderung alternativer Energiekonzepte" in Greifswald jetzt ausgeträumt. Der von ihnen eingelegte Widerspruch gegen die Baugenehmigung des Atommüll-Zwischenlagers Nord in Lubmin bei Greifswald ist am 3. Juli 1995 vom Rechtsamt des Landkreises Ostvorpommern mit der Androhung einer Bearbeitungsgebühr von einhunderttausend Mark abgewiesen worden.

Stx206-207.1995.9.1 (1 Seite)

Greifswald

Atommüll an der deutschen Ostseeküste. Am 22. Januar 1992 beschloß der Aufsichtsrat der Energiewerke Nord, die Errichtung von Zwischenlagern für nukleare Abfälle auf dem Kraftwerksgelände bei Greifswald zu beantragen. Damit sind die Zwischenlagerpläne endgültig aus der Phase der reinen Spekulation herausgetreten und die Greifswalder Bürgerinitiative Kernenergie e.V zur Förderung alternativer Energiekonzepte sieht ihre Befürchtungen bestätigt.

Stx128-129.1992.1-3.3 (3 Seiten)

Greifswald

Bundesweites Atommüll-Lager in Greifswald geplant. Noch im Februar 1990 war es der damaligen Gewerkschaftsleitung und heutigen Betriebsratsführung des Kraftwerkes bei Greifswald gelungen, 5.000 Demonstranten gegen die inzwischen erfolgte Abschaltung der vier alten Atomreaktoren auf die Beine zu bringen.

Stx124-125.1992.5,6.2 (2 Seiten)

Greifswald

Greifswald ist bereits faktisch Zwischenlager. Faktisch sei das Gelände des Atomkraftwerks Greifswald bereits ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente. Das erklärte Bundesumweltminister Klaus Töpfer am 16. Oktober 1991 im Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages.

Stx116-117.1991.6,8.2 (2 Seiten)

Gundremmingen

Prozeß gegen Standort-Zwischenlager verschoben. Das Bundesamt für Strahlenschutz kann sich nicht mehr länger hinter geheimgehaltenen Gutachten verstecken. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) will sich nun nicht mehr weiter mit den Behauptungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zufrieden geben, das geplante Atommüll-Zwischenlager Gundremmingen sei sicher vor terroristischen Angriffen. Deshalb ist jetzt die mündliche Verhandlung auf den 14./ 15. April 2005 verlegt worden. In der Zwischenzeit soll das BfS dem Gericht bisher geheimgehaltene Gutachten zur Überprüfung vorlegen.

Stx430-431.2004.8.1 (1 Seite)

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Schacht Konrad Salzgitter

Das Endlager Schacht Konrad wird deutlich teurer als geplant. Der Ausbau des Endlagers Schacht Konrad in Salzgitter wird fast doppelt so teuer wie geplant. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz gegenüber der NDR Fernsehsendung „Niedersachsen 19.30 das Magazin“. Wie der Sender am 11. Mai 2010 mitteilte, soll der Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube zu einem Endlager nach aktuellen Kostenschätzungen jetzt 1,6 Milliarden Euro kosten. Noch 2009 waren die Ausbaukosten auf 900 Millionen Euro geschätzt worden. Neben diesen Ausbaukosten sind für die Erkundung und Planung des Endlagers bis Ende 2007 bereits weitere rund 945 Millionen Euro ausgegeben worden, so daß die Gesamtkosten nach aktueller Schätzung bei 2,7 Milliarden Euro liegen.

Stx562-563.2010.6.1 (1 Seite)

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Schacht Konrad Salzgitter

Klagen gegen Schacht Konrad abgewiesen. Das für mehr als 300.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle geplante Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen kann wahrscheinlich gebaut werden. Es soll 85 Prozent aller radioaktiven Abfälle in Deutschland aufnehmen, wovon langfristig zwei Drittel von den Energieversorgungsunternehmen kommen werden. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg wies am 8. März 2006 mehrere Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluß des niedersächsischen Umweltministeriums aus dem Mai 2002 zurück. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Kläger können aber dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen. Bundesumweltminister Gabriel (SPD) kündigte an, die Beschwerde abwarten zu wollen. Er werde das Bundesamt für Strahlenschutz noch nicht anweisen, mit der Vorbereitung der Arbeiten zu beginnen. Ein rechtskräftiges Urteil erwartet er in eineinhalb Jahren.

