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ISSN 0931-4288
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Kommentiertes
Register des Sachgebietes Atommüll und Ableitungen aus kerntechnischen
Anlagen
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Atommüll-Lager
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Entsorgungsstrategie
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Asse, AVR Jülich, Gorleben, Greifswald, Lingen, Morsleben, ...
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Lager
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In Gorleben wird gebaut. Der
Skandal um Gorleben wird amtlich. Bisher galt die Sprachregelung, dass der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als
Atommüllendlager „erkundet“ wird. Für die Gorlebengegner
war das ein Etikettenschwindel. „1,6 Milliarden Euro sind in den Ausbau
Gorlebens geflossen, eine Erkundung hingegen würde nach Angaben des
Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit rund 400
Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Daran erinnert die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in einer ihrer letzten Mitteilungen im
alten Jahr 2011.
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Srtx600-601.2012.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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„Vier potentielle Endlager bis 2013“. Vier „potentielle Endlager“ soll es bis 2013 geben und im nächsten Jahr
auch ein „Endlagersuchgesetz“, sagt Umweltminister Norbert Röttgen. Aber der Salzstock in Gorleben wird unvermindert
weiter ausgebaut. Das nährt Zweifel an einer offenen Endlagersuche.
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Stx598-599.2011.10-11.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Gorleben: Greenpeace deckt
falsche Berechnungen bei Strahlen-messungen auf. Der Grenzwert am
Zwischenlager kann in diesem Jahr überschritten werden. Das
Niedersächsische Umweltministerium (NMU) hat nach Ansicht von Greenpeace
erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlenmessungen am Atommüll-Zwischenlager
Gorleben gemacht. Mit einer aktuellen Analyse weist die unabhängige
Umweltschutzorganisation nach, daß der genehmigte Jahresgrenzwert von 0,3
Millisievert am Zwischenlager bis zum Jahresende überschritten werden kann.
Die Strahlenmessungen bilden die Grundlage für die Entscheidung des
Ministeriums über den diesjährigen Castortransport. Die
Greenpeace-Berechnungen ergeben eine mögliche diesjährige Strahlendosis von
0,305 Millisievert. Das NMU hatte dagegen einen Strahlenwert von 0,233 Millisievert
errechnet.
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Stx596-597.2011.9-10.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Endlager: Gorleben war der
Joker zur Überraschung des Bundes. Gorleben wurde vor rund 35 Jahren als
Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) benannt. Noch heute wird
heftig darum gestritten, wie es zu dieser Benennung kam. Gorleben-Befürworter
haben sich mittlerweile eine Geschichte zu-rechtgelegt und auch die
Gorleben-Kritiker haben ebenfalls ihre Vermutung, wie es abgelaufen ist. Die
Zeugenbefragungen im Gorleben-Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages
bieten Gelegenheiten, sich darüber zu streiten.
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Stx596-597.2011.5-9.5 (5 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erstattet Strafanzeige
gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). „Das Maß ist voll, der Castortransport muß abgesagt werden“ – die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert auf die erhöhten Strahlenwerte
im Castor-Lager in Gorleben mit einer Strafanzeige gegen die Gesellschaft für
Nuklearservice (GNS). Der Betreiberfirma wird vorgeworfen, daß sie
ionisierende Strahlen oberhalb genehmigter Grenzwerte freisetzt. Die Anzeige
wurde am 16. September 2011 bei der Staatsanwalt Lüneburg eingereicht.
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Stx594-595.2011.14-15.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Epidemiologie: Verlorene Kinder
um Gorleben. Eine Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes
bestätigt Veränderungen des Geschlechterverhältnisses bei Gorleben seit dem
Beginn der Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager. Bericht von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx592-593.2011.14.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Erhöhte Strahlung in Gorleben. BI Umweltschutz: „Castor-Transport muss abgesagt werden“. 102 Castor-Behälter verlieren sich noch im Brennelement-Zwischenlager
Gorleben, 420 Stellplätze gibt es insgesamt, 11 Behälter sollen im Herbst aus
La Hague dazu kommen – doch schon jetzt gibt es
Strahlenalarm: Radioaktivitäts-Messungen im Auftrag des niedersächsischen
Umweltministeriums hätten ergeben, dass die
Strahlenbelastung am Zaun des Zwischenlagers oberhalb der zulässigen
Jahresgrenzwerte liegen könnte. Das berichtete das NDR Regionalmagazins
„Hallo Niedersachsen“ am Abend des 25. August 2011. Dem NDR liegt demnach ein
Vermerk des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasser-wirtschaft, Küsten-
und Naturschutz (NLWKN) vor, in dem es heißt, es sei nicht auszuschließen, dass die Jahres-dosis bis Ende 2011 über-schritten sein
könnte. „Eine Einlagerung weiterer Behälter wäre dann nicht zulässig.“
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Stx592-593.2011.13.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Das multiplikative Zusammenwirken von radioaktiven und
nichtradioaktiven Schadstoffen in der Schachtanlage Asse wird bei
Risikobetrachtungen nicht beachtet. In der Schachtanlage Asse sind mit dem Atommüll große Mengen
unterschiedlicher Stoffe wie anorganische, organische zum Teil toxische und
grundwassergefährdende Chemikalien eingelagert. Viele davon sind anerkannte
Schadstoffe, wie z.B. einige Schwermetalle. Neben 13.000 Tonnen Eisen-Metall
sind in den Inventarlisten über 1.000 Tonnen Nichteisenmetalle darunter circa
700 Kilogramm Arsen und arsenhaltige Verbindungen (überwiegend aus
eingelagerten Pflanzenschutzmitteln), 12.000 Kilogramm Blei, circa 25.000
Kilogramm Chrom, 230.000 Kilogramm Zink, 55 Kilogramm Cadmium, 22.000
Kilogramm Nickel etc. aufgeführt. Daneben erhebliche Mengen an zum Teil
giftigen Chemikalien organischer Art, wie zum Beispiel Tributylphosphat,
BTEX-Aromaten, Dichlormethan und
1,1,1-Trichlorethan, Phthalsäureester und
Komplexbildner wie Diammonium Hydrogen Citrat
(NH4)2HC6H5O7 und viele andere Verbindungen. Gelangen diese
Stoffe über Luft und Wasser in die Biokreisläufe, so ist mit
Gesundheitsbeeinträchtigungen zu rechnen, die denen durch radioaktive
Schadstoffe verursachten gleichkommen. Eine Fokussierung allein auf das
radioaktive Abfallinventar wird daher der Sachlage nicht gerecht. Über Art
und Menge der in den Mischabfällen enthaltenen Materialien herrscht große
Unsicherheit. Seit der Einlagerung ist dieses Stoffgemenge permanent
radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Bericht von Rolf Bertram.
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Stx580-581.2011.13-15.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Das Lager Lubmin wird nicht nur für den ursprünglich angegebenen Zweck
genutzt. Die Bundesregierung gab
Auskunft über die Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Lubmin. Im Atommüllager Asse tritt vermehrt radioaktive Salzlösung
aus.
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Stx578-579.2011.2-3.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Sicherheitsanforderungen werden verändert anstatt erfüllt. Der Umgang mit Atommüll ist nicht nur in
Deutschland eine Geschichte voller Unkenntnis, Leichtfertigkeit und
krimineller Energie. Zu den Hinterlassenschaften der amerikanischen
Kernwaffenproduktion gehört das Atommülllager Hanford
bei Richland im US-Bundesstaat Washington. In 177
unterirdischen Tanks mit einem Fassungsvermögen zwischen knapp 210 und 3.785
Kubikmetern lagern 53 Millionen US-Gallonen radioaktiver Müll. Das sind mehr
als 200.000 Kubikmeter eines reaktiven klebrigen Gebräus aus hochradioaktiven
Abfällen der Plutoniumproduktion und anderen Chemikalien. Sie wurden von 1947
an bis zur Stillegung des letzten Hanfordreaktors
im Jahr 1987 eingelagert, reagieren ständig und verändern sich. Knapp 4
Millionen Liter Flüssigmüll sollen bereits aus lecken Tanks ausgesickert sein
und dem Columbia-River zustreben.
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Stx578-579.2011.1-2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Neue Anforderungen für Atomendlager. In einer nicht öffentlichen Kungelrunde wurden die Sicherheitskriterien für ein
Endlager genau auf das umstrittene geplante Endlager in Gorleben
zugeschnitten. Am 30. September 2010 hatte das Bundesumweltministerium mit
den Ländern über die „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder
radioaktiver Abfälle“ beraten. Im Juli 2009 hatte der damalige
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) diese Anforderungen veröffentlicht,
kurz vor dem Regierungswechsel und ohne Beteiligung der Länder. Kriterium für
die Langzeitsicherheit soll nun weiterhin ein Zeitraum von einer Million
Jahre sein und die Behälter müßten über einen Zeitraum von 500 Jahren
zurückgeholt werden können, heißt es. Der bisher erarbeitete Stand werde „im
Dialog mit den Ländern weiterentwickelt“. Das 22 Seiten umfassende Papier
kann von der Homepage des Bundesumweltministeriums heruntergeladen werden:
www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/17_legislaturperiode/doc/46521.php . Und der Bundestag hat Enteignungsmöglichkeiten
zum Endlagerbau beschlossen.
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Stx574-575.2010.8-9.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll im Salzbergwerk: Streit
um Risiken und Nebenwirkungen bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II. Bei
einer Flutung des Atommülllagers Asse II mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung als „Schutzfluid“ – im Notfall
oder als geplante Stilllegungsoption – bestehe kein
Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse. Davor warnte der
emeritierte Professor am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
der Technischen Universität Braunschweig Dr. Rolf Bertram in der Ausgabe des
Strahlentelex vom 4. März 2010. Das ursprünglich als Vorbild für ein
Atomendlager im Salzstock von Gorleben dienende „Versuchsbergwerk“ Asse II
bei Wolfenbüttel wurde als illegale Atommülldeponie betrieben und ist nun
akut vom Einsturz bedroht. Zur Orientierung bei der Vorbereitung von
Maßnahmen zur Havarie-Abwehr dient gegenwärtig eine im Jahre 2005 vom
Institut für Sicherheitstechnologie (ISTec) GmbH,
einem Tochterunternehmen der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit
(GRS) mbH, erstellte Studie „Realistische und maximale Gasbildung in der
Schachtanlage Asse“ (ISTec-A-979, Köln Juli 2005). Rolf Bertram kritisierte
grundsätzliche Defizite diese Studie. Gegen diese Kritik wenden sich jetzt
die Autoren der ISTec-Studie, der Chemiker Dr.
Guido Bracke und der Diplom-Physiker Wolfgang Müller, Leiter der Stabsstelle
Forschung & Entwicklung des ISTec. Sie werfen
Bertram vor, sich auf „exotische Reaktionen“ zu berufen. Dem widerspricht
Rolf Bertram, es handele sich im Gegenteil um mit Sicherheit ablaufende
Reaktionen und er verweist auf die inzwischen offenbar gewordene Einlagerung
einer Vielzahl hochaktiver Gebinde, die die Gasbildung maßgeblich
beeinflussen. Strahlentelex dokumentiert diese Auseinandersetzung. Der
Ausgangsartikel von Rolf Bertram („Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer
Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid; Strahlentelex 556-557
vom 04.03.2010, S.10-14) kann unter www.strahlentelex.de/Stx_10_556_S10-14.pdf
abgerufen werden.
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Stx572-573.2010.7-12.6 (6 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll in
Mecklenburg-Vorpommern: Große Mengen Atommüll vorgeblich „freigemessen“
und wie gewöhnlicher Müll auf Deponie abgelagert. Sogenannte Freimessungen
von Atommüll sind ein Bluff. Der Eigentümer des Atomkraftwerks Lubmin führt
sie selbständig durch. Die tatsächlich in den Abfällen aus dem Abriß des
Atommeilers enthaltenen Radionuklide und deren Aktivität werden nicht
ermittelt. Seit 1996 sind bis Mitte 2010 auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg, östlich von Lübeck, bisher rund
14.530 Tonnen sogenannte freigemessene radioaktive Abfälle aus dem
stillgelegten Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald abgelagert worden. Das geht
aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern vom
14. September 2010 auf eine Anfrage aus dem Beirat für Umweltfragen der
Deponie Ihlenberg hervor. Demnach waren es allein
im Jahr 2001 sogar 7.154,5 Tonnen Atomabfälle, nachdem es in den Jahren zuvor
noch insgesamt 4.351,3 Tonnen waren. Im Jahr 2001 war mit der Neufassung der
Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bundeseinheitlich eine sogenannte
Freigaberegelung eingeführt worden, die unterhalb bestimmter
Konzentrationsschwellen der spezifischen Aktivität (angegeben in Becquerel
pro Gramm) und ohne Begrenzung der Mengen die Ablagerung wie gewöhnlicher
Müll auf Deponien und auch ein Recycling von Atommüll erlaubt. Das heißt,
zuvor im Atomkraftwerk eingesetzte Materialien, zum Beispiel Metalle und
Baustoffe, können im Eßbesteck, in Zahnspangen, im Straßen- und Hausbau
landen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 5.543 Tonnen radioaktive
Reststoffe der Energiewerke Nord freigegeben und dem Stoffkreislauf zugeführt
sowie 1.747,1 Tonnen weitere radioaktive Abfälle auf der Deponie Ihlenberg abgelagert. Welche Radionuklide die Abfälle
tatsächlich enthalten und wie hoch deren Aktivität ist, wird allerdings nicht
ermittelt. „Im Freigabeverfahren werden keine Angaben für die tatsächlich in
den einzelnen Gebinden gemessene nuklidspezifische Aktivität aufgezeichnet“,
heißt es in der Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums.
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Stx570-571.2010.9-10 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll in Thüringen: Unsanierte
Standorte des Uranbergbaus stellen die Sicherheit der Endlager der Uranerzaufbereitung infrage.
Die Langzeitsicherheit unsanierter Standorte des Uranbergbaus im Zusammenhang
mit den Endlagerstätten der Uranerzaufbereitung in
Ostthüringen. Von Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg. Wie
sicher sind die unsanierten Standorte des Uranbergbaus in Ostthüringen? Und
was haben unsanierte Bergbauflächen mit radioaktiven Endlagern zu tun? Für
diese findet schließlich seit zwei Jahrzehnten eine aufwendige und
kostenintensive Verwahrung statt. Das sind berechtigte Fragen aus Sicht von
Anwohnern, die den Abschluss der Arbeiten zur
Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen
vor Augen haben. Fragen, die sich nach Kenntnis des Kirchlichen Umweltkreises
Ronneburg Behörden des Landkreises Greiz und des Landes Thüringen nicht
stellen. Das Sanierungsunternehmen Wismut GmbH geht da differenzierter vor.
So findet vom 25. bis 27. Mai 2011 in Ronneburg ein Fachsymposium (Wissym 2011) statt, dass sich
der „Nachhaltigkeit und Langzeitaspekte bei der Sanierung von Uranbergbau-
und Aufbereitungsanlagen“ widmet. Anlass für den
Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg, kritische Langzeitaspekte beizusteuern.
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Stx570-571.2010.1-9.9 (9 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Die Brennstäbe der „Otto Hahn“ sind jetzt
in Frankreich. Atommüll-Transporte verlaufen ungesichert. Erst im zweiten
Anlauf konnten die alten Brennstäbe des Atomfrachters „Otto Hahn“ ins
Kernforschungszentrum Cadarache in Südfrankreich
transportiert werden. Bei einem ersten Transportversuch am 9. Juli 2010
erwies sich ein Behälter als undicht und wies Druckverluste auf. Erst zwei
Tage später um 15 Uhr konnte deshalb die 1.500 Kilometer weite Transportfahrt
beginnen. Wie in der Juli-Ausgabe des Strahlentelex ausführlich berichtet,
lagerten die Brennstäbe der „Otto Hahn“ seit 30 Jahren auf dem Gelände der
GKSS bei Hamburg. Im Kernforschungszentrum Cadarache
sollen sie nun zusammen mit Brennstoff aus dem früheren Reaktor des
Kernforschungszentrums Karlsruhe in Castor-Behälter verpackt und dann
schließlich ins Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald in
Mecklenburg-Vorpommern gebracht werden.
Ihre Atommülltransporte führt die GKSS offenbar regelmäßig ohne weitere
Absicherungen durch. In der Nacht zum 10. August 2010 stoppten
Umweltaktivisten kurzzeitig einen Transport mit 45 Brennelementen aus dem
Forschungsreaktor FRG-1, den die GKSS am 28. Juni 2010 außer Betrieb genommen
hatte. Die Aktivität der Brennelemente wurde mit 1.620.000 Terabecquerel angegeben. Ziel der nächtlichen Atomfahrt
war Bremerhaven.
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Stx568-569.2010.4-5.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll
in Mecklenburg-Vorpommern: Die
Brennstäbe der „Otto Hahn“ sollen jetzt nach Lubmin. Von 1968 bis 1979
befuhr das vom GKSS-Forschungszentrum entwickelte Frachtschiff mit
Atomantrieb „Otto Hahn“ die Weltmeere. Ein wirtschaftlicher Betrieb nuklear
betriebener Frachtschiffe war jedoch nicht möglich, weshalb die Otto Hahn
später mit Dieselantrieb weiterfuhr, bis sie im Frühjahr 2010 in Bangladesch
verschrottet wurde. Seit dem Umbau lagern auf dem GKSS-Gelände südöstlich von
Hamburg der Reaktorbehälter, die Brennstäbe sowie gebrauchte Schutzkleidung,
Filter und Verrohrungen aus der „Otto Hahn“ – angeblich zu Nachuntersuchungen
und Forschungszwecken. Nachdem jedoch seit nunmehr 30 Jahren keine
diesbezüglichen Forschungsergebnisse bekannt wurden, sollen die Brennstäbe
(52 an der Zahl) nun nach Mecklenburg-Vorpommern in das Zwischenlager Nord in
Lubmin bei Greifswald gebracht werden.
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Stx564-565.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Wieder Stacheldraht um Gorleben. Anlage
zur behälterlosen Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Bohrlöcher nach
Gorleben geliefert. Bürgerinitiative Umweltschutz: „Die Atomwirtschaft
demaskiert die Politik.“ Am 10. Mai 2010 traf in Tießau/Elbe
ein Schiff mit einer größeren stelzenförmigen Anlage ein, die in den späten
Abendstunden auf einen Tieftransporter geladen wurde. Zielort war Gorleben.
Bei dem Schwertransport handelte es sich um eine Anlage zur Einlagerung von
hochradioaktivem Atommüll in senkrechte Bohrlöcher. Darauf machte jetzt die
Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg aufmerksam. Schon vor
zwei Jahren hatte die BI auf entsprechende technische Entwicklungen der
Deutschen Gesellschaft für den Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe
(DBE) hingewiesen. In ihrer Versuchsanlage in Landesbergen/Weser, in der
Halle eines ausgedienten Kohlekraftwerks, wurde von der DBE-Tec in Kooperation mit der Gesellschaft für
Nuklearservice (GNS) das Hantieren mit den sogenannten BSK-3-Kokillen
erprobt.
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Stx562-563.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Neue atomare Anlage für Gorleben. Auf
dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben soll ab 2012 eine weitere
atomare Anlage entstehen. In ihr sollen schwach- und mittelradioaktive
Abfälle für ihren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet
werden. Der Atommüll soll hier geprüft, umgepackt, getrocknet und in andere
Behälter gefüllt werden. Das erklärte Jürgen Auer für die Gesellschaft für
Nuklearservice am 26. April 2010, dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl und nur zwei Tage nachdem rund 120.000 Menschen dem Aufruf
von mehreren Organisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien gefolgt
waren und zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und
Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine 120 Kilometer lange Menschenkette
gegen die Atomkraft gebildet hatten. Dokumente und der Bericht des
Bundesumweltministeriums vom September 2009 über die politische Einflußnahme
auf den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt von 1983
zur Erkundung des Standortes Gorleben sind jetzt im Internet abrufbar unter www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/doc/45019.php
sowie www.cshare.de/file/fa018cd18bacb6b4280a26e98345ad3c/Gorleben_Akten.zip und www.greenpeace.de
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Stx560-561.2010.15-16.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in
Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen
hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des
Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle
und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch
ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte
Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg-
und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des
Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß,
stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem
Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der
Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen
atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten
Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch
die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit
Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in
Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm,
weitere Informationen und Kontakt:
www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben.
Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax
05841-3197 oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de
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Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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„Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse
II mittels Schutzfluid. Die
Vollverfüllung – als eine Stilllegungsoption für
Asse II – sieht vor, die oberen Bereiche der Schachtanlage mit Beton zu
verfüllen und unterhalb der 700-Meter-Sohle mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung (sogenanntem Schutzfluid) zu
fluten. Dadurch würde früher oder später das gesamte auf der 725 Meter- und
750 Meter-Sohle eingelagerte radioaktive und nichtradioaktive Inventar sowie
das zur Verfüllung der Einlagerungskammern verwendete Material in Kontakt mit
der wässrigen Lösung kommen. Auch bei der
Notfallplanung ist beim Eintritt des Notfalls eine Flutung mittels
Schutzfluid vorgesehen. Auch hierbei würde das eingelagerte Material der
Einwirkung der gesättigten Magnesiumchloridlösung
ausgesetzt. In beiden Fällen ist eine trockene Lagerung des Inventars
unmöglich. Die geforderte Langzeitsicherheit (für 1 Million Jahre) ist bei
Verfüllung mit Beton und Magnesiumchloridlauge
nicht zu gewährleisten. Es besteht kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende
chemische Prozesse Von Rolf Bertram
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Stx556-557.2010.10-14.5 (5 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Gegen das Einbetonieren von Atommüll in Morsleben.
Die Umweltorganisation Robin Wood
und Anti-Atom-Initiativen haben am 19. Dezember 2009 in Magdeburg mehrere
Tausend Einwendungen gegen die geplante Betonverfüllung des Atommülllagers Morsleben Vertretern des zuständigen
Landesumweltministeriums übergeben. Robin Wood fordert in einer eigenen
detaillierten Einzeleinwendung eine umfassende öffentliche und ergebnisoffene
Diskussion über alle Möglichkeiten eines sicheren Umgangs mit dem derzeit in Morsleben lagernden Atommüll. Insbesondere müsse dabei
auch die Rückholung des Atommülls behandelt werden. Das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) will dagegen – im Gegensatz
zum Lager ASSE – große Teile der unterirdischen Kammern und Strecken mit
Salzbeton verfüllen.
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Stx554-555.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Das BfS will die radioaktiven Abfälle aus dem
Salzbergwerk Asse möglichst vollständig zurückholen. Die Rückholung der Abfälle aus dem
Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel ist „momentan die beste Lösung“, meint
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). Im
Jahre 1967 hatte die Bundesrepublik Deutschland das alte Salzbergwerk bei
Wolfenbüttel erworben, um den Bau von Atomkraftwerken zu fördern. Seitdem
steht es unter der Oberaufsicht des Bundes und wird in seinem Auftrag von
staatlichen Einrichtungen betrieben. Seit dem 1. Januar 2009 ist es das BfS, zuvor war es das Helmholtz-Zentrum München, das sich
früher GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH und davor
Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbh
(GSF) nannte. Mit einer gehörigen Portion krimineller Energie wurde die Asse als illegale Deponie betrieben. Weil sie
nie den Anforderungen an ein Endlager genügte, wurde sie bewußt einem
atomrechtlichen Genehmigungsverfahren entzogen. Der Öffentlichkeit wurde das
alte Salzbergwerk als „Versuchsendlager“ präsentiert. Dieser Begriff sollte
Vorläufigkeit vortäuschen. Tatsächlich wurden unterschiedliche Methoden zur
Einlagerung im Salz erprobt, eine anschließende Beseitigung der
Versuchsanlagen war jedoch von Anfang an nicht geplant.
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Stx554-555.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Gorleben, Morsleben, Asse, Karlsruhe,
Sibirien:
Die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg befürchtet, daß die Atomwirtschaft die Regie in Gorleben
übernehmen soll.
Das Bundesamt für Strahlenschutz,
Betreiber des Atommülllagers Morsleben, will hier –
anders als beim Atommülllager Asse – auf eine Alternativenprüfung
verzichten. Einwendungen dagegen können alle Bürgerinnen und Bürger
bundesweit noch bis zum 21. Dezember 2009 erheben: http://www.robinwood.de/morsleben.
Professor Klaus Kühn gilt als
international renommierter Experte. Er setzt auf Salz als Endlagermedium für
radioaktive Abfälle und plädiert selbst jetzt, nachdem seine Mitschuld für
das Asse-Debakel Thema für parlamentarische Befragungen ist, gleich für das
nächste Debakel, für Gorleben, beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg.
In der Wiederaufbereitungsanlage
Karlsruhe (WAK) lagerten zu Beginn des Verglasungsbetriebs im September 2009
etwa 58 Kubikmeter (58.000 Liter) flüssiger hochradioaktiver Abfälle (HAWC).
1996 waren es noch 70 Kubikmeter. Als Erklärung gibt die Bundesregierung an,
daß es der WAK „gestattet worden sei, das HAWC durch Verdunsten aufzukonzentrieren“.
Große Mengen Reststoffe aus der
deutschen und wohl auch der französischen Produktion von AKW-Brennelementen
lagern in einem Atomzentrum in Sewersk, früher
Tomsk-7 genannt, das rund 200 Kilometer nördlich von Nowosibirsk
liegt. Die Firma Urenco, die im
nordrhein-westfälischen Gronau eine Fabrik zur Urananreicherung betreibt,
bezeichnet das Material aber als „Wertstoff“, der in Rußland weiter
verarbeitet werde. Hätte man das Material, für das es hierzulande keine
sinnvolle Verwendung gibt, als Atommüll eingestuft, so müßten Michael Sailer,
dem Vorsitzenden der Entsorgungskommission (ESK) der Bundesregierung zufolge,
weitere 150.000 Kubikmeter Endlagerkapazität bereitgestellt werden.
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Stx550-551.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl ließ Gutachten zu Gorleben
schönen. Neue Dokumente belegen,
daß die Regierung Kohl im Jahr 1983 massiv Einfluß auf die Wissenschaftler
ausübte, die eine Eignung des Standortes Gorleben für ein atomares Endlager
prüfen sollten.
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Stx546-547.2009.9.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Plutonium im Lager Asse. Auch
hochradioaktiver Abfall ist in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden,
obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen
und genehmigt worden war. „In der Schachtanlage Asse II lagert mit rund 28
Kilogramm offensichtlich mehr als dreimal so viel hochgiftiges Plutonium wie
bislang angenommen“, teilte das Bundesumweltministerium am 29. August 2009
mit und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins Monitor vom
23. Juli 2009.
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Stx544-545.2009.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein
Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung
von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die
Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als
Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks
drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der
Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten
unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische
Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des
Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute
„wegdefiniert“.
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Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der
Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven
Inventars im Atommülllager Asse könnten nicht oder nur in Form einer
historischen Aufarbeitung beantwortet werden, meint die Bundesregierung.
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Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Für die Endlagerung sind bereits Millionen Krebstote kalkuliert. Das Bundesumweltministerium veröffentlichte
neue Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle.
Wer bisher glaubte, bei sogenannten Endlagern für Atommüll handele es sich um
sichere, hermetisch verschlossene Anlagen, wird jetzt eines Anderen belehrt. Am 15. Juli 2009 veröffentlichte das
Bundesumweltministerium (BMU) anläßlich der Vorstellung des Jahresberichts
2008 des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die
Endfassung neuer Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle. Dem BMU zufolge entsprechen sie „dem aktuellen
Stand von Wissenschaft und Technik“. Die neuen Sicherheitsanforderungen
sollen ausschließlich für ein zu errichtendes Endlager für wärmeentwickelnde
radioaktive Abfälle gelten und insoweit die am 5. Januar 1983 im
Bundesanzeiger bekannt gemachten Sicherheitskriterien für die Endlagerung
radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk ersetzen. Sie sollen Planungsgrundlage
für das Bundesamt für Strahlenschutz sein. Bericht mit einem Kommentar von
Thomas Dersee.
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Stx542-543.2009.1-3.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Endlager ohne Ende. Vom 17.
bis 19. Juni 2009 hatte die Evangelische Akademie Loccum
zu einer Tagung zur Atommüllproblematik eingeladen. Trotz des problematischen
Termins mitten in der Woche konnte die Studienleiterin Dr. Monika C. M.
Müller 80 Teilnehmer aus Behörden, Verbänden, Wirtschaft und Politik
begrüßen. Vor allem die Vorkommnisse in der Asse II hätten den Anstoß
gegeben, die unterschiedlichen Akteure an einen Tisch zu bekommen, um
politische Lösungen in der Atommüllendlagerung auszuloten. Doch die Chancen
der Verständigung scheinen gering. Die Suche nach Wegen zu einer Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle in Deutschland sei aus unterschiedlichen Gründen
verstellt, unterstrich Wolfgang Ehmke für die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg (BI) auf der Tagung. In den Kreisen der Industrie würde auf
die bereits getätigten Investitionen in Gorleben verwiesen, über eine
vergleichende und ergebnisoffene Endlagersuche seien die Koalitionspartner in
Berlin zerstritten und die Umweltverbände sowie Anti-AKW-Initiativen pochten
auf die Prämisse des Atomausstiegs, bevor zum Reizthema Atommüll konstruktiv
Stellung bezogen würde.
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Stx540-541.2009.1-2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Endlagerung: Tschechien
forciert seine Endlagersuche. Tschechien forciert seine Endlagersuche.
Die bevorzugten Standorte liegen in der Nähe der Grenzen zu Österreich und
Bayern.
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Stx538.2009.4.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Endlagerung: Gorleben
wird bereits seit Mitte der 1980er Jahre im ungenehmigten Schwarzbau zum
Endlager ausgebaut. Der Salzstock Gorleben ist offenbar bereits seit
Mitte der 1980er Jahre illegal zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle
ausgebaut worden. Das geht aus einer internen Bewertung des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hervor.
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: Die Erkundungslüge ist
aufgeflogen.
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Stx538-539.2009.1-3.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Endlagerung: „Die
Vor-Festlegung auf Gorleben wird weiter festgezurrt“. BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
beendet den Dialog über Endlagerkriterien. Konsterniert verließ Gerhard
Harder, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI), am vorletzten März-Wochenende 2009 die Fachtagung des
Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin, auf der in beschränktem Kreis über
die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle
debattiert wurde. „An einer völlig unverbindlichen Debatte über
Sicherheitskriterien wird sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI) nicht weiter beteiligen“, erklärte Harder. Die BI forderte „ein offenes,
transparentes Suchverfahren. Das impliziert nach aktuellem Stand von
Wissenschaft und Technik einen Standortvergleich.“ Ohne eine solche Prämisse
mache die Beteiligung am Diskurs aus Sicht der Bürgerinitiative keinen Sinn.
Doch die Atomkraftgegner blitzten mit ihrem Anliegen auf der Tagung ab.
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Stx534-535.2009.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Die Erforschung von Strahlenwirkung im Salzgestein ist in Deutschland
offenbar unerwünscht. Der Dialog
zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und
dem niederländischen Experten Prof. Henry W. den Hartog
stockt seit geraumer Zeit. Den Hartog untersucht in
Groningen den Einfluß radioaktiver Strahlung auf Salzgestein, ein Gebiet, daß
bei der Debatte um mögliche Wirtsgesteine für die Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle von großer Bedeutung ist. Warum kommt der Dialog
nicht zustande? Aus Sicht des Wissenschaftlers ignoriert das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) dessen Forschungsergebnisse.
Er wandte sich jetzt mit einer Erklärung an die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg.
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Stx532-533.2009.13-14.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Physikalisch-Chemische Prozesse im schwach- und mittelaktiven Atommüll
in der Schachtanlage ASSE II – eine unterschätzte Gefahr. Gefahren für Mensch und Umwelt, die mit der
Lagerung von schwach- und mittelaktivem Atommüll verbunden sind, wurden
bisher unterschätzt. Erst durch die jüngst bekannt gewordenen Ereignisse in
der Schachtanlage ASSE II bei Wolfenbüttel wird zunehmend bewußt, daß bedingt
durch die stoffliche Vielfalt in dieser Atommüllkategorie unüberschaubare
sicherheitsgefährdende Prozesse ausgelöst werden. Unvermeidbare Veränderungen
und Störungen des gesamten Systems durch geochemische und radiochemische
Reaktionen als Folge der Wechselwirkung zwischen den radioaktiven und
nichtradioaktiven Komponenten werden bis zur Stunde zu wenig beachtet. Durch
permanente Änderungen aller Systemeigenschaften wird eine dauerhafte Dynamik
ausgelöst, deren Tragweite bis zur Stunde nur unzureichend wahrgenommen wird.
Noch immer fehlen eine gründliche Erfassung der wirkenden Einflußfaktoren
sowie eine gründliche Analyse der ineinandergreifenden Wechselwirkungen und
damit auch eine umfassende Bewertung. Gegenwärtig verwendete Modelle zu den
geochemisch basierten Sicherheitsnachweisen sind unvollständig, da sie
langfristig ablaufende komplexe Vorgänge in einem Endlager und neuere
wissenschaftliche Erkenntnisse weitgehend außer Acht
lassen. Von Prof. Dr. Rolf Bertram.
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Stx532-533.2009.12-13.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atomwirtschaft: Gorleben
kostete 1,51 Mrd. Euro. Für das atomare Endlagerprojekt Gorleben in
Niedersachsen sind von 1977 bis Ende 2007 Kosten in Höhe von 1,51 Milliarden
Euro entstanden. Das teilte die Bundesregierung im August 2008 in ihrer
Antwort (Bundestagsdrucksache 16/ 10077) auf eine Kleine Anfrage der
Linksfraktion zu den volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie mit. Im
Haushaltsjahr 2008 seien zudem 27,6 Millionen Euro für das Projekt Gorleben
veranschlagt worden. Die künftigen Kosten hingen vor allem von einer
politischen Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen bei der Endlagerung
hochaktiver, wärmeentwickelnder Abfälle aus Kernkraftwerken ab.