Stx462-463.2006.8.1 (1 Seite)

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Schacht Konrad Salzgitter

Argumentieren mit nicht existierenden Gutachten. Eine angebliche Gefahr von Milliarden-Rückforderungen wird als Argument für die rasche Inbetriebnahme des Atommülllagers Schacht Konrad in Salzgitter mißbraucht. "Prüfer: Milliarden-Risiko Schacht Konrad – Interner Bericht des Bundesrechnungshofs heizt Endlager-Debatte an – Fromme rügt ‚Mittelverschwendung‘" So titelte die Braunschweiger Zeitung am 30. Januar 2004. Diese Schlagzeile und ein nachfolgender Bericht von Christian Kerl wurde bei Umweltschützern in der Region Salzgitter mit großer Verwunderung aufgenommen. In den letzten Jahren war ihnen von der SPD und den Grünen in Land und Bund immer wieder erklärt worden, das Konradverfahren müsse abgeschlossen werden, damit die Energiewirtschaft nicht die geleisteten Vorschüsse zur Erforschung und Planfeststellung der Atomendlager zurückfordern könne. Man wolle aber nur ein Endlager für jeglichen Atommüll und dieses – entsprechend dem sogenannten Energiekonsens und den rot-grünen Koalitionsvereinbarungen – in einem offenen neuen Suchverfahren bis 2030 finden und in Betrieb nehmen. Die Konsequenz war ein Moratorium der Erkundungen in Gorleben und der Verzicht auf den Sofortvollzug der Genehmigung des Atomendlagers Salzgitter. Dient jetzt das ziemlich abgedroschene Argument des angeblichen Risikos von Rückforderungen dazu, das veraltete Atommüllkonzept mit den Säulen Gorleben und Salzgitter wieder zu beleben? Das fragt man sich jetzt im Umweltschutzforum Schacht Konrad Salzgitter e.V. und nahm dies zum Anlaß, den Dingen genauer nachzugehen. Ein Bericht von Harald Bode, Umweltschutzforum Schacht Konrad Salzgitter e.V..

Stx412-413.2004.7,8.2 (2 Seiten)

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Schacht Konrad

Neues Planfeststellungsverfahren für Schacht Konrad gefordert. In einem offenen Brief vom 26. März 2001 an den niedersächsischen Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) hat der wissenschaftliche Beirat der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. Professor Dr. Rolf Bertram die Einleitung eines neuen Planfeststellungsverfahrens für das geplante Atommüll-Lager gefordert. Die durch die Novellierung der Strahlenschutzverordnung verursachte Verzögerung des Konrad-Verfahrens biete eine Möglichkeit, vielfältige im damaligen Erörterungstermin vorgebrachte und bis heute nicht entkräftete Argumente der Einwender neu zu überprüfen. Es dürfe dabei nicht nur um eine Anpassung der Planunterlagen an die neue Strahlenschutzverordnung gehen, sondern es müsse der neue wissenschaftliche Kenntnisstand eingearbeitet werden. Das betreffe vorrangig die vom Antragsteller gewählte Strahlendosis-Ermittlung im niedrigen Dosisbereich und das daraus abgeleitete Strahlenrisiko.

Stx342-343.2001.6.1 (1 Seite)

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Lichtenberg

Altlasten des Uran-Tagebaus in Thüringen: Der Kirchliche Umweltkreis Ronneburg kritisiert die unzureichende Abdeckung des künftigen Uran-Sarkophags Lichtenberg. Das Thüringer Landesbergamt bereitet gegenwärtig einen Genehmigungsbescheid zur "Abschließenden Gestaltung des Sanierungsobjektes Tagebaurestloch Lichtenberg" vor. Hierzu wurden in den Jahren 2003 und 2004 die Träger der "Öffentlichen Belange" zu fachtechnischen Stellungnahmen aufgefordert. Für den BUND Landesverband Thüringen e.V. wurde diese Stellungnahme vom Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg erarbeitet. Ein Bericht von Frank Lange.

Stx444-445.2005.5,6.2 (2 Seiten)

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Lingen

Am 1. Oktober 1999 läuft die Einwendungsfrist gegen das Zwischenlager Lingen ab. Die Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH hat beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragt, ihr die Genehmigung für ein Standort-Zwischenlager zur Aufbewahrung von bestrahlten Brennelementen und sonstigen radioaktiven Stoffen zu erteilen.

Stx302-303.1999.6.1 (1 Seite)

Morsleben

Gegen das Einbetonieren von Atommüll in Morsleben. Die Umweltorganisation Robin Wood und Anti-Atom-Initiativen haben am 19. Dezember 2009 in Magdeburg mehrere Tausend Einwendungen gegen die geplante Betonverfüllung des Atommülllagers Morsleben Vertretern des zuständigen Landesumweltministeriums übergeben. Robin Wood fordert in einer eigenen detaillierten Einzeleinwendung eine umfassende öffentliche und ergebnisoffene Diskussion über alle Möglichkeiten eines sicheren Umgangs mit dem derzeit in Morsleben lagernden Atommüll. Insbesondere müsse dabei auch die Rückholung des Atommülls behandelt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will dagegen – im Gegensatz zum Lager ASSE – große Teile der unterirdischen Kammern und Strecken mit Salzbeton verfüllen.

Stx554-555.2010.7-8.2 (2 Seiten)

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Morsleben

Atomwirtschaft: Unterschlagene Kosten des Atomstroms – zum Beispiel des Atommülllagers Morsleben. In der Zeit nach dem Zusammenbruch der DDR konnte zwar die Schließung von sechs laufenden Leistungsreaktoren und die Aufgabe von fünf weiteren KKW-Baustellen durchgesetzt werden – die in den Wirren des Zusammen bruchs zugänglich gewordenen streng geheimen Zustandsberichte belegten den schlechten Sicherheitszustand der KKW russischer Bauart überzeugend – aber das Endlager für Radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) überlebte die Wiedervereinigung, obwohl auch zum ERAM gravierende Sicherheitsmängel bekannt geworden waren. Der Druck einer gewaltigen Menge von Atommüll, der sich im Westen an verschiedenen Stellen angesammelt hatte, fegte den kritischen Sachverstand in den Reihen der Ostdeutschen Bürgerbewegungen einfach beiseite. In den ersten 20 Betriebsjahren (1971-1991) wurden im ERAM etwa 14.400 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle entsorgt. Als besonders gefährlich wurde die Praxis eingeschätzt, daß Abfälle lose in große Hohlräume abgekippt wurden. Bis heute weiß niemand genau, was dort alles liegt. Es ist kaum bekannt, daß zwischen 1994 und 1998 noch wesentlich mehr Atommüll eingelagert wurde als in den ersten 20 Jahren. Mehr als 22.000 Kubikmeter Atommüll landeten in diesem kurzen Zeitraum in Moorsleben – ein wesentlicher Teil aus dem Westen. Die Bonner Politik folgte dem Druck der Atomlobby und schlug alle Warnungen in den Wind. Einer der damals verantwortlichen Männer war Walter Hohlefelder, Abteilungsleiter Endlagersicherheit in der Regierungszeit von Helmut Kohl. Er ist niemals für seine Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen worden, heute ist er Präsident des Deutschen Atomforums, der Zentrale des deutschen Atomlobbyismus. Das Umweltministerium in Sachsen-Anhalt hatte die ernsten Probleme im ERAM verstanden. Es befaßte sich mit eindringendem Wasser, mit gefährdeter Standsicherheit, mit der immer noch geübten Praxis des einfachen Versturzes ganzer Fässer mit über 400 Kilogramm Gewicht in darunterliegende Hohlräume, was zu schweren Erschütterungen und oft zum Aufplatzen der Fässer führte. Das Umweltministerium in Sachsen-Anhalt konnte zeitweilig die Einlagerung blockieren. Auf der Bonner Ebene erregte das Mißfallen, die damalige Umweltministerin Merkel folgte dem Druck der Atomlobby und wies die Landesregierung Sachsen-Anhalt 1997 an, „den zur Optimierung des laufenden Einlagerungsbetriebes geplanten Versturz von Abfallfässern bis 1.100 Kilogramm in dem Endlager (…) nicht weiter zu blockieren“. – Von Sebastian Pflugbeil