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Stx528-529.2009.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Endlagerung: Internetforum
des BMU zur Endlagerung. Im Nachgang zum Endlagersymposium vom 30.10. bis
1.11.2008 in Berlin steht interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf der
Internetseite des Bundesumweltministeriums (BMU; www.bmu.de) jetzt ein Forum
zur Verfügung, in dem sie ihre Meinung zu den Sicherheitsanforderungen an die
Endlagerung hochradioaktiver Abfälle äußern und die Ergebnisse des
Endlagersymposiums bewerten sollen.
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Stx528-529.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Bundesamt für Strahlenschutz ist jetzt Betreiber der Asse. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der
Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. Mit Gründung einer bundeseigenen
„Asse GmbH“ für die Betriebsführung der Schachtanlage und dem Übergang der
erforderlichen Genehmigungen vom Helmholtz-Zentrum München auf das Bundesamt
für Strahlenschutz könne der Betreiberwechsel wie geplant vollzogen werden,
erklärt das Bundesumweltministerium in einer gemeinsam mit dem
Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Ende Dezember 2008.
Ursache für den Betreiberwechsel waren skandalöse Mängel in der bisherigen
Führung des Betriebes der Schachtanlage Asse II durch das Helmholtz-Zentrum
München sowie in der Führung des Schließungsverfahrens durch das
niedersächsische Ministerium. Außerdem gab es Probleme bei der Kommunikation zwischen
den zuständigen Behörden.
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Stx528-529.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Zwischenlager bei AKWs als verfassungsgemäß erklärt. Atomare Zwischenlager in der Nähe deutscher
Atomkraftwerke verstoßen nicht gegen die verfassungsrechtliche Schutzpflicht
des Staates für seine Bürger. Ein „Restrisiko“ sei hinzunehmen. Das entschied
das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit Beschluß vom 12. November 2008
(Az. 1 BvR 2456/06), der am 27. November 2008
veröffentlicht wurde. Damit billigte das Gericht das mit dem Atomausstieg
beschlossene Konzept, den Atommüll nicht mehr in den zentralen Zwischenlagern
Ahaus und Gorleben aufzubewahren, sondern dezentral an den AKW-Standorten.
Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden gegen die Zwischenlager an
den bayerischen Standorten Gundremmingen, Niederaichbach und Grafenrheinfeld ab. Die
Zwischenlagerung an den jeweiligen Standorten sei nicht risikoreicher als die
zentrale Lagerung.
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Stx526-527.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Endlagerung von Atommüll: Irgendwann
will das BMU ein Verfahren zur Auswahl eines Endlagerstandortes für
hochradioaktiven Atommüll in Gang setzen. Sichtlich gealtert und ohne
neue Visionen präsentierten sich viele Protagonisten der bisherigen Endlagerdebatte
auf dem Endlagersymposium, das vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin
stattfand. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) warben sie vor
mehr als 350 Teilnehmern dafür, endlich mit einem Auswahlverfahren nach
internationalem Standard zu beginnen. Im Oktober 2002 hatte zuletzt der drei
Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingerichtete
„Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“
vor mehr als 300 Personen aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Behörden und
Verbänden seine Kriterien und Verfahrensvorschläge zur Auswahl eines
Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle
präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd seine
Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine öffentliche
Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden
lassen. Das fand sechs Jahre lang nicht statt. Jetzt wurde dafür geworben,
nun damit zu beginnen.
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Stx526-527.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atomwirtschaft / Endlagerung: Neue
Maßstäbe für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium
paßt Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an.
„Geringfügige Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung
eines Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium
(BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen.
Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von
Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines
Endlagers einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte
das BMU am 12. August 2008 mit.
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Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Asse II: Fehleinschätzungen
durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche
Klassifizierung des Atommülls „schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine Bewertung
der von diesen Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung nicht
aus. Die Angabe der Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel) orientiert
sich an der Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die Energiedosis sagt
nichts über die schädigende Wirkung der Strahlung aus. Diese Klassifizierung
unterscheidet auch nicht die unterschiedlichen Strahlungsarten und erlaubt
daher auch keine Aussage über die Wirkung der ionisierenden Strahlung auf die
umgebende Materie. Die Wirkmechanismen von dünn- und dichtionisierender
Strahlung auf lebende und tote Objekte sind gänzlich verschieden.
Unterschiedliche radioaktive Strahlungsarten schädigen bei gleicher
Energiedosis unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser Tatsache kann
zu verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf Bertram.
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Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Die Anforderungen an die Sicherheit in Gorleben werden aufgeweicht. Bericht von Wolfgang Ehmke. Die
Endlagerkonzeption für Gorleben steht offensichtlich vor einer wesentlichen
Änderung. Obwohl die Bauarbeiten auf der Endlagerbaustelle bis zu einem Ablauf
des Moratoriums ruhen und die Entscheidung offen ist, ob alternativ zu
Gorleben nicht auch andere Standorte und Gesteinsformationen als Salz auf
eine Eignung hin untersucht werden, erprobt die Gorleben-Betreiberin, die
Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die
Endlagerung hochradioaktiver Abfälle im Salzgestein. Hochradioaktive Abfälle
– Brennelemente und verglaster Müll – sollen nun als Kokillen ohne weitere
Abschirmung in Bohrlöchern versenkt werden. Damit entfiele eine der vier
Barrieren, die ein Austreten von Radioaktivität in die Biosphäre verhindern
sollen. Auf entsprechende Versuche verwies der Diplomphysiker Wolfgang
Neumann (Gruppe Ökologie Hannover) auf einer Veranstaltung von
Bürgerinitiativen aus dem Raum Asse, Salzgitter und dem Wendland, die sich am
2. Juli-Wochenende 2008 zu einer zweitägigen Fachkonferenz in Lüchow trafen.
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Stx518-519.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Ein sicheres atomares Endlager gibt es nicht. - Skandal um
Umweltverseuchung und unsichere Atommüll-Lagerung bei Wolfenbüttel und Lüchow-Dannenberg.
Das Gerede von sicheren atomaren Endlagern ist eine dumme Täuschung. Laugenzuflüsse dringen in das sogenannte
Forschungsendlager Asse II bei Wolfenbüttel ein – täglich etwa 12,5
Kubikmeter – und gefährden 125.787 zwischen 1967 und 1978 eingelagerte Fässer
mit 46.900 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Das wurde
bereits mehrfach berichtet. Der Betreiber von Asse II, das Helmholtz-Zentrum
München, hat die offenbar bereits seit Anfang der 1990er Jahre radioaktiv
verseuchten Laugenzuflüssen vom 750 Meter tiefen in das unterste, 975 Meter
tiefe Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt. Das wurde jetzt
zusätzlich am 16. Juni 2008 bei einer Anhörung im Umweltausschuß des
niedersächsischen Landtages bekannt. Offensichtlich gezielt an den
Aufsichtsbehörden vorbei, ist damit eine tickende Zeitbombe geschaffen
worden. An drei Zuflußstellen sollen in der Lauge
zumindest zwischen 20.000 und 90.000 Becquerel Cäsium-137 pro Liter
nachgewiesen worden sein. Der Grenzwert für die Freigabe des künstlichen
Radionuklids beträgt laut Strahlenschutzverordnung 10.000 Becquerel pro
Liter.
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Stx516-517.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Berlin, 30.10.-1.11.2008: Konferenz
über Endlagerung von Atommüll. Die von Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel angekündigte internationale Konferenz zur Endlagerung von atomaren
Abfällen findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 in Berlin statt.
Gabriel hatte im November 2007 bei einem Besuch in der Region Gorleben
mitgeteilt, daß das Bundesumweltministerium eine Konferenz veranstalten
werde, die sich mit Fragen der Standortsuche für ein atomares Endlager
beschäftigt. Neben Experten aus Deutschland und anderen Staaten sollen auch
Bürgerinnen und Bürger aus Regionen teilnehmen, in denen es bereits Lager für
Atommüll gibt bzw. die dafür in der Diskussion sind, teilte das
Bundesumweltministerium (BMU) mit. „Der Dialog untereinander“ solle dabei im
Vordergrund stehen. Damit dies gelinge, würden die verschiedenen
Gruppierungen bereits in die Planungen der Veranstaltung einbezogen.
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Stx514-515.2008.7.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Kein Sicherheitsnachweis für Asse II. Um die Langzeitsicherheit von Atommüll-Lagern nachzuweisen, operieren die
Betreiber seit Jahrzehnten mit Simulationsrechnungen und unrealistischen
Laborexperimenten. Damit wird in der Bevölkerung und bei den politischen
Entscheidungsträgern der Eindruck erweckt, daß alles überprüft und
kontrolliert werde. Dabei sind solche Übungen nichts anderes als hilflose
Versuche, etwas nachzuweisen, was nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft
und Technik nicht nachzuweisen ist. Das Atommüll-Lager Asse II, in dem bis
1978 über 120.000 Gebinde mit Atommüll eingelagert wurden, soll nach Flutung
mit einer wässerigen Magnesiumchloridlösung
unumkehrbar verschlossen werden. Die vom Betreiber GSF dafür verwendeten
Argumente für die geforderte Langzeitsicherheit lassen wichtige Fakten und
absehbare Folgen außer Betracht. Von Rolf Bertram.
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Stx506-507.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Litauen baut Endlager an der Grenze zu Weißrußland. Radioaktive Abfälle aus dem Atomkraftwerk Ignalina will Litauen am Ort Stabatiskes,
vier Kilometer von der Grenze zu Weißrußland entfernt, endlagern.
Bei der Auswahl des Ortes sei Litauen auf heftige Proteste von Nachbarländern
gestoßen, berichtete das litauische Fernsehen am 2. Januar 2008 einer Meldung
der russischen Nachrichtenagentur Nowosti zufolge.
„In anderen Ländern dauern Diskussionen über den Standort für solche Objekte
Jahrzehnte. Uns gelang es aber, die Untersuchungsarbeiten im Laufe von etwa
vier Jahren abzuschließen“, wird der Direktor der litauischen Agentur für die
Endlagerung radioaktiven Abfalls, Dainius Janenas, zitiert.
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Stx504-505.2008.12.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Ministerien rechnen mit GAU beim Atommüllager
Asse bei Wolfenbüttel und Umweltverseuchungen. Bundesumweltminister bevorzugt
Gorleben als Endlager für hochaktiven Atommüll. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will wegen der dort bereits
investierten Milliardensumme den Standort Gorleben als Endlager bevorzugen.
Noch 2006 hatte sein Ministerium ein Verfahren zur Standortsuche
vorgeschlagen, das sich in der Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner
CDU/CSU und den Energieversorgern jedoch nicht durchsetzen ließ. Die
Verfahrensgrundsätze rief Gabriel zur Eröffnung einer Internationalen
Konferenz zum Thema Endlager vom 6. bis 9. November 2007 in Braunschweig noch
einmal ins Gedächtnis: deutscher Atommüll gehöre in deutsche Endlager,
Sicherheit zähle zuerst, klare Kriterien und eine umfassende Beteiligung der
betroffenen Bevölkerung wie in der Schweiz seien beispielgebend. Wie
Bundesforschungs- und Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem
Niedersächsischen Landesumweltministerium am 21. November 2007 bekanntgaben,
wird es in der Asse bei Wolfenbüttel voraussichtlich
„auch weiterhin zu Bewegungen im Deckgebirge aufgrund der noch großen offenen
Hohlräume in der Asse kommen“. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, daß
der seit 1988 existierende Salzlösungszutritt von inzwischen bereits „etwa 12
Kubikmeter pro Tag in Zukunft erheblich ansteigt und dann nicht mehr
aufgefangen und kontrolliert werden kann“.
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Stx502-503.2007.1,2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Atommüllimporten. Im Ausland
„großes Interesse“ an Gorleben. Das
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sich gegen
Pläne für ein EU-weites Endlager ausgesprochen. Das Risiko sei groß, daß die
Sicherheitsstandards dann am Ende geringer sind als unsere eigenen, erklärte BfS-Präsident Wolfram König am 9. Februar 2007. Der
SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck hatte zuvor am 8. Februar 2007
gefordert, „ein Endlager für Europa“ einzurichten und dabei auch auf
Schwächen des Standortes Gorleben hingewiesen.
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Stx484-485.2007.7,8.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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„Möglichst dicht an der Zonengrenze“. 30 Jahre Widerstand gegen
Gorlebener Atomanlagen. Vor 30
Jahren, Ende Februar 1977, bestimmte der damalige niedersächsische
Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) den Salzstock von Gorleben zur
Atommüll-Endlagerstätte. Ein Ort möglichst dicht an der Grenze zur DDR wurde
gesucht, „um die Leute in der Ostzone zu ärgern“.
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Stx484-485.2007.6,7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Der Atommüll in ASSE II säuft ab. Wie sicher ist ein Atommüll-Endlager
in einem Salzstock? Von Prof. Dr. Rolf Bertram. Der Atommüll in ASSE II säuft ab. Wie unsicher ein Atommüll-Endlager in
einem Salzstock ist, erklärt Prof. Dr. Rolf Bertram, bis zu seiner
Emeritierung Leiter des Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie
an der Technischen Universität Braunschweig.
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Stx482-483.2007.3-5.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Endlagerung: Bürgerinitiative
fordert wissenschaftliche Argumente. Die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow Dannenberg e. V. (BI) fordert die Befürworter einer Endlagerung von
Atommüll im Gorlebener Salzstock zu einer öffentlichen wissenschaftlichen
Debatte auf. Hintergrund: Atomindustrie, CDU/CSU und FDP versuchen in den
letzten Wochen verstärkt, eine Festlegung auf Gorleben als Atommüll-Endlager
durchzusetzen. Kernpunkt ihrer Argumentation ist die unbestimmte Aussage im
Atomkonsensvertrag zwischen der vormaligen rot-grünen Bundesregierung und der
Atomindustrie aus dem Jahre 2000, „dass die bisher
gewonnenen geologischen Befunde einer Eignungshöffigkeit
des Salzstocks Gorleben nicht entgegen stehen“. Die Lüchow-Dannenberger
Bürgerinitiative verlangt, daß die Befürworter Gorlebens statt nichtssagender
wiederholter Phrasen mit dem Begriff „Eignungshöffigkeit“
„endlich einmal ernsthaft und nachvollziehbar versuchen sollen
wissenschaftlich zu untermauern, warum der Salzstock angeblich geeignet sein
soll“, so BI-Sprecher Francis Althoff am 6. September 2006 in Lüchow. Der
Begriff „Eignungshöffigkeit“ sei ein schwammiger Spezialbegriff
aus der Lagerstättenkunde. Dort werde er zur Bewertung der Wahrscheinlichkeit
oder „Hoffnung“ verwendet, Rohstofflagerstätten in abbauwürdigen Mengen
aufzufinden. Die „Hoffnung“ auf eine sichere Endlagerungsmöglichkeit in
Gorleben ist aber bereits seit den frühen 1980er Jahren wissenschaftlich
zerplatzt, betont Althoff. So hatten die Geologen Professor Eckhard Grimmel (Universität Hamburg) und Professor Klaus Duphorn (Universität Kiel) bereits in der Frühphase
Gorleben erkundet und festgestellt, daß eine sichere Einlagerung Illusion
sei.
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Stx474-475.2006.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Endlagerforschung: Wenn das
Endlager nicht hält, was versprochen wird. Acht Forschungseinrichtungen
wollen ermitteln, wie sich die radioaktiven Elemente auf ihrem Weg durch das
Gestein verhalten, wenn es zu einer Freisetzung und Ausbreitung aus dem
Endlager kommt.
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Stx468-469.2006.3.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Wohin mit dem radioaktiven Abfall in Deutschland? Für eine
sozialwissenschaftliche Endlagerforschung. Der endgültige Verbleib hochradioaktiver Abfälle ist weiterhin ungeklärt.
Obwohl bereits große Mengen solcher Abfälle existieren, vor allem abgebrannte
Brennstäbe aus Atomreaktoren und Materialien aus dem militärischen Bereich,
ist weltweit trotz diverser Anläufe noch kein Endlager für hochradioaktiven
Atommüll in Betrieb genommen worden. Im Oktober 2002 hatte der vom damaligen
grünen Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufene
„Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“
nach dreieinhalb Jahren Beratung seinen Schluß-Workshop veranstaltet und dem
Minister Verfahrensempfehlungen überreicht. Kernpunkte waren die Forderung
nach geologischer Sicherheit „für eine Million Jahre“ und die Einführung von
Verfahren zur Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung. Seitdem herrscht
weitestgehend Funkstille. Der deutsche Entsorgungskonflikt leide weiterhin an
einer Entscheidungsblockade, heißt es, Politiker verspürten wenig Lust, sich
dem Thema zuzuwenden. In dieser Situation fragten Peter Hocke und Arnim
Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
des Forschungszentrums Karlsruhe nach den „Perspektiven für eine
sozialwissenschaftliche Begleitforschung“ und luden im Oktober 2004 für
eineinhalb Tage Natur- und Kultur- bzw. Gesellschaftswissenschaftler zu einem
Workshop „Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland“ ein. Die
zentralen Ergebnisse der Veranstaltung veröffentlichten sie jetzt (2006) in
einem Sammelband. Bericht mit einem Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx468-469.2006.1-3.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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David gegen Goliath. Gutachten des Verfassungsrechtlers Christoph
Degenhart soll Zwischenlagerung ins Wanken bringen. Der Leipziger Verfassungsrechtler Christoph Degenhart hält die von
SPD und Grünen im Jahr 2002 beschlossene Novelle des Atomgesetzes in einem
zentralen Punkt für nichtig. Die Bestimmungen über die Zwischenlagerung
abgebrannter Brennelemente auf dem Gelände der Kernkraftwerke verstießen
gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und seien deshalb
„verfassungswidrig“, heißt es in einer Expertise des Juristen für die
süddeutsche Bürgerinitiative „FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für
eine verantwortbare Energiepolitik e.V.“. Die Bürgerinitiative unterstützt
fünf Kläger gegen das nukleare Zwischenlager am AKW-Standort Gundremmingen.
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Stx466-467.2006.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Klagen gegen Schacht Konrad abgewiesen. Das für mehr als 300.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive
Abfälle geplante Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen kann
wahrscheinlich gebaut werden. Es soll 85 Prozent aller radioaktiven Abfälle
in Deutschland aufnehmen, wovon langfristig zwei Drittel von den
Energieversorgungsunternehmen kommen werden. Das Oberverwaltungsgericht
Lüneburg wies am 8. März 2006 mehrere Klagen gegen den
Planfeststellungsbeschluß des niedersächsischen Umweltministeriums aus dem
Mai 2002 zurück. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Kläger können aber
dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.
Bundesumweltminister Gabriel (SPD) kündigte an, die Beschwerde abwarten zu
wollen. Er werde das Bundesamt für Strahlenschutz noch nicht anweisen, mit
der Vorbereitung der Arbeiten zu beginnen. Ein rechtskräftiges Urteil
erwartet er in eineinhalb Jahren.
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Stx462-463.2006.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Atommüll-Verfilzung von Atomindustrie und Genehmigungsbehörden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg fordert, die von Bruno Thomauske
verantworteten Genehmigungsverfahren für Atomanlagen neu aufzurollen. Der
Grund: Sein Wechsel vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
zur Atomindustrie.
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Stx460-461.2006.6,7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atomwirtschaft: BfS schloß staatliche Verwahrung von
Kernbrennstoffen in Hanau. Die Staatliche Verwahrung von Kernbrennstoffen
in Hanau wurde nach 25 Jahren zum Ende des Jahres 2005 endgültig geschlossen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die
letzten dort noch lagernden Kernbrennelemente abtransportiert. Das teilte das
BfS am 30.12.2005 mit.
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Stx458-459.2006.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Bundesamt für Strahlenschutz: „Zur
Endlagerung radioaktiver Abfälle ist keines der möglichen Wirtsgesteine in
Deutschland generell den anderen vorzuziehen.“ Kurz vor dem
Regierungswechsel, noch während der Verhandlungen von CDU/ CSU und SPD über
eine Große Koalition, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Politikern am 5. November 2005 empfohlen, nicht
voreilig auf Gorleben als Endlagerstandort zu setzen. Keines der möglichen
Wirtsgesteine in Deutschland – Salz, Ton und Granit – sei generell den
anderen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle vorzuziehen. Ein bestmöglicher
Endlagerstandort sei nur auf der Grundlage eines Standortvergleichs zu
ermitteln. Das sind die zentralen Aussagen eines Abschlußberichts zu einem
Untersuchungsprogramm des BfS zu
sicherheitstechnischen und konzeptionellen Fragen der Endlagerung
radioaktiver Abfälle. Der Abschlußbericht bezieht sich auf zwölf
Einzelgutachten, die am 28. September 2005 im Rahmen eines wissenschaftlichen
Workshops beim BfS abschließend bewertet wurden.
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Stx454-455.2005.5,6.2
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Atommüll-Lager
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Prozeß gegen Standort-Zwischenlager verschoben. Das Bundesamt für
Strahlenschutz kann sich nicht mehr länger hinter geheimgehaltenen Gutachten
verstecken. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) will sich nun nicht
mehr weiter mit den Behauptungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zufrieden geben, das geplante Atommüll-Zwischenlager
Gundremmingen sei sicher vor terroristischen
Angriffen. Deshalb ist jetzt die mündliche Verhandlung auf den 14./ 15. April
2005 verlegt worden. In der Zwischenzeit soll das BfS
dem Gericht bisher geheimgehaltene Gutachten zur Überprüfung vorlegen.
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Stx430-431.2004.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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EU-Kommission verklagt London wegen Sellafield.
Die Europäische Kommission hat im Streit um die Sicherheit der britischen
Atomanlage Sellafield den Europäischen Gerichtshof
in Luxemburg angerufen. Sie verlangt von der britischen Regierung eine genaue
Auflistung der in Sellafield gelagerten
Atomabfälle, sowie einen unbeschränkten Zugang von EU-Kontrolleuren zur
Anlage. Loyola de Palacio, EU-Kommissarin für
Energie und Verkehr, erklärte Anfang September 2004 in Brüssel, die im Mai
2004 aufgenommenen neuen EU-Staaten hätten im Bereich der nuklearen
Sicherheit strenge Auflagen zu erfüllen gehabt. Es wäre ungerecht, wenn die
neuen Mitglieder höhere Standards erfüllen müßten als die bisherigen.
Großbritannien habe sich vier Jahre lang geweigert, ihr die geforderten
Informationen über die radioaktiven Abfälle zu übermitteln.
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Stx428-429.2004.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Endlagerkonzepte. Bestätigt sieht sich Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) durch die aktuelle Entscheidung eines hohen Bundesgerichtes
in den Vereinigten Staaten von Amerika, das Pläne der Regierung George W.
Bush für eine Atommüll-Endlagerung in der Wüste von Nevada von 2010 an
durchkreuzt hat. Wegen der extrem langlebigen Strahlung atomarer Abfälle
müsse die Sicherheit einer solchen Lagerstätte auf eine Million Jahre an
einem geologisch sicheren Ort ausgelegt sein, sagte Trittin am 22. Juli 2004
in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. Eine Sicherheitsgarantie
von 10.000 Jahren war von dem Gericht als unzureichend verworfen worden.
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Stx424-425.2004.5,6.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Atompolitik: Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Standortauswahl von
Atommüll-Endlagern. Umweltmediation zur Erleichterung politischer
Entscheidungen und Vermeidung von Folgekonflikten. Die herkömmliche Form
der Öffentlichkeitsbeteiligung benutzt die Öffentlichkeit lediglich als
einseitigen Informationslieferanten und erfüllt die ihr vom Rechtssystem
zugedachten weiteren Funktionen der Interessenvertretung, Befriedung,
Legitimation, Kontrolle, Verfahrensförderung und des Rechtsschutzes mehr
schlecht als recht. Sie ist im Kern konfrontativ angelegt und führt bisweilen
sogar zur Verfahrensparalyse. Zu dieser Diagnose gelangen Professor Dr. jur.
Hans-Albert Lennartz und Kolleginnen von der WIBERA Wirtschaftsberatung AG in
ihrem im Juni 2004 im Wirtschaftsverlag NW Bremerhaven erschienenen
Abschlußbericht "Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Standortauswahl
für die Endlagerung radioaktiver Abfälle". In Deutschland wird seit 1979
der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Endlager für abgebrannte
Brennelemente aus Atomkraftwerken und für hochradioaktiven Abfall aus der
Wiederaufbereitung erkundet. Nach dem Wechsel der Regierungsverantwortung zu
Rot-Grün hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) Zweifel an der Eignung dieses Standortes entwickelt
und den Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)
eingerichtet. Dazu war die WIBERA Wirtschaftsberatung AG vom Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) mit der Durchführung eines
Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "Beteiligungsverfahren"
beauftragt worden. Der abschließende Forschungsbericht dazu wird nun
präsentiert.
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Stx422-423.2004.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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"Ein großangelegtes Experiment mit der Bevölkerung in der
Wesermarsch" Robin Wood protestiert gegen den Bau eines atomaren
Zwischenlagers am Atomkraftwerk Unterweser. Am 23. Juni 2004 feierte der
Energiekonzern E.ON in der Gemeinde Stadland den
ersten Spatenstich für sein atomares Zwischenlager am Atomkraftwerk
Unterweser. Bis zu 80 Behälter mit hochradioaktivem Atommüll sollen in dem
Lager für mindestens 40 Jahre abgestellt werden. Wegen der damit verbundenen
Risiken für die Bevölkerung in der Wesermarsch fordert die Umweltorganisation
Robin Wood, die Halle für den Strahlenmüll nicht zu bauen. Vielmehr müsse das
Atomkraftwerk Unterweser sofort stillgelegt werden, damit E.ON dort nicht
noch mehr gefährlichen Atommüll produzieren könne.
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Stx420-421.2004.7.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Atomwirtschaft wehrt sich gegen die Kosten der Endlagersuche. Als
"Schimäre", als trügerisches Hirngespinst, hat der Präsident des
Deutschen Atomforums, der in die Atomindustrie abgewanderte frühere Leiter
der Atomaufsicht Walter Hohlefelder (FDP), das
Konzept von Bundesumweltminister Trittin (Grüne) bezeichnet, nur ein einziges
Endlager für alle Arten radioaktiver Abfälle errichten zu wollen. Auf der
Jahrestagung Kerntechnik in Düsseldorf forderte Hohlefelder
am 25. Mai 2004, das zur Zeit herrschende Moratorium zu beenden und die
Arbeiten an den Endlagerprojekten Gorleben und Konrad fortzusetzen. Im Namen
der Atomkraftwerksbetreiber lehnte es Hohlefelder ausdrücklich
ab, die Verantwortung und die Kosten für die neue Endlagersuche zu
übernehmen. Die Grundsätze der nuklearen Entsorgung bestimmten nicht einzelne
Länder oder einzelne Energieversorgungsunternehmen, sondern der Bund, hält
das Bundesumweltminsterium (BMU) in einer Erklärung
dagegen. Dabei gelte wie überall in der Abfallpolitik das Verursacherprinzip,
das auch die Finanzierung der Endlagerung bestimme.
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Stx418-419.2004.7.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Alle Standort-Zwischenlager wurden genehmigt. Das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) hat sämtliche atomrechtlichen
Genehmigungen für alle beantragten Zwischenlager an den Standorten der
Atomkraftwerke erteilt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Der Bund
hat seine Hausaufgaben gemacht. Es ist jetzt Sache der Länder, zeitnah die
noch ausstehenden Baugenehmigungen zu erteilen, damit alle Zwischenlager
zügig errichtet werden können. Nur so kann gewährleistetet werden, daß die
Zwischenlager 2005 betriebsbereit sind." Das Zwischenlager in Lingen ist
bereits seit Dezember 2002 in Betrieb. Neben den 12 dezentralen
Zwischenlagern hat das BfS auch 4 Interimslager
genehmigt, und zwar in Biblis, Philippsburg, Neckarwestheim und Krümmel. Außer in Krümmel
werden in den anderen drei bereits Behälter eingelagert. Am Atomkraftwerk Gundremmingen nahe Ulm entsteht Deutschlands größtes
Lager. Dort bereitet sich ein von der Ärzteorganisation IPPNW unterstütztes
Widerstandsbündnis auf eine Klage gegen die erteilte Genehmigung vor. Dazu
der Sprecher der Ulmer IPPNW-Regionalgruppe, Reinhold Thiel: "Wir sind
schon jetzt inhaltlich und juristisch gerüstet, brauchen aber weitere
finanzielle Unterstützung. Jeder kann in Form von Spenden, Mitgliedschaften
und rückzahlbaren Bürgschaften steuerlich absetzbar helfen. Eine erfolgreiche
Musterklage am AKW Gundremmingen kann sich positiv
auf die anderen Verfahren auswirken." Kontakt und Informationen zur
Klage über http://www.ippnw-ulm.de.
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Stx408-409.2004.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Endlagerung in Italien. Die italienische Regierung hat am 14.
November 2003 – ohne Vorverhandlungen mit der betroffenen Region Basilicata und den Stadtverwaltungen – ein Dekret
verabschiedet, das Scanzano Jonico
in der Region Basilicata in Süditalien zum
zentralen Endlagerstandort für 80.000 Kubikmeter italienischen Atommüll
machen soll. Das verursachte Massenproteste der Bewohner der Region und ihrer
Nachbarn.
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Stx406-407.2003.3,4.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Widerstand gegen standortnahe Zwischenlager. Gleich vier neue
Zwischenlager auf einmal genehmigte am 22. September 2003 das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) den Betreibern der
Atomkraftwerke Biblis (RWE Power AG / RWE Rheinbraun AG), Neckarwestheim
(Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH), Isar/Ohu
(E.ON Kernkraft GmbH / E.ON Bayern AG) und Esenshamm
/ Unterweser (E.ON Kernkraft GmbH) für die Aufbewahrung abgebrannter
Brennelemente am jeweiligen Kraftwerks-Standort. Das BfS
sieht damit die Voraussetzung für den Bau von Zwischenlager-Kapazitäten
geschaffen, die benötigt werden, wenn ab Juli 2005 die Transporte zur
Wiederaufarbeitung enden sollen. Spätestens 40 Jahre danach soll der Atommüll
schließlich in ein Endlager gebracht werden. Mit dieser Genehmigung der
Zwischenlager hat die Behörde Bedenken von 72.000 Einwendern
von Tisch gewischt, kritisiert die Ulmer Ärzteinitiative, eine Regionalgruppe
der IPPNW. In insgesamt 518 Castorbehältern sollen die Betreiberfirmen über
5.000 Tonnen einer hochradioaktiven und hochgiftigen Schwermetallmasse
einlagern dürfen. Allein ein einziger Castorbehälter enthalte vergleichsweise
so viel radioaktives Inventar, wie beim Reaktorunfall von Tschernobyl
freigesetzt worden sein soll. Die Ulmer Ärzteinitiative bezweifelt die
Behauptung des BfS, daß selbst ein gezielter
Absturz eines Jumbojets nicht zu einer Gefährdung
von Leben und Gesundheit der Bevölkerung führen würden. Einen plastischen
Eindruck über die Verhältnisse vermittelt eine 3D-Videoanimation der
Internetseite "Atomenergie und Sicherheit" unter http://www.atom-secur.de. Mehr
Informationen auch unter http://www.atommuell-zwischenlager.de
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Stx402-403.2003.4.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Tagungsbericht: Atommüll und sozialer Friede. Tagungsband der
Evangelischen Akademie Loccum zur Endlagersuche. Mit
Strategien der Standortsuche für nukleare Endlager beschäftigte sich im
Februar 2003 eine Tagung der Evangelischen Akademie Loccum.
Dazu wurde jetzt mit Hilfe des Bundesamtes für Strahlenschutz ein
Berichtsband fertiggestellt. Ende 2002 hatten die 14 vom Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Anfang 1999 berufenen Männer
des "Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte (Ak End)" ihre Empfehlungen vorgelegt. Strahlentelex
hatte berichtet. Zum Verfahren gehört, nun in eine öffentliche Diskussion
darüber einzutreten. Dem entsprach die Loccumer
Akademie als erste mit ihrer Tagung, an der 138 Fachleute aus Verwaltung,
Energiewirtschaft, Bürgerinitiativen und Verbänden sowie Politiker und
Kirchenvertreter teilnahmen. Erörtert werden sollte, wie weit das vom AkEnd erarbeitete Konzept in sich stimmig und
"sicherheits-philosophisch" konsistent ist beziehungsweise dem
"Stand der Wissenschaft" entspricht, wie bedeutend die Festlegung
auf die Suche nach einem Standort im Inland ist, mit welchen
volkswirtschaftlichen Effekten das vom AkEnd
vorgeschlagene Vorgehen verbunden wäre und wie die für die geologischen
Erkundungen anfallenden Kosten zu finanzieren wären; und schließlich, ob auf
Seiten der Politik der hinreichende Wille gegeben ist, die notwendigen
verbindlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das Konzept umzusetzen und auf
hinreichend lange Sicht abzusichern. Um es gleich vorweg zu sagen: Zur
Beantwortung der letzten Frage finden sich in dem vorliegenden Buch leider
keine Aussagen. (Andreas Dally (Hrsg.): Atommüll
und sozialer Friede. Strategien der Standortsuche für nukleare Endlager.
Rehburg-Loccum, 1. Auflage 2003. Loccumer Protokolle 05/03, ISSN 0177-1132, ISBN
3-8172-0503-1, 263 S. Bezug über den Buchhandel oder direkt über Ev. Akademie
Loccum, Protokollstelle, Postfach 2158, 31545
Rehburg-Loccum, Telefon 05766/81-119, Fax -900,
Email: Protokoll.eal@evlka.de)
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Stx398-399.2003.3,4.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Was bei der Kriterienbildung für die Auswahl
von Endlagerstandorten vergessen wurde. 6 Thesen von Prof. Dr. Rolf Bertram. Anfang
1999 hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) einen
"Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)"
eingerichtet und ihn beauftragt, Kriterien für die Suche nach einem
Atommüll-Endlager zu entwickeln. Am 17. Dezember 2002 schließlich hatte der
Arbeitskreis seinen Abschlußbericht übergeben. Nach Durchsicht der Vorschläge
des AkEnd stellt der in Göttingen lebende Universitätsprofessor
a.D. für Physikalische Chemie an der Technischen Universität Braunschweig Dr.
Rolf Bertram nun fest, daß wesentliche Einflußgrößen für die Sicherheit eines
Endlagers unberücksichtigt blieben. Offensichtlich war nicht genügend Sachverstand
im Arbeitskreis des Ministers versammelt.
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Stx390-391.2003.6,7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Genehmigungen im Internet. "Im Sinne einer hohen Transparenz
seiner Entscheidungen" will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit der Bekanntgabe seiner Genehmigungen von
Standort-Zwischenlagern und Interimslagern die Bescheide ab sofort auch auf
seiner Internetseite http://www.bfs.de
veröffentlichen. Das teilte das Amt am 24. Januar 2003 mit.
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Stx386-387.2003.6.1 (Kurzmitteilung, 1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Streit um Vorschläge zur Atommüll-Endlagerung. Die Europäische Union
(EU) will bis 2018 ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll haben und
vielleicht für mehrere Länder gemeinsam, die deutsche Bundesregierung erst
bis 2030. Die deutsche Strahlenschutzverordnung erweist sich dabei als
Sicherheitsrisiko.
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Stx384-385.2003.1,2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Erstes Standort-Zwischenlager genehmigt. Das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) hat am 7. November 2002 der
Betreiberin des "Kernkraftwerks Emsland" in Lingen die Genehmigung
zum Betrieb eines Zwischenlagers erteilt. In dem Lager sollen die
abgebrannten Brennelemente aus dem AKW für maximal 40 Jahre aufbewahrt
werden, bis sie in ein Endlager überführt werden. Lingen ist das erste atomare
Zwischenlager, das am Standort eines in Betrieb befindlichen Atomkraftwerks
genehmigt wird. Weitere 11 Lager, die von den AKW-Betreibern beantragt
wurden, befinden sich im Genehmigungsverfahren. Durch die Errichtung von
Zwischenlagern bei den AKW und das Verbot von Transporten in die
Wiederaufarbeitung ab Juli 2005 sollen die Atomtransporte praktisch auf die
Rückführung deutschen Atommülls aus der Wiederaufarbeitung im Ausland
beschränkt werden. Mit Hilfe der neuen Freigaberegelungen der
Strahlenschutzverordnung zur Freisetzung radioaktiver Materialien in die
Umwelt und zur Weiterverwertung wird außerdem die Menge des endzulagernden Atommülls verringert.
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Stx382-383.2002.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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"Mit dem vorgeschlagenen Verfahren lassen sich auch 20 Endlager
finden". Der "Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)" veranstaltete seinen letzten Workshop. Im
Prinzip seien zwar alle Abwägungskriterien bei der Suche nach einem
Atommüll-Endlager gleichwertig und gleichgewichtig, aber die Sicherheit, die
geologische Eignung habe doch Vorrang. Das entspreche auch dem Wunsch der
Bevölkerung. Deshalb sei offen, ob die dem Arbeitskreis Auswahlverfahren
Endlager (AkEnd) von der rot-grünen Bundesregierung
gemachte Vorgabe, es dürfe nur ein einziges Endlager für alle Arten von
radioaktiven Abfällen geben, schließlich erfüllt werden könne. Das wurde der
Presse vor Beginn des dritten und letzten Workshops des AkEnd
von dessen Mitgliedern erklärt. Zu der öffentlichen Veranstaltung am 18. und
19. Oktober 2002 in Berlin hatten sich mehr als 300 Personen aus Industrie,
Wissenschaft, Politik, Behörden und Verbänden angemeldet. Im Rahmen seiner
neuen Entsorgungspolitik hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Februar
1999 den Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)
eingerichtet. Dieses interdisziplinär besetzte Wissenschaftlergremium erhielt
den Auftrag, ein Verfahren und geo- und sozialwissenschaftliche Kriterien für
die Suche und Auswahl eines Standortes zur Endlagerung aller Arten
radioaktiver Abfälle in Deutschland zu entwickeln. Es soll dieses Verfahren
jedoch nicht selbst durchführen. Ende 2002 soll der AkEnd
seine Arbeit beenden. Danach will der Bundesumweltminister über die
Empfehlungen des Gremiums eine öffentliche Diskussion führen und schließlich
das Auswahlverfahren verbindlich werden lassen. Um das Jahr 2030 soll das
Endlager dann betriebsbereit sein.
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Stx380-381.2002.3-6.4 (4 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Dokumentation: Kein hohes Vertrauen in Institutionen. Ergebnisse einer repräsentativen
Umfrage im Jahr 2001 von Prof. Dr. Detlev Ipsen, Universität Kassel. Insgesamt
genießt das institutionelle Gefüge der Bundesrepublik bei den Befragten kein
hohes Vertrauen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen laut Ipsen, daß die
Vorschläge zur Beteiligung der Bevölkerung mit einer doppelten und
widersprüchlichen Ausgangslage zu rechnen haben. Negativ sei das geringe
Vertrauen, das die Bevölkerung zu den vor allem politischen Institutionen
hat. Eine wenig demokratische Haltung zeige sich aber auch bei Entscheidungen
gegen die eigene Überzeugung, die durch Volksabstimmungen zustande kämen.
Schwierig sei auch die Einstellung, man wolle keinen Endlagerstandort in der
Nähe des eigenen Wohnortes. Positiv sei auf der
anderen Seite die ausgeprägte Forderung der Bevölkerung nach Mitbestimmung
und das Bewußtsein, bei der Endlagerung der nuklearen Abfälle handele es sich
um ein dringend zu lösendes Problem. Der AkEnd
versuche, diese widersprüchliche Ausgangslage aufzugreifen.
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Stx380-381.2002.3-6.4 (4 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Endlager: Schacht Konrad wurde jetzt genehmigt. Der
Planfeststellungsbeschluß für das Endlager Schacht Konrad ist dem Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) von der zuständigen
Genehmigungsbehörde, dem niedersächsischen Umweltministerium, am 5. Juni 2002
übergeben worden. Der Arbeitskreis AkEnd des
Bundesumweltministers will im Oktober 2002 trotzdem noch sein
Auswahlverfahren für Endlagerstandorte vorstellen. BUND, NABU und Robin Wood
haben ihre Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis zur Suche von Endlagern für
Atommüll aufgekündigt. Die Genehmigung von Schacht Konrad stelle den AkEnd grundsätzlich in Frage und mache ihn überflüssig.
Als "Mogelpackung" bezeichnet das Umweltschutzforum Schacht Konrad
e.V. die Reduzierung des Einlagerungsvolumens bei der Endlagergenehmigung.
Zwar werde das einlagerbare Abfallgebindevolumen
von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung auf circa
300.000 Kubikmeter begrenzt, nicht aber das zur Einlagerung vorgesehene
Radionuklidinventar. Beim Radionuklidinventar werde nach wie vor von den
Planungsdaten aus den Jahren 1986 beziehungsweise 1990 ausgegangen. Offenbar
sei alles also nur eine Frage der Verpackung und Verdichtung. Zu früh gefreut
hätten sich diejenigen, die sich von der Volumenreduzierung einen
"Konrad light" versprochen hätten, meint Harald Bode vom
Umweltschutzforum Schacht Konrad Salzgitter e.V..
Vielmehr habe man es in Salzgitter nun eher mit einem "Konrad
konzentriert" zu tun.
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Stx372-373.2002.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atommüll-Lager
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Protest gegen Zwischenlager in Süddeutschland auch aus Österreich. Noch
bis zum 28. Januar 2002 läuft die Einwendungsfrist gegen ein weiteres
oberirdisches Atommüll-Zwischenlager in Bayern. Am AKW-Standort Gundremmingen (nördlich von Tirol und Vorarlberg) soll
ebenfalls wie in Ohu ein Brennelementezwischenlager
für das nächste halbe Jahrhundert errichtet werden. Die österreichischen
Atomgegner werden wie bei Ohu auch bei diesem
Zwischenlager in den nächsten Wochen eine Einwendungskampagne durchführen.
Die Oberösterreichische überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr ruft Gemeinden,
Schulen, Behörden und Ämter sowie Privatpersonen zu möglichst breiter
Beteiligung auf. Gegen das Atommülllager Ohu waren
auf diese Weise bereits über 25.000 Einwendungen zusammengekommen und an das
Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland übergeben worden. Die Atomgegner
fordern zudem, die Erörterungstermine beziehungsweise die Veranstaltungen zu
diesen Umweltverträglichkeitsverfahren (UVP) in Österreich stattfinden zu
lassen und nicht in Deutschland. Einwendungsformulare für Gundremmingen
und weitere Informationen sind auf den Webpages der österreichischen
Atomgegnerorganisationen zu finden: http://www.temelin.at,
http://www.grenzblockade.at und http://www.plage.cc
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Stx358-359.2001.8,9.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Auf der Suche nach Akzeptanz für ein Atom-Endlager. AkEnd
soll bis Ende 2002 Empfehlungen vorlegen. Für die Endlagerung aller Arten
radioaktiven Abfalls strebt die Bundesregierung ein Endlager in tiefen geologischen
Formationen an. "Dieses Endlager soll um das Jahr 2030 für den Betrieb
zur Verfügung stehen", erklärte das Bundesumweltministerium in einer
Pressemitteilung anläßlich des 2. Workshops ihres Arbeitskreises
Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) am 28.
und 29. September 2001 in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt am Main. Anfang
1999 war der Arbeitskreis eingerichtet worden, um auf geo- und
sozialwissenschaftlicher Grundlage Kriterien für die Suche nach einem
Endlager zu entwickeln. "Um für die Auswahl eines Standortes eine breite
gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen", ist dem Arbeitskreis die
Aufgabe gestellt worden, einen möglichst breiten Dialog mit allen Beteiligten
und der Öffentlichkeit zu führen. Anknüpfend an einen ersten Workshop im
September 2000 (Strahlentelex berichtete ausführlich in der Ausgabe 330-331
vom 5. Oktober 2000) präsentierte der Arbeitskreis jetzt seine bisherigen
Arbeitsergebnisse und legte dazu einen 173-seitigen "2. Zwischenbericht
- Stand der Diskussion -" vor.
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Stx356-357.2001.4,5.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Atommüll-Lager
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28./29. September 2001, Mörfelden-Walldorf: 2. Workshop des
Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte. Der Arbeitskreis Auswahlverfahren
Endlagerstandorte (AkEnd) plant, in einem
öffentlichen Workshop am 28. und 29. September 2001 seine Empfehlungen für
das Auswahlverfahren geeigneter Standorte für die Endlagerung radioaktiver
Stoffe vorzulegen. In diesem 2. Workshop möchte der AkEnd
den im Jahr 2000 begonnenen Diskurs mit der Öffentlichkeit fortführen.
Vorgesehen sind im einzelnen Berichte und Diskussionen zum Stand der
bisherigen Arbeit des AkEnd, zum Verfahren bei der
Standortauswahl, über die Kriterien zur Standortauswahl und über die
Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Festlegung und Durchführung des
Auswahlverfahrens. Der Workshop findet statt in Mörfelden-Walldorf bei
Frankfurt/Main. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung wird bis zum
15.9.2001 erbeten. Weitere Informationen unter http://www.akend.de
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Stx348-349.2001.5.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Einwendungen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
hat am 6. bzw. 7. Juni 2001 begonnen, die Antragsunterlagen für die
Standort-Zwischenlager an den AKW-Standorten Philippsburg und Neckarwestheim
öffentlich auszulegen. Die Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH (GKN) und
die EnBW Kraftwerke AG beantragten bereits Ende
1999 die Einrichtung jeweils eines Standort-Zwischenlagers für abgebrannte
Brennelemente an den von ihnen betriebenen Atomkraftwerken. Diese beiden
Verfahren sind die letzten, von den insgesamt 13 Anträgen für dezentrale
Zwischenlager und 5 für Interimslager. Einwendungen gegen die Vorhaben müssen
bis zum 6. August 2001 beim Bundesamt für Strahlenschutz erhoben werden. Die
Erörterungstermine werden nach Planung des BfS
voraussichtlich im Oktober 2001 stattfinden.
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Stx348-349.2001.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Schacht Konrad anstelle von Gorleben als Endlager für hochradioaktive
Abfälle vorgeschlagen. Der Geologe und Endlagerforscher Professor Dr. Klaus
Duphorn sprach sich im April 2001 dafür aus, den in
der Nähe von Salzgitter liegenden ‚Schacht Konrad‘ künftig auch als Endlager
für hochradioaktiven Müll zu nutzen. Nach Abwägung aller weltweit bislang
diskutierten Endlageroptionen empfehle er, den Standort Gorleben endgültig
aufzugeben und statt dessen auf Schacht Konrad zu setzen. Deutschland sei der
einzige Staat weltweit, der offiziell noch an Salzgestein als Lagerstätte für
Atommüll festhalte. Zumindest im europäischen Rahmen werde dagegen mittlerweile
bevorzugt Tongestein als geeigneter angesehen.
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Stx344-345.2001.4,5.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Zwischenlager: Umweltverband will nicht die Akzeptanz für eine Erhöhung
des Risikopotentials an AKW-Standorten fördern. Der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) hat seine Beteiligung an dem am 23. und 24.
Januar 2001 in Jülich vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
organisierten "Zwischenlager-Workshop" des Bundesumweltministeriums
(BMU) und der Reaktorsicherheitskommission (RSK) zu Atommüll-Zwischenlagern
in Deutschland abgesagt. Die BUND-Bundesvorsitzende Angelika Zahrnt erklärte
in Schreiben an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
und an die Reaktorsicherheitskommission, man habe den Eindruck, daß "der
BUND bei diesem Workshop lediglich zu einer Mitwirkung dabei herangezogen
werden soll, ‚Lösungen‘ zur Entsorgung des Atommülls zu erarbeiten, um den
Weiterbetrieb der Atomkraftwerke zu ermöglichen".
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Stx338-339.2001.7,8.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Zwischenlager: Einwendungen gegen die Standort- und Interimslager der
Atomkraftwerke sind möglich. Die Antragsunterlagen für die Standort- und
Interimslager der Atomkraftwerke in Brunsbüttel und Brokdorf können vom 30.
Januar bis zum 29. März 2001 eingesehen werden. Beantragt ist jeweils die
Aufbewahrung abgebrannter Brennelemente. Während der Auslegungsfrist können
schriftlich Einwendungen gegen die Vorhaben erhoben werden. Diese sollen dann
voraussichtlich im Mai 2001 mündlich erörtert und vom Bundesamt für
Strahlenschutz in den Genehmigungsverfahren berücksichtigt werden.
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Stx338-339.2001.7.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Bundesregierung will ein einziges Endlager. Eigenen Angaben zufolge
vertritt die Bundesregierung die Auffassung, daß mit Blick auf das Volumen
für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle ein einziges Endlager in
tiefen geologischen Formationen ausreicht. Dies teilt sie im November 2000 in
ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 14/4496) auf eine Kleine Anfrage der
F.D.P.-Bundestagsfraktion (14/4316) mit. Jenes Endlager soll schätzungsweise
um das Jahr 2030 betriebsbereit sein.
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Stx336-337.2001.3,4.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Buchmarkt: "Wege zur Endlagerung". Der Tagungsbericht des
1. Workshops "Wege zur Endlagerung" des Arbeitskreises
Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) des
Bundesumweltministers ist Mitte August 2001 erschienen. Strahlentelex hatte
über die am 15. und 16. September 2000 in Kassel stattgefundene Veranstaltung
bereits in seiner Ausgabe vom Oktober 2000 ausführlich berichtet. Der nun bei
der Gesellschaft für Reaktorsicherheit in Köln zusammengestellte Bericht
enthält auf 212 Seiten die Ansprachen und Vorträge der Veranstaltung,
Diskussionsausschnitte, eine Teilnehmerliste und einen Pressespiegel. In
einem kurzen Resümee erklärt der AkEnd, der
Workshop habe "die wichtige Erkenntnis gebracht, daß die Öffentlichkeit
einerseits den fachlichen Arbeiten für ein zukünftiges
Standortauswahlverfahren für ein Endlager für radioaktive Abfälle durchaus
interessiert und positiv gegenüber steht, andererseits aber essentielle
Fragen an die Politik bezüglich der zukünftigen Entsorgungsstrategie und der
Offenheit des Endlagersuchverfahrens hat." Bezug: CCM Köln GmbH,
Kreuzgasse 2-4, 50667 Köln, Tel. 0221 / 925793-22, Fax -93, Email: akend@ccmkoeln.de
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Stx352-353.2001.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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"Wege zur Endlagerung". Im Strahlentelex vom 5. Oktober
2000 haben Sie anläßlich der Tagung des Arbeitskreises Auswahlverfahren
Endlagerstandorte (AkEnd) "Wege zur
Endlagerung" vom "Werben für ein Endlager in Deutschland"
berichtet. Der Titel scheint mir gut gewählt. Auch wenn man einem Teil der
Politik und der Mitglieder des AkEnd guten Willen
und ehrlicheres Bemühen um Dialog als unter früheren Regierungen unterstellen
kann, läuft das Vorhaben darauf hinaus, die Öffentlichkeit und vor allem die
aktiven Atomenergiegegner für eine Endlagerlösung zu gewinnen, noch bevor der
Atomausstieg unumkehrbar festgezurrt ist (und davon ist die derzeitige
deutsche Regierung ja von vornherein weit entfernt geblieben). Ein
Leser-Kommentar zum Bericht im Strahlentelex 330-331 vom 5.10.2000 von Heinz
Stockinger, Sprecher der Überparteilichen Plattform gegen Atomgefahren
(PLAGE), Salzburg, Österreich.
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Stx332-333.2000.11.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Werben für ein Endlager in Deutschland. Wege zur Endlagerung"
nannte sich die Tagung des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte
(AkEnd) beim Bundesumweltministerium am 16.
September 2000 in Kassel. Am Ende steht eine unpopuläre Entscheidung:
"Es wird eine Region treffen, das ist unvermeidlich", erklärte der
Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) Rainer Baake zur Begrüßung der rund 250 Teilnehmer
aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchen
und Wissenschaft, die der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) beim Bundesumweltministerium erstmals für den 16.
September 2000 nach Kassel eingeladen hatte. Die Bundesregierung lehne die
Möglichkeit ab, deutschen Atommüll zur Endlagerung ins Ausland zu
exportieren, erklärte Baake. Bestrebungen zu einer Endlagerung im Ausland
seien "nicht zu verantworten", Deutschland könne "sein Problem
mit der atomaren Erblast nicht auf dem Rücken anderer Völker lösen". Die
Suche nach einem geeigneten Standort für ein atomares Endlager solle sich
daher "ausschließlich auf nationale Lösungen" beschränken. Bis zum
Jahre 2030 benötige Deutschland genau ein Endlager, in dem auch
hochradioaktiver Müll untergebracht werden könne. Rechtzeitiges Werben um
Akzeptanz war das zentrale Anliegen der Tagung. Spätestens bis 2010 wollen
Bundesregierung und Stromwirtschaft wissen, wo der Atommüll aus deutschen
Atomkraftwerken endgelagert werden soll. Tagungsbericht und Kommentar.
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Stx330-331.2000.1-3.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Radioaktive Abfälle in Deutschland. In jedem Jahr ermittelt das
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Bestand an
unbehandelten radioaktiven Reststoffen sowie den Anfall und Bestand an
konditionierten radioaktiven Abfällen. Außerdem macht es Schätzung zum
künftig zu erwartenden Anfall von Atommüll. Der zuletzt im Juli 2000
erschienene Bericht des BfS enthält die Ergebnisse
dieser Bestandsaufnahme für den Zeitraum bis Dezember 1998 und Prognosen für
den zu erwartenden Anfall konditionierter Abfälle bis zum Jahr 2080.
Kurzbesprechung.
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Stx330-331.2000.4.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Interimslager: Erörterungstermin für das Interimslager Neckarwestheim
voraussichtlich Anfang Oktober 2000. Am 18. August 2000 endete die Frist
für die öffentliche Auslegung der Unterlagen zum Bau und Betrieb der
beantragten sogenannten Interimslager in Neckarwestheim und Philippsburg. Ab
dem 5. Oktober 2000 beabsichtigt das Bundesamt für Strahlenschutz in Neckarwestheim
und ab dem 2. November 2000 in Philippsburg jeweils öffentliche
Erörterungstermine zu den Vorhaben durchzuführen.
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Stx328-329.2000.6,7.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Erörterungstermine für Castor-Lager voraussichtlich im Oktober 2000.
Auf dem Betriebsgelände der Atomkraftwerke Phillipsburg
und Neckarwestheim sollen Castorbehälter bis zu 8 Jahre "unter freiem
Himmel" gelagert werden. Einwendungen sind bis zum 18. August 2000
möglich. Die Betreiber der Atomkraftwerke Phillipsburg
und Neckarwestheim haben Ende 1999 eine auf acht Jahre befristete Lagerung
abgebrannter Brennelemente auf dem Betriebsgelände der Atomkraftwerke in
sogenannten Interimslagern beantragt. Die Lager sollen dazu dienen, die
Transport- und Lagerbehälter für abgebrannte Brennelemente solange
"unter freiem Himmel" zwischenzulagern, bis eine Verbringung in das
geplante Standort-Zwischenlager erfolgen kann. Bericht mit dem Text einer
Mustereinwendung.
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Stx326-327.2000.2-4.3 (3 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Kassel, 15.-16. September 2000: Wege zur Endlagerung. Der Arbeitskreis
Auswahlverfahren Endlagerstandorte beim Bundesumweltministerium lädt ein zum
Workshop. Ein höheres Tempo soll bei der Suche nach einem Atom-Endlager
angeschlagen werden. Spätestens bis 2010 wollen Bundesregierung und
Stromwirtschaft wissen, wo der Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken
endgelagert werden soll. Bis 2003 soll die 1999 vom Bundesumweltminister
berufene fünfzehnköpfige Expertengruppe des "Arbeitskreises
Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)" (www.akend.de) neue Anforderungen an die Qualität
eines Endlagers formulieren, damit danach die konkrete Suche nach
Alternativen zu Gorleben beginnen kann. In Frage kommen dafür bisherigen
Verlautbarungen zufolge andere Salzstöcke in Norddeutschland und die
Granitformationen entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Unter der
Überschrift "Wege zur Endlagerung" will der Arbeitskreis
Auswahlverfahren Endlager zusammen mit der interessierten Öffentlichkeit am
15. und 16. September 2000 in Kassel die Fragen diskutieren "Ist
Endlagerung der richtige Weg?", "Wie findet man
Endlagerstandorte?" und "Wie beteiligt sich die
Öffentlichkeit?".
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Stx322-323.2000.7,8.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Kassel, 16 September 2000: Endlagerstandorte gesucht. Der
"Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte" des
Bundesumweltministeriums sucht nach "Wegen zur Endlagerung" und
fragt nach öffentlicher Beteiligung. "Im Zuge seiner öffentlichkeitsgerichteten Aktivitäten" hat sich der
"Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte" des
Bundesumweltministeriums (BMU) im März 2000 entschlossen, am 16. September
2000 einen öffentlichen Workshop durchzuführen und dazu den Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU), den Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), die Deutsche
Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in
sozialer Verantwortung (IPPNW) e.V., Greenpeace Deutschland e.V. und den
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) einzuladen. Ziel sei es, "einen
offenen Diskurs mit der Öffentlichkeit über die Endlagerung radioaktiver
Abfälle und damit verbundene Standortentscheidungen anzustoßen", heißt
es.
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Stx318-319.2000.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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"Das wird einen heißen Herbst geben!" Bürgerinitiativen und
Umweltverbände bereiten sich auf ein aktionsreiches Jahr vor. Insgesamt
zehn Anträge auf dezentrale Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente
liegen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach
eigenen Angaben zur Zeit vor. "Die Anträge werden ohne Verzögerung
bearbeitet", erklärte Wolfram König, Präsident des BfS,
Anfang Januar 2000. Ende Januar 2000 genehmigte das BfS
fünf innerdeutsche Castor-Transporte mit bestrahlten Brennelementen in das
zentrale Zwischenlager Ahaus. Das beseitigt die akuten Entsorgungsengpässe
der betroffenen Atomkraftwerke und macht einen reibungslosen Weiterbetrieb
der Kraftwerke möglich. In den Wochen danach wird das BfS
über einen Antrag auf Rücktransport von Atommüll aus Frankreich in das
Zwischenlager Gorleben entscheiden.
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Stx314-315.2000.3,4.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Endlagerung von Atommüll: Im konditionierten Atommüll und im
Salzgestein des Atommüll-Lagers finden durch Kernumwandlungen und radioaktive
Zerfallsprozesse chemische und strukturelle Veränderungen statt. Im
Zentrum der gegenwärtigen Diskussion zur Sicherheit der Endlagerung stehen
geologische Fragestellungen. Dabei wird wenig beachtet, daß eingelagerte
Radionuklide untereinander und mit den Stoffen in der unmittelbaren Umgebung
(Glaseinbettung, metallische Umhüllungen und Gestein) kernchemisch und
radiochemisch reagieren. Durch diese unvermeidbaren aber bisher kaum
untersuchten Prozesse werden Einlagerungsinventar, Containment und Umgebung
chemisch und strukturell ständig und irreversibel verändert. Darauf weist Dr.
Rolf Bertram, Göttingen, Universitätsprofessor a.D. für Physikalische Chemie
an der Technischen Universität Braunschweig, hin. Bertram: Das Stoffinventar
in einem Endlager ist - wenn überhaupt - nur zum Beginn der Einlagerung
bekannt. Was daraus nach kernchemischen und radiochemischen Reaktionen wird,
ist unbekannt.
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Stx312-313.2000.3-8.6 (6 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Zwischenlager Lingen: Das geplante dezentrale Atommülllager Lingen
schafft die Voraussetzung für einen jahrzehntelangen Weiterbetrieb des
Atomkraftwerks. Am 15. Dezember 1999 begann in Lingen der
Erörterungstermin im Genehmigungsverfahren für das dezentrale
Standort-Zwischenlager des Atomkraftwerks Emsland. Der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND) hatte bereits am Tag zuvor die Aussetzung des
Erörterungstermins gefordert. Ohne genauen Abschaltplan darf nach Auffasung des Umweltverbandes für kein deutsches
Atomkraftwerk ein Atommüllager gebaut werden. Die
Kapazität der beantragten Zwischenlagerhalle in Lingen ermögliche eine
Betriebsdauer des Atomkraftwerks bis zum Jahr 2055, erklärte Dr. Helmut
Hirsch, Sprecher der BUND-Strahlenkommission.
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Stx312-313.2000.1,2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Erörterungstermin ab 15. Dezember 1999 in Lingen. 3211 Einwendungen
über Sammellisten und 36 Einzeleinwendungen wurden im atomrechtlichen
Verfahren gegen das geplante Standort-Zwischenlager des Atomkraftwerks
Emsland bei Lingen vorgebracht.
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Stx310-311.1999.7.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Den bereits vorhandenen Bedenken gegen die Einlagerung und den
Transport von Atommüll sind aus physikalisch-chemischer Sicht weitere
hinzuzufügen. Dr. Rolf Bertram, Professor für Physikalische Chemie und
angewandte Elektrochemie, Göttingen, beschreibt das Ausmaß und die Ursachen
von Strahlenschäden durch die Atommüll-Lagerung.
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Stx290-291.1999.9,10.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Geochemie: Wasserdurchlässiges Salzlager. Die Frage nach der
Sicherheit von Salzstöcken als Endlager für giftige und radioaktive
Substanzen muß nach Untersuchungen an der Westküste des Toten Meeres
möglicherweise neu gestellt werden.
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Stx230-231.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Ersatzstandorte für Gorleben in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.
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Stx226-227.1996.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Wirtschaft: Verzicht auf eines der geplanten Atommüll-Endlager abgeboten. Die Stromindustrie ist grundsätzlich
bereit, auf eines der beiden geplanten Atommüll-Endlager in Niedersachsen -
Schacht Konrad oder den Salzstock Gorleben - zu verzichten. Dies bot der
Vorstandschef des Viag-Konzerns, Georg Obermeier, bei der Wintertagung des
Deutschen Atomforums am 23. Januar 1996 in Königswinter an.
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Stx218-219.1996.12.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Bestandsaufnahme Atommüll: Bei einem sofortigen Ausstieg aus der
Atomenergie reichen die bestehenden Lagerkapazitäten aus. Der Transport
und die Zwischenlagerung von Atommüll beschäftigte 1994 und besonders Mitte
1995 die Politiker und Sicherheitskräfte in Deutschland. Engagierte Atomkraftgegner
und -gegnerinnen versuchten mit hohem persönlichen
Einsatz die Einlagerung des ersten CASTOR-Behälters in das Zwischenlager
Gorleben zu erschweren. Wolfgang Neumann von der Gruppe Ökologie Hannover
führt eine Bestandsaufnahme durch, wieviel Atommüll in den nächsten Jahren
zur Zwischenlagerung anfällt. Er stellt verschiedene Szenarien vor, die
verdeutlichen, in welchem Umfang die vorhandenen Lagerkapazitäten für
radioaktive Abfälle in den neuen und alten Bundesländern ausreichen werden.
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Stx202-203.1995.1-4.4 (4 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Brandenburg: Neue Standortvorschläge für Atommüllager.
Von ursprünglich 30 untersuchten Orten in Brandenburg für die gesetzlich
vorgeschriebenen Landessammellager für schwach radioaktive Abfälle standen
Ende 1994 noch fünf in der engeren Wahl: Storkow im
Landkreis Oder-Spree, Schönermark (Oberhavel),
Brand (Dahme-Spreewald), Kruge-Gersdorf
(Märkisch-Oderland) und Kehrigk (Oder-Spree). Sie
sollen Wollenberg und Müncheberg
(beide Märkisch-Oderland) und Gräbendorf
(Dahme-Spreewald) ersetzen.
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Stx190-191.1994.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Schweiz: Atommüll im Kanton Nidwalden, im nördlichen Aargau und im
Zürcher Weinland. Schwach- und mittelaktive nukleare Abfälle hat die Schweiz
in den Zwischenlagern ihrer Atomkraftwerke und im Bundeszwischenlager beim
Paul Scherrer Institut in Würenlingen liegen.
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Stx186-187.1994.8,9.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Frankreich: Lager für abgereichertes Uran bei
früherem Uranbergwerk. Die lange Geschichte der Lagerung von Abfällen
aller Art auf dem Gelände von Uranbergwerken hat eine neue Fortsetzung
bekommen: Die im nuklearen Brennstoffgeschäft tätige französische Staatsfirma
COGEMA will auf dem Gelände des Uranerz-Aufbereitungsbetriebs in Bessinessur-Gartempe bei Limoges abgereichertes
Uran lagern. Ein Bericht von Peter Diehl.
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Stx176-177.1994.5.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Brandenburg: Niemand will Sammelstelle für radioaktive Abfälle. Mit
massiven Protesten hat die Gemeinde Heckelberg im
Landkreis Märkisch-Oderland zwischen Bernau und Bad Freienwalde in
Brandenburg auf die Absicht des Landesumweltamtes reagiert, in einem
ehemaligen Bunker der Nationalen Volksarmee nahe dem Ortsteil Beerbaum ein
Zwischenlager für schwach- und mittelverseuchtes radioaktives Material
einzurichten.
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Stx170-171.1994.8.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Berlin: Atommüll-Lager in Wannsee reicht nicht mehr. Berlin erwägt,
ein neues Zwischenlager für schwach- und mittelstark belastete radioaktive
Abfälle zu bauen. Weil das bestehende Zwischenlager im Hahn-Meitner-Institut
in Berlin-Wannsee bereits zu 90 Prozent voll sei, habe man für 1993 vier
Millionen DM für den Bau eines neuen Lagers beantragt, erklärte ein Sprecher
der Berliner Wissenschaftsverwaltung.
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Stx142-143.1992.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Endlager Konrad: Bundesamt für Strahlenschutz vernachlässigt
"natürliches Radon" und will radioaktive Abgase aus
Atommüllendlager in die Luft blasen. Wie aus allen Anlagen, in denen mit
radioaktiven Stoffen umgegangen wird, läßt sich die Abgabe radioaktiver
Stoffe in die Umwelt auch aus dem geplanten Endlager Konrad nicht ganz
vermeiden, meldet das Bundesamt für Strahlenschutz in seinem Info-Blatt vom
Dezember 1991. Ein Bericht von Bernd Lehmann.
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Stx122-123.1992.1,2.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Bonn: Atommüll nimmt weiter zu. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) prognostizierte auf der Grundlage von Daten für 1989
und einer Kernkraftwerksleistung von 23,6 Gigawatt bis zum Jahr 2000 etwa
107.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle, bis zum Jahr 2010 rund 207.000
Kubikmeter und bis zum Jahr 2020 knapp 307.000 Kubikmeter.
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Stx80-81.1990.10,11.2 (2 Seiten)
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Atommüll-Lager
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Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig: In 1989 verdoppelt
sich die Menge der radioaktiven Abfälle.
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Stx70-71.1989.3.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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USA: Kein Endlager für Atommüll in den Vereinigten Staaten. Das
US-Energieministerium in Washington verschob im Oktober 1988 auf unbestimmte
Zeit die Eröffnung des ersten Endlagers für hochaktiven Atommüll in den USA,
nachdem Wissenschaftler des Ministeriums selbst Zweifel an der Sicherheit der
Anlage angemeldet hatten, das für umgerechnet 1,4 Milliarden Mark in einem
Salzstock westlich von Carlsbad im US-Bundesstaat
New Mexiko gebaut worden war.