Stx518-519.2008.5-6.2 (2 Seiten)

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Morsleben

Atommüllager Morsleben – ein einsturzgefährdetes Endlager vor der Stillegung. Von Inge Lindemann. Das Endlager für leicht- und mittelaktiven Atommüll in dem ehemaligen Kali- und Salzbergwerk Morsleben stürzt ein und ist undicht. Eine Rückholung der Abfälle ist nicht möglich, heißt es. Deshalb soll der seit 1998 bestehende Einlagerungsstopp in eine „Stillegung“ überführt werden.

Stx482-483.2007.6.1 (1 Seite)

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Morsleben

Die (DDR-)Geschichte des Atommüll-Endlagers Morsleben. Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt hat im Jahre 2005 eine neue Broschüre über die Geschichte des Atommüll-Endlagers Morsleben herausgegeben. Die Broschüre entstand in Kooperation mit der Jugendgruppe Greenkids Magdeburg e.V., die sich seit mehr als zweieinhalb Jahren mit der Vergangenheit der Atomanlage befaßt. Falk Beyer, der Autor, und seine Gruppe haben Unterlagen aus diversen Archiven, von der Stasi und von Morsleben-kritischen Organisationen, gesichtet. Die Broschüre kann kostenlos bei der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt, Telefon 0391-5675051 und Email info@landesbeauftragte.de bestellt werden. Online ist sie über die Menüpunkte Broschüren/Sachbeiträge auf der Website http://www.landesbeauftragte.de einsehbar.

Stx444-445.2005.6,7.2 (2 Seiten)

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Morsleben

ERAM stillegen – aber wie? Seminar zu Endlager-Fragen und Perspektiven. Am 9. und 10. Oktober 2004 findet – voraussichtlich im Allerhof in Alleringersleben – ein von der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt getragenes und von AktivistInnen des Morsleben-Netzwerkes ausgerichtetes Seminar zu Grundlagen der Endlager-Problematik statt. Dabei geht es um die Vermittlung eines Verständnisses für wissenschaftliche Fragestellen bei der Entscheidung über Endlagerkonzepte, speziell orientiert am Beispiel des Endlagers Morsleben (ERAM). Dazu sind Fachleute aus Behörden und unabhängigen Gutachterbüros eingeladen. Das Seminar soll Wissen vermitteln, das es erlaubt, bei der Diskussion um die Stillegungskonzepte für das ERAM die relevanten Aspekte einschätzen und hinterfragen zu können. Damit dient das Seminar auch ganz wesentlich der Vorbereitung des für das nächste Jahr geplanten behördlichen Kolloquiums für die Stillegungskonzepte zum Endlager Morsleben. Die Anmeldung soll bis 14 Tage vor Seminarbeginn bei der Friedrich-Ebert-Stiftung erfolgen: Tel. 0391/568760 oder per E-Mail mit vollständiger Adresse an info.magdeburg@fes.de.

Stx424-425.2004.6,7.2 (2 Seiten)