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Stx43.1988.6.1 (1 Seite)
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Atommüll-Lager
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Stromerzeugung im Vergleich: "Atomabfälle nach 10.000 Jahren
weniger gefährlich als Kohleabfälle". In der Diskussion um die
Sicherheit und Unsicherheit der Atomkraft bei der Stromerzeugung wird häufig
argumentiert, auch die Energieerzeugung mit Kohle sei mit hohen
Gesundheitsrisiken verbunden. Bei oberflächennaher Ablagerung der festen
Schadstoffe aus der Kohleverbrennung und bei Endlagerung der radioaktiven
Abfälle ergebe sich ein über tausendfach höheres Langzeitrisiko bei der
Kohleverbrennung (Cohen, 1983). Es ist daher diskutiert worden, auch diese
Schadstoffe langfristig von der Umwelt zu isolieren. Vor allem Blei, Cadmium,
Arsen, Tellur und Wismut sind in den Steinkohle-Filterstäuben um das Zehn-
bis Hundertfache gegenüber der mittleren Zusammensetzung natürlicher
Tongesteine und Böden angereichert. Im Rahmen der Betrachtung der
Langzeitsicherheit von Endlagern veranlaßte dies die Physikalisch-Technische
Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, Vergleiche der Schadwirkungen von
Folgeprodukten aus Atom- und Kohlekraftwerken anzustellen (D. Ehrlich, H. Röthemeyer, G. Stier-Friedland, B. Thomauske:
Langzeitsicherung von Endlagern, PTB informiert 1/87, Braunschweig 1987). Die
Ergebnisse sind nicht frei von Widersprüchlichkeiten.
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Stx18.1987.1,2.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Zurück zum Anfang
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Entsorgungsstrategie
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In Gorleben wird gebaut. Der
Skandal um Gorleben wird amtlich. Bisher galt die Sprachregelung, dass der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als
Atommüllendlager „erkundet“ wird. Für die Gorlebengegner
war das ein Etikettenschwindel. „1,6 Milliarden Euro sind in den Ausbau
Gorlebens geflossen, eine Erkundung hingegen würde nach Angaben des
Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit rund 400
Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Daran erinnert die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in einer ihrer letzten Mitteilungen im
alten Jahr 2011.
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Srtx600-601.2012.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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„Vier potentielle Endlager bis 2013“. Vier „potentielle Endlager“ soll es bis 2013 geben und im nächsten Jahr
auch ein „Endlagersuchgesetz“, sagt Umweltminister Norbert Röttgen. Aber der Salzstock in Gorleben wird unvermindert
weiter ausgebaut. Das nährt Zweifel an einer offenen Endlagersuche.
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Stx598-599.2011.10-11.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Umweltradioaktivität: Atommüll
im Nordostatlantik. Im Nordostatlantik versenkte radioaktive Abfälle
sollen untersucht und möglicherweise später an ihre Verursacher zurückgegeben
werden. Das fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag (Bundestagsdrucksache
17/7633 vom 08.11.2011) an die Bundesregierung.
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Stx598-599.2011.9-10.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll: Zur Stilllegung
der Atomkraftwerke in Deutschland: Die
sicherheitstechnischen Anforderungen werden abgeschwächt und die
Öffentlichkeitsbeteiligung wird ausgehöhlt. Ein Beitrag von Wolfgang Neumann.
Nach der in Bundestag und Bundesrat im Juni/Juli 2011 verabschiedeten
Atomgesetz-novelle sollen die sieben ältesten Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik und der Pannenreaktor Krümmel ihre
Stromproduktion einstellen. Einer der sieben ältesten Reaktoren soll nach
gegenwärtigem Stand als „Kaltreserve“ betriebsbereit bleiben. In einem
Stufenplan sollen dann bis 2022 die restlichen Reaktoren abgeschaltet werden.
Das bedeutet, in den nächsten Jahren wird es 17 atomrechtliche Stilllegungsverfahren und einen vermehrten Anfall
radioaktiver Abfälle geben. Die Abschaltung ist nicht das Ende aller Dinge,
sondern die Reaktoren müssen möglichst sicher stillgelegt werden. Zu-nächst
befinden sich noch die Brennelemente im Reaktor und in den
Brennelementlagerbecken der Reaktoren. Diese müssen möglichst zügig in die
Standortzwischenlager überführt werden, um die Ab-schaltung der Reaktoren
unumkehrbar machen zu können. Durch die Entladung der Brennelemente sinkt das
Radioaktivitätsinventar eines Reaktors zwar deutlich, es existiert jedoch
immer noch ein erhebliches Gefahrenpotenzial.
Deshalb sind auch an die Stilllegung hohe
Sicherheitsanforderungen zu stellen und zur Gewährleistung und Kontrolle der
erforderlichen Sicherheit ist auch eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung
erforderlich.
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Stx592-593.2011.5-8.4 (4 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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EU-Richtlinie über die Entsorgung
von radioaktiven Abfällen verabschiedet. Aktenfunde belegen frühes Wissen um
Gorlebener Gasfelder. Der Rat der Europäischen Union (EU) hat am 20. Juli
2011 eine Richtlinie „für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung
abgebrannter Brennelemente“ und radio-aktiver Abfälle verabschiedet, die
einen verbindlichen Rechtsrahmen für alle EU-Mitglieder schaffen soll. Diese
ergänzt die Richtlinie der Europäischen Union vom 25. Juni 2009 zur
Sicherheit von kerntechnischen Einrichtungen (2009/71/EURATOM) und stellt die
Umsetzung des zweiten Teils des von der Kommission im Jahr 2003 präsentierten
Nuklearpaketes dar. Das Bundesumweltministerium begrüßt die Richtlinie, weil
damit eine europaweite Einigung über die Kriterien für die Entsorgung von
Nuklearabfällen erzielt worden sei. Schwerpunkt der Richtlinie ist die
Forderung an alle 14 EU-Mitgliedsstaaten, einen „nationalen Entsorgungsplan“
aufzustellen. Dieser Plan soll die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit
von Entscheidungen bei der Entsorgung und der Endlagerung von Atomabfällen
gegenüber der Öffentlichkeit gewährleisten, heißt es. Der jeweilige nationale
Entsorgungsplan soll durch eine internationale Expertengruppe überprüft und
in regelmäßigen Abständen „fortentwickelt“ werden. Ausserdem
werden künftig die von der Lobby-Organisation zur Förderung der Atomenergie
IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) entwickelten
Sicherheitsstandards rechtsverbindlich.
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Stx590-591.2011.18-19.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Kernbrennstoffe dürften eigentlich
nicht nach Rußland, solche aus Rossendorf aber
doch. Die Abgabe von bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur
Stromerzeugung an eine Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe
ist zwar unzulässig – darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom
08.12.2010 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin.
Bei den Rossendorf-Brennelementen handele es sich
jedoch um hochangereicherte bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten
Forschungsreaktor, erläutert die Bundesregierung.
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Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Sicherheitsanforderungen werden verändert anstatt erfüllt. Der Umgang mit Atommüll ist nicht nur in
Deutschland eine Geschichte voller Unkenntnis, Leichtfertigkeit und
krimineller Energie. Zu den Hinterlassenschaften der amerikanischen
Kernwaffenproduktion gehört das Atommülllager Hanford
bei Richland im US-Bundesstaat Washington. In 177
unterirdischen Tanks mit einem Fassungsvermögen zwischen knapp 210 und 3.785
Kubikmetern lagern 53 Millionen US-Gallonen radioaktiver Müll. Das sind mehr
als 200.000 Kubikmeter eines reaktiven klebrigen Gebräus aus hochradioaktiven
Abfällen der Plutoniumproduktion und anderen Chemikalien. Sie wurden von 1947
an bis zur Stillegung des letzten Hanfordreaktors
im Jahr 1987 eingelagert, reagieren ständig und verändern sich. Knapp 4
Millionen Liter Flüssigmüll sollen bereits aus lecken Tanks ausgesickert sein
und dem Columbia-River zustreben.
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Stx578-579.2011.1-2.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Brennelemente aus Rossendorf bleiben zunächst
in Ahaus. Am 15. Dezember 2010
beschäftigte sich der Bundestagsausschuss für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit der Entscheidung der
Bundesregierung, den geplanten Transport von 951 bestrahlten Brennelementen
aus dem Kernforschungszentrum Rossendorf in die
russische Wiederaufbereitungsanlage Mayak
abzusagen. Zur Begründung sagte eine Vertreterin des
Bundesumweltministeriums, daß der Antragsteller aus Rossendorf
nicht in der Lage gewesen sei, die schadlose Wiederverwertung der
Brennelemente in Rußland nachzuweisen. Gegenstand der Prüfung durch die
Regierung sei aber nicht die Anlage Mayak selbst
gewesen, sondern der Antrag aus Rossendorf.
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Stx576-577.2011.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Strahlenschutz / Atommüll: Ermittlungsverfahren
wegen der Freigaberegelungen von Atommüll eingestellt. Das
Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen die Herren Prof. Dr.
Rolf Michel, Prof. Dr. Wolfgang-Ulrich Müller, Dr. Stefan Thierfeldt
und Dr. Günther Schaller als verantwortliche Berater der Bundesregierung
wegen des Verdachts des Mißbrauchs ionisierender Strahlen nach Paragraph 309
des Strafgesetzbuches (StGB) ist eingestellt worden. Das teilte der
zuständige Staatsanwalt Dr. Venjakob der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Ende Oktober 2010 mit. Diese
hatte, wie bereits berichtet, im Januar 2010 gegen die Strahlenschutzberater
der Bundesregierung Strafanzeige erstattet.
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Stx576-577.2011.7-8.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Transporte nach Rußland geplant.
Flüssiger radioaktiver Abfall aus Deutschland könnte künftig in Rußland
in den Untergrund gepumpt werden. Die rechtliche Absicherung dieses
Verfahrens durchläuft zur Zeit den Gesetzgebungsprozeß der russischen
Staatsduma.
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Stx574-575.2010.11.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Neue Anforderungen für Atomendlager. In einer nicht öffentlichen Kungelrunde wurden die Sicherheitskriterien für ein
Endlager genau auf das umstrittene geplante Endlager in Gorleben
zugeschnitten. Am 30. September 2010 hatte das Bundesumweltministerium mit
den Ländern über die „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ beraten. Im Juli 2009 hatte der
damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) diese Anforderungen
veröffentlicht, kurz vor dem Regierungswechsel und ohne Beteiligung der
Länder. Kriterium für die Langzeitsicherheit soll nun weiterhin ein Zeitraum
von einer Million Jahre sein und die Behälter müßten über einen Zeitraum von
500 Jahren zurückgeholt werden können, heißt es. Der bisher erarbeitete Stand
werde „im Dialog mit den Ländern weiterentwickelt“. Das 22 Seiten umfassende
Papier kann von der Homepage des Bundesumweltministeriums heruntergeladen
werden:
www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/17_legislaturperiode/doc/46521.php . Und der Bundestag hat Enteignungsmöglichkeiten
zum Endlagerbau beschlossen.
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Stx574-575.2010.8-9.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atompolitik: Entsorgungsstrategien.
Die Grünen prophezeien, daß der Vorschlag von EU-Energiekommissar Günther
Oettinger für eine Atommüllrichtlinie nicht mehr als ein PR-Gag der
Europäischen Kommission wird. Der Vorschlag wird zwar erst am 3. November
2010 offiziell präsentiert, ein Entwurf ist jedoch schon vorab
durchgesickert. Demnach bleibt der Entwurf in vielen Kernfragen vage, etwa
bei der Definition von Atommüll und beim Verfahren einer Endlagersuche und
der öffentlichen Beteiligung. Im Endeffekt werde es den Mitgliedsstaaten der
Europäischen Union selbst überlassen zu bestimmen, was Atommüll sei und es
werde ihnen freie Hand dabei gelassen, eine große Menge potentiell
gefährlicher Materialien von der Regelung auszunehmen. Damit würde die 2001
von der damaligen rot-grünen Bundesregierung bundesweit eingeführte Praxis,
mit Radionukliden durchmischte Materialien unterhalb bestimmter
Konzentrationswerte als nicht radioaktiv zu erklären und „zur Rückführung in
den Stoffkreislauf“ freizugeben, zementiert.
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Stx572-573.2010.12.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern:
Große Mengen Atommüll vorgeblich „freigemessen“ und wie gewöhnlicher Müll
auf Deponie abgelagert. Sogenannte Freimessungen von Atommüll sind ein Bluff.
Der Eigentümer des Atomkraftwerks Lubmin führt sie selbständig durch. Die
tatsächlich in den Abfällen aus dem Abriß des Atommeilers enthaltenen
Radionuklide und deren Aktivität werden nicht ermittelt. Seit 1996 sind
bis Mitte 2010 auf der Deponie Ihlenberg bei
Schönberg, östlich von Lübeck, bisher rund 14.530 Tonnen sogenannte freigemessene
radioaktive Abfälle aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald
abgelagert worden. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums von
Mecklenburg-Vorpommern vom 14. September 2010 auf eine Anfrage aus dem Beirat
für Umweltfragen der Deponie Ihlenberg hervor.
Demnach waren es allein im Jahr 2001 sogar 7.154,5 Tonnen Atomabfälle,
nachdem es in den Jahren zuvor noch insgesamt 4.351,3 Tonnen waren. Im Jahr
2001 war mit der Neufassung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) bundeseinheitlich
eine sogenannte Freigaberegelung eingeführt worden, die unterhalb bestimmter
Konzentrationsschwellen der spezifischen Aktivität (angegeben in Becquerel
pro Gramm) und ohne Begrenzung der Mengen die Ablagerung wie gewöhnlicher
Müll auf Deponien und auch ein Recycling von Atommüll erlaubt. Das heißt,
zuvor im Atomkraftwerk eingesetzte Materialien, zum Beispiel Metalle und
Baustoffe, können im Eßbesteck, in Zahnspangen, im Straßen- und Hausbau
landen. So wurden zum Beispiel im Jahr 2000 rund 5.543 Tonnen radioaktive
Reststoffe der Energiewerke Nord freigegeben und dem Stoffkreislauf zugeführt
sowie 1.747,1 Tonnen weitere radioaktive Abfälle auf der Deponie Ihlenberg abgelagert. Welche Radionuklide die Abfälle
tatsächlich enthalten und wie hoch deren Aktivität ist, wird allerdings nicht
ermittelt. „Im Freigabeverfahren werden keine Angaben für die tatsächlich in
den einzelnen Gebinden gemessene nuklidspezifische Aktivität aufgezeichnet“,
heißt es in der Mitteilung des Schweriner Wirtschaftsministeriums.
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Stx570-571.2010.9-10 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll in Thüringen: Unsanierte
Standorte des Uranbergbaus stellen die Sicherheit der Endlager der Uranerzaufbereitung infrage.
Die Langzeitsicherheit unsanierter Standorte des Uranbergbaus im Zusammenhang
mit den Endlagerstätten der Uranerzaufbereitung in
Ostthüringen. Von Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg. Wie
sicher sind die unsanierten Standorte des Uranbergbaus in Ostthüringen? Und
was haben unsanierte Bergbauflächen mit radioaktiven Endlagern zu tun? Für
diese findet schließlich seit zwei Jahrzehnten eine aufwendige und
kostenintensive Verwahrung statt. Das sind berechtigte Fragen aus Sicht von
Anwohnern, die den Abschluss der Arbeiten zur
Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen
vor Augen haben. Fragen, die sich nach Kenntnis des Kirchlichen Umweltkreises
Ronneburg Behörden des Landkreises Greiz und des Landes Thüringen nicht
stellen. Das Sanierungsunternehmen Wismut GmbH geht da differenzierter vor.
So findet vom 25. bis 27. Mai 2011 in Ronneburg ein Fachsymposium (Wissym 2011) statt, dass sich
der „Nachhaltigkeit und Langzeitaspekte bei der Sanierung von Uranbergbau- und
Aufbereitungsanlagen“ widmet. Anlass für den
Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg, kritische Langzeitaspekte beizusteuern.
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Stx570-571.2010.1-9.9 (9 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Erst Hennenhöfer,
jetzt auch noch Thomauske. Atomfilz
beim Endlager Gorleben. Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: „Röttgen will Gorleben durchboxen“. Mit großer Empörung
reagierte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die
Entscheidung der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Dr.
Bruno Thomauske an einer „Eignungsprognose“ für das
geplante Endlager Gorleben mitwirken zu lassen. Finanziert wird diese
„Eignungsprognose“ vom Bundesumweltministerium. „Der Filz erreicht unter
Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine neue
Qualität“, kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke die Personalentscheidung. Thomauske wechselte einst vom Bundesamt für
Strahlenschutz (BFS) zum Atomstromkonzern Vattenfall. Dort war er
Geschäftsführer der Atomsparte im Vattenfall-Konzern, als in dessen Reaktor Krümmel bei Hamburg ein Transformatorenbrand ausbrach und
einen gefährlichen Zwischenfall verursachte. Nach massiven Vorwürfen wurde Thomauske deshalb von seiner Funktion entbunden. Zur Zeit
hat er einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen, der vom
Energiekonzern RWE gesponsert wird.
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Stx568-569.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atom-Multis verdienen an ihrem Müll. Trotz jahrzehntelanger Proteste und andauernder Diskussionen wird
Gorleben als einziger Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll weiter erkundet.
Das freut die Atomwirtschaft. Nicht nur, weil sie einen Platz für ihren
strahlenden Abfall braucht, sondern weil sie schon jetzt mit der Suche danach
Geld verdient. Denn verantwortlich für die Erkundungsarbeiten in Gorleben ist
die kaum bekannte Firma DBE. Diese „Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb
von Endlagern“ (DBE) ist zu 75 Prozent im Eigentum der vier großen
Atomkonzerne. Seit Jahrzehnten führt die DBE alle Bergarbeiten zur
Vorbereitung von Endlagern aus, nicht nur in Gorleben, sondern auch im
Schacht Konrad bei Salzgitter und im ehemaligen DDR-Lager Morsleben.
So holt sich die Atomindustrie einen Teil ihrer Abfallgebühren, die sie für
die Einlagerung bezahlen, wieder zurück und verdient im Fall Morsleben sogar reines Steuergeld. Die Grundlage sind
demnach Verträge aus Zeiten, in denen die DBE ein reines Staatsunternehmen
war. 1984 jedoch stiegen die Konzerne in die Gesellschaft ein. Trotz
Warnungen vor einer zu großen Nähe zu den Energieunternehmen schaffte aber
niemand die vertraglich zugesicherten Privilegien der DBE ab.
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Stx566-567.2010.6.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Testeinrichtung zur Bohrlochlagerung in
Gorleben. Auf der Website der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS)
informiert ein Artikel vom 25. Mai 2010 über einen knapp einjährigen
Versuchsbetrieb der GNS und DBE Technology, bei dem die Einlagerungstechnik
zur Bohrlochlagerung von konditionierten Brennelementen und HAW-Kokillen
erprobt worden sei. Das 2006 gestartete Projekt sei gemeinsam von der EU, dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
sowie der GNS finanziert worden. Nach Abschluß des Versuchsbetriebs 2009
seien die Gerätschaften zur Aufbewahrung auf das Werksgelände der GNS in
Gorleben verbracht worden, und könnten dort demnächst von der interessierten
Öffentlichkeit besichtigt werden. Vom Eintreffen der Anlage in Gorleben am
10. Mai 2010 hatte Strahlentelex bereits in der vorigen Ausgabe berichtet.
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Stx564-565.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll in Mecklenburg-Vorpommern: Brunnenvergiftung
durch Freigabe von Atommüll in die Umwelt. Freigabe von radioaktiven
Reststoffen nach dem Konzept der „Kontrollierbaren Dosis“. Organisierte
Brunnenvergiftung: Um die endzulagernden Mengen
Atommüll zu verringern, werden radioaktive Reststoffe unterhalb gewisser
Radionuklidkonzentration zur Freisetzung in die Umwelt und freien
Weiterverwertung freigegeben. Nach der Stilllegung
und beim Abbau kerntechnischer Anlagen fallen große Mengen radioaktiver
Reststoffe und Abfälle an. Für die Atomkraftwerke Greifswald/Lubmin und
Rheinsberg wird ein radioaktives Abfall- und Restvolumen von insgesamt
210.000 Kubikmeter erwartet. Das Abfallvolumen kann durch
Konditionierungstechniken wie Hochdruckverpressen,
durch Trocknung oder Verfestigung mittels Zementierung verringert werden. Die
größte Reduktion erfolgt indes durch eine Verwertung der radioaktiven
Reststoffe im Wirtschaftskreislauf. Nach Darstellung der Energiewerke Nord
GmbH (EWN) können allein aus dem Kernkraftwerk Greifswald circa 1.200.000
Tonnen radiologisch restriktionsfreies Material und circa 500.000 Tonnen
freizumessende Reststoffe in den Wirtschaftskreislauf beziehungsweise zur
Deponierung als gewöhnliche Abfälle verbracht werden. Nur circa 100.000
Tonnen radioaktive Reststoffe müssen später als radiologische Abfälle
zwischen- beziehungsweise endgelagert werden.
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Stx564-565.2010.2-3.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Umweltradioaktivität: Radioaktive
Rückstände bei der Öl- und Gasförderung. Bei der Öl- und Gasförderung
gelangen mit dem sogenannten Prozesswasser
Begleitstoffe wie radioaktives Radium-226, Radium-228, Blei-210 und
Thorium-228 aus dem Erdinneren an die Oberfläche. Diese radioaktiven Stoffe
natürlichen Ursprungs lagern sich unter anderem in Schlämmen und in
Förderröhren ab, so daß diese Materialien ebenfalls radioaktiv belastet
werden. Trotz der Vorschriften in der Strahlenschutz-Verordnung (StrlSchV),
die die Überwachung der Radioaktivität und der Belastung einzelner Personen
vorgibt, erfolgt die Entsorgung dieser radioaktiven Rückstände weitgehend
unkontrolliert in Eigenverantwortung durch die Förderfirmen.
Mitteilungspflichten nach Paragraph 100 der Strahlenschutzverordnung gelten
erst ab mehr als 2.000 Tonnen anfallender Rückstände jährlich.
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Stx562-563.2010.7.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Buchmarkt:
Über die Endlagerung hochradioaktiver
Abfälle. Im Mai 2010 hat jetzt das Institut für Technikfolgenabschätzung
und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in
Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) die Print-Version der Tagungsdokumentation zum
Internationalen Endlagersymposium Berlin 2008 vorgelegt. Strahlentelex hatte
in der Ausgabe Nr. 526-527 vom 4. Dezember 2008 ausführlich über die Tagung
berichtet (www.strahlentelex.de/Stx_08_526_S06-07.pdf
). Im Oktober 2002 hatte der drei Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister
Jürgen Trittin eingerichtete „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte
(AkEnd)“ seine Kriterien und Verfahrensvorschläge
zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde
Abfälle präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd
seine Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine
öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich
werden lassen. Das fand danach sechs Jahre lang nicht statt. Auf der Tagung
Ende 2008 wurde schließlich dafür geworben, nun damit zu beginnen. Peter
Hocke (ITAS im KIT), Georg Arens (BMU) (Hg.): Die
Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Gesellschaftliche Erwartungen und
Anforderungen an die Langzeitsicherheit. Tagungsdokumentation zum
„Internationalen Endlagersymposium Berlin, 30. 10. bis 01.11.2008“,
Karlsruhe/ Bonn/Berlin Version 12.04.2010, 158 S. A4. Eine pdf-Version gibt es unter www.itas.fzk.de/v/endlagersymposium/Tagungsdokumentation_Symposium_final.pdf
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Stx562-563.2010.6.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Neue atomare Anlage für Gorleben. Auf
dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben soll ab 2012 eine weitere
atomare Anlage entstehen. In ihr sollen schwach- und mittelradioaktive
Abfälle für ihren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet
werden. Der Atommüll soll hier geprüft, umgepackt, getrocknet und in andere
Behälter gefüllt werden. Das erklärte Jürgen Auer für die Gesellschaft für
Nuklearservice am 26. April 2010, dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl und nur zwei Tage nachdem rund 120.000 Menschen dem Aufruf
von mehreren Organisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien gefolgt
waren und zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und
Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine 120 Kilometer lange Menschenkette
gegen die Atomkraft gebildet hatten. Dokumente und der Bericht des
Bundesumweltministeriums vom September 2009 über die politische Einflußnahme
auf den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt von 1983
zur Erkundung des Standortes Gorleben sind jetzt im Internet abrufbar unter www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/doc/45019.php
sowie www.cshare.de/file/fa018cd18bacb6b4280a26e98345ad3c/Gorleben_Akten.zip und www.greenpeace.de
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Stx560-561.2010.15-16.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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„Vergessene“ radioaktive Bergbauhinterlassenschaften in Ostthüringen. Radioaktive Altlasten des Uranbergbaus in Ostthüringen
drohen in Vergessenheit zu geraten. Das Endergebnis des teuren
bundesdeutschen Vorzeige-Umweltprojektes der Sanierung der Betriebsflächen
des bundeseigenen Unternehmens Wismut GmbH wird dadurch deutlich geschmälert. Künftige Generationen werden die Folgen der
gegenwärtigen Verdrängungstaktik Thüringer Landesbehörden tragen müssen. Von
Frank Lange, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg.
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Stx560-561.2010.10-13.4 (4 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in
Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen
hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des
Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle
und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch
ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte
Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg-
und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des
Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß,
stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem
Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der
Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen
atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten
Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch
die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit
Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in
Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm, weitere
Informationen und Kontakt:
www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben.
Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax 05841-3197
oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de
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Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Rußland erstickt an Atommüll. Eigenen Angaben zufolge erstickt Rußland an radioaktivem Müll und hat
dringenden Handlungsbedarf. Wie die Vizechefin der staatlichen Atomholding Rosatom, Tatjana Jelfimowa,
nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax sagte, haben sich inzwischen
etwa 550 Millionen Tonnen Strahlenabfälle, darunter auch Uran aus
Deutschland, in ihrem Land angesammelt. Die Lösung dieses Problems werde
Jahrzehnte in Anspruch nehmen, erklärte sie bei der Vorstellung einer
Gesetzesinitiative vor dem Energieausschuß des russischen Parlaments. In dem
Gesetz ist vorgesehen, die Menge des Atommülls bis 2025 auf 385 Millionen
Tonnen zu verringern. Dazu soll in 2010 eigens eine Beseitigungsfirma
gegründet werden, hieß es. Bis 2035 solle zudem eine sichere Endlagerstätte
für den Atommüll gefunden werden, der vor allem aus Atomkraftwerken und der
militärischen Nutzung stammt.
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Stx556-557.2010.15.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Uranhexafluorid. In Deutschland lagern derzeit in der
Urananreicherungsanlage Gronau circa 4.700 Tonnen Uranhexafluorid
(UF6). Diese Menge nennt die Bundesregierung in einer Antwort
(Bundestagsdrucksache 17/253 vom 16.12.2009) auf eine Kleinen Anfrage von Bündnis
90/Die Grünen über die Lagerung und Sicherung von Uranhexafluorid.
Den Urandurchsatz in der Anlage Gronau schätzt die Bundesregierung für das
Jahr 2009 auf rund 4.550 Tonnen, nach jeweils 4.450 Tonnen in den beiden
Jahren zuvor.
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Stx556-557.2010.14.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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„Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse
II mittels Schutzfluid. Die
Vollverfüllung – als eine Stilllegungsoption für Asse
II – sieht vor, die oberen Bereiche der Schachtanlage mit Beton zu verfüllen
und unterhalb der 700-Meter-Sohle mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung
(sogenanntem Schutzfluid) zu fluten. Dadurch würde früher oder später das
gesamte auf der 725 Meter- und 750 Meter-Sohle eingelagerte radioaktive und
nichtradioaktive Inventar sowie das zur Verfüllung der Einlagerungskammern
verwendete Material in Kontakt mit der wässrigen
Lösung kommen. Auch bei der Notfallplanung ist beim Eintritt des Notfalls
eine Flutung mittels Schutzfluid vorgesehen. Auch hierbei würde das
eingelagerte Material der Einwirkung der gesättigten Magnesiumchloridlösung
ausgesetzt. In beiden Fällen ist eine trockene Lagerung des Inventars
unmöglich. Die geforderte Langzeitsicherheit (für 1 Million Jahre) ist bei
Verfüllung mit Beton und Magnesiumchloridlauge
nicht zu gewährleisten. Es besteht kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende
chemische Prozesse Von Rolf Bertram
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Stx556-557.2010.10-14.5 (5 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Strahlenschutz / Atommüll: Strafanzeigen
gegen Strahlenschutz-Berater der Regierung erstattet. Gegen vier
verantwortliche Berater der Bundesregierung, deren Empfehlungen in die
amtliche Strahlenschutzpraxis eingegangen sind, hat die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. jetzt im Januar 2010 Strafanzeige
erstattet. Die Anzeige richtet sich gegen den Hannoveraner Prof. Dr. Rolf
Michel, bisheriger Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK), den
Essener Prof. Dr. U. W. Müller, Vorgänger von Michel als Vorsitzender der
SSK, den Hauptberater in der Arbeitsgruppe „Freigabe“ der SSK, Dr. S. Thierfeldt, der Mitarbeiter der Firma Brenk-Systemplanung
in Aachen ist, und gegen Dr. G. Schaller vom Institut für Strahlenhygiene in
Neuherberg bei München des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Schaller wird speziell vorgeworfen, ein
verharmlosendes Szenario über die Einlagerung von Radionukliden in normalen
Mülldeponien (das sogenannte „Privatbrunnenmodell“) erdacht und
veröffentlicht zu haben, das die Immissionen auf die Bevölkerung
zig-tausendfach unterschätzt. Den vier Personen wirft die Bürgerinitiative,
vertreten von ihrer Vorsitzenden Kerstin Rudek und
ihrem Beiratsmitglied Dipl.-Ing. Heinrich Messerschmidt, den Mißbrauch
ionisierender Strahlen nach Paragraph 309, Absatz 2 bis 4 des
Strafgesetzbuches (StGB) vor. Sie hätten in verantwortlichen Positionen
stehend und zum Teil gemeinsam handelnd über ihre Beraterfunktionen für das Bundesumweltministerium
und entgegen bestehenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie sie
schon vor Jahren in die EU-Strahlenschutzrichtlinien Eingang gefunden haben,
gefährliche Aktivitätskonzentrationen in sehr großen Mengen zur Freigabe
vorgeschlagen.
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Stx556-557.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Gorleben, Morsleben, Asse, Karlsruhe,
Sibirien:
Die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg befürchtet, daß die Atomwirtschaft die Regie in Gorleben
übernehmen soll.
Das Bundesamt für Strahlenschutz,
Betreiber des Atommülllagers Morsleben, will hier –
anders als beim Atommülllager Asse – auf eine Alternativenprüfung
verzichten. Einwendungen dagegen können alle Bürgerinnen und Bürger
bundesweit noch bis zum 21. Dezember 2009 erheben:
www.robinwood.de/morsleben.
Professor Klaus Kühn gilt als
international renommierter Experte. Er setzt auf Salz als Endlagermedium für
radioaktive Abfälle und plädiert selbst jetzt, nachdem seine Mitschuld für
das Asse-Debakel Thema für parlamentarische Befragungen ist, gleich für das
nächste Debakel, für Gorleben, beklagt die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg.
In der Wiederaufbereitungsanlage
Karlsruhe (WAK) lagerten zu Beginn des Verglasungsbetriebs im September 2009
etwa 58 Kubikmeter (58.000 Liter) flüssiger hochradioaktiver Abfälle (HAWC).
1996 waren es noch 70 Kubikmeter. Als Erklärung gibt die Bundesregierung an,
daß es der WAK „gestattet worden sei, das HAWC durch Verdunsten aufzukonzentrieren“.
Große Mengen Reststoffe aus der
deutschen und wohl auch der französischen Produktion von AKW-Brennelementen
lagern in einem Atomzentrum in Sewersk, früher
Tomsk-7 genannt, das rund 200 Kilometer nördlich von Nowosibirsk
liegt. Die Firma Urenco, die im
nordrhein-westfälischen Gronau eine Fabrik zur Urananreicherung betreibt,
bezeichnet das Material aber als „Wertstoff“, der in Rußland weiter
verarbeitet werde. Hätte man das Material, für das es hierzulande keine
sinnvolle Verwendung gibt, als Atommüll eingestuft, so müßten Michael Sailer,
dem Vorsitzenden der Entsorgungskommission (ESK) der Bundesregierung zufolge,
weitere 150.000 Kubikmeter Endlagerkapazität bereitgestellt werden.
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Stx550-551.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, Ausbau von Gorleben und
Hermesbürgschaften für Atomexporte. Vorhaben der schwarz-gelben
Regierungskoalition. Bemerkenswert
wenige Worte enthält der Koalitionsvertrag der neuen
CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition zu der von ihr für die beginnende 17.
Legislaturperiode beschlossenen Revision des Atomausstiegs. „Die Kernenergie
ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann“, steht beinahe versteckt
im Kapitel „Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz“ des Vertrages. „Dazu
sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke (…) zu verlängern“,
heißt es, ohne den in Rede stehenden Zeitraum von zunächst zehn Jahren
explizit zu nennen. Jedoch: „Das Neubauverbot im Atomgesetz bleibt bestehen.“
In einer „möglichst schnell zu erzielenden Vereinbarung mit den Betreibern“
sollen „nähere Regelungen“ zu den Voraussetzungen einer Laufzeitverlängerung
getroffen werden. Dazu gezählt werden speziell die „Betriebszeiten der
Kraftwerke, Sicherheitsniveau, Höhe und Zeitpunkt eines Vorteilsausgleichs,
Mittelverwendung zur Erforschung vor allem von erneuerbaren Energien,
insbesondere von Speichertechnologien“. Die Vereinbarung müsse für alle
Beteiligten Planungssicherheit gewährleisten, wird verlangt und eine
verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie bedinge auch die sichere
Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Wir werden deshalb das Moratorium zur
Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich aufheben“, schreiben die
schwarz-gelben Koalitionspartner. „Wir wollen, dass
eine International Peer Review Group begleitend prüft, ob Gorleben den
neuesten internationalen Standards genügt.“ Der gesamte Prozeß werde
„öffentlich und transparent“ gestaltet. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen „in einem zügigen und transparenten
Verfahren“ geschlossen werden und die Energieversorger seien „an den Kosten
der Schließung der Asse II zu beteiligen“.
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Stx548-549.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl ließ Gutachten zu Gorleben
schönen. Neue Dokumente belegen,
daß die Regierung Kohl im Jahr 1983 massiv Einfluß auf die Wissenschaftler
ausübte, die eine Eignung des Standortes Gorleben für ein atomares Endlager
prüfen sollten.
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Stx546-547.2009.9.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Unsanierte Altlasten stellen die erfolgreiche Revitalisierung der
Uranbergbauregion in Ostthüringen in Frage. Das Thema der Wismutaltlasten in Ostthüringen
beschäftigte den Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg schon vor Beginn der Sanierung
der Uranbergbaugebiete 1991. Inzwischen werden sie offiziell nur noch als
Hinterlassenschaft mit natürlichen radioaktiven Ablagerungen bezeichnet. Für
Außenstehende schwer nachvollziehbar, gibt es zwei Kategorien von
Hinterlassenschaften: Die in Sanierung befindlichen Betriebsflächen des
bundeseigenen Sanierungsunternehmens Wismut GmbH und weitere, oft in
unmittelbarer Nähe befindliche Halden, Schürfe, verfüllte Tagebaue und
ehemalige Erzwäschen, alles Flächen, die in Ostthüringen zur selben Bergbau-Ära
gehören, aber nicht mehr dem Bergrecht unterstehen. Es handelt sich dabei um
„Altlasten“ des von 1950 bis 1990 realisierten Uranbergbaus, die 1990/91
nicht in die Sanierungskonzeptionen einbezogen wurden. Das radioaktive
Potential unterscheidet sich nicht von den inzwischen sanierten Halden des Ronneburger Reviers. Sie waren im Regelfall zu einem
Stichtag (31.12.1962) nicht mehr Bestandteil der Betriebsflächen der Wismut
GmbH (damals SDAG Wismut). Eigentümer sind Landkreise und Kommunen, die
Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) der
Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, inzwischen auch
Privatpersonen und privatrechtliche Körperschaften. Deren Zahl nimmt
tendenziell zu, auch wenn man sich fragen kann, wen solche Flächen Nutzen
bringen. Um irgendwelche profitablen Angelegenheiten wird es immer gehen.
Eine ausreichende Sachkenntnis liegt bei den kommunalen Verantwortungsträgern
und den Käufern oft nicht vor und Unterstützung für sie ist nicht in Sicht.
Die zuständigen Verwaltungs- und Baubehörden nehmen tatsächliche oder
vermeintliche Gesetzeslücken zum Anlass, um der
Umnutzung der alten Wismuthalden Tür und Tor zu
öffnen. Die oberen Behörden schauen weg – bis jetzt. Der Kirchliche
Umweltkreis wies das zuständige Thüringer Ministerium für Landwirtschaft,
Naturschutz und Umwelt (TMLNU) auf die Tendenzen hin, dass
es nicht mehr bei privaten Jagdgebieten, Gartenkolonien und Wochenendbetrieb
verschiedenster Art bleibt, sondern nun auch diese Flächen unter dem
Zauberwort der Vermarktung gesehen werden. Bericht von Frank Lange,
Dipl.-Ingenieur, Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg
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Stx546-547.2009.1-7.7 (7 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Plutonium im Lager Asse. Auch
hochradioaktiver Abfall ist in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden,
obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen
und genehmigt worden war. „In der Schachtanlage Asse II lagert mit rund 28
Kilogramm offensichtlich mehr als dreimal so viel hochgiftiges Plutonium wie
bislang angenommen“, teilte das Bundesumweltministerium am 29. August 2009
mit und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins Monitor vom
23. Juli 2009.
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Stx544-545.2009.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein
Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz
(BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung
von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die
Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als
Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks
drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der
Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten
unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische
Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des
Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute
„wegdefiniert“.
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Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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In Ostthüringen werden nicht alle Altlasten des Uranbergbaus saniert. Anders als in Sachsen werden in
Ostthüringen nicht sämtliche Altlasten des Uranbergbaus saniert. Für Außenstehende
ist es nicht leicht nachvollziehbar, es gibt in Ostthüringen zwei Kategorien
der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus: Altlasten in und Altlasten
außerhalb der Rechtsträgerschaft der Wismut GmbH. Für die einen existiert ein
Sanierungsauftrag des Bundes, für die anderen nicht. Beides sind Flächen der selben Bergbauära seit 1950.
In Thüringen liegt im Raum Ronneburg noch ein beträchtliches
Altlasten-Potential des Ostthüringer Uranabbaus „auf Halde“. Die außerhalb
des Wismutgeländes liegenden bewachsenen Halden,
verfüllte Tagebaue und eingeebneten ehemaligen Betriebsanlagen (z.B. der
Erzwäsche) bergen zu einem Großteil derart radioaktives Material, daß über
300 Hektar zwischen Ronneburg und Teichwolframsdorf
in dem zugehörigen Altlastenkataster als radiologisch relevant eingestuft
sind. Bericht von Frank Lange.
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Stx544-545.2009.5.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der
Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven
Inventars im Atommülllager Asse könnten nicht oder nur in Form einer
historischen Aufarbeitung beantwortet werden, meint die Bundesregierung.
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Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Für die Endlagerung sind bereits Millionen Krebstote kalkuliert. Das Bundesumweltministerium veröffentlichte
neue Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle.
Wer bisher glaubte, bei sogenannten Endlagern für Atommüll handele es sich um
sichere, hermetisch verschlossene Anlagen, wird jetzt eines Anderen belehrt. Am 15. Juli 2009 veröffentlichte das
Bundesumweltministerium (BMU) anläßlich der Vorstellung des Jahresberichts
2008 des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die
Endfassung neuer Sicherheitsanforderungen für die Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle. Dem BMU zufolge entsprechen sie „dem aktuellen
Stand von Wissenschaft und Technik“. Die neuen Sicherheitsanforderungen
sollen ausschließlich für ein zu errichtendes Endlager für wärmeentwickelnde
radioaktive Abfälle gelten und insoweit die am 5. Januar 1983 im
Bundesanzeiger bekannt gemachten Sicherheitskriterien für die Endlagerung
radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk ersetzen. Sie sollen Planungsgrundlage
für das Bundesamt für Strahlenschutz sein. Bericht mit einem Kommentar von
Thomas Dersee.
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Stx542-543.2009.1-3.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Rückbau der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe. Der Transport von verglastem
hochradioaktivem Flüssigabfall (HAWC) aus der Wiederaufbereitungsanlage
Karlsruhe (WAK) soll voraussichtlich in fünf Castor-Behältern erfolgen. Das
bestätigte die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 13. Mai 2009 auf eine
Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Verglasungseinrichtung
Karlsruhe und dem Rückbau der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe
(Bundestagsdrucksache 16/12989). Die Kosten für die Demontage der Tanks mit
hochradioaktivem Flüssigabfall – vom Zeitpunkt ihrer Entleerung bis zur
Endlagerung – werden demnach mit 23 Millionen Euro angesetzt. Der
Flüssigabfall soll in Glas eingeschmolzen und verfestigt werden.
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Stx540-541.2009.4.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Endlagerung: Die ergebnisoffene
Endlagersuche ist in der Großen Koalition gescheitert. „Bei der Suche
nach einem Atommüllendlager muß die Sicherheit der Bevölkerung und der Natur
an erster Stelle stehen. Wir brauchen nicht irgendeinen Standort, sondern den
am besten geeigneten – den aber kann man nur in einem ergebnisoffenen und
transparenten Suchverfahren ermitteln. Ich habe im Herbst 2006 unter dem
Titel ‚Verantwortung übernehmen, den Endlagerkonsens realisieren‘ ein Konzept
für die Standortsuche in Deutschland vorgelegt. Dieses Konzept entspricht dem
aktuellen Stand der wissenschaftlichen Debatte, greift Erfahrungen aus
Ländern wie der Schweiz oder Schweden auf und sorgt für eine optimale
Beteiligung der Menschen vor Ort. Ich bedaure es sehr, daß Teile der Großen
Koalition nicht den Mut hatten, sich auf dieses Verfahren zu verständigen.“
Das erklärte der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 21. April 2009 in
Berlin anläßlich der Besichtigung einer vom Bundesamt für Strahlenschutz
erstellten mobilen Ausstellung zur Information über die Endlagerung
radioaktiver Abfälle und gestand damit das Scheitern einer ergebnisoffenen
Standortsuche ein. Offenbar will man in der Atomindustrie und in Teilen der
Politik unbedingt weiter an einer Endlagerung im Salzstock Gorleben festhalten,
obwohl die Atommülllagerung in Salzformationen in dem Versuchslager der
Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel spektakulär gescheitert ist.
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Stx536-537.2009.6.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Endlagerung: „Die
Vor-Festlegung auf Gorleben wird weiter festgezurrt“. BI Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg beendet den Dialog über Endlagerkriterien. Konsterniert
verließ Gerhard Harder, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI), am vorletzten März-Wochenende 2009 die Fachtagung des
Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin, auf der in beschränktem Kreis über
die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle
debattiert wurde. „An einer völlig unverbindlichen Debatte über
Sicherheitskriterien wird sich die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg (BI) nicht weiter beteiligen“, erklärte Harder. Die BI
forderte „ein offenes, transparentes Suchverfahren. Das impliziert nach
aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik einen Standortvergleich.“ Ohne
eine solche Prämisse mache die Beteiligung am Diskurs aus Sicht der
Bürgerinitiative keinen Sinn. Doch die Atomkraftgegner blitzten mit ihrem
Anliegen auf der Tagung ab.
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Stx534-535.2009.6.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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AKW Rheinsberg: Keine grüne
Wiese mehr. Das Reaktorgebäude des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks Rheinsberg
soll nun doch noch nicht abgerissen werden. Die Betonkonstruktion ist stärker
radioaktiv belastet, als ursprünglich angenommen und müßte unter
Strahlenschutzbedingungen erfolgen, meldete der Fernsehsender von Rundfunk
Berlin Brandenburg (rbb) im Februar 2009. Aus
Kostengründen wollen die Energiewerke Nord (EWN) deshalb die Strahlung
zunächst etwas abklingen lassen und das Gebäude erst in einigen Jahrzehnten
abreißen.
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Stx532-533.2009.11.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Skandal in Frankreich. In 25 französischen Departements lagern Uranabfälle und radioaktiver
Müll aus über 200 Urananlagen, die von 1945 bis 1951 den Brennstoff für
Atommeiler verarbeitet hatten. „Man läuft gegen eine Mauer. Die
Atomwirtschaft stellt sich taub“, klagt die ehemalilige
Umweltministerin Corinne Lepage.
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Stx532-533.2009.20.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Die Erforschung von Strahlenwirkung im Salzgestein ist in Deutschland
offenbar unerwünscht. Der Dialog
zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und
dem niederländischen Experten Prof. Henry W. den Hartog
stockt seit geraumer Zeit. Den Hartog untersucht in
Groningen den Einfluß radioaktiver Strahlung auf Salzgestein, ein Gebiet, daß
bei der Debatte um mögliche Wirtsgesteine für die Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle von großer Bedeutung ist. Warum kommt der Dialog
nicht zustande? Aus Sicht des Wissenschaftlers ignoriert das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) dessen Forschungsergebnisse.
Er wandte sich jetzt mit einer Erklärung an die Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg.
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Stx532-533.2009.13-14.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Endlagerung: Internetforum
des BMU zur Endlagerung. Im Nachgang zum Endlagersymposium vom 30.10. bis
1.11.2008 in Berlin steht interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf der Internetseite
des Bundesumweltministeriums (BMU; www.bmu.de) jetzt ein Forum zur Verfügung,
in dem sie ihre Meinung zu den Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle äußern und die Ergebnisse des Endlagersymposiums
bewerten sollen.
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Stx528-529.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Bundesamt für Strahlenschutz ist jetzt Betreiber der Asse. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der
Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. Mit Gründung einer bundeseigenen
„Asse GmbH“ für die Betriebsführung der Schachtanlage und dem Übergang der
erforderlichen Genehmigungen vom Helmholtz-Zentrum München auf das Bundesamt
für Strahlenschutz könne der Betreiberwechsel wie geplant vollzogen werden,
erklärt das Bundesumweltministerium in einer gemeinsam mit dem
Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Ende Dezember 2008.
Ursache für den Betreiberwechsel waren skandalöse Mängel in der bisherigen
Führung des Betriebes der Schachtanlage Asse II durch das Helmholtz-Zentrum
München sowie in der Führung des Schließungsverfahrens durch das
niedersächsische Ministerium. Außerdem gab es Probleme bei der Kommunikation
zwischen den zuständigen Behörden.
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Stx528-529.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Zwischenlager bei AKWs als verfassungsgemäß erklärt. Atomare Zwischenlager in der Nähe deutscher
Atomkraftwerke verstoßen nicht gegen die verfassungsrechtliche Schutzpflicht
des Staates für seine Bürger. Ein „Restrisiko“ sei hinzunehmen. Das entschied
das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit Beschluß vom 12. November 2008
(Az. 1 BvR 2456/06), der am 27. November 2008
veröffentlicht wurde. Damit billigte das Gericht das mit dem Atomausstieg
beschlossene Konzept, den Atommüll nicht mehr in den zentralen Zwischenlagern
Ahaus und Gorleben aufzubewahren, sondern dezentral an den AKW-Standorten.
Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden gegen die Zwischenlager an
den bayerischen Standorten Gundremmingen, Niederaichbach und Grafenrheinfeld ab. Die
Zwischenlagerung an den jeweiligen Standorten sei nicht risikoreicher als die
zentrale Lagerung.
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Stx526-527.2008.7-8.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Endlagerung von Atommüll: Irgendwann
will das BMU ein Verfahren zur Auswahl eines Endlagerstandortes für
hochradioaktiven Atommüll in Gang setzen. Sichtlich gealtert und ohne
neue Visionen präsentierten sich viele Protagonisten der bisherigen
Endlagerdebatte auf dem Endlagersymposium, das vom 30. Oktober bis 1.
November 2008 in Berlin stattfand. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums
(BMU) warben sie vor mehr als 350 Teilnehmern dafür, endlich mit einem
Auswahlverfahren nach internationalem Standard zu beginnen. Im Oktober 2002
hatte zuletzt der drei Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen
Trittin eingerichtete „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ vor mehr als 300 Personen aus Industrie,
Wissenschaft, Politik, Behörden und Verbänden seine Kriterien und Verfahrensvorschläge
zur Auswahl eines Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde
Abfälle präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd
seine Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine
öffentliche Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren
verbindlich werden lassen. Das fand sechs Jahre lang nicht statt. Jetzt wurde
dafür geworben, nun damit zu beginnen.
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Stx526-527.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atomwirtschaft / Endlagerung: Neue
Maßstäbe für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle. Bundesumweltministerium
paßt Sicherheitsanforderungen dem „Stand von Wissenschaft und Technik“ an.
„Geringfügige Freisetzungen“ werden zugelassen. Mit der Veröffentlichung
eines Regelungsentwurfs für „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung
wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ will das Bundesumweltministerium
(BMU) jetzt neue Maßstäbe für die Sicherheit eines Atommüll-Lagers setzen.
Die aktualisierten Sicherheitsanforderungen beschreiben den „Stand von
Wissenschaft und Technik“, der für den Betrieb und den Verschluß eines Endlagers
einzuhalten und von der Genehmigungsbehörde zu prüfen ist, teilte das BMU am
12. August 2008 mit.
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Stx520-521.2008.7-8.2 (2 Seiten)
Zu
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Entsorgungsstrategie
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Fehleinschätzungen durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche Klassifizierung des Atommülls
„schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine Bewertung der von diesen
Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung nicht aus. Die Angabe
der Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel) orientiert sich an der
Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die Energiedosis sagt nichts über die
schädigende Wirkung der Strahlung aus. Diese Klassifizierung unterscheidet
auch nicht die unterschiedlichen Strahlungsarten und erlaubt daher auch keine
Aussage über die Wirkung der ionisierenden Strahlung auf die umgebende
Materie. Die Wirkmechanismen von dünn- und dichtionisierender Strahlung auf
lebende und tote Objekte sind gänzlich verschieden. Unterschiedliche
radioaktive Strahlungsarten schädigen bei gleicher Energiedosis
unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser Tatsache kann zu
verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf Bertram.
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Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Personalien: Eine neue
Entsorgungskommission ESK fürs BMU. Sicherheitstechnische Fragestellungen
der Entsorgung wurden bisher in einem Ausschuß der
Reaktorsicherheitskommission (RSK) behandelt. Wegen der zunehmenden Bedeutung
dieser Fragen, so das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Mitteilung vom
30. Juni 2008, habe Bundesumweltminister Gabriel entschieden, die
Entsorgungsfragen in einer eigenständigen Kommission beraten zu lassen. 11
Personen aus dem In- und Ausland wurden am 12. Juni 2008 in die neue Kommission
berufen, die sich am 30. Juni 2008 zu ihrer konstituierenden Sitzung trafen.
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Stx518-519.2008.7.1 (1 Seite)
Zur
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Entsorgungsstrategie
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Atomwirtschaft: Bürgerinitiative
erzwingt bei Cuxhaven die Absage eines Atommüll-Projektes von Eon. Begeistert gibt sich in einer Mitteilung vom 24.
Juni 2008 die Bürgerinitiative „Gegen e.on-DEKONTA-Ansiedlung“
(GEDA) in Sandstedt in der Samtgemeinde Hagen im
Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen über ihren Erfolg: „Die Mitteilung der
Samtgemeinde Hagen über den Verzicht der Eon-Tochterfirma
Dekonta auf die geplante Errichtung einer
Atomanlage nahe der Autobahn A 27 ist so ungefähr das schönste
Sommeranfangs-Geschenk, das man sich vorstellen kann“, schwärmte
GEDA-Sprecherin Gitta Brede: „Wir betrachten den
Rückzug von dem Projekt als einen eindeutigen Erfolg unserer Arbeit und
unserer breiten Verankerung in der Bevölkerung Sandstedts
und seiner Nachbargemeinden.“
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Stx516-517.2008.4.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Ein sicheres atomares Endlager gibt es nicht. - Skandal um
Umweltverseuchung und unsichere Atommüll-Lagerung bei Wolfenbüttel und
Lüchow-Dannenberg. Das Gerede von sicheren atomaren Endlagern ist eine dumme
Täuschung. Laugenzuflüsse dringen
in das sogenannte Forschungsendlager Asse II bei Wolfenbüttel ein – täglich
etwa 12,5 Kubikmeter – und gefährden 125.787 zwischen 1967 und 1978
eingelagerte Fässer mit 46.900 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven
Abfällen. Das wurde bereits mehrfach berichtet. Der Betreiber von Asse II,
das Helmholtz-Zentrum München, hat die offenbar bereits seit Anfang der
1990er Jahre radioaktiv verseuchten Laugenzuflüssen vom 750 Meter tiefen in
das unterste, 975 Meter tiefe Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt.
Das wurde jetzt zusätzlich am 16. Juni 2008 bei einer Anhörung im
Umweltausschuß des niedersächsischen Landtages bekannt. Offensichtlich
gezielt an den Aufsichtsbehörden vorbei, ist damit eine tickende Zeitbombe
geschaffen worden. An drei Zuflußstellen sollen in
der Lauge zumindest zwischen 20.000 und 90.000 Becquerel Cäsium-137 pro Liter
nachgewiesen worden sein. Der Grenzwert für die Freigabe des künstlichen
Radionuklids beträgt laut Strahlenschutzverordnung 10.000 Becquerel pro
Liter.
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Stx516-517.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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den Originalseiten im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Berlin, 30.10.-1.11.2008: Konferenz
über Endlagerung von Atommüll. Die von Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel angekündigte internationale Konferenz zur Endlagerung von atomaren
Abfällen findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 in Berlin statt.
Gabriel hatte im November 2007 bei einem Besuch in der Region Gorleben
mitgeteilt, daß das Bundesumweltministerium eine Konferenz veranstalten
werde, die sich mit Fragen der Standortsuche für ein atomares Endlager
beschäftigt. Neben Experten aus Deutschland und anderen Staaten sollen auch Bürgerinnen
und Bürger aus Regionen teilnehmen, in denen es bereits Lager für Atommüll
gibt bzw. die dafür in der Diskussion sind, teilte das
Bundesumweltministerium (BMU) mit. „Der Dialog untereinander“ solle dabei im
Vordergrund stehen. Damit dies gelinge, würden die verschiedenen
Gruppierungen bereits in die Planungen der Veranstaltung einbezogen.
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Stx514-515.2008.7.1 (1 Seite)
Zur
Originalseite im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Rezension: Land der Hügel.
Helmut Hirsch ist Optimist: Auch in 300.000 Jahren wird es noch Menschen
geben – trotz aller Atomsünden. Davon geht der promovierte Physiker und Berater
der österreichischen Regierung in seiner Science Fiction Story „Land der
Hügel“ aus, die jetzt im Dezember 2007 als Sonderheft des österreichischen
Magazins „earth rocks“
erschienen ist. Zwar ist die Hälfte der Menschheit inzwischen ausgewandert und
hat ferne Galaxien besiedelt, sie entdeckt aber nun ihren vergessenen
Ursprungsplaneten neu. Das erlaubt eine Erzählweise aus der Sicht einer
Anthropologin, die ausgeschickt ist, die sagenumwobene Urheimat der
Menschheit und ihre Bewohner zu erforschen.
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Stx502-503.2007.2,3.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Atommüllimporten. Im Ausland
„großes Interesse“ an Gorleben. Das
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat sich gegen
Pläne für ein EU-weites Endlager ausgesprochen. Das Risiko sei groß, daß die
Sicherheitsstandards dann am Ende geringer sind als unsere eigenen, erklärte BfS-Präsident Wolfram König am 9. Februar 2007. Der
SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck hatte zuvor am 8. Februar 2007
gefordert, „ein Endlager für Europa“ einzurichten und dabei auch auf
Schwächen des Standortes Gorleben hingewiesen.
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Stx484-485.2007.7,8.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Studie: Keramiken sind zum Einschluß von Plutonium nicht optimal. Keramiken sind – entgegen bisherigen
Hoffnungen – nicht optimal für den Einschluß von Plutonium. Zu diesem
Ergebnis kommen Ian Farnan von der Universität
Cambridge und Kollegen nach neuen Untersuchungen.
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Stx482-483.2007.5.1 (1 Seite)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Wohin mit dem radioaktiven Abfall in Deutschland? Für eine
sozialwissenschaftliche Endlagerforschung. Der endgültige Verbleib hochradioaktiver Abfälle ist weiterhin
ungeklärt. Obwohl bereits große Mengen solcher Abfälle existieren, vor allem
abgebrannte Brennstäbe aus Atomreaktoren und Materialien aus dem
militärischen Bereich, ist weltweit trotz diverser Anläufe noch kein Endlager
für hochradioaktiven Atommüll in Betrieb genommen worden. Im Oktober 2002
hatte der vom damaligen grünen Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit berufene „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“ nach dreieinhalb Jahren Beratung seinen
Schluß-Workshop veranstaltet und dem Minister Verfahrensempfehlungen
überreicht. Kernpunkte waren die Forderung nach geologischer Sicherheit „für
eine Million Jahre“ und die Einführung von Verfahren zur Öffentlichkeits- und
Bürgerbeteiligung. Seitdem herrscht weitestgehend Funkstille. Der deutsche
Entsorgungskonflikt leide weiterhin an einer Entscheidungsblockade, heißt es,
Politiker verspürten wenig Lust, sich dem Thema zuzuwenden. In dieser
Situation fragten Peter Hocke und Arnim Grunwald vom Institut für
Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Forschungszentrums
Karlsruhe nach den „Perspektiven für eine sozialwissenschaftliche
Begleitforschung“ und luden im Oktober 2004 für eineinhalb Tage Natur- und
Kultur- bzw. Gesellschaftswissenschaftler zu einem Workshop „Zur Endlagerung
radioaktiver Abfälle in Deutschland“ ein. Die zentralen Ergebnisse der Veranstaltung
veröffentlichten sie jetzt (2006) in einem Sammelband. Bericht mit einem
Kommentar von Thomas Dersee.
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Stx468-469.2006.1-3.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Lager: Atommüll-Verfilzung
von Atomindustrie und Genehmigungsbehörden. Die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg fordert, die von Bruno Thomauske
verantworteten Genehmigungsverfahren für Atomanlagen neu aufzurollen. Der
Grund: Sein Wechsel vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
zur Atomindustrie.
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Stx460-461.2006.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Entsorgungsstrategie
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Bundesamt für Strahlenschutz: „Zur
Endlagerung radioaktiver Abfälle ist keines der möglichen Wirtsgesteine in
Deutschland generell den anderen vorzuziehen.“ Kurz vor dem
Regierungswechsel, noch während der Verhandlungen von CDU/ CSU und SPD über
eine Große Koalition, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) den Politikern am 5. November 2005 empfohlen, nicht
voreilig auf Gorleben als Endlagerstandort zu setzen. Keines der möglichen
Wirtsgesteine in Deutschland – Salz, Ton und Granit – sei generell den
anderen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle vorzuziehen. Ein bestmöglicher
Endlagerstandort sei nur auf der Grundlage eines Standortvergleichs zu
ermitteln. Das sind die zentralen Aussagen eines Abschlußberichts zu einem
Untersuchungsprogramm des BfS zu
sicherheitstechnischen und konzeptionellen Fragen der Endlagerung
radioaktiver Abfälle. Der Abschlußbericht bezieht sich auf zwölf
Einzelgutachten, die am 28. September 2005 im Rahmen eines wissenschaftlichen
Workshops beim BfS abschließend bewertet wurden.
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Stx454-455.2005.5,6.2
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Entsorgungsstrategie
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Strahlenschutz: Die Regelungen zur Freigabe radioaktiver Abfälle können
zu schweren Körperschäden und sogar zu Tötungen führen. Schwere Mängel der
Strahlenschutzverordnung. Die rot-grüne Bundesregierung in Berlin unter
Bundeskanzler Schröder (SPD) hat die Vorschläge der seinerzeit noch von Frau
Merkel (CDU) berufenen Strahlenschutzkommission (SSK) in den wichtigen
Schutzbereichen "Freigrenzen" und "uneingeschränkte Freigabe"
des hochgefährlichen Atommülls beim sogenannten "Rückbau"
stillzulegender Atomkraftwerke im Verhältnis 1:1 in die seit dem 1. August
2001 gültige Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) übernommen und damit
umgesetzt. Dadurch hat sie den Schutz der Bevölkerung in diesen Bereichen
praktisch aufgehoben und ad absurdum geführt. Ein Beitrag von Dipl.-Ing.
Heinrich Messerschmidt.
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Stx444-445.2005.1-3.3 (3 Seiten)
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+ Stx446-447.2005.2.1 (1 Seite mit Korrekturvermerk)
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Entsorgungsstrategie
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Abfallerhebung für 2000. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ermittelt im Auftrage des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) jährlich den Bestand und den
künftig zu erwartenden Anfall an radioaktiven Reststoffen. Der im Mai 2004
veröffentlichte Bericht enthält die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme für
den Zeitraum bis Ende 2000 und Prognosen bis zum Jahr 2080.
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Stx420-421.2004.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Streit um Vorschläge zur Atommüll-Endlagerung. Die Europäische
Union (EU) will bis 2018 ein Endlager für hoch radioaktiven Atommüll haben
und vielleicht für mehrere Länder gemeinsam, die deutsche Bundesregierung
erst bis 2030. Die deutsche Strahlenschutzverordnung erweist sich dabei als
Sicherheitsrisiko.
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Stx384-385.2003.1,2.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Strahlenschutz: Strahlenabfälle aus Arztpraxen und Laboren werden
neuerdings mit dem Hausmüll entsorgt. Auswirkung auf die Stadtreinigung durch
die Aufgabe des Minimierungsgebots in der neuen Strahlenschutzverordnung. An
Müllfahrzeugen der Hamburger Stadtreinigung wurden neuerdings wiederholt
erhöhte Strahlenbelastungen festgestellt. Verursacher sind, soweit
feststellbar, Arztpraxen und Labore, die jetzt der Einfachheit halber und aus
Kostengründen damit begonnen haben, ihre radioaktiven Abfälle in den Hausmüll
zu werfen. Nach der neuen Strahlenschutzverordnung geschieht das meist legal.
Die Vorfälle verunsichern die Beschäftigten der Stadtreinigung und führen
dazu, daß Müllfahrzeuge für längere Zeit nicht benutzt werden können, wird
aus Hamburg berichtet.
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Stx362-363.2002.1.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Seegericht in Hamburg verhandelt Sellafield.
Irland will Ausbau der britischen Atomanlage stoppen. Eine einstweilige
Verfügung gegen den Ausbau der britischen Atomfabrik Sellafield
hat die irische Regierung vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg
beantragt. Die Irische See würde durch den erweiterten Betrieb der Anlage
noch stärker als bisher radioaktiv belastet werden, heißt es in der
Begründung. In dem Prozeß geht es darum, "die Irische See vor weiterer
radioaktiver Verseuchung zu schützen", sagte der irische
Generalstaatsanwalt Michael McDowell zu Beginn der zweitägigen mündlichen
Verhandlung am 19. November 2001.
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Stx358-359.2001.9.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Mehr als 4.000 Tonnen Brennelemente wurden im Ausland
wiederaufgearbeitet. Bis Ende 1999 wurden von den
Wiederaufarbeitungsanlagen im französischen La Hague
und im englischen Sellafield insgesamt 4.075 Tonnen
Brennelemente wiederaufgearbeitet. Das erklärte die Bundesregierung in der
Antwort auf eine Kleine Anfrage aus dem Parlament. Aufgrund sogenannter
Altverträge waren den Angaben zufolge 4.273 Tonnen abgebrannter Brennelemente
an die Compagnie Générale des Matières
Nucléaires (COGE-MA) überstellt worden. Davon habe
die Betreiberfirma im französischen La Hague bis
Ende 1998 zunächst 3.652 Tonnen und bis Ende 1999 insgesamt 4.019 Tonnen
wiederaufgearbeitet. Ebenfalls auf der Grundlage von Altverträgen seien 445
Tonnen abgebrannte Elemente an die British Nuclear Fuels (BNFL) geliefert worden, von denen 56 Tonnen
wiederaufbereitet wurden.
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Stx352-353.2001.6.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atomwirtschaft: Rußland will Atommüll importieren. Staatsduma billigte
neue Gesetze. Ungeachtet zahlreicher Proteste von
Umweltschutzorganisationen und der Ablehnung durch die Mehrheit seiner Bürger
hat Rußlands Präsident Wladimir Putin am 11. Juli 2001 ein Gesetzespaket
unterzeichnet, das die Einfuhr von Atommüll aus dem Ausland erlaubt. Zuvor
hatte die russische Staatsduma mit 243 von 450 Stimmen am 6. Juni 2001
zugestimmt. Das russische Atomministerium verspricht sich davon ein
Milliardengeschäft. In den kommenden zehn Jahren soll Rußland durch die
Einfuhr und Lagerung von 20.000 Tonnen abgebrannter Brennelemente 21
Milliarden Dollar einnehmen.
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Stx352-353.2001.5,6.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll und Umweltradioaktivität: Krebserkrankungen und
Chromosomenschäden unter Bewohnern radioaktiv belasteter Gebäude auf Taiwan.
Mit radioaktiven Zusätzen hergestellter Baustahl wurde in mehr als 2.000
Wohnungen und Schulen verbaut. Eine fünfjährige Studie über die
Krebshäufigkeit unter Bewohnern von radioaktiv verseuchten Gebäuden auf
Taiwan wurde Agenturmeldungen vom April 2001 zufolge jetzt fertiggestellt.
Sie zeigt, daß die Möglichkeit von Chromosomenschäden proportional zur
Langzeitbelastung mit Niedrigdosisstrahlung zunimmt. Von November 1995 bis
Juni 2000 hatte ein Forscherteam der National Yang Ming University auf Taiwan
mehr als 4.100 Menschen untersucht und beobachtet, die in der Stadt Taipeh in
Gebäuden gelebt hatten, die zwischen 1982 und 1983 mit radioaktiv belasteten
Stahlträgern errichtet worden waren. Unter ihnen traten gehäuft verschiedene
Krebsarten auf.
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Stx346-347.2001.4,5.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll: Werben für ein Endlager in Deutschland. Wege zur
Endlagerung" nannte sich die Tagung des Arbeitskreises Auswahlverfahren Endlagerstandorte
(AkEnd) beim Bundesumweltministerium am 16.
September 2000 in Kassel. Am Ende steht eine unpopuläre Entscheidung:
"Es wird eine Region treffen, das ist unvermeidlich", erklärte der
Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit (BMU) Rainer Baake zur Begrüßung der rund 250 Teilnehmer
aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Kirchen
und Wissenschaft, die der Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) beim Bundesumweltministerium erstmals für den 16.
September 2000 nach Kassel eingeladen hatte. Die Bundesregierung lehne die
Möglichkeit ab, deutschen Atommüll zur Endlagerung ins Ausland zu
exportieren, erklärte Baake. Bestrebungen zu einer Endlagerung im Ausland
seien "nicht zu verantworten", Deutschland könne "sein Problem
mit der atomaren Erblast nicht auf dem Rücken anderer Völker lösen". Die
Suche nach einem geeigneten Standort für ein atomares Endlager solle sich
daher "ausschließlich auf nationale Lösungen" beschränken. Bis zum
Jahre 2030 benötige Deutschland genau ein Endlager, in dem auch
hochradioaktiver Müll untergebracht werden könne. Rechtzeitiges Werben um
Akzeptanz war das zentrale Anliegen der Tagung. Spätestens bis 2010 wollen
Bundesregierung und Stromwirtschaft wissen, wo der Atommüll aus deutschen
Atomkraftwerken endgelagert werden soll. Tagungsbericht und Kommentar.
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Stx330-331.2000.1-3.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll-Recycling: US-Behörde stoppt die Freigabe von kontaminierten
Metallen. Radioaktiv verseuchter Stahl soll zu Atommüllbehältern verarbeitet
werden. Das US-amerikanische Energiedepartment hat am 13. Juli 2000 den
Verkauf mehrerer tausend Tonnen Metallschrott aus Atomwaffenfabriken
verboten, damit radioaktiv kontaminierte Metalle nicht mehr länger zu
Gürtelschnallen, Reißverschlüssen, Spielzeug und anderen Erzeugnissen
verarbeitet werden. Der zuständige Staatssekretär Bill Richardson sagte, daß
die Verkäufe erst wieder aufgenommen werden sollen,
wenn die für die jeweiligen Anlagen Verantwortlichen sicherstellen könnten,
daß die Metalle von jeglicher nachweisbarer radioaktiver Kontamination frei
sind.