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Morsleben

Hohlräume im Südfeld von Morsleben werden jetzt aufgefüllt. "Unverzügliche Verfüllung" wegen akuter Einsturzgefahr. Die Probleme waren allerdings spätestens seit September 1999 bekannt. Um die Einsturzgefahr im Atommüllager von Morsleben in Sachsen-Anhalt zu verringern, ist Mitte November 2000 in Anwesenheit von Bundesumweltminister Trittin (Grüne) mit der Verfüllung von Hohlräumen im Südfeld des Salzstockes begonnen worden. Innerhalb eines halben Jahres sollen rund 20.000 Kubikmeter Hohlräume mit Salzgrus verfüllt werden, weil sonst bis zu 1.000 Tonnen schwere Salzbrocken von der Zwischendecke auf den dort lagernden Atommüll fallen und Radioaktivität freisetzen können. Im Juni/Juli 1999 waren bei Untersuchungsbohrungen Risse bis 4,5 Zentimetern Öffnungsweite in Zwischendecken von Salzkammern festgestellt worden. In den betroffenen Kammern in 350 Metern Tiefe sollen 10.000 Kubikmeter mittelradioaktiver Müll lagern. Insgesamt waren in das einzige deutsche Endlager bis 1998 rund 37.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Atommüll aus Atomkraftwerken und Forschungseinrichtungen gebracht worden. Die Einlagerungen waren 1998 erst gestoppt worden, nachdem Umweltschützer eine entsprechende gerichtliche Verfügung erwirkt hatten.

Stx334-335.2000.6.1 (1 Seite)

Morsleben

"Keine akute Gefahr". Bei neuen Untersuchungsbohrungen wurden im Südfeld des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) - in der Schachtanlage Bartensleben - Risse in den Salzgewölben nachgewiesen.

Stx302-303.1999.6.1 (1 Seite)

Morsleben

Streit um "Versturztechnologie" im Endlager Morsleben. In zwei von drei Kammern des einzigen deutschen Atommüll-Endlagers in Morsleben (ERAM) in Sachsen-Anhalt wird atommüll in sogenannten Abfallgebinden einfach in blindem Fall 15 Meter tief und nicht mehr rückholbar abgekippt.

Stx210-211.1995.10,11.2 (2 Seiten)

Morsleben

40000 Kubikmeter radioaktive Abfälle sollen nach Morsleben. Das Endlager für schwach radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) ist seit 1994 wieder in Betrieb und soll bis zum 30. Juni 2000 40000 Kubikmeter aufnehmen.

Stx194-195.1995.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

Rheinsberg

AKW Rheinsberg: Keine grüne Wiese mehr. Das Reaktorgebäude des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks Rheinsberg soll nun doch noch nicht abgerissen werden. Die Betonkonstruktion ist stärker radioaktiv belastet, als ursprünglich angenommen und müßte unter Strahlenschutzbedingungen erfolgen, meldete der Fernsehsender von Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) im Februar 2009. Aus Kostengründen wollen die Energiewerke Nord (EWN) deshalb die Strahlung zunächst etwas abklingen lassen und das Gebäude erst in einigen Jahrzehnten abreißen.

Stx532-533.2009.11.1 (1 Seite)

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Rheinsberg

Reaktorabbau dauert noch 20 Jahre und soll Milliarden Mark kosten. Das sagte der Staatssekretär Stroetmann am 20. Oktober 1993 in Berlin.

Stx166-167.1993.8.1 (1 Seite)

Rossendorf

Kernbrennstoffe dürften eigentlich nicht nach Rußland, solche aus Rossendorf aber doch. Die Abgabe von bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur Stromerzeugung an eine Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe ist zwar unzulässig – darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 08.12.2010 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin. Bei den Rossendorf-Brennelementen handele es sich jedoch um hochangereicherte bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, erläutert die Bundesregierung.

Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)

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Ruhrgebiet

Radioaktiver Müll soll auf Sondermülldeponie "endgelagert" werden. Auf der Sondermülldeponie der Abfallgemeinschaft Ruhrgebiet (AGR) sollen auf Wunsch der Firma Siempelkamp Nuklear und Umwelttechnik (SNU) 70 bis 90 Tonnen radioaktiver Müll "entsorgt" werden.

Stx292-293.1999.4.1 (1 Seite)

Oberpfalz

Bürgerinitiative gegen Atommüll in der Oberpfalz. Der oberpfälzer Granit stehe nicht als Endlager zur Verfügung, erklärte die ehemalige atompolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, Irene Maria Sturm, als Sprecherin des Dachverbandes der Oberpfälzer Bürgerinitiativen gegen die Errichtung von Atomanlagen in Schwandorf.

Stx284-285.1998.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)

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