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Stx326-327.2000.1,2.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Studie zur "Entsorgung" radioaktiver Abfälle in Deutschland
befruchtet die Debatte um eine neue Entsorgungsstrategie. Im August 1998
wurde von der Heinrich Böll-Stiftung auf einer
Fachtagung in Hannover eine Studie der Gruppe Ökologie zur sogenannten
Entsorgung radioaktiver Abfälle vorgestellt. In der Studie wird die
gegenwärtige Entsorgungssituation analysiert und Möglichkeiten sowie
Bedingungen für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle einschließlich der
abgebrannten Brennelemente unter der Voraussetzung des Ausstiegs aus der Atomenergienutzung
aufgezeigt. Daraus wird unter der Prämisse des Ausstiegs eine Strategie zum
möglichst risikoarmen Umgang mit den radioaktiven Abfällen abgeleitet. Von
Wolfgang Neumann.
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Stx294-295.1999.4-6.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Atomare Zwischenlager: Die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente
ist der billigste Entsorgungsnachweis. Ende 1994 entschied sich die
schleswig-holsteinische Landesregierung für den Ausstieg aus dem
"Plutoniumkarussell" und akzeptierte die Direkte Endlagerung
abgebrannter Brennelemente als Entsorgungsnachweis. Die Brennelemente der
Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nicht
wie bisher in der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield
"recycelt", die auslaufenden Verträge von den Hamburger
Elektrizitätswerken nicht verlängert. Wolfgang Ehmke, Sprecher der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, beschreibt die finanziellen
"Beweggründe" der deutschen Atomwirtschaft, den Weg der Direkten
Endlagerung einzuschlagen. Werden zudem oberirdische externe Zwischenlager
als Entsorgungsnachweis akzeptiert, hat sich für die Atomstromproduzenten die
schnellste und billigste Variante der Entsorgung realisiert.
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Stx198-199.1995.1-3.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Palau: Atommüllager auf Südsee-Insel.
Die 15.000 Bewohner auf der mehr als 200 Inseln zählenden Südsee-Inselgruppe
Palau rund 800 Kilometer östlich der Philippinen wurde 1995 selbständig.
Durch den "Vertrag über die freie Assoziierung" mit den Vereinigten
Staaten von Amerika erhält es eine halbe Milliarde Dollar Entwicklungshilfe.
Dafür verpflichtet sich Palau nicht nur, den US-Amerikanern Militärbasen für
atomar bewaffnete Kriegsschiffe zur Verfügung zu stellen, die USA dürfen auch
Atommüll auf den Inseln abladen.
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Stx196-197.1995.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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"Der Anteil der radioaktiven Abfälle aus den neuen Bundesländern
ist sehr gering". Das erklärt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seiner Anfang 1994 vorgelegten Abfallerhebung für
das Jahr 1992. Die größten Mengen stammen danach aus Forschungseinrichtungen,
Atomkraftwerken und der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen.
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Stx182-183.1994.7.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Siemens AG: Stille Entsorgung. Der deutsche Brennelemente-Hersteller
Siemens läßt Atommaterial nicht nur im westlichen Ausland, sondern auch in
Rußland bearbeiten und "entsorgen". In Hanau bei der Produktion von
Atomreaktor-Brennelementen angefallene sogenannte "Fertigungs-Restmengen"
werden in dem berühmt-berüchtigten Atomkomplex von Tomsk in Rußland
weiterverarbeitet. Ein erster Transport mit Uranmaterial in das sibirische
Gebiet ist Erklärungen von Siemens und aus dem Bonner Umweltministerium
zufolge am 21. Oktober 1993 abgegangen, ohne daß dies öffentlich bekannt
geworden war.
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Stx168-169.1994.10,11.2 (2 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Japan/Rußland: Atommüll soll weiter im Meer verklappt werden. Japan
will weiter radioaktive Abfälle seiner Atomanlagen im Gebiet seiner
Hoheitsgewässer ins Meer einleiten. Ein Vertreter des japanischen Amtes für
Wissenschaft und Technik erklärte am 2. November 1993, es gebe keine
völkerrechtlichen Abkommen, die eine derartige Veklappung
untersagten. - Rußland hatte am 17. Oktober 1993 rund 550 Kilometer vor der japanischen
Küste entfernt 900 Tonnen Atomabfälle aus U-Boot-Reaktoren ins Japanische
Meer eingeleitet, was heftige Proteste hervorgerufen hatte.
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Stx166-167.1993.7.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüll in Europa: Sorgen statt Entsorgung. Ihren dritten Bericht
"über die derzeitige Lage und Aussichten der Entsorgung radioaktiver
Abfälle in der Europäischen Gemeinschaft" bis zum Jahr 2020 hat die
EG-Kommission im April 1993 dem Ministerrat der Gemeinschaft vorgelegt.
Dieser Bericht, der die radioaktiven Abfälle militärischen Ursprungs aus der
Betrachtung ausspart, zeigt, daß neben der Anwendung von Radioisotopen in der
allgemeinen Industrie, der Medizin und der nichtnuklearen Forschung, sowie
dem Anfall natürlicher Radionuklide bei der Ausbeutung von Uranlagerstätten,
der Herstellung von Phosphatdünger und der Gewinnung von Naturgas und Erdöl,
die Abfälle aus den Kernkraftwerken und den Anlagen des Brennstoffkreislaufs
wegen ihrer besonderen radioaktiven Potenz und großen Menge an erster Stelle
stehen und die schwersten Probleme bereiten. Während für schwach- und
mittelaktive Abfälle mit vergleichsweise kurzer Halbwertszeit bereits seit
den fünfziger Jahren oberflächennahe Endlagerung in Bauwerken betrieben und
in steigendem Umfang angewandt wird, befinden sich die langlebigen,
alpha-kontaminierten und hochaktiven Abfälle, die durch radioaktiven Zerfall
auch Wärme erzeugen, langfristig in sogenannten Zwischenlagern. Die dafür
vorgesehene tiefe, "geologische" Endlagerung wird nach Meinung der
EG-Kommission bis weit ins einundzwanzigste Jahrhundert hinein nicht zur
Verfügung stehen. Dies sei besonders bedauerlich wegen der
alpha-kontaminierten Abfälle, die eigentlich keine "Abkühlung" in
Zwischenlagern brauchten und deren Lagervolumen - 8 Prozent des Rauminhalts
der gesamten Jahresproduktion an radioaktiven Abfällen - recht bedeutend
werden. Die Durchführung der Entsorgung radioaktiver Abfälle, vor allem ihrer
letzten Stufe, der Endlagerung, erfordere eine "Intensivierung der
Unterrichtung und Beteiligung der Öffentlichkeit".
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Stx158-159.1993.1-4.4 (4 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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Berlin: Strahlenquellen der Stasi im Zwischenlager beim HMI. Ein
Darlehen "in mehrstelliger Millionenhöhe" erhielt die in der Abwicklung
befindliche Firma Wissenschaftlicher Geräte- und Anlagenbau (Wigeba) GmbH in Berlin-Hohenschönhausen, um sämtliche
"umweltrelevanten beweglichen Sachen auf dem Grundstück fachgerecht zu
beseitigen und ordnungsgemäß zu entsorgen". Dazu zählen auch
Strahlenquellen aus Kobalt-60 und Cäsium-137 im Keller der Wigeba. Die Wigeba ist
Nachfolger des Instituts für technologische Untersuchungen, das der
DDR-Staatssicherheit (Stasi) unterstellt war. Kurzmeldung.
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Stx152-153.1993.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Arktik: Rußland schüttet weiter Atommüll ins
Meer. Rußland versenkt weiterhin radioaktive Abfälle in arktischen
Gewässern. Das berichtete Witali Kimstatsch vom
russischen Komitee für Hydrometeorologie und Umweltbeobachtung a, 7. Februar
1993 in Oslo.
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Stx148-149.1993.7.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Sowjetunion: Atomwracks auch in der Ostsee versenkt.
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Stx148-149.1993.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Moskau: Rußland plant Giftmüllverbrennung durch Atomexplosionen.
"Am Ende unserer gegenwärtigen wissenschaftlichen Untersuchungen werden
wir Experimente durchführen, um herauszufinden, ob die Giftmüllverbrennung
durch Atomtests möglich ist. Ich würde dies eine friedliche Atomexplosion
nennen." Das erklärte Valerie Bogdahn, stellvertretender russischer
Atomenergieminister, in einem Gespräch mit Greenpeace im April 1992.
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Stx140-141.1992.8.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Strahlenschutzkommission: Sonderregelung zur Freigabe des radioaktiven
Schrotts der Wismut AG empfohlen. Sogenannte Freigabegrenzwerte zum
Einschmelzen für die normale Wiederverwendung von radioaktivem Stahlschrott
der Wismut AG hat die bundesdeutsche Strahlenschutzkommission (SSK) im Juni
1991 empfohlen und im August 1991 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Danach
gilt für die Oberflächenverseuchung mit natürlichem Uran ein
"Freigabegrenzwert" von 0,5 Becquerel pro
Quadratzentimeter Oberfläche Schrott. Laut Strahlenschutzverordnung gilt
eigentlich ein zehnmal kleinerer Grenzwert.
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Stx112-113.1991.1.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Strahlenschützer wollen 1.000 Becquerel nicht mehr als radioaktiv
bezeichnen. Den "gordischen Knoten" des Strahlenschutzes will
der "Arbeitskreis Entsorgung" (AKE) des bundesdeutschen
Fachverbandes für Strahlenschutz (FS) e.V. lösen, indem er Radioaktivität
nicht mehr stets als solche bezeichnet. Einen entsprechenden Vorschlag
stellte das Direktorium des Verbandes in seinem Rundschreiben vom 5. März
1990 vereinsintern zur Diskussion.
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Stx80-81.1990.1.1 (1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Großbritannien: "Die Lagerung von Atommüll in der Erde ist ein
Risiko". Die Ablagerung radioaktiver Abfälle in der Erde kann aus
geologischen Überlegungen nicht als sicher gelten, heißt es in einem von
Greenpeace und Friends of
the Earth 1989 veröffentlichten Bericht von Philip
J. Richardson mit dem Titel "Exposing The Faults".
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Stx70-71.1989.8.1 (Kurzbesprechung, 1 Seite)
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Entsorgungsstrategie
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Atommüllverbrennung und Wiederaufarbeitung: Plutonium-Freisetzung aus
Karlsruher Forschungszentrum mit Kernwaffen-Fallout verglichen. Seit
Oktober 1988 werden in einer neuen Verbrennungsanlage für radioaktiv
strahlende Abfälle auf dem Gelände der Kernforschungsanlage Jülich in
Nordrhein-Westfalen radioaktive Abfälle aus Atomanlagen, Krankenhäusern und
Universitäten verbrannt. Das Düsseldorfer Arbeitsministerium hat mit Bescheid
vom 23.November 1987 für diese Anlage radioaktive Ableitungen an die Umwelt
in Höhe von 296 Millionen Becquerel für Jod und 37 Millionen Becquerel für
Aerosole pro Jahr genehmigt. Nach dem zuvor veröffentlichten Bericht der
Bundesregierung über "Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung"
ist bereits vor der Inbetriebnahme der Verbrennungsanlage in der Umgebung von
Jülich eine jährliche Ganzkörperdosis von 11 Mikrosievert (1,1 Millirem) ermittelt worden. Zum Vergleich: Für die
Umgebung von Kernkraftwerken werden Werte zwischen 0,1 und 0,3 Mikrosievert
(0,01 bis 0,03 Millirem) und für das
nordrhein-westfälische Kernkraftwerk Würgassen ein Höchstwert von 0,7
Mikrosievert (0,07 Millirem) angegeben. Daraus
rechneten Karin Grüber vom Ökologiereferat und Harry Kunz vom Landesvorstand
der Grünen in Nordrhein-Westfalen am 25. Januar 1989 der Öffentlichkeit vor,
daß in Jülich schon ohne atomare Müllverbrennunganlage
"die Ganzkörperbelastung um den Faktor 100 höher liegt als an allen
anderen Standorten von Atomanlagen in der Bundesrepublik". In Karlsruhe
werden seit langem radioaktive Abfälle verbrannt. Neben La Hague (Frankreich) und Windscale/Sellafield (Großbritannien) wird dort zudem die kleinste
der europäischen Wiederaufarbeitungsanlagen betrieben. 1986 veröffentlichten
Dr. H. Schüttelkopf und Dr. M. Pimpl vom
Kernforschungszentrum Karlsruhe eine Untersuchung über das Verhalten von
Plutonium in den Abwasser- und Abluftpfaden in der Umgebung des Karlsruher
Forschungszentrums. Ihre Aussage: Die Wiederaufarbeitungsanlage und die
Verbrennungsanlage für brennbare radioaktive Abfälle im Kernforschungszentrum
Karlsruhe haben vergleichsweise die höchsten Plutonium-Emissionen in der
Bundesrepublik Deutschland. Die Freisetzung von Plutonium aus diesen 1971 in
Betrieb genommenen Anlagen führen zu Umweltverseuchungen, die in der Umgebung
im Größenordnungsbereich des Kernwaffen-Fallouts durch die oberirdischen
Atomversuche liegen.
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Stx50.1989.1,2,5.3 (3 Seiten)
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Entsorgungsstrategie
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"Vorsorgeentsorgung" statt "Entsorgungsvorsorge".
Entsorgungsbericht der Bundesregierung bereitet Sorgen. Am 13. Januar 1988
hat die Bundesregierung ihren Bericht "zur Entsorgung der Kernkraftwerke
und anderer kerntechnischer Einrichtungen" vorgelegt. Er schließt an den
Bericht vom August 1983 an und beschreibt die Sicht der Bundesregierung bis
zum Jahr 2000. Durch "nicht kalkulierbare Ereignisse" oder durch
Ergebnisse von Gerichtsverfahren sieht die Bundesregierung ihr Konzept auch
in Zukunft nicht in Frage stellbar. Während
Unternehmen wie der Esso-Konzern nicht mehr von einer Zunahme des
Energieverbrauchs bis zum Jahr 2010 ausgehen und der Atomenergie nach der
Katastrophe von Tschernobyl die Spitze gebrochen sehen, verfolgt die
Bundesregierung mit ihrem Beharren auf Wiederaufarbeitung abgebrannter
Kernbrennstoffe den Ausbau der Plutoniumwirtschaft.
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Stx27.1988.1,2.2 (2 Seiten)
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Asse, Gorleben,
Greifswald/Lubmin, Lingen, Morsleben, ...
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Zurück zum Anfang
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Asse
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Atommülllager Asse: 25 Hektar
großes Zwischenlager geplant. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) plant nahe dem maroden Atommülllager Asse ein rund
250.000 Quadratmeter großes Zwischenlager für Atommüll. Ein Sprecher wollte
am 23. Juni 2011 Ort und Größenangabe allerdings nicht bestätigen. Auf dem
Areal werden demnach die 126.000 Atommüllfässer oberirdisch gelagert, die aus
der Schachtanlage geborgen werden sollen. Dies soll so lange geschehen, bis
es eine Lösung für ein Endlager gibt. Die Rückholung der Atommüllfässer ist
notwendig, weil Wasser in das Lager eindringt.
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Stx588-589.2011.8.1 (1 Seite)
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Asse
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Das multiplikative Zusammenwirken von radioaktiven und
nichtradioaktiven Schadstoffen in der Schachtanlage Asse wird bei
Risikobetrachtungen nicht beachtet. In der Schachtanlage Asse sind mit dem Atommüll große Mengen
unterschiedlicher Stoffe wie anorganische, organische zum Teil toxische und
grundwassergefährdende Chemikalien eingelagert. Viele davon sind anerkannte
Schadstoffe, wie z.B. einige Schwermetalle. Neben 13.000 Tonnen Eisen-Metall
sind in den Inventarlisten über 1.000 Tonnen Nichteisenmetalle darunter circa
700 Kilogramm Arsen und arsenhaltige Verbindungen (überwiegend aus
eingelagerten Pflanzenschutzmitteln), 12.000 Kilogramm Blei, circa 25.000 Kilogramm
Chrom, 230.000 Kilogramm Zink, 55 Kilogramm Cadmium, 22.000 Kilogramm Nickel
etc. aufgeführt. Daneben erhebliche Mengen an zum Teil giftigen Chemikalien
organischer Art, wie zum Beispiel Tributylphosphat,
BTEX-Aromaten, Dichlormethan und 1,1,1-Trichlorethan,
Phthalsäureester und Komplexbildner wie Diammonium Hydrogen Citrat (NH4)2HC6H5O7 und viele andere
Verbindungen. Gelangen diese Stoffe über Luft und
Wasser in die Biokreisläufe, so ist mit Gesundheitsbeeinträchtigungen zu
rechnen, die denen durch radioaktive Schadstoffe verursachten gleichkommen.
Eine Fokussierung allein auf das radioaktive Abfallinventar wird daher der
Sachlage nicht gerecht. Über Art und Menge der in den Mischabfällen
enthaltenen Materialien herrscht große Unsicherheit. Seit der Einlagerung ist
dieses Stoffgemenge permanent radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Bericht von
Rolf Bertram.
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Stx580-581.2011.13-15.3 (3 Seiten)
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Asse
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Das Lager Lubmin wird nicht nur für den ursprünglich angegebenen Zweck
genutzt. Die Bundesregierung gab
Auskunft über die Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Lubmin. Im Atommüllager Asse tritt vermehrt radioaktive Salzlösung
aus.
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Stx578-579.2011.2-3.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Asse
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Atommüll-Endlager: Vermehrt
Krebserkrankungen rund um das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel. Im
Umfeld des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist eine erhöhte Zahl
von Leukämie-Fällen bei Männern festgestellt worden. Frauen erkranken dort
weit öfter an Schilddrüsenkrebs als anderswo. Das teilte das niedersächsische
Umweltministerium am Abend des 25. November 2010 in Hannover mit und
bestätigte damit einen Bericht des regionalen NDR-Fernsehmagazins „Hallo
Niedersachsen“.
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Stx574-575.2010.1-2.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Asse
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Atommüll im Salzbergwerk: Streit
um Risiken und Nebenwirkungen bei einer Flutung des Atommülllagers Asse II. Bei
einer Flutung des Atommülllagers Asse II mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung als „Schutzfluid“ – im Notfall
oder als geplante Stilllegungsoption – bestehe kein
Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische Prozesse. Davor warnte der
emeritierte Professor am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
der Technischen Universität Braunschweig Dr. Rolf Bertram in der Ausgabe des
Strahlentelex vom 4. März 2010. Das ursprünglich als Vorbild für ein
Atomendlager im Salzstock von Gorleben dienende „Versuchsbergwerk“ Asse II
bei Wolfenbüttel wurde als illegale Atommülldeponie betrieben und ist nun
akut vom Einsturz bedroht. Zur Orientierung bei der Vorbereitung von
Maßnahmen zur Havarie-Abwehr dient gegenwärtig eine im Jahre 2005 vom
Institut für Sicherheitstechnologie (ISTec) GmbH,
einem Tochterunternehmen der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit
(GRS) mbH, erstellte Studie „Realistische und maximale Gasbildung in der
Schachtanlage Asse“ (ISTec-A-979, Köln Juli 2005). Rolf Bertram kritisierte
grundsätzliche Defizite diese Studie. Gegen diese Kritik wenden sich jetzt
die Autoren der ISTec-Studie, der Chemiker Dr.
Guido Bracke und der Diplom-Physiker Wolfgang Müller, Leiter der Stabsstelle
Forschung & Entwicklung des ISTec. Sie werfen
Bertram vor, sich auf „exotische Reaktionen“ zu berufen. Dem widerspricht
Rolf Bertram, es handele sich im Gegenteil um mit Sicherheit ablaufende
Reaktionen und er verweist auf die inzwischen offenbar gewordene Einlagerung
einer Vielzahl hochaktiver Gebinde, die die Gasbildung maßgeblich
beeinflussen. Strahlentelex dokumentiert diese Auseinandersetzung. Der
Ausgangsartikel von Rolf Bertram („Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer
Flutung des Atommülllagers Asse II mittels Schutzfluid; Strahlentelex 556-557
vom 04.03.2010, S.10-14) kann unter www.strahlentelex.de/Stx_10_556_S10-14.pdf
abgerufen werden.
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Stx572-573.2010.7-12.6 (6 Seiten)
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Asse
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„Risiken und Nebenwirkungen“ bei einer Flutung des Atommülllagers Asse
II mittels Schutzfluid. Die
Vollverfüllung – als eine Stilllegungsoption für
Asse II – sieht vor, die oberen Bereiche der Schachtanlage mit Beton zu
verfüllen und unterhalb der 700-Meter-Sohle mit einer gesättigten Magnesiumchloridlösung (sogenanntem Schutzfluid) zu
fluten. Dadurch würde früher oder später das gesamte auf der 725 Meter- und
750 Meter-Sohle eingelagerte radioaktive und nichtradioaktive Inventar sowie
das zur Verfüllung der Einlagerungskammern verwendete Material in Kontakt mit
der wässrigen Lösung kommen. Auch bei der
Notfallplanung ist beim Eintritt des Notfalls eine Flutung mittels Schutzfluid
vorgesehen. Auch hierbei würde das eingelagerte Material der Einwirkung der
gesättigten Magnesiumchloridlösung ausgesetzt. In
beiden Fällen ist eine trockene Lagerung des Inventars unmöglich. Die
geforderte Langzeitsicherheit (für 1 Million Jahre) ist bei Verfüllung mit
Beton und Magnesiumchloridlauge nicht zu
gewährleisten. Es besteht kein Schutz gegen sicherheitsgefährdende chemische
Prozesse Von Rolf Bertram
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Stx556-557.2010.10-14.5 (5 Seiten)
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Asse
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Das BfS will die radioaktiven Abfälle aus dem
Salzbergwerk Asse möglichst vollständig zurückholen. Die Rückholung der Abfälle aus dem
Atommülllager Asse II bei Wolfenbüttel ist „momentan die beste Lösung“, meint
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU). Im
Jahre 1967 hatte die Bundesrepublik Deutschland das alte Salzbergwerk bei
Wolfenbüttel erworben, um den Bau von Atomkraftwerken zu fördern. Seitdem
steht es unter der Oberaufsicht des Bundes und wird in seinem Auftrag von staatlichen
Einrichtungen betrieben. Seit dem 1. Januar 2009 ist es das BfS, zuvor war es das Helmholtz-Zentrum München, das sich
früher GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH und davor
Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbh
(GSF) nannte. Mit einer gehörigen Portion krimineller Energie wurde die Asse als illegale Deponie betrieben. Weil sie
nie den Anforderungen an ein Endlager genügte, wurde sie bewußt einem
atomrechtlichen Genehmigungsverfahren entzogen. Der Öffentlichkeit wurde das
alte Salzbergwerk als „Versuchsendlager“ präsentiert. Dieser Begriff sollte
Vorläufigkeit vortäuschen. Tatsächlich wurden unterschiedliche Methoden zur
Einlagerung im Salz erprobt, eine anschließende Beseitigung der
Versuchsanlagen war jedoch von Anfang an nicht geplant.
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Stx554-555.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Asse
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Plutonium im Lager Asse. Auch
hochradioaktiver Abfall ist in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden,
obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen
und genehmigt worden war. „In der Schachtanlage Asse II lagert mit rund 28
Kilogramm offensichtlich mehr als dreimal so viel hochgiftiges Plutonium wie
bislang angenommen“, teilte das Bundesumweltministerium am 29. August 2009
mit und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Fernsehmagazins Monitor vom
23. Juli 2009.
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Stx544-545.2009.8.1 (1 Seite)
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Asse
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Hinweise auch auf hochradioaktiven Müll im Atomlager Asse. Einem Bericht des ARD-Fernsehmagazins
MONITOR vom 23. Juli 2009 zufolge gibt es neue Hinweise darauf, daß
hochradioaktiver Abfall in das Atommüll-Lager Asse II eingelagert worden ist,
obwohl das Lager nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall vorgesehen
und genehmigt worden war. Demnach hatte das Bundesforschungsministerium der
Siemens AG die Lagerung von bis zu „25 Fässern mit hochradioaktivem Abfall“
zugesagt.
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Stx542-543.2009.5.1 (1 Seite)
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Asse, WAA Karlsruhe, Gorleben
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Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der Wiederaufbereitungsanlage
Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven Inventars im Atommülllager Asse
könnten nicht oder nur in Form einer historischen Aufarbeitung beantwortet
werden, meint die Bundesregierung.
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Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)
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Asse
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Atomlager Asse: Lug und Trug von Anfang an. Atomkonzerne drückten Sicherheitsstandards – Greenpeace-Recherchen
zeigen heimliche Allianz zwischen Aufsichtsbehörden und Stromkonzernen. Auf
Druck der Energiekonzerne hat die Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF,
heute Helmholtz-Zentrum München) als Betreiberin des maroden Endlagers Asse
II im Jahr 1975 ihre Sicherheitsstandards für die Einlagerung von Atommüll
gesenkt. Das belegt ein Schriftwechsel zwischen Stromkonzernen, GSF und
Bundesinnenministerium, den Greenpeace ausgewertet hat. Im Endlager
angelieferte Fässer durften ab Dezember 1975 fünf Mal
mehr Radioaktivität enthalten als ursprünglich vorgesehen. Die
Energiekonzerne verlangten zudem von der GSF Zugeständnisse bei den
Betonabschirmungen der Fässer.
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Stx540-541.2009.3.1 (1 Seite)
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Asse
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Im Versuchsendlager Asse II ist deutlich mehr radioaktives Inventar
eingelagert als behauptet. Recherchen
von Greenpeace zufolge übersteigt allein die Menge des in dem maroden
Versuchsendlager Asse II bei Wolfenbüttel eingelagerten Tritiums die Angaben
des früheren Betreibers um das 4,5-fache. Die Einlagerungsunterlagen des
Helmholtz Zentrums München dokumentieren ein Tritium-Inventar von lediglich
4.380 Gigabecquerel zum 1. Januar 1980. Greenpeace hat jedoch auf Grundlage
der regelmäßig durchgeführten Tritium-Messungen in der Abluft der Asse ein
eingelagertes Inventar von rund 20.000 Gigabecquerel oder mehr berechnet und
fordert von den vier Stromproduzenten RWE, E.on,
Vattenfall und EnBW die lückenlose Aufklärung
darüber, welchen und wieviel Atommüll sie in die Asse eingelagert haben. Das
Helmholtz Zentrum München als vormaliger Betreiber, hatte die Menge des
eingelagerten Tritiums zum Teil im Nachhinein
lediglich geschätzt, nachdem die Einlagerung des Atommülls von 1967 bis 1978
nur äußerst ungenau dokumentiert worden war.
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Stx538-539.2009.4-5.2 (2 Seiten)
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Asse
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Keine rechtlich verpflichtende Beteiligung an den Stilllegungskosten
der Asse II für AKW-Betreiber. Neue
Geschäftsführer für die Asse GmbH bestellt. Insgesamt fast drei Viertel der in
der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel eingelagerten Aktivität stammen
von den Energieversorgungsunternehmen (EVU) und mehr als zwei Drittel davon
aus dem Wiederaufarbeitungsprozeß von abgebrannten Brennelementen, die von
den Energieversorgungsunternehmen an die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe
geliefert wurden. Das erklärt das Bundesumweltministerium (BMU) in einem
Hintergrundpapier vom 5. März 2009 und bestätigt damit frühere Aussagen von
Greenpeace. Eine rechtlich verpflichtende Beteiligung der
Energieversorgungsunternehmen (EVU) an den Stilllegungskosten
der Asse hätte vor der Ablieferung der Abfälle mit den EVU vereinbart werden
müssen, heißt es in dem BMU-Papier. Das sei jedoch nicht geschehen. Deshalb
schlägt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt die Erhebung einer
Brennstoffsteuer als Ausgleich vor. l
Laut Mitteilung vom 16. März 2009
hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt für die mit dem bergbaulichen
Betrieb beauftragte und zu Jahresbeginn 2009 gegründete Asse GmbH zwei neue
Geschäftsführer bestellt. Neuer technischer Geschäftsführer ist nun der
Abteilungsleiter im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Dr. Ulrich Kleemann. Die kaufmännische Geschäftsführung übernimmt der frühere
Regierungspräsident von Hannover Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz.
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Stx534-535.2009.6-7.2 (2 Seiten)
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Asse
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Physikalisch-Chemische Prozesse im schwach- und mittelaktiven Atommüll
in der Schachtanlage ASSE II – eine unterschätzte Gefahr. Gefahren für Mensch und Umwelt, die mit der
Lagerung von schwach- und mittelaktivem Atommüll verbunden sind, wurden
bisher unterschätzt. Erst durch die jüngst bekannt gewordenen Ereignisse in
der Schachtanlage ASSE II bei Wolfenbüttel wird zunehmend bewußt, daß bedingt
durch die stoffliche Vielfalt in dieser Atommüllkategorie unüberschaubare
sicherheitsgefährdende Prozesse ausgelöst werden. Unvermeidbare Veränderungen
und Störungen des gesamten Systems durch geochemische und radiochemische
Reaktionen als Folge der Wechselwirkung zwischen den radioaktiven und
nichtradioaktiven Komponenten werden bis zur Stunde zu wenig beachtet. Durch
permanente Änderungen aller Systemeigenschaften wird eine dauerhafte Dynamik
ausgelöst, deren Tragweite bis zur Stunde nur unzureichend wahrgenommen wird.
Noch immer fehlen eine gründliche Erfassung der wirkenden Einflußfaktoren
sowie eine gründliche Analyse der ineinandergreifenden Wechselwirkungen und
damit auch eine umfassende Bewertung. Gegenwärtig verwendete Modelle zu den
geochemisch basierten Sicherheitsnachweisen sind unvollständig, da sie
langfristig ablaufende komplexe Vorgänge in einem Endlager und neuere
wissenschaftliche Erkenntnisse weitgehend außer Acht
lassen. Von Prof. Dr. Rolf Bertram.
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Stx532-533.2009.12-13.2 (2 Seiten)
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Asse
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Zehnte Änderung des Atomgesetzes. „Konjunkturpaket für Atomkonzerne“ – Kritik an Regelung für die Schachtanlage
Asse II. Vor dem Hintergrund einer veränderten Sicherheitslage nach den
Terroranschlägen in den USA, Madrid und London hatte die Bundesregierung
einen Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes eingebracht. Das am 30. Januar
2009 vom Bundestag beschlossene Zehnte Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes
sieht vor, daß künftig alle Personen, die mit Genehmigungs-,
Planfeststellungs- oder Aufsichtsverfahren nach dem Atomgesetz betraut sind,
in Atomkraftwerken oder mit radioaktiven Stoffen arbeiten, mit Hilfe von
Polizei, Verfassungsschutz und der Stasiunterlagen-Behörde auf ihre
Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Außerdem wird mit der Gesetzesänderung
geregelt, daß sowohl für den Betrieb als auch für die Stilllegung
der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel in Niedersachsen künftig die
Vorschriften über Endlager des Bundes gelten sollen. Auf scharfe Kritik
treffen die Regelungen für die Schachtanlage Asse II. Damit werde das
Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt. Der Bund will nun die Kosten für Betrieb
und Schließung des Atommülllagers Asse in Niedersachsen dem Steuerzahler
aufbürden.
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Stx530-531.2009.11-12.2 (2 Seiten)
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Asse
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Bundesamt für Strahlenschutz ist jetzt Betreiber der Asse. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) Betreiber der
Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel. Mit Gründung einer bundeseigenen
„Asse GmbH“ für die Betriebsführung der Schachtanlage und dem Übergang der
erforderlichen Genehmigungen vom Helmholtz-Zentrum München auf das Bundesamt
für Strahlenschutz könne der Betreiberwechsel wie geplant vollzogen werden,
erklärt das Bundesumweltministerium in einer gemeinsam mit dem
Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Ende Dezember 2008.
Ursache für den Betreiberwechsel waren skandalöse Mängel in der bisherigen
Führung des Betriebes der Schachtanlage Asse II durch das Helmholtz-Zentrum
München sowie in der Führung des Schließungsverfahrens durch das
niedersächsische Ministerium. Außerdem gab es Probleme bei der Kommunikation
zwischen den zuständigen Behörden.
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Stx528-529.2009.3-4.2 (2 Seiten)
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Asse
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Fehleinschätzungen durch fragwürdige Klassifizierung von Atommüll. Die übliche Klassifizierung des Atommülls
„schwach – mittel – hochaktiv“ reicht für eine Bewertung der von diesen
Stoffen für Mensch und Umwelt ausgehenden Gefährdung nicht aus. Die Angabe der
Aktivität in der Maßeinheit Bq (Becquerel) orientiert sich an der
Wärmeabgabe, die vom Atommüll ausgeht. Die Energiedosis sagt nichts über die
schädigende Wirkung der Strahlung aus. Diese Klassifizierung unterscheidet
auch nicht die unterschiedlichen Strahlungsarten und erlaubt daher auch keine
Aussage über die Wirkung der ionisierenden Strahlung auf die umgebende
Materie. Die Wirkmechanismen von dünn- und dichtionisierender Strahlung auf
lebende und tote Objekte sind gänzlich verschieden. Unterschiedliche
radioaktive Strahlungsarten schädigen bei gleicher Energiedosis
unterschiedlich stark. Die Nichtbeachtung dieser Tatsache kann zu
verhängnisvollen Fehleinschätzungen führen. Von Rolf Bertram.
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Stx520-521.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Asse
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Hochaktiver Atommüll im Lager Asse II. Das vom Helmholtz-Zentrum München (vormals GSF-Forschungszentrum für
Umwelt und Gesundheit GmbH) als Betreiber des mit Wassereinbrüchen kämpfenden
Forschungsendlagers Asse II bei Wolfenbüttel vorgelegte Anlieferkataster
weist nach Angaben der Grünen in Niedersachsen auch die Einlagerung von hoch
radioaktiven Müll aus. Bisher war von lediglich schwach- und
mittelradioaktiven Abfällen gesprochen worden. Demnach wird in einer
Begleitliste Abfall als „Brennstäbe in Blechdosen“ bezeichnet. Das in dem
betreffenden Faß befindliche Uran und Plutonium sei sehr hoch angereichert, erklärte
Fraktionschef Stefan Wenzel am 30. Juli 2008 in Hannover, „deutlich mehr, als
bisher vermutet“. In dieser Menge sei das „ganz eindeutig Kernbrennstoff“.
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Stx518-519.2008.7.1 (1 Seite)
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Asse
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Ein sicheres atomares Endlager gibt es nicht. - Skandal um
Umweltverseuchung und unsichere Atommüll-Lagerung bei Wolfenbüttel und
Lüchow-Dannenberg. Das Gerede von sicheren atomaren Endlagern ist eine dumme
Täuschung. Laugenzuflüsse dringen
in das sogenannte Forschungsendlager Asse II bei Wolfenbüttel ein – täglich
etwa 12,5 Kubikmeter – und gefährden 125.787 zwischen 1967 und 1978
eingelagerte Fässer mit 46.900 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven
Abfällen. Das wurde bereits mehrfach berichtet. Der Betreiber von Asse II,
das Helmholtz-Zentrum München, hat die offenbar bereits seit Anfang der
1990er Jahre radioaktiv verseuchten Laugenzuflüssen vom 750 Meter tiefen in
das unterste, 975 Meter tiefe Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt.
Das wurde jetzt zusätzlich am 16. Juni 2008 bei einer Anhörung im
Umweltausschuß des niedersächsischen Landtages bekannt. Offensichtlich
gezielt an den Aufsichtsbehörden vorbei, ist damit eine tickende Zeitbombe
geschaffen worden. An drei Zuflußstellen sollen in
der Lauge zumindest zwischen 20.000 und 90.000 Becquerel Cäsium-137 pro Liter
nachgewiesen worden sein. Der Grenzwert für die Freigabe des künstlichen
Radionuklids beträgt laut Strahlenschutzverordnung 10.000 Becquerel pro
Liter.
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Stx516-517.2008.3-4.2 (2 Seiten)
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Asse
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Kein Sicherheitsnachweis für Asse II. Um die Langzeitsicherheit von Atommüll-Lagern nachzuweisen, operieren
die Betreiber seit Jahrzehnten mit Simulationsrechnungen und unrealistischen
Laborexperimenten. Damit wird in der Bevölkerung und bei den politischen
Entscheidungsträgern der Eindruck erweckt, daß alles überprüft und
kontrolliert werde. Dabei sind solche Übungen nichts anderes als hilflose
Versuche, etwas nachzuweisen, was nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft
und Technik nicht nachzuweisen ist. Das Atommüll-Lager Asse II, in dem bis
1978 über 120.000 Gebinde mit Atommüll eingelagert wurden, soll nach Flutung
mit einer wässerigen Magnesiumchloridlösung
unumkehrbar verschlossen werden. Die vom Betreiber GSF dafür verwendeten
Argumente für die geforderte Langzeitsicherheit lassen wichtige Fakten und
absehbare Folgen außer Betracht. Von Rolf Bertram.
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Stx506-507.2008.1-3.3 (3 Seiten)
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AVR Jülich
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Forschungsreaktor AVR Jülich: Reaktor
und Regierung haben versagt. Der Reaktorkern des seit 1988 abgeschalteten
Forschungsreaktors in Jülich ist extrem stark radioaktiv kontaminiert. Einer wissenschaftlichen
Analyse zufolge ist der Forschungsreaktor über Jahre hinweg mit viel zu hohen
Temperaturen betrieben worden und möglicherweise nur knapp an einer
Katastrophe vorbeigeschlittert. Durch die Verwendung unausgereifter
Brennelemente und die hohen Temperaturen, so Rainer Moormann,
der Autor der Studie, der jahrelang in der Sicherheitsforschung in Jülich
gearbeitet hat, sei der Reaktorkern mit extrem hohen Mengen radioaktiver
Isotope verunreinigt. Nach Ansicht des Darmstädter Öko-Instituts handelt es
sich aufgrund der hohen Kontamination um einen der „problematischsten
Reaktoren weltweit. Über diese Probleme berichteten die Bürgerinitiative
Umweltschutz Hamm sowie Strahlentelex zwar bereits vor einem Jahr, aber erst
jetzt, nachdem ein renommiertes Nachrichtenmagazin sich dieser Nachricht
annahm, bekam sie mehr Schwung. Denn der Thorium-Hochtemperaturreaktor (THTR)
und die Generation IV-Reaktoren sind nach Ansicht der schwarz-gelben
Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen (NRW) besonders förderungswürdig
und können bei einer entsprechenden parteipolitischen Konstellation auf
Bundesebene die Renaissance der Atomkraft in Deutschland einläuten. Bericht
von Horst Blume, Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm
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Stx550-551.2009.5-6.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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In Gorleben wird gebaut. Der
Skandal um Gorleben wird amtlich. Bisher galt die Sprachregelung, dass der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als
Atommüllendlager „erkundet“ wird. Für die Gorlebengegner
war das ein Etikettenschwindel. „1,6 Milliarden Euro sind in den Ausbau
Gorlebens geflossen, eine Erkundung hingegen würde nach Angaben des
Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mit rund 400
Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Daran erinnert die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in einer ihrer letzten Mitteilungen im
alten Jahr 2011.
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Srtx600-601.2012.8.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Greenpeace deckt falsche Berechnungen bei Strahlen-messungen auf. Der
Grenzwert am Zwischenlager kann in diesem Jahr überschritten werden. Das Niedersächsische Umweltministerium
(NMU) hat nach Ansicht von Greenpeace erhebliche Fehler bei der Berechnung
der Strahlenmessungen am Atommüll-Zwischenlager Gorleben gemacht. Mit einer
aktuellen Analyse weist die unabhängige Umweltschutzorganisation nach, daß
der genehmigte Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert am Zwischenlager bis zum
Jahresende überschritten werden kann. Die Strahlenmessungen bilden die
Grundlage für die Entscheidung des Ministeriums über den diesjährigen
Castortransport. Die Greenpeace-Berechnungen ergeben eine mögliche diesjährige
Strahlendosis von 0,305 Millisievert. Das NMU hatte dagegen einen
Strahlenwert von 0,233 Millisievert errechnet.
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Stx596-597.2011.9-10.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Endlager: Gorleben war der
Joker zur Überraschung des Bundes. Gorleben wurde vor rund 35 Jahren als
Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) benannt. Noch heute wird
heftig darum gestritten, wie es zu dieser Benennung kam. Gorleben-Befürworter
haben sich mittlerweile eine Geschichte zu-rechtgelegt und auch die
Gorleben-Kritiker haben ebenfalls ihre Vermutung, wie es abgelaufen ist. Die
Zeugenbefragungen im Gorleben-Untersuchungsausschuß des Deutschen Bundestages
bieten Gelegenheiten, sich darüber zu streiten.
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Stx596-597.2011.5-9.5 (5 Seiten)
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Gorleben
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Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg erstattet Strafanzeige
gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). „Das Maß ist voll, der Castortransport muß abgesagt werden“ – die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) reagiert auf die
erhöhten Strahlenwerte im Castor-Lager in Gorleben mit einer Strafanzeige
gegen die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). Der Betreiberfirma wird
vorgeworfen, daß sie ionisierende Strahlen oberhalb genehmigter Grenzwerte
freisetzt. Die Anzeige wurde am 16. September 2011 bei der Staatsanwalt
Lüneburg eingereicht.
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Stx594-595.2011.14-15.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Epidemiologie: Verlorene Kinder
um Gorleben. Eine Studie des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes
bestätigt Veränderungen des Geschlechterverhältnisses bei Gorleben seit dem
Beginn der Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager. Bericht von
Sebastian Pflugbeil.
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Stx592-593.2011.14.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Erhöhte Strahlung in Gorleben. BI Umweltschutz: „Castor-Transport muss abgesagt werden“. 102 Castor-Behälter verlieren sich noch im Brennelement-Zwischenlager
Gorleben, 420 Stellplätze gibt es insgesamt, 11 Behälter sollen im Herbst aus
La Hague dazu kommen – doch schon jetzt gibt es
Strahlenalarm: Radioaktivitäts-Messungen im Auftrag des niedersächsischen
Umweltministeriums hätten ergeben, dass die
Strahlenbelastung am Zaun des Zwischenlagers oberhalb der zulässigen
Jahresgrenzwerte liegen könnte. Das berichtete das NDR Regionalmagazins
„Hallo Niedersachsen“ am Abend des 25. August 2011. Dem NDR liegt demnach ein
Vermerk des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasser-wirtschaft, Küsten-
und Naturschutz (NLWKN) vor, in dem es heißt, es sei nicht auszuschließen, dass die Jahres-dosis bis Ende 2011 über-schritten sein
könnte. „Eine Einlagerung weiterer Behälter wäre dann nicht zulässig.“
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Stx592-593.2011.13.1 (1 Seite)
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Gorleben
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EU-Richtlinie über die Entsorgung
von radioaktiven Abfällen verabschiedet. Aktenfunde belegen frühes Wissen um
Gorlebener Gasfelder. Der Rat der Europäischen Union (EU) hat am 20. Juli
2011 eine Richtlinie „für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung
abgebrannter Brennelemente“ und radio-aktiver Abfälle verabschiedet, die
einen verbindlichen Rechtsrahmen für alle EU-Mitglieder schaffen soll. Diese
ergänzt die Richtlinie der Europäischen Union vom 25. Juni 2009 zur
Sicherheit von kerntechnischen Einrichtungen (2009/71/EURATOM) und stellt die
Umsetzung des zweiten Teils des von der Kommission im Jahr 2003 präsentierten
Nuklearpaketes dar. Das Bundesumweltministerium begrüßt die Richtlinie, weil
damit eine europaweite Einigung über die Kriterien für die Entsorgung von
Nuklearabfällen erzielt worden sei. Schwerpunkt der Richtlinie ist die
Forderung an alle 14 EU-Mitgliedsstaaten, einen „nationalen Entsorgungsplan“
aufzustellen. Dieser Plan soll die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit
von Entscheidungen bei der Entsorgung und der Endlagerung von Atomabfällen
gegenüber der Öffentlichkeit gewährleisten, heißt es. Der jeweilige nationale
Entsorgungsplan soll durch eine internationale Expertengruppe überprüft und
in regelmäßigen Abständen „fortentwickelt“ werden. Ausserdem
werden künftig die von der Lobby-Organisation zur Förderung der Atomenergie
IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation) entwickelten
Sicherheitsstandards rechtsverbindlich.
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Stx590-591.2011.18-19.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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„Gorleben soll leben“ – unter dieser
Parole werden im November 2011 Tausende in Dannenberg demonstrieren, denn der
13. Castor-Transport nach Gorleben und das Endlagersuchgesetz werden das Wendland
am Ende dieses antiatombewegten Jahres zum Schauplatz machen. Das beschloß
ein breites Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden am 28. Juli 2011 auf einem Treffen in
Lüneburg.
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Stx590-591.2011.17-18.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Epidemiologie: Bei Gorleben werden seit Beginn der
Castor-Transporte ins dortige Atom-Zwischenlager zunehmend zu wenige Mädchen
geboren. Das niedersächsische Statistikamt hat kürzlich die
Geburtenzahlen für 2010 veröffentlicht. In der Umgebung von Gorleben setzt
sich damit der Aufwärtstrend in der Veränderung des
Geschlechter-verhältnisses von Neugeborenen (Human Birth
Sex Odds) seit Inbetriebnahme des dortigen Zwischenlagers weiterhin fort: Es
werden zunehmend zu wenig Mädchen geboren. Das zeigt jetzt eine Auswertung
der Zahlen durch Dr. Hagen Scherb, Dr. Kristina
Voigt und Dipl.-Ing. Ralf Kusmierz in ihrem neuen
„Fact Sheet Gorleben“.
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Stx590-591.2011.17.1 (1 Seite)
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Gorleben
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„Lockgesang“. Bundesumweltminister
Röttgen hat jetzt auf einer CDU-Klausurtagung in
Walsrode angekündigt, daß die „Sicherheitsprüfung“ für ein Endlager im
Salzstock Gorleben schon in weniger als zwei Jahren beendet sein könnte. Die
„Experten“ dafür hat er ausgesucht: Gutachter, die seit vielen Jahren
Gorleben als Endlager befürworten. Vorher hatte der Minister im Dialog mit
der Atomindustrie eine ganze Reihe von Entscheidungen getroffen. Die Versuche
der betroffenen Bevölkerung, mit Herrn Röttgen ins
Gespräch zu kommen, hat er dagegen ausgeschlagen, erklären die Bäuerliche
Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
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578-579.2011.5.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Atommüll-Endlagerung: Gorleben-Veteranen
vor dem Untersuchungsausschuß. Niedersachsens früherer langjähriger Sozialminister
Hermann Schnipkoweit (CDU) hat am 27. Januar 2011
vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss des
Deutschen Bundestages die Entscheidung der damaligen Landesregierung für
Gorleben als Kandidat einer atomaren Endlagerstätte verteidigt. „Ich habe bis
heute noch niemanden kennengelernt, der einen anderen Standort vorschlägt“,
sagte der heute 82-Jährige. Und: „Wir haben für Gorleben entschieden, weil
wir den Standpunkt hatten, dort sei der beste Salzstock.“ Kritisch dagegen
hat sich die Atomkraftgegnerin Marianne Fritzen vor dem Untersuchungsausschuß
über die Informationspolitik bei der Erkundung des Standortes Gorleben
geäußert. „Die Öffentlichkeit wurde nie richtig informiert“, sagte die
Mitgründerin und frühere Sprecherin der Bürgerinitiative Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg (BI). „Schon vor der Entscheidung der Bundesregierung im
Juli 1983 erfuhren wir, daß die Aufträge für die Schachtvorbohrungen bereits
vergeben gewesen waren“, sagte Fritzen. Daraufhin habe die BI ihre Teilnahme
an Informationsveranstaltungen mit den Behörden abgesagt. Die heute
86-Jährige sagte: „Die Probebohrungen waren geheim, aber wir wollten
informiert sein.“ Teilweise sei dies indirekt geschehen. So habe zum Beispiel
der Hamburger Geschichtsprofessor Helmut Bley während einer Zugfahrt im
Intercity zufällig einer Diskussion im Speisewagen zugehört, in dem Vertreter
der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und Ministeriumsvertreter
die Breite der geplanten Erkundungsschachte diskutiert hätten. „Die sollten
gleich so gestaltet werden, daß man sie später auch nutzen kann“, sagte
Fritzen.
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Stx578-579.2011.4-5.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Atompolitik: Zweifel an Gorleben
unterdrückt. Vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss
des Deutschen Bundestages hat am 12. November 2010 der Physiker Heinz Nickel
als Zeuge über seine Messungen im Salzstock ausgesagt und erklärt, seine
Ergebnisse seien im Nachgang nicht ausreichend gewürdigt worden. Dabei hätten
die ermittelten Meßdaten kritische Fragen zu einem Endlager in Gorleben für
radioaktiven Müll aufgeworfen. Der freiberufliche Geologe und Politikberater
Detlef Appel erklärte am 25. November 2010 vor dem Untersuchungsausschuß zu
Gasfunden während der Erkundungen in Gorleben, daß Gasvorkommen in
Salzstöcken durchaus vorkommen würden und damit auch gerechnet worden sei –
„das Ausmaß aber war überraschend“. Bei einer Schachtvorbohrung waren
Geologen an mehreren Stellen auf Gas gestoßen.
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Stx574-575.2010.9-10.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Erst Hennenhöfer,
jetzt auch noch Thomauske. Atomfilz
beim Endlager Gorleben. Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: „Röttgen will Gorleben durchboxen“. Mit großer Empörung
reagierte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf die
Entscheidung der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Dr.
Bruno Thomauske an einer „Eignungsprognose“ für das
geplante Endlager Gorleben mitwirken zu lassen. Finanziert wird diese
„Eignungsprognose“ vom Bundesumweltministerium. „Der Filz erreicht unter
Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine neue
Qualität“, kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke die Personalentscheidung. Thomauske wechselte einst vom Bundesamt für
Strahlenschutz (BFS) zum Atomstromkonzern Vattenfall. Dort war er
Geschäftsführer der Atomsparte im Vattenfall-Konzern, als in dessen Reaktor Krümmel bei Hamburg ein Transformatorenbrand ausbrach und
einen gefährlichen Zwischenfall verursachte. Nach massiven Vorwürfen wurde Thomauske deshalb von seiner Funktion entbunden. Zur Zeit
hat er einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen, der vom
Energiekonzern RWE gesponsert wird.
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Stx568-569.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Bergleute für Gorleben gesucht. Die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg fragt das Bundesamt für Strahlenschutz:
„Was soll in Gorleben ‚zügig‘ bewegt werden? Salz oder Papier?“ Reviersteiger, Bohrtechniker, Bergmechaniker,
Fördermaschinisten... – die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von
Endlagern (DBE) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt, „spätestens zum
10.10.2010, zunächst befristet“ neues Personal. Zum Beispiel Reviersteiger für den Grubenbetrieb. Wer sich die
Stellenausschreibungstexte unter www.dbe.de
anschaut, wird hellhörig.
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Stx568-569.2010.4.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Testeinrichtung zur Bohrlochlagerung in
Gorleben. Auf der Website der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS)
informiert ein Artikel vom 25. Mai 2010 über einen knapp einjährigen
Versuchsbetrieb der GNS und DBE Technology, bei dem die Einlagerungstechnik
zur Bohrlochlagerung von konditionierten Brennelementen und HAW-Kokillen
erprobt worden sei. Das 2006 gestartete Projekt sei gemeinsam von der EU, dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
sowie der GNS finanziert worden. Nach Abschluß des Versuchsbetriebs 2009
seien die Gerätschaften zur Aufbewahrung auf das Werksgelände der GNS in
Gorleben verbracht worden, und könnten dort demnächst von der interessierten
Öffentlichkeit besichtigt werden. Vom Eintreffen der Anlage in Gorleben am
10. Mai 2010 hatte Strahlentelex bereits in der vorigen Ausgabe berichtet.
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Stx564-565.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Wieder Stacheldraht um Gorleben. Anlage
zur behälterlosen Einlagerung hochradioakti¬ver
Abfälle in Bohrlöcher nach Gorleben geliefert. Bürgerinitiative Umweltschutz:
„Die Atomwirtschaft demaskiert die Politik.“ Am 10. Mai 2010 traf in Tießau/Elbe ein Schiff mit einer größeren stelzenförmigen
Anlage ein, die in den späten Abendstunden auf einen Tieftransporter geladen
wurde. Zielort war Gorleben. Bei dem Schwertransport handelte es sich um eine
Anlage zur Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll in senkrechte
Bohrlöcher. Darauf machte jetzt die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz
Lüchow-Dannenberg aufmerksam. Schon vor zwei Jahren hatte die BI auf
entsprechende technische Entwicklungen der Deutschen Gesellschaft für den Bau
und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) hingewiesen. In ihrer
Versuchsanlage in Landesbergen/Weser, in der Halle eines ausgedienten
Kohlekraftwerks, wurde von der DBE-Tec in
Kooperation mit der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) das Hantieren mit
den sogenannten BSK-3-Kokillen erprobt.
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Stx562-563.2010.5-6.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Neue atomare Anlage für Gorleben. Auf
dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben soll ab 2012 eine weitere
atomare Anlage entstehen. In ihr sollen schwach- und mittelradioaktive
Abfälle für ihren Transport in das Endlager Schacht Konrad vorbereitet werden.
Der Atommüll soll hier geprüft, umgepackt, getrocknet und in andere Behälter
gefüllt werden. Das erklärte Jürgen Auer für die Gesellschaft für
Nuklearservice am 26. April 2010, dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl und nur zwei Tage nachdem rund 120.000 Menschen dem Aufruf
von mehreren Organisationen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien gefolgt
waren und zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und
Brunsbüttel in Schleswig-Holstein eine 120 Kilometer lange Menschenkette
gegen die Atomkraft gebildet hatten. Dokumente und der Bericht des
Bundesumweltministeriums vom September 2009 über die politische Einflußnahme
auf den Zwischenbericht der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt von 1983
zur Erkundung des Standortes Gorleben sind jetzt im Internet abrufbar unter www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/downloads/doc/45019.php
sowie www.cshare.de/file/fa018cd18bacb6b4280a26e98345ad3c/Gorleben_Akten.zip und www.greenpeace.de
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Stx560-561.2010.15-16.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Neuer Castorbehälter für Gorleben
genehmigt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
hat die Nutzung eines neuen Castorbehälters zum Transport von Atommüll der
Behälterbauart CASTOR® HAW28M genehmigt. 11 Behälter dieser Bauart sollen im
Herbst 2010 aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben gebracht werden. Die
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) verweist auf die
unerhörte Wärmelast dieser Behälter, die bei einer Beladung mit 28
Glaskokillen mit hochradioaktiven Abfällen 56 Kilowatt (KW) erreichen kann.
Das BfS betont, daß durch die Abschirmung und ein
verändertes Design die Strahlenbelastung gegenüber den bisherigen Behältern
unverändert bleibe und ein solcher Behälter den Absturz einer großen
Passagiermaschine unbeschadet überstehe könne. „Das ist Augenwischerei“,
kritisiert jedoch die Bürgerinitiative die Argumentation des BfS. Alle Sicherheitsangaben blieben fragwürdig, solange
es keine Crash- und Feuertests mit Originalbehältern gebe und wesentliche
Angaben der Hersteller und der Genehmigungsbehörden auf Rechenmodellen
beruhen.
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Stx558-559.2010.7.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Gorleben-Moratorium aufgehoben. Fachtagung zum Salzstock Gorleben am 16. und 17. April 2010 in
Dannenberg. Bundesumweltminister Norbert Röttgen
hat am 15. März 2010 die Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des
Salzstocks Gorleben als Endlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle
und seine weitere „Erkundung“ verkündet, und zwar „ergebnisoffen“, jedoch
ohne Alternative. Über dreißig Jahre währt nun bereits dieses zweifelhafte
Verfahren. Das „Erkundungsbergwerk“ Gorleben soll demnach weiter nach Berg-
und nicht nach Atomrecht ausgebaut werden. Den Antrag, den das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) auf Weisung des
Bundesumweltministeriums bei den niedersächsischen Bergämtern vorlegen muß,
stützt das Amt deshalb auf den ursprünglichen Rahmenbetriebsplan aus dem
Jahre 1983, um Einwendungen zu unterlaufen. Erst nach „der Feststellung der
Eignung“ und „nicht vor Ende der nächsten Legislaturperiode“ ist laut Röttgens Aussage mit der Einleitung eines ordnungsgemäßen
atomrechtlichen Verfahrens zu rechnen. Greenpeace und die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wollen sowohl juristisch als auch mit direkten
Widerstandsformen dagegen vorgehen. Beim Bau einer neuen Protesthütte durch
die Bäuerliche Notgemeinschaft reagierte die Polizei am 21. März 2010 mit
Gewalt. Zudem meldet sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
mit einer Fachtagung am 16. und 17. April 2010 im Hotel „Alte Post“ in
Dannenberg zu Wort und lädt zur Teilnahme ein. Detailliertes Programm,
weitere Informationen und Kontakt:
www.bi-luechow-dannenberg.de/chronologisch/aktuell/vorankundigung-fachtagung-gorleben.
Anmeldungen bis zum 12. April 2010 erbeten an die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Rosenstr. 20, 29439 Lüchow, Fax
05841-3197 oder mailto:fachtagung@bi-luechow-dannenberg.de
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Stx558-559.2010.6-7.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, Ausbau von Gorleben und
Hermesbürgschaften für Atomexporte. Vorhaben der schwarz-gelben
Regierungskoalition. Bemerkenswert
wenige Worte enthält der Koalitionsvertrag der neuen
CDU/CSU/FDP-Regierungskoalition zu der von ihr für die beginnende 17.
Legislaturperiode beschlossenen Revision des Atomausstiegs. „Die Kernenergie
ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann“, steht beinahe versteckt
im Kapitel „Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz“ des Vertrages. „Dazu
sind wir bereit, die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke (…) zu verlängern“,
heißt es, ohne den in Rede stehenden Zeitraum von zunächst zehn Jahren
explizit zu nennen. Jedoch: „Das Neubauverbot im Atomgesetz bleibt bestehen.“
In einer „möglichst schnell zu erzielenden Vereinbarung mit den Betreibern“
sollen „nähere Regelungen“ zu den Voraussetzungen einer Laufzeitverlängerung
getroffen werden. Dazu gezählt werden speziell die „Betriebszeiten der
Kraftwerke, Sicherheitsniveau, Höhe und Zeitpunkt eines Vorteilsausgleichs,
Mittelverwendung zur Erforschung vor allem von erneuerbaren Energien,
insbesondere von Speichertechnologien“. Die Vereinbarung müsse für alle
Beteiligten Planungssicherheit gewährleisten, wird verlangt und eine
verantwortungsvolle Nutzung der Kernenergie bedinge auch die sichere
Endlagerung radioaktiver Abfälle: „Wir werden deshalb das Moratorium zur
Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich aufheben“, schreiben die
schwarz-gelben Koalitionspartner. „Wir wollen, dass
eine International Peer Review Group begleitend prüft, ob Gorleben den
neuesten internationalen Standards genügt.“ Der gesamte Prozeß werde
„öffentlich und transparent“ gestaltet. Die Endlager Asse II und Morsleben sollen „in einem zügigen und transparenten
Verfahren“ geschlossen werden und die Energieversorger seien „an den Kosten
der Schließung der Asse II zu beteiligen“.
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Stx548-549.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Gorleben
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Neue Dokumente belegen: Die Regierung Kohl ließ Gutachten zu Gorleben
schönen. Neue Dokumente belegen,
daß die Regierung Kohl im Jahr 1983 massiv Einfluß auf die Wissenschaftler
ausübte, die eine Eignung des Standortes Gorleben für ein atomares Endlager
prüfen sollten.
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Stx546-547.2009.9.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Aus jetzt offengelegten Akten geht hervor, daß die Entscheidung für ein
Atommüll-Lager Gorleben politisch manipuliert wurde. Aus jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz
(BfS) offengelegten Akten geht hervor, daß die
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) erhebliche Zweifel an der Eignung
von Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Atommüll hatte. 1983 wies die
Bundesregierung die Fachbehörde an, entgegen deren Auffassung Gorleben als
Endlagerstandort zu befürworten. Im Laufe der Erkundung des Salzstocks
drängten sich offenbar zwei wesentliche Schwachpunkte in der Abschirmung der
Radioaktivität von der Biosphäre auf, was in den offiziellen Berichten
unterschlagen wurde. Durch den Verzicht auf eine doppelte geologische
Barriere in den Sicherheitsanforderungen durch die derzeitige Führung des
Bundesumweltministeriums wird einer dieser Schwachpunkte heute
„wegdefiniert“.
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Stx544-545.2009.6-8.3 (3 Seiten)
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Gorleben, WAA Karslruhe,
Asse
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Keine Antworten auf lästige Fragen. Fragen zum Gorleben-Gutachten von 1983 und zur Rolle der Wiederaufbereitungsanlage
Karlsruhe bei der Herkunft des radioaktiven Inventars im Atommülllager Asse
könnten nicht oder nur in Form einer historischen Aufarbeitung beantwortet
werden, meint die Bundesregierung.
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Stx542-543.2009.3-5.3 (3 Seiten)
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Gorleben
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Atommüll-Endlagerung: Gorleben
wird bereits seit Mitte der 1980er Jahre im ungenehmigten Schwarzbau zum
Endlager ausgebaut. Der Salzstock Gorleben ist offenbar bereits seit Mitte
der 1980er Jahre illegal zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle
ausgebaut worden. Das geht aus einer internen Bewertung des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter hervor.
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: Die Erkundungslüge ist
aufgeflogen.
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Stx538-539.2009.1-3.3 (3 Seiten)
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Gorleben
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Atommüll-Endlagerung: „Die
Vor-Festlegung auf Gorleben wird weiter festgezurrt“. BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
beendet den Dialog über Endlagerkriterien. Konsterniert verließ Gerhard
Harder, Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI), am vorletzten März-Wochenende 2009 die Fachtagung des
Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin, auf der in beschränktem Kreis über
die Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle
debattiert wurde. „An einer völlig unverbindlichen Debatte über
Sicherheitskriterien wird sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
(BI) nicht weiter beteiligen“, erklärte Harder. Die BI forderte „ein offenes,
transparentes Suchverfahren. Das impliziert nach aktuellem Stand von
Wissenschaft und Technik einen Standortvergleich.“ Ohne eine solche Prämisse
mache die Beteiligung am Diskurs aus Sicht der Bürgerinitiative keinen Sinn.
Doch die Atomkraftgegner blitzten mit ihrem Anliegen auf der Tagung ab.
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Stx534-535.2009.6.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Atomwirtschaft: Gorleben
kostete 1,51 Mrd. Euro. Für das atomare Endlagerprojekt Gorleben in
Niedersachsen sind von 1977 bis Ende 2007 Kosten in Höhe von 1,51 Milliarden
Euro entstanden. Das teilte die Bundesregierung im August 2008 in ihrer
Antwort (Bundestagsdrucksache 16/ 10077) auf eine Kleine Anfrage der
Linksfraktion zu den volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie mit. Im
Haushaltsjahr 2008 seien zudem 27,6 Millionen Euro für das Projekt Gorleben
veranschlagt worden. Die künftigen Kosten hingen vor allem von einer
politischen Grundsatzentscheidung zum weiteren Vorgehen bei der Endlagerung
hochaktiver, wärmeentwickelnder Abfälle aus Kernkraftwerken ab.
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Stx528-529.2009.6.1 (1 Seite)
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Gorleben, Schweiz
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Endlagerung von Atommüll: Irgendwann
will das BMU ein Verfahren zur Auswahl eines Endlagerstandortes für
hochradioaktiven Atommüll in Gang setzen. Sichtlich gealtert und ohne
neue Visionen präsentierten sich viele Protagonisten der bisherigen Endlagerdebatte
auf dem Endlagersymposium, das vom 30. Oktober bis 1. November 2008 in Berlin
stattfand. Auf Einladung des Bundesumweltministeriums (BMU) warben sie vor
mehr als 350 Teilnehmern dafür, endlich mit einem Auswahlverfahren nach
internationalem Standard zu beginnen. Im Oktober 2002 hatte zuletzt der drei
Jahre zuvor vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin eingerichtete
„Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd)“
vor mehr als 300 Personen aus Industrie, Wissenschaft, Politik, Behörden und
Verbänden seine Kriterien und Verfahrensvorschläge zur Auswahl eines
Endlagerstandortes für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle
präsentiert. Ende 2002 beendete der AkEnd seine
Arbeit und danach wollte das Bundesumweltministerium darüber eine öffentliche
Diskussion führen und schließlich das Auswahlverfahren verbindlich werden
lassen. Das fand sechs Jahre lang nicht statt. Jetzt wurde dafür geworben,
nun damit zu beginnen.
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Stx526-527.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Gorleben, La Hague
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Atommüll-Transport: Atommüll-Behälter
strahlen stärker als früher. Die Strahlung der im November 2008 unter
großen Protesten von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague
in Frankreich nach Gorleben transportierten französischen Atommüll-Behälter
(TN85) ist nach Mitteilung der Umweltorganisation Greenpeace vom 10 November
2008 deutlich höher als bei früheren Castor-Transporten. Experten haben
demnach in 14 Metern Entfernung eine um 40 Prozent höhere Neutronenstrahlung
gemessen als 2005. Die von den neuen Behältern mit dem hochradioaktivem
Atommüll ausgehende Neutronenstrahlung ist demnach noch in 14 Metern
Entfernung mit 4,8 Mikrosievert pro Stunde mehr als 500 mal höher als die
zuvor gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen.
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Stx526-527.2008.5-6.2 (2 Seiten)
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Asse, Gorleben
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Ministerien rechnen mit GAU beim Atommüllager
Asse bei Wolfenbüttel und Umweltverseuchungen. Bundesumweltminister bevorzugt
Gorleben als Endlager für hochaktiven Atommüll. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will wegen der dort bereits
investierten Milliardensumme den Standort Gorleben als Endlager bevorzugen.
Noch 2006 hatte sein Ministerium ein Verfahren zur Standortsuche vorgeschlagen,
das sich in der Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner CDU/CSU und den
Energieversorgern jedoch nicht durchsetzen ließ. Die Verfahrensgrundsätze
rief Gabriel zur Eröffnung einer Internationalen
Konferenz zum Thema Endlager vom 6. bis 9. November 2007 in Braunschweig noch
einmal ins Gedächtnis: deutscher Atommüll gehöre in deutsche Endlager,
Sicherheit zähle zuerst, klare Kriterien und eine umfassende Beteiligung der
betroffenen Bevölkerung wie in der Schweiz seien beispielgebend. Wie Bundesforschungs-
und Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Niedersächsischen
Landesumweltministerium am 21. November 2007 bekanntgaben, wird es in der Asse bei Wolfenbüttel voraussichtlich „auch weiterhin
zu Bewegungen im Deckgebirge aufgrund der noch großen offenen Hohlräume in
der Asse kommen“. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, daß der seit
1988 existierende Salzlösungszutritt von inzwischen bereits „etwa 12
Kubikmeter pro Tag in Zukunft erheblich ansteigt und dann nicht mehr
aufgefangen und kontrolliert werden kann“.
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Stx502-503.2007.1,2.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Die Anforderungen an die Sicherheit in Gorleben werden aufgeweicht. Bericht von Wolfgang Ehmke. Die Endlagerkonzeption
für Gorleben steht offensichtlich vor einer wesentlichen Änderung. Obwohl die
Bauarbeiten auf der Endlagerbaustelle bis zu einem Ablauf des Moratoriums
ruhen und die Entscheidung offen ist, ob alternativ zu Gorleben nicht auch
andere Standorte und Gesteinsformationen als Salz auf eine Eignung hin
untersucht werden, erprobt die Gorleben-Betreiberin, die Deutsche
Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE), die Endlagerung
hochradioaktiver Abfälle im Salzgestein. Hochradioaktive Abfälle –
Brennelemente und verglaster Müll – sollen nun als Kokillen ohne weitere
Abschirmung in Bohrlöchern versenkt werden. Damit entfiele eine der vier
Barrieren, die ein Austreten von Radioaktivität in die Biosphäre verhindern
sollen. Auf entsprechende Versuche verwies der Diplomphysiker Wolfgang
Neumann (Gruppe Ökologie Hannover) auf einer Veranstaltung von
Bürgerinitiativen aus dem Raum Asse, Salzgitter und dem Wendland, die sich am
2. Juli-Wochenende 2008 zu einer zweitägigen Fachkonferenz in Lüchow trafen.
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Stx518-519.2008.6-7.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Berlin, 30.10.-1.11.2008: Konferenz
über Endlagerung von Atommüll. Die von Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel angekündigte internationale Konferenz zur Endlagerung von atomaren
Abfällen findet vom 30. Oktober bis zum 1. November 2008 in Berlin statt.
Gabriel hatte im November 2007 bei einem Besuch in der Region Gorleben
mitgeteilt, daß das Bundesumweltministerium eine Konferenz veranstalten
werde, die sich mit Fragen der Standortsuche für ein atomares Endlager
beschäftigt. Neben Experten aus Deutschland und anderen Staaten sollen auch
Bürgerinnen und Bürger aus Regionen teilnehmen, in denen es bereits Lager für
Atommüll gibt bzw. die dafür in der Diskussion sind, teilte das
Bundesumweltministerium (BMU) mit. „Der Dialog untereinander“ solle dabei im
Vordergrund stehen. Damit dies gelinge, würden die verschiedenen
Gruppierungen bereits in die Planungen der Veranstaltung einbezogen.
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Stx514-515.2008.7.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Atommüll-Endlagerung: Niedersachsen
will sich im Raumordnungsprogramm auf Gorleben festlegen. Der
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) hat eine ablehnende Stellungnahme
zur Festlegung eines Vorranggebietes zur Entsorgung radioaktiver Abfälle bei
Gorleben an die niedersächsische Landesregierung abgegeben. Begründet wurde
dies neben anderen Argumenten mit dem aktuellen Klimawandel. Klimaforscher
und Meteorologen sagen einen Anstieg des Meeresspiegels für die nächsten 10
bis 30 Jahre von bis zu 7,50 Metern voraus. Der
Endlagerstandort würde durch unberechenbare Wassereinbrüche absaufen und
radioaktive Isotope in die Biosphäre gelangen. Als der Standort 1977 benannt
wurde, habe niemand entsprechende Gefahren für möglich gehalten.
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Stx482-483.2007.7.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Neues Untertagelabor für Gorleben geplant. Am 3. Mai 2006 hatte der niedersächsische Wissenschaftsminister
Stratmann bei einem Besuch in Gorleben gegenüber der Elbe-Jeetzel-Zeitung
die Einrichtung eines Atommüll-Versuchslabors verkündet und die Unterstützung
der Landesregierung zugesagt. Darüber entrüstet sich die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
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Stx468-469.2006.3.1 (1 Seite)
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Gorleben
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Strahlenbelastung beim Rücktransport hochradioaktiver Abfälle aus Frankreich.
Per Verordnung soll die wirtschaftliche Nutzung des Salzstocks Gorleben bis
auf weiteres verboten werden. Im Hinblick auf die noch für 2004 geplante
Rückführung einer weiteren Sendung hochradioaktiver Abfälle aus der
Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich
informierte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH in
Köln jetzt über die von den Transportbehältern ausgehende radioaktive
Strahlung. Aus den vorliegenden aktuellen Meßwerten der Gesellschaft für
Nuklear-Service mbH (GNS), Essen, gehe demnach hervor, daß die
Dosisleistungen (Gamma- und Neutronenstrahlung) im Nahbereich der
Abfalltransportbehälter (CAS-TOR(R) HAW 20/ 28 CG) mit den Erfahrungswerten
früherer Rückführungskampagnen vergleichbar seien. In 20 Meter Abstand vom
Transportfahrzeug liege sie im Größenbereich von 3 bis 6 Mikrosievert pro
Stunde (µSv/h). Dies entspreche dem Strahlungspegel, dem Flugreisende in
gängigen Flughöhen durch die kosmische Strahlung ausgesetzt seien. Durch die
oberirdische Lagerung von immer mehr Atommüll in Gorleben werden vollendete
Tatsachen geschaffen, während andererseits die Endlagersuche von der
Bundesregierung verschleppt werde, kritisiert die Umweltschutzorganisation
Robin Wood.
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Stx428-429.2004.6,7.2 (2 Seiten)
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Gorleben
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Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben: Für Atommüll fehlt ein
geschlossenes Umgangskonzept. Im Jahr 1997 ist eine Atomanlage wieder in das
Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt, die lange Zeit aus dem Bewußtsein
verschwunden war: die Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben (PKA). Dies
hatte vor allem zwei Gründe. Der erste Grund ist die offensichtlich gewordene
Umfunktionierung von einer Erprobungsanlage für die Endlagerung zu einer
kommerziellen Optimierungsanlage für die Zwischenlagerung. Der zweite Grund
ist die im November 1997 geschlossene Vereinbarung zwischen der
Betreiberfirma Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS) und dem Niedersächsischen
Umweltministerium (NMU) zu einem reibungslosen Ablauf des
Genehmigungsverfahrens. Ein Beitrag von Wolfgang Neumann, Gruppe Ökologie,
Hannover.
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Stx270-271.1998.4,13-15.4 (4 Seiten)
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Gorleben
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Pilot-Konditionierungsanlage Gorleben: Eine neue Atomfabrik. Im
Schatten der Auseinandersetzung um die CASTOR-Transporte nach Gorleben baut
die Atomindustrie am Standort der Zwischenlager still und leise eine weitere
Atomfabrik, die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA). Eine Broschüre von Werner
Neumann, Gruppe Ökologie Hannover.
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Stx258-259.1997.12.1 (Kurzbeschreibung, 1 Seite)
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Gorleben
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Die hoch radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague rollen weiter nach Gorleben. Anwohner klagen gegen
eine mangelhafte Produktkontrolle der Kokillen für hochaktive Abfälle
(HAW). Das Transportbehälterlager in Gorleben ist die einzige Anlage in
Deutschland, die z.Z. eine Genehmigung für die Lagerung verglaster hoch
radioaktiver Abfälle besitzt. Diese Genehmigung wurde 1995 erteilt. Dagegen
haben mehrere Anwohner geklagt. Einer der Ansatzpunkte für die Klage war die
Produktkontrolle. Zum Zweck der Klage wurde von der Gruppe Ökologie in
Hannover eine Studie zur Produktkontrolle der hochaktiven Abfälle aus der
Wiederaufarbeitung bundesdeutschen Kernbrennstoffes in der französischen
Anlage La Hague erstellt. Ein Bericht von Wolfgang
Neumann, Gruppe Ökologie Hannover.
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Stx240-241.1997.2-4,24.4 (4 Seiten)
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Gorleben
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Bundesamt für Strahlenschutz: Auch schadhafte "Castor"-Behälter
dürfen jetzt in Gorleben bleiben. Am 2.Juni 1995 hat das Bundesamt für
Strahlenschutz in Salzgitter für das "Castor"-Lager in Gorleben
eine neue Betriebsgenehmigung erteilt, die im Gegensatz zu der bisherigen
nicht mehr vorschreibt, daß schadhafte Behälter dahin zurückgebracht werden
müssen, wo sie herkamen.
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Stx208-209.1995.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Greifswald
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Das Lager Lubmin wird nicht nur für den ursprünglich angegebenen Zweck
genutzt. Die Bundesregierung gab
Auskunft über die Atommüll-Lagerung im Zwischenlager Lubmin. Im Atommüllager Asse tritt vermehrt radioaktive Salzlösung
aus.
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Stx578-579.2011.2-3.2 (2 Seiten)
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Greifswald
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Atommüll in
Mecklenburg-Vorpommern: Die Brennstäbe
der „Otto Hahn“ sollen jetzt nach Lubmin. Von 1968 bis 1979 befuhr das
vom GKSS-Forschungszentrum entwickelte Frachtschiff mit Atomantrieb „Otto
Hahn“ die Weltmeere. Ein wirtschaftlicher Betrieb nuklear betriebener
Frachtschiffe war jedoch nicht möglich, weshalb die Otto Hahn später mit
Dieselantrieb weiterfuhr, bis sie im Frühjahr 2010 in Bangladesch
verschrottet wurde. Seit dem Umbau lagern auf dem GKSS-Gelände südöstlich von
Hamburg der Reaktorbehälter, die Brennstäbe sowie gebrauchte Schutzkleidung,
Filter und Verrohrungen aus der „Otto Hahn“ – angeblich zu Nachuntersuchungen
und Forschungszwecken. Nachdem jedoch seit nunmehr 30 Jahren keine
diesbezüglichen Forschungsergebnisse bekannt wurden, sollen die Brennstäbe
(52 an der Zahl) nun nach Mecklenburg-Vorpommern in das Zwischenlager Nord in
Lubmin bei Greifswald gebracht werden.
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Stx564-565.2010.1-2.2 (2 Seiten)
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Greifswald
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Bundesumweltminister Trittin läßt Atommüll an der Ostsee lagern. Neues
bundesdeutsches Zwischenlager in Lubmin am Greifswalder Bodden genehmigt.
Am 10. November 1999 ließ Bundesumweltminister Trittin (Grüne) das Bundesamt
für Strahlenschutz (BfS) die Betriebsgenehmigung
für die Aufbewahrung von Castor-Behältern im "Zwischenlager Nord"
(ZLN) bei Lubmin nahe Greifswald erteilen. Bei einem Besuch der Anlage am
selben Tag betonte der Minister, die Genehmigung gelte ausschließlich für die
Aufbewahrung von Atommüll aus den beiden stillgelegten ostdeutschen
Atomkraftwerken Greifswald und Rheinsberg: "In Greifswald werden weder
abgebrannte Brennelemente aus westdeutschen AKW noch Glaskokillen aus La Hague zwischengelagert werden." Trittin bezeichnete
das ZLN als Baustein im Entsorgungskonzept der Bundesregierung, Transporte
radioaktiver Abfälle durch Standortnahe Zwischenlagerung zu vermeiden. Die
Genehmigung des Zwischenlagers schaffe die Voraussetzung dafür, die acht
Reaktorblöcke des seit 1990 stillgelegten Atomkraftwerks Greifswald
abzubauen. Das sieht vor Ort die Bürgerinitiative Kernenergie e.V. zur
Förderung alternativer Energiekonzepte anders. Anke Wagner, Vorsitzende der
Greifswalder Bürgerinitiative, kritisiert in ihrem Kommentar das
Bundesumweltministerium, die Problematik des Standortes nicht beachtet und
genehmigungstechnisch unlauter gehandelt zu haben.
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Stx310-311.1999.3,4.2 (2 Seiten)
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Greifswald
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"Lubmin-Erörterung erfolgreich abgeschlossen". Am
Nachmittag des 22. Mai 1996 um 17.25 Uhr sei der Erörterungstermin zum
Vorhaben der Zwischewnlager Nord GmbH (ZLN) zur
Aufbewahrung von Kernbrennstoffen und sonstigen radioaktiven Stoffen im
Transportbehälterlager des ZLN in Rubenow bei
Greifswald ordnungsgemäß beendet worden. So formulierte das Bundesamt für
Strahlenschutz. Am dritten und letzten Anhörungstag war allerdings aus
Protest gegen die "grob bürgerfeindliche und organisierte Behinderung
der Einwender" und die "extrem
tendenziöse Verhandlungsleitung durch das Bundesamt für Strahlenschutz",
so Detlef Chrzonsz, Bundesvorsitzender der
Vereinigung Christlicher Demokraten gegen Atomkraft (CDAK), kaum noch ein
Gegner des Zwischenlagers für radioaktive Abfälle bei Greifswald mehr
erschienen.
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Stx230-231.1996.10,11.2 (2 Seiten)
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Greifswald
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Bürgerinitiative Kernenergie. Aufruf zu Einwendungen gegen das
Zwischenlager Nord in Greifswald/Lubmin. Einwendungen gegen die
Genehmigung des Lagers konnten bis zum 22. Dezember 1995 erhoben werden. Das
Atombehälter-Lager ist Teil des größten oberirdischen Atommüllagers
der Welt, das zwischen Lubmin, Rubenow und Freest im Osten von Greifswald entsteht, erläutert die
Greifswalder Bürgerinitiative in ihrem Aufruf.
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Stx214-215.1995.12.1 (1 Seite)
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Greifswald
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Atommüll-Zwischenlager Lubmin: Grundrechte nur gegen Barzahlung.
Der Traum von einer neuen, demokratischen Grundordnung, die 1990 auf dem
Gebiet der ehemaligen DDR durch die Wiedervereinigung eingeführt wurde, ist
für die Mitglieder der "Bürgerinitiative Kernenergie e.V. zur Förderung
alternativer Energiekonzepte" in Greifswald jetzt ausgeträumt. Der von
ihnen eingelegte Widerspruch gegen die Baugenehmigung des
Atommüll-Zwischenlagers Nord in Lubmin bei Greifswald ist am 3. Juli 1995 vom
Rechtsamt des Landkreises Ostvorpommern mit der Androhung einer
Bearbeitungsgebühr von einhunderttausend Mark abgewiesen worden.
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Stx206-207.1995.9.1 (1 Seite)
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Greifswald
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Atommüll an der deutschen Ostseeküste. Am 22. Januar 1992 beschloß der
Aufsichtsrat der Energiewerke Nord, die Errichtung von Zwischenlagern für
nukleare Abfälle auf dem Kraftwerksgelände bei Greifswald zu beantragen.
Damit sind die Zwischenlagerpläne endgültig aus der Phase der reinen
Spekulation herausgetreten und die Greifswalder Bürgerinitiative Kernenergie e.V zur Förderung alternativer Energiekonzepte sieht ihre
Befürchtungen bestätigt.
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Stx128-129.1992.1-3.3 (3 Seiten)
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Greifswald
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Bundesweites Atommüll-Lager in Greifswald geplant. Noch im Februar 1990
war es der damaligen Gewerkschaftsleitung und heutigen Betriebsratsführung
des Kraftwerkes bei Greifswald gelungen, 5.000 Demonstranten gegen die
inzwischen erfolgte Abschaltung der vier alten Atomreaktoren auf die Beine zu
bringen.
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Stx124-125.1992.5,6.2 (2 Seiten)
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Greifswald
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Greifswald ist bereits faktisch Zwischenlager. Faktisch sei das
Gelände des Atomkraftwerks Greifswald bereits ein Zwischenlager für
abgebrannte Brennelemente. Das erklärte Bundesumweltminister Klaus Töpfer am 16.
Oktober 1991 im Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages.
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Stx116-117.1991.6,8.2 (2 Seiten)
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Gundremmingen
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Prozeß gegen Standort-Zwischenlager verschoben. Das Bundesamt für
Strahlenschutz kann sich nicht mehr länger hinter geheimgehaltenen Gutachten
verstecken. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) will sich nun nicht
mehr weiter mit den Behauptungen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zufrieden geben, das geplante Atommüll-Zwischenlager
Gundremmingen sei sicher vor terroristischen Angriffen.
Deshalb ist jetzt die mündliche Verhandlung auf den 14./ 15. April 2005
verlegt worden. In der Zwischenzeit soll das BfS
dem Gericht bisher geheimgehaltene Gutachten zur Überprüfung vorlegen.
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Stx430-431.2004.8.1 (1 Seite)
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Schacht Konrad Salzgitter
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Das Endlager Schacht Konrad wird deutlich teurer als geplant. Der Ausbau des Endlagers Schacht Konrad in
Salzgitter wird fast doppelt so teuer wie geplant. Das bestätigte ein
Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz gegenüber der NDR Fernsehsendung
„Niedersachsen 19.30 das Magazin“. Wie der Sender am 11. Mai 2010 mitteilte,
soll der Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube zu einem Endlager nach aktuellen
Kostenschätzungen jetzt 1,6 Milliarden Euro kosten. Noch 2009 waren die
Ausbaukosten auf 900 Millionen Euro geschätzt worden. Neben diesen
Ausbaukosten sind für die Erkundung und Planung des Endlagers bis Ende 2007
bereits weitere rund 945 Millionen Euro ausgegeben worden, so daß die
Gesamtkosten nach aktueller Schätzung bei 2,7 Milliarden Euro liegen.
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Stx562-563.2010.6.1 (1 Seite)
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Schacht Konrad Salzgitter
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Klagen gegen Schacht Konrad abgewiesen. Das für mehr als 300.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive
Abfälle geplante Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen kann
wahrscheinlich gebaut werden. Es soll 85 Prozent aller radioaktiven Abfälle
in Deutschland aufnehmen, wovon langfristig zwei Drittel von den
Energieversorgungsunternehmen kommen werden. Das Oberverwaltungsgericht
Lüneburg wies am 8. März 2006 mehrere Klagen gegen den
Planfeststellungsbeschluß des niedersächsischen Umweltministeriums aus dem
Mai 2002 zurück. Eine Revision wurde nicht zugelassen. Die Kläger können aber
dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.
Bundesumweltminister Gabriel (SPD) kündigte an, die Beschwerde abwarten zu
wollen. Er werde das Bundesamt für Strahlenschutz noch nicht anweisen, mit
der Vorbereitung der Arbeiten zu beginnen. Ein rechtskräftiges Urteil
erwartet er in eineinhalb Jahren.
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Stx462-463.2006.8.1 (1 Seite)
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Schacht Konrad Salzgitter
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Argumentieren mit nicht existierenden Gutachten. Eine angebliche Gefahr
von Milliarden-Rückforderungen wird als Argument für die rasche
Inbetriebnahme des Atommülllagers Schacht Konrad in Salzgitter mißbraucht. "Prüfer:
Milliarden-Risiko Schacht Konrad – Interner Bericht des Bundesrechnungshofs
heizt Endlager-Debatte an – Fromme rügt ‚Mittelverschwendung‘" So
titelte die Braunschweiger Zeitung am 30. Januar 2004. Diese Schlagzeile und
ein nachfolgender Bericht von Christian Kerl wurde bei Umweltschützern in der
Region Salzgitter mit großer Verwunderung aufgenommen. In den letzten Jahren
war ihnen von der SPD und den Grünen in Land und Bund immer wieder erklärt
worden, das Konradverfahren müsse abgeschlossen werden, damit die
Energiewirtschaft nicht die geleisteten Vorschüsse zur Erforschung und
Planfeststellung der Atomendlager zurückfordern könne. Man wolle aber nur ein
Endlager für jeglichen Atommüll und dieses – entsprechend dem sogenannten
Energiekonsens und den rot-grünen Koalitionsvereinbarungen – in einem offenen
neuen Suchverfahren bis 2030 finden und in Betrieb nehmen. Die Konsequenz war
ein Moratorium der Erkundungen in Gorleben und der Verzicht auf den
Sofortvollzug der Genehmigung des Atomendlagers Salzgitter. Dient jetzt das
ziemlich abgedroschene Argument des angeblichen Risikos von Rückforderungen
dazu, das veraltete Atommüllkonzept mit den Säulen Gorleben und Salzgitter
wieder zu beleben? Das fragt man sich jetzt im Umweltschutzforum Schacht
Konrad Salzgitter e.V. und nahm dies zum Anlaß, den Dingen genauer
nachzugehen. Ein Bericht von Harald Bode, Umweltschutzforum Schacht Konrad
Salzgitter e.V..
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Stx412-413.2004.7,8.2 (2 Seiten)
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Schacht Konrad
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Neues Planfeststellungsverfahren für Schacht Konrad gefordert. In
einem offenen Brief vom 26. März 2001 an den niedersächsischen Umweltminister
Wolfgang Jüttner (SPD) hat der wissenschaftliche Beirat der
Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. Professor Dr. Rolf Bertram die
Einleitung eines neuen Planfeststellungsverfahrens für das geplante
Atommüll-Lager gefordert. Die durch die Novellierung der
Strahlenschutzverordnung verursachte Verzögerung des Konrad-Verfahrens biete
eine Möglichkeit, vielfältige im damaligen Erörterungstermin vorgebrachte und
bis heute nicht entkräftete Argumente der Einwender
neu zu überprüfen. Es dürfe dabei nicht nur um eine Anpassung der
Planunterlagen an die neue Strahlenschutzverordnung gehen, sondern es müsse
der neue wissenschaftliche Kenntnisstand eingearbeitet werden. Das betreffe
vorrangig die vom Antragsteller gewählte Strahlendosis-Ermittlung im
niedrigen Dosisbereich und das daraus abgeleitete Strahlenrisiko.
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Stx342-343.2001.6.1 (1 Seite)
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Lichtenberg
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Altlasten des Uran-Tagebaus in Thüringen: Der Kirchliche Umweltkreis
Ronneburg kritisiert die unzureichende Abdeckung des künftigen
Uran-Sarkophags Lichtenberg. Das Thüringer Landesbergamt bereitet
gegenwärtig einen Genehmigungsbescheid zur "Abschließenden Gestaltung
des Sanierungsobjektes Tagebaurestloch Lichtenberg" vor. Hierzu wurden
in den Jahren 2003 und 2004 die Träger der "Öffentlichen Belange"
zu fachtechnischen Stellungnahmen aufgefordert. Für den BUND Landesverband
Thüringen e.V. wurde diese Stellungnahme vom Kirchlichen Umweltkreis
Ronneburg erarbeitet. Ein Bericht von Frank Lange.
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Stx444-445.2005.5,6.2 (2 Seiten)
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Lingen
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Am 1. Oktober 1999 läuft die Einwendungsfrist gegen das Zwischenlager
Lingen ab. Die Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH hat beim Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) beantragt, ihr die Genehmigung
für ein Standort-Zwischenlager zur Aufbewahrung von bestrahlten
Brennelementen und sonstigen radioaktiven Stoffen zu erteilen.
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Stx302-303.1999.6.1 (1 Seite)
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Morsleben
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Gegen das Einbetonieren von Atommüll in Morsleben.
Die Umweltorganisation Robin Wood
und Anti-Atom-Initiativen haben am 19. Dezember 2009 in Magdeburg mehrere
Tausend Einwendungen gegen die geplante Betonverfüllung des Atommülllagers Morsleben Vertretern des zuständigen
Landesumweltministeriums übergeben. Robin Wood fordert in einer eigenen detaillierten
Einzeleinwendung eine umfassende öffentliche und ergebnisoffene Diskussion
über alle Möglichkeiten eines sicheren Umgangs mit dem derzeit in Morsleben lagernden Atommüll. Insbesondere müsse dabei
auch die Rückholung des Atommülls behandelt werden. Das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) will dagegen – im Gegensatz
zum Lager ASSE – große Teile der unterirdischen Kammern und Strecken mit
Salzbeton verfüllen.
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Stx554-555.2010.7-8.2 (2 Seiten)
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Morsleben
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Atomwirtschaft: Unterschlagene
Kosten des Atomstroms – zum Beispiel des Atommülllagers Morsleben.
In der Zeit nach dem Zusammenbruch der DDR konnte zwar die Schließung von
sechs laufenden Leistungsreaktoren und die Aufgabe von fünf weiteren
KKW-Baustellen durchgesetzt werden – die in den Wirren des Zusammen bruchs zugänglich gewordenen streng geheimen
Zustandsberichte belegten den schlechten Sicherheitszustand der KKW
russischer Bauart überzeugend – aber das Endlager für Radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) überlebte die Wiedervereinigung, obwohl
auch zum ERAM gravierende Sicherheitsmängel bekannt geworden waren. Der Druck
einer gewaltigen Menge von Atommüll, der sich im Westen an verschiedenen
Stellen angesammelt hatte, fegte den kritischen Sachverstand in den Reihen
der Ostdeutschen Bürgerbewegungen einfach beiseite. In den ersten 20
Betriebsjahren (1971-1991) wurden im ERAM etwa 14.400 Kubikmeter schwach- und
mittelradioaktive Abfälle entsorgt. Als besonders gefährlich wurde die Praxis
eingeschätzt, daß Abfälle lose in große Hohlräume abgekippt wurden. Bis heute
weiß niemand genau, was dort alles liegt. Es ist kaum bekannt, daß zwischen
1994 und 1998 noch wesentlich mehr Atommüll eingelagert wurde als in den
ersten 20 Jahren. Mehr als 22.000 Kubikmeter Atommüll landeten in diesem
kurzen Zeitraum in Moorsleben – ein wesentlicher
Teil aus dem Westen. Die Bonner Politik folgte dem Druck der Atomlobby und
schlug alle Warnungen in den Wind. Einer der damals verantwortlichen Männer
war Walter Hohlefelder, Abteilungsleiter
Endlagersicherheit in der Regierungszeit von Helmut Kohl. Er ist niemals für
seine Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen worden, heute ist er
Präsident des Deutschen Atomforums, der Zentrale des deutschen Atomlobbyismus.
Das Umweltministerium in Sachsen-Anhalt hatte die ernsten Probleme im ERAM
verstanden. Es befaßte sich mit eindringendem Wasser, mit gefährdeter
Standsicherheit, mit der immer noch geübten Praxis des einfachen Versturzes ganzer Fässer mit über 400 Kilogramm Gewicht
in darunterliegende Hohlräume, was zu schweren Erschütterungen und oft zum
Aufplatzen der Fässer führte. Das Umweltministerium in Sachsen-Anhalt konnte
zeitweilig die Einlagerung blockieren. Auf der Bonner Ebene erregte das Mißfallen,
die damalige Umweltministerin Merkel folgte dem Druck der Atomlobby und wies
die Landesregierung Sachsen-Anhalt 1997 an, „den zur Optimierung des
laufenden Einlagerungsbetriebes geplanten Versturz
von Abfallfässern bis 1.100 Kilogramm in dem Endlager (…) nicht weiter zu
blockieren“. – Von Sebastian Pflugbeil
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Stx518-519.2008.5-6.2 (2 Seiten)
Zu
den Originalseiten im pdf-Format
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Morsleben
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Atommüllager Morsleben
– ein einsturzgefährdetes Endlager vor der Stillegung. Von Inge Lindemann. Das Endlager für leicht- und mittelaktiven
Atommüll in dem ehemaligen Kali- und Salzbergwerk Morsleben
stürzt ein und ist undicht. Eine Rückholung der Abfälle ist nicht möglich,
heißt es. Deshalb soll der seit 1998 bestehende Einlagerungsstopp in eine
„Stillegung“ überführt werden.
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Stx482-483.2007.6.1 (1 Seite)
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Morsleben
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Die (DDR-)Geschichte des Atommüll-Endlagers Morsleben.
Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt hat im Jahre 2005 eine neue Broschüre über
die Geschichte des Atommüll-Endlagers Morsleben
herausgegeben. Die Broschüre entstand in Kooperation mit der Jugendgruppe Greenkids Magdeburg e.V., die sich seit mehr als
zweieinhalb Jahren mit der Vergangenheit der Atomanlage befaßt. Falk Beyer,
der Autor, und seine Gruppe haben Unterlagen aus diversen Archiven, von der
Stasi und von Morsleben-kritischen Organisationen,
gesichtet. Die Broschüre kann kostenlos bei der Landesbeauftragten für die
Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt, Telefon 0391-5675051 und Email info@landesbeauftragte.de
bestellt werden. Online ist sie über die Menüpunkte Broschüren/Sachbeiträge
auf der Website http://www.landesbeauftragte.de
einsehbar.
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Stx444-445.2005.6,7.2 (2 Seiten)
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Morsleben
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ERAM stillegen – aber wie? Seminar zu Endlager-Fragen und Perspektiven.
Am 9. und 10. Oktober 2004 findet – voraussichtlich im Allerhof
in Alleringersleben – ein von der
Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt getragenes und von AktivistInnen des Morsleben-Netzwerkes
ausgerichtetes Seminar zu Grundlagen der Endlager-Problematik statt. Dabei
geht es um die Vermittlung eines Verständnisses für wissenschaftliche
Fragestellen bei der Entscheidung über Endlagerkonzepte, speziell orientiert
am Beispiel des Endlagers Morsleben (ERAM). Dazu
sind Fachleute aus Behörden und unabhängigen Gutachterbüros eingeladen. Das
Seminar soll Wissen vermitteln, das es erlaubt, bei der Diskussion um die
Stillegungskonzepte für das ERAM die relevanten Aspekte einschätzen und
hinterfragen zu können. Damit dient das Seminar auch ganz wesentlich der
Vorbereitung des für das nächste Jahr geplanten behördlichen Kolloquiums für
die Stillegungskonzepte zum Endlager Morsleben. Die
Anmeldung soll bis 14 Tage vor Seminarbeginn bei der Friedrich-Ebert-Stiftung
erfolgen: Tel. 0391/568760 oder per E-Mail mit vollständiger Adresse an info.magdeburg@fes.de.
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Stx424-425.2004.6,7.2 (2 Seiten)
Zu den Originalseiten im pdf-Format
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Morsleben
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Hohlräume im Südfeld von Morsleben
werden jetzt aufgefüllt. "Unverzügliche Verfüllung" wegen akuter
Einsturzgefahr. Die Probleme waren allerdings spätestens seit September 1999
bekannt. Um die Einsturzgefahr im Atommüllager
von Morsleben in Sachsen-Anhalt zu verringern, ist
Mitte November 2000 in Anwesenheit von Bundesumweltminister Trittin (Grüne)
mit der Verfüllung von Hohlräumen im Südfeld des
Salzstockes begonnen worden. Innerhalb eines halben Jahres sollen rund 20.000
Kubikmeter Hohlräume mit Salzgrus verfüllt werden,
weil sonst bis zu 1.000 Tonnen schwere Salzbrocken von der Zwischendecke auf
den dort lagernden Atommüll fallen und Radioaktivität freisetzen können. Im
Juni/Juli 1999 waren bei Untersuchungsbohrungen Risse bis 4,5 Zentimetern
Öffnungsweite in Zwischendecken von Salzkammern festgestellt worden. In den
betroffenen Kammern in 350 Metern Tiefe sollen 10.000 Kubikmeter
mittelradioaktiver Müll lagern. Insgesamt waren in das einzige deutsche
Endlager bis 1998 rund 37.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver
Atommüll aus Atomkraftwerken und Forschungseinrichtungen gebracht worden. Die
Einlagerungen waren 1998 erst gestoppt worden, nachdem Umweltschützer eine
entsprechende gerichtliche Verfügung erwirkt hatten.
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Stx334-335.2000.6.1 (1 Seite)
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Morsleben
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"Keine akute Gefahr". Bei neuen Untersuchungsbohrungen
wurden im Südfeld des Endlagers für radioaktive
Abfälle Morsleben (ERAM) - in der Schachtanlage Bartensleben - Risse in den Salzgewölben nachgewiesen.
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Stx302-303.1999.6.1 (1 Seite)
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Morsleben
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Streit um "Versturztechnologie" im
Endlager Morsleben. In zwei von drei Kammern
des einzigen deutschen Atommüll-Endlagers in Morsleben
(ERAM) in Sachsen-Anhalt wird atommüll in
sogenannten Abfallgebinden einfach in blindem Fall 15 Meter tief und nicht
mehr rückholbar abgekippt.
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Stx210-211.1995.10,11.2 (2 Seiten)
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Morsleben
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40000 Kubikmeter radioaktive Abfälle sollen nach Morsleben.
Das Endlager für schwach radioaktive Abfälle Morsleben
(ERAM) ist seit 1994 wieder in Betrieb und soll bis zum 30. Juni 2000 40000
Kubikmeter aufnehmen.
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Stx194-195.1995.8.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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Rheinsberg
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AKW Rheinsberg: Keine grüne
Wiese mehr. Das Reaktorgebäude des ehemaligen DDR-Atomkraftwerks
Rheinsberg soll nun doch noch nicht abgerissen werden. Die Betonkonstruktion
ist stärker radioaktiv belastet, als ursprünglich angenommen und müßte unter
Strahlenschutzbedingungen erfolgen, meldete der Fernsehsender von Rundfunk
Berlin Brandenburg (rbb) im Februar 2009. Aus
Kostengründen wollen die Energiewerke Nord (EWN) deshalb die Strahlung
zunächst etwas abklingen lassen und das Gebäude erst in einigen Jahrzehnten
abreißen.
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Stx532-533.2009.11.1 (1 Seite)
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Rheinsberg
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Reaktorabbau dauert noch 20 Jahre und soll Milliarden Mark kosten.
Das sagte der Staatssekretär Stroetmann am 20. Oktober 1993 in Berlin.
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Stx166-167.1993.8.1 (1 Seite)
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Rossendorf
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Kernbrennstoffe dürften eigentlich nicht
nach Rußland, solche aus Rossendorf aber doch. Die
Abgabe von bestrahlten Kernbrennstoffen aus Kraftwerken zur Stromerzeugung an
eine Anlage zur Aufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe ist zwar unzulässig
– darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 08.12.2010 auf eine
Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin. Bei den Rossendorf-Brennelementen handele es sich jedoch um
hochangereicherte bestrahlte Brennelemente aus einem stillgelegten
Forschungsreaktor, erläutert die Bundesregierung.
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Stx578-579.2011.8.1 (1 Seite)
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Ruhrgebiet
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Radioaktiver Müll soll auf Sondermülldeponie "endgelagert"
werden. Auf der Sondermülldeponie der Abfallgemeinschaft Ruhrgebiet (AGR)
sollen auf Wunsch der Firma Siempelkamp Nuklear und
Umwelttechnik (SNU) 70 bis 90 Tonnen radioaktiver Müll "entsorgt"
werden.
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Stx292-293.1999.4.1 (1 Seite)
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Oberpfalz
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Bürgerinitiative gegen Atommüll in der Oberpfalz. Der oberpfälzer Granit stehe nicht als Endlager zur
Verfügung, erklärte die ehemalige atompolitische Sprecherin der Grünen im
Bayerischen Landtag, Irene Maria Sturm, als Sprecherin des Dachverbandes der
Oberpfälzer Bürgerinitiativen gegen die Errichtung von Atomanlagen in
Schwandorf.
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Stx284-285.1998.12.1 (Kurzmeldung, 1 Seite)
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